Mittwoch, 24. April 2013

Wollt ihr die totale Überwachung?

von Tomasz M. Froelich
Wollt ihr die totale Überwachung? Wollt ihr sie, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir sie uns heute überhaupt noch vorstellen können?
Dies sind Fragen, die uns heute die Agenten der unheilvollen Allianz zwischen Regierungen und Banken stellen könnten, auch wenn sie dabei eventuell auf eine andere Rhetorik zurückgreifen würden. Ihr Ziel ist eine bargeldlose Gesellschaft, ihre Alternative das Chipkarten-System. 
Die Kampagne gegen das Bargeld nimmt jedenfalls immer konkretere Formen an: Schwedische Banken stellen sich vehement gegen den physischen Zahlungsverkehr, Spanien begrenzt Bargeldeinkäufe mittlerweile auf 2500 Euro, Griechenland und Italien auf gerademal 1000 Euro und weitere EU-Staaten liebäugeln mit ähnlichen Maßnahmen.

Was steckt dahinter?
Physisches Geld ist für Banken ein lästiger Kostenfaktor, der durch das Chipkarten-System schnell beseitigt wäre. Bankgeschäfte wären so leichter abzuwickeln und die Banken würden profitieren, wenn ihre Kunden ihr gesamtes Geld auf Bankkonten lagern und nicht im Garten vergraben oder unter dem Kopfkissen versteckt halten würden.
Und auch die Regierungen hätten ein Interesse daran, könnten sie so doch sämtliche Ausgaben der Bürger überwachen. Das Glas des Gläsernen Menschen wäre so immer dünner, bräche zusammen und wäre so nicht mal im Ansatz mehr zu vernebeln. Das wäre die totale Überwachung, totaler und radikaler, als wir sie uns heute überhaupt vorstellen können!
Zudem lässt sich so eine Beteiligung der Bürger an Bankensanierungen leichter durchführen. Wenn die Konten üppig gefüllt sind, weil kein Bargeld mehr existiert, kann durch eine eventuelle Zwangsabgabe mehr Geld abgezwackt werden.
Außerdem wird durch das Chipkarten-System eine Inflationsmentalität gefördert. Und warum freut sich der Staat und alles, was ihm nahe steht, über Inflation? Weil Inflation zwar eine heimliche Enteignung der Bevölkerung ist, von der aber der Staat und alles, was ihm nahe steht, profitiert. Inflation führt mit einer zeitlichen Verzögerung zu Preissteigerungen, das heißt diejenigen, die das staatliche ungedeckte Papiergeld zuerst bekommen, können noch zu den alten, vorinflationären, niedrigeren Preisen einkaufen und sich somit mehr Güter aneignen, während diejenigen, die das ungedeckte Papiergeld zuletzt oder gar nicht bekommen, schon zu den neuen, inflationären, höheren Preisen einkaufen müssen und sich daher weniger Güter leisten können. Das Chipkarten-System lädt zur unkontrollierten Inflation ein. Dass dies, wie uns die Geschichte gelehrt hat, früher oder später zum Zusammenbruch führen muss, ist den Verantwortlichen egal, da sie bis dahin eh schon genug Reichtum angehäuft haben, frei nach dem Motto: Nach mir die Sintflut!
Große Wellen wird dieser Skandal nicht schlagen. Dafür werden schon die Systemmedien sorgen.

Was würde das Ende des Bargelds bedeuten?
Bruno Bandulet schreibt dazu in seinem aktuellen DeutschlandBrief in ,,eigentümlich frei'' treffend:
,,Bargeld und Buchgeld sind zwei verschiedene Arten von Geld. Das Guthaben auf einem Bankkonto stellt nichts anderes dar als einen Kredit an die Bank. Ob er zurückgezahlt wird, hängt von deren Bonität ab. Wenn die Bank wackelt, werden sich die Kunden schützen wollen, indem sie ihr Geld abheben. Haben sie die Möglichkeit nicht mehr, sind sie der politischen Willkür bis hin zur Enteignung hilflos ausgeliefert. Mit dem Bargeld fällt eine Bastion der Eigentumsrechte, der Freiheit und der Selbstbestimmung.''
Mit der totalen Überwachung geht auch schrittweise die totale Enteignung, Entmündigung und Freiheitsberaubung der Bürger einher. Gegenwehr wäre wichtig, aber am Ende werden die Massen wohl gehorsam sein. Wie so oft. Der Staat und die Banken werden befehlen, wir werden ihnen folgen. Düstere Aussichten...

Kommentare:

  1. Das Finanzsystem soll durch die Einführung von Schwundgeldern verbessert werden. Mehr dazu auf meinem Blog (bitte auf meinen Nick klicken).

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  2. Ferdinand Hoischen25. April 2013 um 14:58

    Guter Hinweis darauf, was hinter dem Versuch steckt, das Bargeld abzuschaffen und was die Folgen einer solchen Abschaffung wären.

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  3. Die Abschaffung des Bargelds wird über kurz oder lang zu einem Crack-Up-Boom führen.
    Wenn die Leute vor die Wahl gestellt werden das Geld auf der Bank vergammeln zu lassen oder noch schnell etwas Werthaltiges zu kaufen dann werden sie Sachwerte (Immobilien, Grundstücke, Gold, Antiquitäten, Oldtimer,...) kaufen.
    Wenn diese Kaufwelle erst einmal in Schwung kommt, dann ist sie nicht mehr aufzuhalten.
    ==> extreme Inflation und Zusammenbruch des ganzen Systems.

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  4. >> (Immobilien, Grundstücke, Gold, Antiquitäten, Oldtimer,...)

    ... na, was glaubt ihr denn, wo die Immobilienblasen der letzten Jahre herkamen - und wieso die Unze Gold auch nach dem jüngsten "Kurseinbruch" immer noch deutlich über 1000€ steht - im "Anlage-Markt" schlägt die Inflation schon seit einiger Zeit auf die Preise durch. Im Bereich schnellebiger Konsumgüter dagegen verhinder sie derzeit Preissenkungen, die durch die steigende Produktivität eigentlich sonst möglich wären.

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