Montag, 22. April 2013

Uli Hoeneß, der Neid und der eigentliche Skandal

von Tomasz M. Froelich
An Uli Hoeneß scheiden sich die Geister. Für Sympathisanten des FC Bayern München ist er aufgrund seiner Verdienste für den Verein eine wahre Ikone. Für seine Gegner hingegen ein Hassobjekt. Bis vor kurzem fehlten seinen Gegnern plausible Argumente für ihren Hass und so darf angenommen werden, dass sich ihr Hass aus ihrem Neid speiste. 
Für den großen Denker Ludwig von Mises ist Neid eine schwere Erkrankung des Nervensystems, eine Neurose. Neid gilt allgemeinhin als ein niederes Empfinden, welches man nur ungern zugibt. Da kommt die aktuelle Affäre rund um Hoeneß' Steuerhinterziehung seinen Gegnern nur recht. Nun können sie sich, scheinbar nicht ohne Grund, auf ihn einschießen. Dabei geht es ihnen weniger um die paar Millionen Euro, die Hoeneß hinterzogen haben soll, sondern vielmehr darum, dass es jemandem wie Uli Hoeneß, der klüger und erfolgreicher ist als sie, dreckig geht. Und so fordern einige den Rücktritt von oder sogar eine Haftstrafe für Uli Hoeneß.

Doch was hat Hoeneß getan? Uli Hoeneß ist als Spieler, Manager und Präsident des FC Bayern München unter anderem 21 mal deutscher Meister, elf mal DFB-Pokalsieger, vier mal Champions League-Sieger, zwei mal Weltpokalsieger und ein mal UEFA-Cup-Sieger geworden. Dabei hat er natürlich Kapitalgewinne erwirtschaftet und Steuern in Millionenhöhe gezahlt. Wie sich nun herausgestellt hat, hat er einen dieser Kapitalgewinne aus bereits versteuertem Einkommen nicht noch einmal versteuert. Und deshalb möchte nun die neidgeplagte Anti-Hoeneß-Armada seinen Kopf rollen sehen.
Doch wo ist das Vergehen? Hoeneß hat mehr Steuern gezahlt als weit über 99% der Bevölkerung. Er hat  Arbeitsplätze geschaffen, eine ganze Menge gespendet und mehr Steuern gezahlt, als die gesamte politische Kaste, die sich über ihn echauffiert, durch ehrlich Arbeit verdient hat. Wenn er dies nicht getan hätte, wäre dies aus moralischer Sicht auch nicht verwerflich gewesen. Moralisch verwerflich ist nicht die Steuerhinterziehung, sondern die Steuer selbst, die im Grunde nichts anderes ist als Diebstahl. Dazu Murray Rothbard: ,,Besteuerung ist Diebstahl, schlicht und einfach […]. Sie ist Zwangspfändung des Eigentums.'' Steuern werden nicht freiwillig eingezahlt, sondern per Zwang eingezogen. Das ist der wahre Skandal!

Uli Hoeneß versuchte lediglich sein Eigentum zu schützen. Sein gutes Recht! Mit Gier, die ihm vorgeworfen wird, hat das nichts zu tun. Die Hetze gegen ihn beweist wieder mal nur, wie moralamputiert unsere Gesellschaft ist. Thomas Sowell bringt es auf den Punkt: ,,Ich habe noch nie verstanden, warum es Gier genannt wird, das eigene, verdiente Geld behalten zu wollen, es aber keine Gier ist, sich das Geld anderer Leute aneignen zu wollen.''
Herr Hoeneß, machen sie weiter so! Sie haben alles richtig gemacht.
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Lesen Sie auch: Freiheit für Uli Hoeneß!

Kommentare:

  1. Er möge den Begriff Gerechtigkeit nachschlagen. Es ist ein zu billiges Manöver, den Ertappten mit der immer wieder gern ins Felde geführten Neiddebatte aus der Schussbahn zu nehmen.
    Er wird seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht! Freiheit ist übrigens nicht immer Wahlfreiheit.

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  2. Ich kann den Begriff "Gerechtigkeit" im Artikel nicht finden. Das ist auch gut so.
    Der Begriff "Gerechtigkeit" taugt zu nichts. Das, was er suggeriert steckt nicht in ihm drin. Die Definitionen im Duden und bei Wikipedia sind von treuen Staats-Sozialisten geschrieben worden.
    Uli Hoeneß hat versucht, seinen Besitzanspruch zu schützen. Die Plünderer haben ihn eingekreist und werden nun plündern....
    Andere werden weiter an der orwellschen staatsverseuchten Sprache weiterbasteln, die wir dann im Duden und bei Wikipedia bewundern dürfen.

