Donnerstag, 30. Mai 2013

Libertarismus und katholischer Glauben – Versuch einer Annäherung

von Felix Honekamp
Ich hatte, das ist schon eine Weile her, mal einen recht umfangreichen Artikel zur Frage des Zusammenspiels von katholischem Glauben und Libertarismus geschrieben. Kernthese, der ich bis heute nachfolge ist, dass in einer Gesellschaft wie der, die wir vor uns haben, der Libertarismus nur funktionieren wird unter der Maßgabe des katholischen Glaubens. Ein Beispiel mag dies verdeutlichen:

Wenn ein bislang ausufernder Sozialstaat, der die Leistungsträger der Gesellschaft bis an deren Belastungsgrenze und darüber hinaus schröpft, sich dem Libertarismus zuwendet und seine eigenen Aktivitäten auf ein Minimum der Sicherung der inneren und äußeren Sicherheit beschränkt, dann läuft man dabei in der Tat in die Gefahr in einen „Raubtierkapitalismus“ zu münden, in dem jeder sich selbst der Nächste und das Leiden oder der (wirtschaftliche, psychische oder physische) Untergang eines anderen Menschen nurmehr ein „Kollateralschaden“ der Wirtschaftsordnung ist. Unser Staat (und das gilt für die meisten westlichen Staaten) hat Solidarität und Mitgefühl, Hilfeleistungen und Unterstützung von in Not geratenen, in einer Art und Weise institutionalisiert und verstaatlicht, dass Eigenverantwortung in weiten Teilen unterdrückt wird: Wenn der Staat doch durch meine Steuern für jeden sorgt, wieso sollte ich mich dann um ihn sorgen? Dieses System ist also nicht einfach umzukehren ohne dass man befürchten muss, dass diese Mentalität auch dann weiter greift, wenn diese Institutionalisierung nicht mehr gegeben ist.

Der libertäre Staat zwingt – systemimmanent – niemanden zur Solidarität, die damit zu einer Frage des aus Solidarität erwarteten Vorteils, oder der selbst wahrgenommenen gesellschaftlichen Verantwortung wird. Letztere speist sich aus dem Menschenbild des Einzelnen und es ist hoffentlich richtig anzunehmen, dass ein gläubiger Katholik hier einen recht hohen Anspruch an sich selbst hat. Christlicher Glauben wird dann zu einem Träger einer libertären Gesellschaftsordnung, die aber ansonsten zwangsfrei bleibt.

Zu Ende gedacht führt der Libertarismus aber zu weiteren Konsequenzen hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Staat und Religion. Hierzu möchte ich Ludwig von Mises (1881 – 1973) zitieren, von vielen als Vater der Österreichischen Schule der Nationalökonomie und des Libertarismus betrachtet:
,,Die Neigung unserer Zeitgenossen, obrigkeitliche Verbote zu fordern, sobald ihnen etwas nicht gefällt, und die Bereitwilligkeit, sich solchen Verboten selbst dann zu unterwerfen, wenn sie mit ihrem Inhalt durchaus nicht einverstanden sind, zeigt, dass der Knechtsinn ihnen noch tief in den Knochen steckt. Es wird langer Jahre der Selbsterziehung bedürfen, bis aus dem Untertan der Bürger geworden sein wird. Ein freier Mensch muss es ertragen können, dass seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muss es sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.''

Der Text stammt – das mag erstaunen vor dem Hintergrund, was wir in den vergangenen Jahren an staatlichen Gängelungen über uns ergehen lassen mussten – aus einem 1927 veröffentlichten Buch von Mises (Liberalismus) und zeigt deutlich auf, wohin die Reise mit dem Libertarismus gehen wird – und stellt unsere, bzw. meine Vorstellungen von einem guten Staat, der die Religion, die christlichen Grundlagen des Abendlandes in seine Entscheidungen einbezieht, in Frage.

Nehmen wir auch dazu ein Beispiel: die Regulierung der Ladenöffnungszeiten. Nach christlichen Vorstellungen sollten Menschen am Tag des Herrn, am Sonntag, keiner Arbeit nachgehen. Ausnahmen davon gelten für den Bereich der Seelsorge für Kranke etc. aber gemeinhin ist auch gemeint, dass an dem Tag kein Handel betrieben werden sollte. Diese Vorstellung hat ihren Niederschlag in der Gesetzgebung zu Ladenöffnungszeiten erhalten in denen geregelt ist, dass Geschäfte am Sonntag nur in Ausnahmefällen geöffnet werden dürfen. Diese Regulierung ist von einem libertären Standpunkt nicht vertretbar: Niemand sollte gezwungen sein, am Sonntag sein Geschäft zu öffnen, niemandem sollte aber auch verboten werden, dies zu tun.