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  3. Gerecht ist, wenn jeder zahlt, was er bestellt.

    Wer hat diesen Staatsapparat bestellt?

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  4. Herr Hoeneß? Ein Champion des freien Marktes? In Deutschland? Ich bitte Sie...

    [...]
    Woher sollen die TV-Mehreinnahmen kommen? ARD und ZDF werden nicht mehr zahlen und Ihr wichtigster Geldgeber, der Bezahlsender Premiere, schreibt rote Zahlen?

    Ich habe immer noch die Hoffnung, dass jemandem einfällt, wie man Pay-TV in Deutschland profitabel betreiben könnte. Leo Kirch hat es probiert und ist vom Bundeskartellamt zurückgepfiffen worden. Jetzt versucht es Rupert Murdoch mit Premiere. Am besten wäre es allerdings, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender alle Fußballrechte kaufen und dem Bürger Fußball quasi gratis nach Hause senden würde.
    [...]
    Meine große Hoffnung ist, dass die Leute irgendwann bereit sind, zwei Euro im Monat für Fußball zu bezahlen. Das ist nicht mal eine halbe Schachtel Zigaretten oder ein kleines Bier in der Kneipe.

    Von jedem der 37 Millionen TV-Haushalte?

    Ja, das wären im Monat rund 75 Millionen Euro, im Jahr gut 900 Millionen. Damit kämen wir den 1,2 Milliarden Euro in England und den 1,1 Milliarden in Italien sehr nahe. Das wäre mal was, das wäre dreimal so viel wie die erste und die zweite Liga derzeit pro Saison bekommen. Dann könnte jeder praktisch kostenlos Fußball gucken.

    Sagen wir, gefühlt kostenlos...

    ...jedenfalls wäre das mein Traum.

    [...]

    (http://www.wiwo.de/unternehmen/bayern-manager-uli-hoeness-im-interview-zwei-euro-im-monat-seite-3/5523044-3.html)

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  5. Hat keiner gesagt, dass Herr Hoeneß ein Champion des freien Marktes ist. Geht einfach nur darum, dass Steuerhinterziehung, wie von Hoeneß begangen, moralisch einwandfrei ist.

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  6. "Geht einfach nur darum, dass Steuerhinterziehung, wie von Hoeneß begangen, moralisch einwandfrei ist."

    Herr Hoeneß nutzt Regeln und Gesetze selektiv wie es ihm gefällt. Beim Eigentum freut er sich, dass das Gesetz ihm erlaubt reich zu sein. Das er Eigentum in theoretisch unendlichen Mengen haben darf. Bezahlen will er dafür natürlich nicht. Das ist für mich das moralische Problem. Er ist nicht reich geworden, weil er so clever war, sondern weil die Gesamtsituation (das beinhaltet auch den Staat) insgesamt günstig für ihn war.

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  7. Interessant ist doch die Frage, warum es Herr Hoeneß nicht für notwendig gefunden hat, sich einen legalen Weg zu suchen, keine Steuern zahlen zu müssen. Es muss da doch genug internationale Steuervermeidungs-Konstruktionsmöglichkeiten geben…
    Herr Hoeneß ist wahrscheinlich einer von jenen, denen die Nähe zu den Größen der Politik und Gesellschaft das Gefühl gegeben hat, mit so einem Verhalten davon zu kommen.
    Naja, beim Geld hört eben aber dann doch jede Freundschaft aus…
    Und ich muss sagen, auch ich habe eher Sympathie mit Herrn Hoeneß empfunden, gegenüber den durchsichtigen Sozial-Staats-Propaganda-Interessen unser Mainstreammedien; als ich aber über das WiWo-Interview gestolpert bin, in dem Herr Hoeneß ungeniert von der Ausübung des staatlichen Gewaltmonopols für sein ureigenstes Partikularinteresse ge-träumt(!) hat, war es mit der Sympathie vorbei.

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  8. Liebe Mitmenschen,
    wir sind in den Dingen unseres Lebens von den Einnahmen der Steuer abhängig. Es sollte deßhalb die Steuer kongret und übersichtlich sein. Ist aber unser Staat überhaupt berechtigt über Steuern zu verfügen. Herr Gabriel nannte diesen auf einem SPD Parteitag GmbH! Man findet auch die BRdvD GmbH. Das Verfassungsgericht hat auch die Wahlen seit 1955 für ungültig erklärt. Wer regiert uns? Wer darf über die Freiheit von uns "Deutschen" entscheiden? Her Hoenes hat sicher einen Fehler begangen, aber unsere Parteien belüben uns. Was ist schlimmer, einen Fehler erkennen und bereinigen oder das Volk bewust belügen? Ich glaube wer so Einsperrt macht sich zum Verbrecher!

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  9. Liebe Mitmenschen,
    wir sind in den Dingen unseres Lebens von den Einnahmen der Steuer abhängig. Es sollte deßhalb die Steuer kongret und übersichtlich sein. Ist aber unser Staat überhaupt berechtigt über Steuern zu verfügen. Herr Gabriel nannte diesen auf einem SPD Parteitag GmbH! Man findet auch die BRdvD GmbH. Das Verfassungsgericht hat auch die Wahlen seit 1955 für ungültig erklärt. Wer regiert uns? Wer darf über die Freiheit von uns "Deutschen" entscheiden? Herr Hoenes hat sicher einen Fehler begangen, aber unsere Parteien belügen uns. Was ist schlimmer, einen Fehler erkennen und bereinigen oder das Volk bewust belügen? Ich glaube wer so einsperrt macht sich zum Verbrecher!

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  10. Eigentum würde ohne den Staat doch überhaupt nicht existieren. Im "Naturrecht" hätten wir das Recht des Stärkeren, im günstigeren Fall das Recht der "ersten Inbesitznahme", keine Polizei oder sonstige Instution würde das Eigentum schützen, bzw. gäbe es dieses nicht und somit auch keinen "Diebstahl". Wer jetzt meint, Steuerhinterzieher beschützen nur ihr Eigentum vor unrechtmäßigen Diebstahl, der möchte inkosequenterweise alle Vorteile einer staatlichen Gesellschaft ohne für diese finanziell etwas beitragen zu müssen.

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  11. "Eigentum würde ohne den Staat doch überhaupt nicht existieren. Im "Naturrecht" hätten wir das Recht des Stärkeren, im günstigeren Fall das Recht der "ersten Inbesitznahme", keine Polizei oder sonstige Instution würde das Eigentum schützen, bzw. gäbe es dieses nicht und somit auch keinen "Diebstahl"."

    Das ist etwas was die Menschen begreifen müssen. Man kann Eigentum nur bis zu einer bestimmten Größe selbst verteidigen. Will man darüber hinaus, dann braucht man eine Gesellschaft die einem hilft das Eigentum zu verteidigen. In unsere Gesellschaftsform geschieht das über den Staat. In diesem Blog soll es durch pure Freiwilligkeit geschehen. Warum jemand der in unendlicher Armut lebt das Eigentum eines anderen freiwillig respektieren sollte ist mir zwar nicht klar, aber man wird ja noch glauben dürfen.

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  12. Das ist historisch nicht korrekt. Von den Abrahamgeschichten bis zur Krönung König Sauls hatten die hebräischen Nomaden des Alten Testaments keine zentrale Regierung (außer wenn sie sich nach Ägypten verirrten) und dennoch hatte jede Familie, jeder Clan, jeder Stamm sein Eigentum, das von den anderen respektiert wurde.

    Abraham und Lot brauchten keinen König, um zu wissen, welche Ziegenherde wem gehörte. Moses auch nicht, ebensowenig Samson oder Samuel.

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  13. "dennoch hatte jede Familie, jeder Clan, jeder Stamm sein Eigentum, das von den anderen respektiert wurde."

    Es gibt Stämme in Afrika, wo es kein Eigentum gab und gibt. Somit ist Eigentum durch eine bestimmte Institution legitimiert. Früher waren das Stämme oder Clans, heute ist es der Staat.
    Der Punkt ist, dass die Eigentumsverhältnisse heutzutage um einiges komplexer sind als bei hebräischen Nomaden.

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  14. "Es gibt Stämme in Afrika, wo es kein Eigentum gab und gibt."

    Das ist ja interessant. Das heißt konkret, dass der Nachbarstamm einfach bei diesen "eigentumslosen" Stämmen täglich vorbeikommen kann und all deren Schafe, Ziegen, etc (halt was man so zum Leben benötigt) dort ohne Gegenwehr holen und mitnehmen kann. Denn Eigentum existiert ja dort nicht.