Unter den Bedingungen des Libertarismus wird ein katholischer Ladenbesitzer aufgrund seiner religiösen Überzeugungen sein Geschäft geschlossen halten, sein Nachbar und Konkurrent sein Geschäft dagegen öffnen dürfen. Die Nachteile, die der katholische Geschäftsmann dafür in Kauf nimmt, „rentieren“ sich für ihn über sein Seelenheil. Ein katholischer Konsument wird nun alleine deshalb nicht am Sonntag einkaufen gehen, um nicht (gläubige oder nichtgläubige) Geschäftsleute zum Verstoß gegen das Gebot der Würdigung des Sonntags zu verleiten. Nichtglaubende Konsumenten hätten dagegen weiterhin die Möglichkeit, bei nichtglaubenden Geschäftsleuten einzukaufen. Der nichtglaubende Geschäftsmann wird entsprechend seine Entscheidung, das Geschäft am Sonntag zu öffnen oder nicht, treffen nach seiner Erwartung, ob er trotz ausbleibender (gläubiger) Kundschaft an dem Tag ausreichend Gewinn erwirtschaften kann.

Problematisch wird dies spätestens dann, wenn Angestellte ins Spiel kommen: in einem libertären Markt kann niemand gezwungen werden, am Sonntag zu arbeiten, es kann aber auch niemand gezwungen werden, jemanden, der am Sonntag nicht arbeiten will, einzustellen oder zu behalten. Wer also am Sonntag aus religiösen (oder auch anderen) Gründen nicht arbeiten will, der muss einen Arbeitgeber finden, der sich damit einverstanden erklärt, das so im Arbeitsvertrag zu vereinbaren. Je nach Markt- und Mehrheitsverhältnissen kann das einerseits dazu führen, dass ein Arbeitgeber, der dabei ansonsten keine Hemmungen hätte, sonntags trotzdem auf die Produktion oder Geschäftsöffnung verzichtet oder entsprechende Arbeitnehmer mit einem Lohnaufschlag für Sonntagsarbeit belohnt (wenn dies immer noch ertragreich erscheint). Andererseits kann es auch sein, dass der entsprechende Arbeitnehmer keinen adäquaten Arbeitgeber mehr findet, der auf seine religiöse Einstellung Rücksicht nimmt: der Preis, das Seelenheil, steht hier in direkter Konkurrenz zur Notwendigkeit des Arbeitsplatzes.

Wie gesagt, vor all dem „beschützt“, mehr oder weniger gerecht und mehr oder weniger erfolgreich, derzeit der Staat mit seiner Gesetzgebung. Diese entwickelte sich aber eben nicht aus ökonomischen oder christlichen Erwägungen sondern als Ergebnis von Lobbyarbeit. Eine „christliche Lobby“ war in der Vergangenheit erfolgreich, eigene Moralvorstellungen auch in Gesetzesform gießen zu lassen. Mit abnehmender Bedeutung des Glaubens muss nun konstatiert werden, dass die entsprechenden Regelungen von vielen nur noch als Relikte aus alten Zeiten betrachtet werden. Mit Zuzug anderer Kulturen, die zudem an Einfluss gewinnen, wird dieser Konflikt noch verstärkt: der Moslem wird aus seiner Sicht fragen, wieso er am Freitag arbeiten muss, der Jude wird den Samstag in Frage stellen. Geht man bei den religiösen Interessen davon aus, dass es sich dabei nicht nur um Fragen des Geschmacks sondern der Reinheit der eigenen Glaubenslehre handelt, kann der Staat darauf eigentlich nur mit einer vollständigen Liberalisierung oder einem unüberschaubaren Wust an Regulierungen reagieren, die jedem Recht verschaffen soll, der seine Stimme laut genug zu erheben versteht: Lobbyarbeit eben.

Eine Lösung dieses Spannungsfeldes zwischen katholischem Glauben und Libertarismus lässt sich insofern nur finden in einem gemeinsam eingegangenen, ungeschriebenen Konsens, der so aussehen könnte, dass sich Arbeitgeber, die gerne sonntags produzieren oder verkaufen lassen wollen, sich hierfür Arbeitnehmern bedienen, die dazu bereit sind, gleichzeitig aber auf die religiöse Einstellung christlicher Mitarbeiter Rücksicht nehmen und deren Einsatz an Sonn- und Feiertagen zu vermeiden suchen. Solche eine Lösung im Sinne der Mitarbeitermotivation und des Betriebsklimas oder auch eines für den Arbeitgeber sinnvollen sozialen Friedens zu suchen, ist dann unternehmerische Aufgabe, der sich aber nicht jeder Unternehmer stellen muss sondern dies nur aus Gründen der Einsichtigkeit tut. Damit wäre ich wieder bei der Grundaussage, dass Libertarismus und christlicher Glaube – zumindest ein christliches Menschenbild, dass religiöse Gefühle anderer Menschen ernst nimmt und bereit ist, sie in die eigenen Betrachtungen einzubeziehen, auch wenn man dazu nicht gesetzlich gezwungen wird – sich gegenseitig bedingen können.

Beides allerdings scheint für den Moment illusionär: unser Land und die westliche Welt ist von einem wirklich christlichen Gesellschafts- und Menschenbild mindestens ebenso weit entfernt wie von einer libertären Gesellschaftsordnung. Mein Plädoyer geht daher dahin, sich mit beiden Gedankenmodellen auseinanderzusetzen: ein System staatlicher Gängelung entspricht einem christlichen Weltbild nämlich in keinem Fall! Der Christ ist bereit, einer Staatsordnung im gewissen Rahmen zu folgen (dem Kaiser zu geben, was dem Kaiser gehört), ein System der unsolidarischen zwangsweisen Enteignung und Umverteilung versucht aber nur, eine christliche Gesellschaft zu ersetzen, sie überflüssig zu machen und stärkt sie nicht. Der Libertäre ist also aufgefordert zu prüfen, ob der christliche Glaube, oder zumindest die Akzeptanz christlicher Moralvorstellungen, nicht der Sache des Libertarismus in komplementärer Weise dient. Und der gläubige Katholik ist aufgefordert zu prüfen, ob der Libertarismus, betrachtet durch die Brille des Glaubens, nicht viel mehr einer christlichen und freien Gesellschaftsordnung entspricht als ein pseudosolidarischer Sozialstaat mit seinen Zwangsmitteln. Für letzteren bedeutet dies aber auch, Abschied zu nehmen von einer staatlich verordneten Protektion – die aber, so meine ich, ohnehin nur noch auf dem Papier besteht und keinen Bestand für die Zukunft verspricht. Oder, um noch mal von Mises zu wiederholen:

,,Ein freier Mensch muss es ertragen können, dass seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muss es sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.''

Und nachdem diese Forderung natürlich nicht nur die Ökonomie sondern auch andere Fragen des Zusammenlebens betrifft, namentlich solche der christlichen Morallehre, über die ich hier noch gar nicht geschrieben habe, müssen wir uns, muss ich mir die Frage stellen: Können wir das? Wollen wir das?

Wie im Titel angedeutet: dieser Beitrag ist ein Versuch einer Annäherung, er wirft für den einen oder anderen vielleicht mehr Fragen auf als er beantwortet, versteht sich auch nicht als Manifest in dem Sinne, dass ich mir selbst schon vollkommen klar wäre und es mag für manche auch Gründe geben, den vertretenen Thesen (ökonomischen wie religiösen) zu widersprechen. Ich hoffe trotzdem, damit ein ganz klein wenig eine Diskussion bereichern zu können, auch wenn ich nicht auf alle Fragen eine befriedigende Antwort geben kann. Christliche Demut scheint mir an dieser Stelle angemessen.
____________________________________
Felix Honekamp ist bekennender Katholik und betreibt den ,,Papsttreuen Blog'', auf dem dieser Artikel zuerst erschienen ist.

Kommentare:

  1. Katholizismus und Christentum sind 2 unterschiedliche Ideen.
    Ich finde es erschreckend, dass scheinbar aufgeklärte Menschen heute noch dem katholischen Glauben huldigen können. Der Katholizismus hat so ziemlich alles und noch mehr gemacht was der Freiheit des Individuums widerspricht! Auch heute noch.
    Die Liste der kranken Verbrechen sollte bekannt sein. Dank dem aufgeklärten Menschen, wird die Macht der Kirchen zurückgedrängt. Das Verschwinden der Institution "Katholische Kirche" wäre ein wahrer Segen für die Menschen! Genau so wie das Verschwinden der auf gewaltbasierten Staatsapparate!

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  2. Um auf die Frage "Wollen wir das?" zu antworten. Wenn du es nicht willst, verabschiedest du dich zwangsläufig vom Libertarismus, denn es nicht zu wollen, ist mit dem Minarchismus ebenso wenig vereinbar, wie mit dem Konzept der "vollständigen Selbstbestimmung" (PRG).

    Eine freie Gesellschaft gibt es nur, wenn man diese Vielseitigkeit an Lebensentwürfen zu- und dem Markt überlässt. Sonst ist der Weg geebnet und jeder wird wieder mittels Lobbyarbeit seine persönlichen Präferenzen allen anderen vorschreiben lassen wollen. Und wenn du meinst, mit deiner Präferenz verhielte es sich ganz anders als mit anderen: So denken alle und es ist eine subjektive Meinung. In einer freien Welt darf es hier also keine Ausnahmen geben, denn sonst kann die Freiheit nicht verteidigt werden. Solche Sonderinteressen sind mit der Idee der Freiheit nie vereinbar, wenn sie den Status der Freiwilligkeit verlassen.

    Ich bin nicht gläubig und sehe den Glauben unter anderem als eine Fremdbestimmung durch einen Gott. Als Libertarier steht mir jedoch nichts ferner, als dir deinen Glauben absprechen zu wollen. Auch wenn dieser sich wissenschaftlichen Erkenntnissen entzieht, du kannst ihn natürlich ausleben; das ist doch das Schöne an der ganzen Sache, oder?

    In gewisser Weise kontraproduktiv ist vielleicht, dass du hier Zweifel im Sinne der Gegner der Freiheit sähst, welche diese aufgreifen können. Etwa: "Seht ihr, sogar Libertäre denken, dass die Menschen in einer freien Welt egoistisch wären und einander nicht helfen würden".

    Ich persönlich stehe einem "chaotisch-futuristischen Anarchokapitalismus" viel näher als dem Paläolibertarismus.