    Da ist sicher ohne Zweifel sehr praktisch, wenn man neben solch einem eigentumslosen Stamm leben kann. :-)

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  15. Der Eigentumsbegriff sollte im Zusammenhang mit dem Gut gesehen werden, auf den er Anwendung finden soll. Einige wenige Bewohner einer Savanne, brauchen sich um die Grundstücke keinen Kopf machen. Es lohnt schlicht nicht. Umgeben von riesigen Ziegenherden, wozu festlegen welche meine und welche davon Deine ist? Erst wenn ein wirtschaftlicher Nutzen (der auch nicht monetär sein muß) durch die Abgrenzung rauskommt, wird das Gut zu einem knappen Gut. Und dann ist doch überall in sehr kurzer Zeit ein Eigentumsbegriff entstanden.
    Das Eigentum gegen die Habenichtse zu verteidigen, ist nicht so schwierig. Die Habenichts haben schlicht keine ausreichenden Mittel zur dauerhaften, gewaltsamen Aneignung von fremden Eigentum. Die faktische Akzeptanz ist daher sehr wohl gegeben. Was in den Köpfen der Habenichtse passiert ist ein anderes Thema.

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  16. "Der Eigentumsbegriff sollte im Zusammenhang mit dem Gut gesehen werden, auf den er Anwendung finden soll."

    Genau das ist der Punkt. Einfach Lebensverhältnisse brauchen einen anderen Rahmen als komplexe arbeitsteilige Gesellschaften wie die Unsere.

    "Und dann ist doch überall in sehr kurzer Zeit ein Eigentumsbegriff entstanden."
    Der Eigentumsbegriff ist in sehr kurzer Zeit entstanden, ist aber im Vergleich der Menschheitsgeschichte doch recht jung.

    "Die faktische Akzeptanz ist daher sehr wohl gegeben. Was in den Köpfen der Habenichtse passiert ist ein anderes Thema."

    Jaein. Die faktische Akzeptanz setzt eine Eigentumsverteilung vorraus in der es verhältnismäßig wenig Habenichtse gibt. Ist eine kritische Menge erreicht, dann Rollen Köpfe wie man mit einem Blick in die Geschichte sehen kann. Im Normalfall wird Eigentum akzeptiert.
    Allerdings gilt das für die Ächtung von Morden auch. Dennoch würde niemand sagen man braucht keinen Staat der die Norm in Form eine Gesetzes festlegt, dass wir nicht töten dürfen. Eigentum muss durch den Staat legitimiert werden. Tut er es nicht, kann er die Verletzung der Eigentumsrechte auch nicht ahnden.

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  17. "Im Normalfall wird Eigentum akzeptiert."
    Im Normalfall wird Eigentum eben NICH akzeptiert, sondern EigentumsumVERTEILUNG! (S.Abgabenquote in Deutschland bis zu 70%)Welche Eigentumsrechte bleiben da noch übrig?

    "Tut er es nicht, kann er die Verletzung der Eigentumsrechte auch nicht ahnden."
    Wo ahndet der Staat denn die Verletzung der o.g. Eigentumsrechte (Enteignung bis zu 70%?)?

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  18. "Enteignung bis zu 70%"
    Wenn ich Einkaufe werden ich also auch enteignet? Wenn ich arbeite ebenso? Enteignung ist wegnehmen ohne Gegenleistung. Davon abgesehen wie setzen sich diese ominösen 70% zusammen?

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  19. „Wenn ich Einkaufe werden ich also auch enteignet?“

    Wenn Sie einkaufen zahlen Sie u.a. Umsatzsteuer.Wenn Sie arbeiten zahlen Sie Lohnsteuer. Was ist das anderes als Enteignung? Zahlen Sie das freiwillig? Enteignung ist immer mit Zwang verbunden. Sonst wäre es eine Spende.

    „Enteignung ist wegnehmen ohne Gegenleistung“

    § 3 Abgabenordnung

    (1) Steuern sind Geldleistungen, die NICHT eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden.

    Wie kommen Sie darauf, dass Steuern für eine Gegenleistung bezahlt werden, wenn es nicht mal in der Steuer-„Verfassung“ so steht.

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  20. Sicher hat "Eigentum an Grund und Boden" erst dann einen Sinn, wenn Landwirtschaft betrieben wird und derjenige, der das Feld gepflügt und das Getreide gesäät hat, auch sicher sein muß, daß er derjenige ist, der im Herbst die Ernte einfährt. Wildbeuterkulturen tun sich schwer mit "Grundeigentum" - im Zusammenhang mit dem Vertrag von Waitangi hatten manche Maori nicht verstanden, daß der Verkauf von Land impliziert, daß auch die Bäume auf dem Land und die Früchte an den Bäumen mit verkauft werden.