    Zitat http://arslibertatis.com/chaotischer-voluntarismus/:

    "[…] Doch einerseits wird es immer Diebe, Vagabunden und Irre geben, andererseits lassen sich immer noch tausende unterschiedliche Lebensstile vorstellen, selbst wenn ein jeder das Nichtaggressionsprinzip vollkommen verinnerlicht hätte.

    […] eine Gesellschaft, in der es posthumans, Pazifisten, Leute, die ihren Körper verlassen haben und im Cyberspace leben, Misanthropen, Satanisten, Cyborgs und verrückte Wissenschaftler gibt, ist mir viel sympathischer als eine voller Kirchgänger und businessmen."

    Aber natürlich haben auch Kirchgänger und businessmen darin Platz, wie alle anderen, denn sonst wäre ich ja nicht für die selbstbestimmte Freiheit.

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  3. Also ich konnte noch nie etwas mit der Kirche oder dessen Glauben anfangen. Und für alle anderen kann ich eine Aussage, von einem weisen Manne wiederholen: "Befreie dich von der dreifachen Schuld", dies beinhaltet auch die Kirche und deren Glauben, die genauso falsch ist wie das System selbst.

    Wenn dann sollte man doch lieber zurück zur Natur gehen, die wahre Macht. Und diese ist fei und echt!

    lg

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  4. Ferdinand Hoischen30. Mai 2013 um 18:42

    Ein interessanter "Versuch einer Annäherung", der einer Überlegung wert ist. Solange nicht mit Zwang irgendwelcher Art gearbeitet wird, ist an Vereinigungen aufgrund des katholischen Glaubens aus libertärer Sicht nichts auszusetzen. Und wenn einer der Kommentatoren meint, "dank dem aufgeklärten Menschen" sei die Macht der Kirchen zurückgedrängt worden, hat er wohl von Geschichte keine Ahnung. Im Mittelalter hat gerade die katholische Kirche mit für dezentralisierte und freiere Gemeinschaften gesorgt, wohingegen die "Aufklärung" schnurstracks in den heutigen zentralisierten und allgewaltigen Staat geführt hat.

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  5. @Ferdinand Hoischen:

    Habe ich keine Ahnung von Geschichte oder ignorierst du sie?

    Fakt ist, dass in unsere Hemisphäre immer mehr Menschen aus der Kirche austreten. Ohne Abschlachten, Folter, Sklaverei und Vergewaltigung wäre die Katholische Kirche weder in Afika, Südamerika noch in Asien in dem Masse zu finden wie ist der Fall ist.

    "Im Mittelalter hat gerade die katholische Kirche mit für dezentralisierte und freiere Gemeinschaften gesorgt"

    Meinst du das Ernst? In etwa so wie die demokratischen Staaten heute für Wohlstand sorgen?

    Katholizismus ist Synonom für Zentralisierung und Gemeinschaften in Ketten.

    So wie heute Staaten funktionieren, haben die Kirchen seit jeher funktoniert und funktioniere auch heute teilweise noch so. Zwang ist ein gutes Stichwort.
    Die Abkehr von der Institution Kirche ist eine wichtige Entwicklung; genau wie das Voranschreiten des Libertarismus und die damit verbunden Abkehr von der Institution Staat.

    Auch bei der Kirche heilligt der Zweck die Mittel nicht.

    Ich empfehle Bücher von Karlheinz Deschner z.B. Abermals krähte der Hahn.



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  6. Mir ist nicht klar, was die christliche Religion mit Freiheit zu tun hat. Du sollst keinen anderen Gott neben dem underen anbeten, geht nicht in die Richtung der Freiwilligkeit. Die heutige Gesellschaft entstand durch die Aufklärung und die Emmanzipation von der Religion und nicht Dank der Religion.

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  7. Dann oute ich mich auch mal: ich bin auch Christ, aber lutherischer Konfession, und mit Luther bin ich der Meinung, daß die Staatsgewalt ein Übel ist, welches sich nicht ganz vermeiden läßt, aber doch so klein wie nur möglich gehalten werden sollte: "denn besser ist's unter nur einem Tyrannen zu leiden, denn unter tausenden". Derzeit haben wir die "tausenden kleinen Tyrannen" nicht nur in den Parlamenten sitzen, sondern auch in den Verwaltungsbehörden auf kommunaler, Landes- und Bundesebene, von staatliche geschützen Möchtegerntyrannen bei der GEZ ganz zu schweigen.

    Mein Credo:
    Ich glaube an Gott, den Vater, der Israel aus der ägyptischen Sklaverei in die Freiheit der 12-Stämme-Anarchie geführt hat.

    Und an Jesus Christus, der gegen eine Tyrannei der Priesterkaste mit den Worten protestierte "das Gesetz ist um der Menschen Willen gemacht und nicht der Mensch um des gesetzes Willen".

    Und an den Heiligen Geist, von dem der Apostel Paulus spricht "uns ist nicht gegeben ein Geist der Knechtschaft, sondern der Geist der Freiheit".

    Ich glaube, daß die beste irdische Umsetzung des Jesuswortes "wer unter Euch der Größte sein will, soll aller anderen Diener sein", im freien Unternehmertum im freien Wettbewerb unter kapitalistischen Bedingungen möglich ist.

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  8. Wer den christlichen Glauben, und dazu zählt nunmal auch das katholische Bekenntnis, so einfach ("Aufklärung") abschreiben will, sollte sich noch einmal Rothbard vergegenwärtigen und in Erinnerung rufen, dass naturrechtliche Erwägungen eine kaum zu unterschätzende Bedeutung für den Liberalismus/Libertarismus haben. Nicht wenige Teile der christlichen Morallehre basieren ebenfalls auf der Idee eines Naturgesetzes. Logos und Glaube sind kein Widerspruch per se. Benedikt XVI. hatte das etwa mehrfach stark gemacht.

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  9. @Störk
    "Ich glaube, daß die beste irdische Umsetzung des Jesuswortes "wer unter Euch der Größte sein will, soll aller anderen Diener sein", im freien Unternehmertum im freien Wettbewerb unter kapitalistischen Bedingungen möglich ist."

    Ich glaube es nicht, ich hoffe es nur. Ich denke man braucht Regeln, um diese Umsetzung zu realisieren. Je anonymer die Ökonomie und das gesellschaftliche Leben abläuft, desto weniger interessieren wir uns für eine faire Umsetzung. Beispiele gibt es genug. Wir wissen von den Produktionszuständen in der Dritten Welt. Allerdings können wir schlecht einschätzen wie viel Wahrheit dahinter steckt und wie wir diese Wahrheit positiv verändern können. Die Verantwortung liegt dabei auf vielen Ebenen. Wenn H&M vernünfige Produktionsmethoden fordert und diese bei seinen Zulieferern prüft, diese aber noch Sub-Sub-Sub Unternehmen beschäftigen funktioniert die gute Absicht nicht mehr.

    "so einfach ("Aufklärung") abschreiben will"

    Nicht der Glaube führt zur Emmanzipation des Menschen. Die Kirchen haben oft genug die Wissenschaft unterdrückt. Frauen sollen am besten zu Hause bleiben und Kinder kriegen [1]. Auch unterstützte die Kirche die Diktatur in Argentinien [2] und die Katholiken betreiben die einzige absolutistische (Wahl-)Monarchie in Europa [3]. Für mich sind diese frei Beispiele nicht gerade ein Zeugnis für Freiheit.

    "naturrechtliche Erwägungen "
    Es gibt so etwas wie Naturrecht nicht. Ein Beispiel warum dieses "Recht" so problematisch ist.

    "Im Laufe der neueren Zeit hat man den fürstlichen Absolutismus so gut wie die unmittelbare Demokratie, das jus majestatis so gut wie das jus revolutionis, das Recht auf Arbeit wie das Recht auf Zinsgenuß, den Individualismus wie den Kollektivismus, den Krieg wie den Frieden auf einen den Naturgesetzen entsprechenden Ur- oder Idealzustand begründet. So birgt die Naturrechtslehre in sich unvereinbare Widersprüche. Sie kann im guten Sinne gebraucht wie im bösen mißbraucht werden, je nachdem es der zugrunde gelegte, schilllernde Begriff der ‚Natur‘ erlaubt."[4]

    [1]
    http://www.n-tv.de/politik/Kardinal-Meisner-will-mehr-Muetter-article10672486.html

    [2]
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/2041993/
    [3]
    http://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanstadt
    [4]
    http://de.wikipedia.org/wiki/Naturrecht#Kritik

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  10. Bergische Löwin3. Juni 2013 um 22:07

    "Lord Acton schildert einmal sehr schön den eindrucksvollen Beitrag der freikirchlichen Bewegungen des 16. bis 18. Jahrhunderts für die Sache der Freiheit: „Jene großartige politische Idee, die Freiheit zu heiligen und sie Gott zu weihen, die Menschen zu lehren, die Freiheiten der anderen zu hegen wie die eigenen und sie zu verteidigen mehr aus Liebe zu Gerechtigkeit und Barmherzigkeit denn als einen Rechtsanspruch, war die Seele dessen, was am Fortschritt der vergangenen zweihundert Jahre groß und gut ist.“ Das ist aus meiner Sicht das gemeinsame Anliegen und der gemeinsame Weg, den Christen und Liberale gehen sollten." (Clemens Schneider, 24.05.2013)

    Die Freiheit des Menschen, seine geistige Freiheit, seine Willensfreiheit, seine Entscheidungsfreiheit kombiniert mit der beständigen Aufforderung nach der Eigenverantwortung des Handelns, das verbindet Christen und Liberale. Und damit verbindet sie beiderseits die Kernbotschaft.

    Und genau an diesen Themen besteht ein großer Mangel in unserer Gesellschaft! Wir brauchen mehr mutige Bekenntnisse zur Freiheit.

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  11. Wenn es kein (gottgegebenes, objektiv erkennbares) Naturrecht gäbe, dann wären die Menschenrechte auch nur ein willkürliches Konstrukt, dessen Geltungsbereich (ebenso wie jener der Scharia) nur davon abhängt, an welche Orten die Staatsgewalt welche Mittel einsetzt, um ihre Geltung durchzusetzen.

    Damit wäre in in islamistisch regierten Staaten wie z.B. Saudi-Arabien das "Recht auf körperliche Unversehrtheit" schlicht nicht-existent, und jegliche Aufregung über Menschenrechtsverletzungen in autoritären Staaten wäre sinnlos, denn wo keine Menschnrechte existieren, können diese auch nicht verletzt werden...

    ... sorry, aber das ist nicht die Welt, in der ich leben möchte. In meiner Welt gelten die Menschenrechte universell (zumindest das Grundrecht, in Frieden gelassen zu werden) und sei es nur, weil Gott alle Menschen nach Seinem Bilde geschaffen hat und wir alle von der selben kleinen ostafrikanischen Affenpopulation abstammen.

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  12. "Die Freiheit des Menschen, seine geistige Freiheit, seine Willensfreiheit, seine Entscheidungsfreiheit kombiniert mit der beständigen Aufforderung nach der Eigenverantwortung des Handelns, das verbindet Christen und Liberale."
    Entscheidungsfreiheit? Mussten deshalb die Menschen das Paradies verlassen? Lassen sich deshalb Millionen Menschen von der Kirche vorschreiben, dass sie nicht verhüten dürfen? Führte das Christentum keine Kriege im Namen des Glaubens. Gab es keine Inquisition?

    "... sorry, aber das ist nicht die Welt, in der ich leben möchte."
    Das möchte ich auch nicht, aber letztenendes läuft es darauf hinaus. In meiner Welt gelten die Menschenrechte auch universell. Das heißt aber noch lange nicht, dass alle das so sehen. Wenn wir über Saudi-Arabien Urteilen, dann tun wir das auf der Basis unserer Sozialisierung. Nicht in jedem Fall bedeutet das, dass dieses Urteil das bessere ist.

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  13. > Entscheidungsfreiheit? Mussten
    > deshalb die Menschen das Paradies
    > verlassen?

    Ja. Adam und Eva haben sich entschieden, vom Baum der Erkenntnis zu naschen. Das hatte Vor- und Nacheile. Vorteil: die Fähigkeit gut von böse, Recht von Unrecht, Nutzen von schaden zu unterscheiden, in einem Maße wie kein anderes Tier. Nachteil: harte Arbeit und manchmal ein schlechtes Gewissen.

    > Lassen sich deshalb Millionen
    > Menschen von der Kirche
    > vorschreiben, dass sie nicht
    > verhüten dürfen?

    Es gibt Kalender, es gibt sehr präzise Thermometer, und es gibt diese kleinen Hormonpegel-Messcomputer Marke "Persona". Keine der vielen Christlichen Kirchen hat jemals einer Frau verboten, herauszufinden, wann genau sie ihren Eisprung hat. Innerhalb einer stabilen, auf Dauer angelegten Beziehung (auch "Ehe" genannt) ist das eine durchaus praktikable Verhütungsmethode, die sogar zuverlässiger sein kann als diese fiesen Gummidinger.

    > Führte das Christentum keine
    > Kriege im Namen des Glaubens.

    Meinst Du, als man in den Kreuzzügen versuchte, den Dauer-Dschihad der Kalifen wenigstens ein klein wenig zurückzudrängen?

    > Gab es keine Inquisition?

    Das war diejenige Gerichtsbarkeit, die darauf drängte, Hexenprozesse als "heidnischen Aberglauben" abzuschaffen und nur solche Delikte zu bestrafen, die sich auch beweisen ließen. Ja, wirklich.

    > "... sorry, aber das ist nicht die Welt, in der ich leben möchte."
    > Das möchte ich auch nicht, aber
    > letztenendes läuft es darauf
    > hinaus. In meiner Welt gelten die
    > Menschenrechte auch universell.
    > Das heißt aber noch lange nicht,
    > dass alle das so sehen.

    Warum gleich resignieren? Zu den Menschenrechten gehören zwar auch die Meinungsfreiheit und die Religionsfreiheit, d.h., man darf niemanden dafür bestrafen, daß er Stalinist oder Salafist ist. Aber man kann in jeder Diskussion darauf bestehen, daß die Menschenrechte universell sind. Islamische Fundamentalisten und Klimaschutz-Fundamentalisten gibt es genug, es darf auch gerne ein paar mehr Menschenrechtsfundamentalisten geben.

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  14. "Innerhalb einer stabilen, auf Dauer angelegten Beziehung"

    Wie sieht es außerhalb dieser Beziehung aus? Sex ist nicht erlaubt, sehr freiheitlich. Wie sieht es mit dem Status der Frau aus?

    http://www.bfg-bayern.de/ethik/download/Frau_im_Christentum.pdf

    "Meinst Du, als man in den Kreuzzügen versuchte, den Dauer-Dschihad der Kalifen wenigstens ein klein wenig zurückzudrängen? "

    Aus christlich-europäischer Sicht, sicherlich richtig. Das ist aber nur eine Sicht. Wie erklärst du das Massaker im Namen Gottes

    http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Jerusalem_(1099)#Der_Sturm_und_das_Massaker

    Wie erklärst du die Missionierungen in aller Welt, bei denen es Zwangstaufen gab?

    "Ja, wirklich."
    Mag sein, dass es das Ziel war. Dafür wurde aber auch gefoltert und/oder Unschuldige geopfert.

    Worauf ich hinaus will ist folgendes. Die Geschichte des Christentums ist sehr blutig. Das hat sich zumindest in Europa geändert. Der Islam ist deutlich jünger als das Christentum und vielleicht brauchen Religionen eine gewisse Zeit.

    "Aber man kann in jeder Diskussion darauf bestehen, daß die Menschenrechte universell sind."
    Prinzipiell ja, aber wer definiert diese Rechte. Bei den sozialen Menschenrechten würden mir hier viele widersprechen, bei den freiheitlichen deutlich weniger. Die Grenze was ein Menschenrecht ist und was nicht ist teilweise sehr verschwommen und es wandelt sich.

    So war Sklaverei durchaus legitim, da Sklaven Eigentum waren. Erst als man sie als Menschen akzeptierte konnten die Rechte greifen. Ähnlich ist es beim Fleischkonsum. Einige Vegetarier würden das Recht auf Leben auch für Tiere fordern und den Fleischkonsum verbieten. Für viele Menschen ist das wahrscheinlich heute sehr merkwürdig, so wie es damals vielleicht merkwürdig war gegen Sklaverei zu sein.

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  15. Als Autor des obigen Artikels möchte ich gerne noch ein paar Hinweise zu den Kommentaren geben, die mir wesentlich erscheinen:

    Zunächst ist der Beitrag von mir in der Tat als "Annäherung" gemeint. Als gläubiger Katholik (auch wenn deren "Existenz" einigen eigenartig erscheint, es gibt uns noch) gilt für mich der "Primat Gottes", dem ich mich - in aller Freiheit - unterwefe. Zudem ist aber der Libertarismus in meinen Augen die "vernünftigste" Gesellschaftsordnung (ohne hier im Detail auf unterschiedliche Ausrichtungen einzugehen meine ich damit z.B. dass die Aufgabe des Staates lediglich darin bestehen kann, die Freiheit seiner Bürger, die innere und äußere Sicherheit zu gewährleisten und - da werden sicher schon einige mehr widersprchen - unverschuldet in Not Geratene zu unterstützen). Wenn wahr ist, wie es Papst Benedikt nicht müde wurde zu postulieren, dass sich Vernunft und Glaube nicht widersprechen sondern komplementär ergänzen, dann muss eine "vernünftige" Gesellschaftsordnung und der katholische "Glaube" harmonieren können. Mein Beitrag tendiert einerseit dazu, diese Harmonie zu bestätigen, andererseits wäre für mich die Feststellung, dass beides nicht kompatibel wäre, ein Grund nach einer alternativen Gesellschaftsform zu suchen. Anders gesagt: eine Gesellschaftsform, die nicht gottgemäß ist, ist in meinen Augen auch nicht tragfähig.

    Die Frage nach der Gottgemäßheit lässt sich aber andererseits für den Libertarismus nicht pauschal beantworten (anders als bspw. der Sozialismus, dem die Beraubung der Freiheit immanent ist und damit nie gottgemäß sein kann); es kommt auf die Anwendung an und mein Plaidoyer geht dahin, dass ein libertäres Gesellschaftssystem, dass sich einem christlichen Weltbild verpflichtet fühlt, die von vielen befürchteten Auswüchse nicht haben wird (daher habe ich den Begriff des "Raubtierkapitalismus" in Anführungszeichen verwendet, da dieser Wesenszug dieser Art des Libertarismus fremd sein sollte).

    Wie ich in den Kommentaren gelesen habe, stellt sich für viele auch die Frage nach der Freiheitsunterdrückung durch die Kirche selbst. Neben ein paar Pauschalvorwürfen gegen die katholische Kirche(Kreuzzüge, Inquisition etc.) die bereits von anderen Kommentatoren aufgegriffen wurden und auf die ich daher nicht näher eingehen möchte, ist natürlich richtig, dass die Verquickung von religiöser Autorität mit weltlicher Macht weder der Kirche noch der Politik in der Vergangenheit gut getan hat. Die heutige Kirche stellt sich aber auch anders dar und fungiert eher als eine Art "Weltgewissen", dem jeder in Freiheit folgen kann oder nicht. Die Kirche macht keine gewaltsam durchsetzbaren gesetzlichen Vorgaben sondern Vorschläge zu einem gottgemäßen, gelungenen Leben. Das gleiche gilt im übrigen auch für die zitierten Zehn Gebote: "Du sollst" oder "Du sollst nicht" sind keine durchsetzbaren Gesetze sondern Gebote, deren Einhaltung - nach dem Glauben der Katholiken - zu einem gottgemäßen Leben führt. Abweichungen dazu sind in erster Linie eine Störung in meinem persönlichen Verhältnis zu Gott (wir nennen das "Sünde"), die ich ausräumem kann und bei deren Beseitigung mir ein barmherziger Gott sogar entgegen kommt (Stichwort Beichte).

    Zum Schluss noch mal zur Klarstellung: ich bin der Ansicht, dass das Pendel der Freiheit - aus einer Gesellschaftsordnung wie der unseren kommend - auch in eine "Freiheit ohne Verantwortung" ausarten kann, sodass ich den christlichen Glauben für wesentlich halte, will man die Ziele von Freiheit und Selbstbestimmung umsetzen. Ob andere Religionen oder Philosphien dazu auch in der Lage sind, daran habe ich im Einzelfall Zweifel, würde dem aber nicht pauschal widersprechen.

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  16. @ Felix Honekamp

    Sie haben eine sehr euorzentrische Sicht auf den katholischen Glauben. Diese Sicht ist in weiten Teilen durch die Aufklärung geprägt. Als Katholik durften sie lange Zeit nur einen Katholik heiraten. In manchen Ländern ist das immer noch so.
    Verhütung wird vom Vatikan als etwas schlimmes angesehen, obwohl es gegen Aids helfen könnte. wurde häufig unterdrückt. Alles in allem ist die historische Bilanz in Europa und die aktuelle Bilanz in den Entwicklungsländern der Kirche nicht besonders von den freiheitlichen Idealen geprägt.

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  17. "Fakt ist, dass in unsere Hemisphäre immer mehr Menschen aus der Kirche austreten. Ohne Abschlachten, Folter, Sklaverei und Vergewaltigung wäre die Katholische Kirche weder in Afika, Südamerika noch in Asien in dem Masse zu finden wie ist der Fall ist."

    Muhaha da sind Sie ja völlig auf die Propaganda der Nationalsozialisten, Kommunisten und anderer "Anarchisten" reingefallen. Ich finde es so geil wie ein grausames Blutbild gemalt wird während die Kirche sogar Mönchsbewegungen hatte die Sklaven freikaufte..

    Fragen Sie mal die Südamerikaner was sie von der Katholischen Kirche halten..

    Und wer meint das "Satanisten" irgendwas mit Freiheit zu tun haben - ein kleiner Hint: Satanisten wenden Sich Geistesströmungen zu die zum extremen Zwang und extremer Zerstörung führen. Als Freiheitsliebender Mensch sollten sie sich informieren ob es vielleicht etwas Freiheitseinschränkendes auf Mentaler Ebene gibt so wie Opium und Kokain NICHT zum freien Rausch sondern zur Sucht führen.

    Die Katholische Kirche ist in ihrer eigentlichen Verfassung weit weg vom Zwang und ganz nah am puren Anarchismus: "Nur die Liebe zur Wahrheit, sonst nichts!"

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  18. "Verhütung wird vom Vatikan als etwas schlimmes angesehen, obwohl es gegen Aids helfen könnte"

    Wenn die Menschen wenigstens wirklich etwas gegen Aids machen wollen würden, anstatt ständig dem Vatikan etwas vorzuwerfen.

    Verhütung hilft nicht gegen Aids. Der Mensch ist ein Mensch und keine Maschine. Die Kondompropaganda verleitet die Menschen zum wahllosen herumvögeln und das abgleiten in die Sexsucht. Diese ist übrigens auch hier weit verbreitet. Diese Sexsucht führt dazu, dass in Ländern in welchen nicht mal WASSER zuverlässig zu erhalten ist, von Kondomen keine Spur ist. Sie sind aber bereits Süchtig oder Gewohnt so herumzuvöglen dass sie weitermachen und so Aids weiter verbreiten.

    Wenn es Ihnen wirklich um die leidenden Menschen gehen würde, dann würden Sie der erfolgreichen Strategie der Kirche folgen: Abstienz, Treue und erst als allerletzte Option Kondome. Das hat in Uganda hervorragend funktioniert - dort sind die Aids-raten gefallen.

    Kirche 1, Gegner 0. Tatsächlich hat die Kirche leben gerettet. Das ist wichtiger als irgendwelche vermeintliche Blutrünstige Geschichten von vor 700 Jahren.

    Und gegen Verhütung ist die Kirche deswegen weil diese die Gottgegebene Freiheit des Menschen einschränkt - und zwar auf konsequenteste Weise: SCHON VOR IHRER ZEUGUNG. Verhütung verhindert nämlich die Zeugung.

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  19. "Verhütung hilft nicht gegen Aids."
    Zeigen sie mir Studien. Verhütung mit Kondomen hilft sehr wohl gegen Aids. Auch hilft es gegen Teenager Schwangerschaften.

    "Der Mensch ist ein Mensch und keine Maschine."
    Stimmt genau. Und deshalb funktioniert Abstinenz nicht.

    "Kirche 1, Gegner 0."
    Wenn sie meinen.

    "Und gegen Verhütung ist die Kirche deswegen weil diese die Gottgegebene Freiheit des Menschen einschränkt - und zwar auf konsequenteste Weise: SCHON VOR IHRER ZEUGUNG. Verhütung verhindert nämlich die Zeugung."
    Amen. In einem anderen Kommentar wird Freiheit zur Ermöglichung von Abtreibung verwendet. Hier zeigt sich die Grenze der Freiheitsargumentation.

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