    Dennoch gibt es kaum eine Wildbeuterkultur, die nicht den Handel "Tausche selbstgeschnitzte Pfeile für Deine nächste Jagd gegen Fleisch von Deiner letzten Jagd" kennt.

    Die These, daß insbesondere große und teure Besitztümer von einer Organisation namens "Staat" beschützt würden, ist im übrigen empirisch nicht haltbar: die Bayer-Werke in Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Wuppertal-Elberfeld sind große und teure besitztümer der Bayer-Aktionäöre, aber beschützt werden sie regelmäßig von Kötter Security, Currenta und dem Bayer Werksschutz. Von den Uniformierten, die man an den Werkstoren sieht, trägt kein einziger die Uniform der NRW-Landespolizei.

    Auf den Staat verläßt sich ein Konzern wie Bayer nicht beim Schutz des realen Eigentums an Produktionsstätten und Maschinen, sondern vielmehr beim Schutz des imaginären Eigentums an Patenten und Ideen.

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  21. @endless...

    "Enteignung ist wegnehmen ohne Gegenleistung“

    Auch wenn er diese Gegenleistung nicht nachgefragt hat? Wenn ein friedliebender Mensch keine Steuern für militärische Auslandseinsätze (Afghanistan, etc.) bezahlen will?

    Wieso wird er trotzdem gezwungen, d.h. ENTEIGNET, für diese NICHT nachgefragte Gegenleistung zu bezahlen??

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  22. @endless.good.news
    "Wenn ich Einkaufe werden ich also auch enteignet?"
    Nein, Sie natürlich nicht, das betrifft nur Nettosteuerzahler!

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  23. "Die These, daß insbesondere große und teure Besitztümer von einer Organisation namens "Staat" beschützt würden"

    Wenn jemand in die Werke einbricht, darf die Security sie zwar daran hindern, bestrafen darf sie aber nicht.
    Wohin geht der Bayer Aktionär, wenn das Unternehmen seine Aktien für nichtig erklären würde? Es wird regelmäßig betrogen, d.h. es werden auch Eigentumsrechte verletzt.

    Die Geschichte zeigt, dass die Komplexität der Unternehmen und der Arbeitsteilung mit der staatlichen Komplexität zunahm. In meinen Augen bedingt sich beides. D.h. nicht trotz des Staates, sondern mit dem Staat zusammen konnte sich die heutige Wirtschaft entwickeln.

    Das Problem ist, dass sich eine solche Aussage weder eindeutig belegen noch widerlegen lässt. Empirische Untersuchungen scheitern, da man die Geschichte unter anderen Rahmenbedingungen nicht wiederholen kann. Logik hilft nicht weiter, da auch hier ein Rahmen gesteckt werden muss. Somit kann man nicht alles aus der Logik heraus beweisen. Kurt Gödel hat dies in der Mathematik gezeigt.

    "Auch wenn er diese Gegenleistung nicht nachgefragt hat? Wenn ein friedliebender Mensch keine Steuern für militärische Auslandseinsätze (Afghanistan, etc.) bezahlen will? "

    Das steht auf einem anderen Blatt. Man erhält eine Gegenleistung, ob diese den Preis rechtfertigt, oder ob die Leistung überhaupt gesellschaftlich gewünscht ist, muss diskutiert werden.

    "§ 3 Abgabenordnung"
    Man darf keine bestimmte Gegenleistung erwarten, aber man bekommt eine.

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  24. „Man erhält eine Gegenleistung, ob diese den Preis rechtfertigt, oder ob die Leistung überhaupt gesellschaftlich gewünscht ist, muss diskutiert werden“

    Nach Ihrer "Logik" heißt das, dass der `“Wegnehmer“ die Gegenleistung EINSEITIG bestimmt und ZWINGT sie dem unbescholtenen, friedlichen Bürger, der den Kriegseinsatz nicht finanzieren will, notfalls mittels Gewalt, EINSEITIG auf? Wo ist der Unterschied zum Diebstahl/Raub?

    „Man darf keine bestimmte Gegenleistung erwarten, aber man bekommt eine“

    Wieso DARF ich keine BESTIMMTE Gegenleistung erwarten, wenn ich für etwas bezahle?
    Wo ist bei Steuern der Unterschied zum Zwang und zur Ent-Eignung, wenn ich nicht alleine mit meinem Vertragspartner den Zahlungszweck aushandeln DARF?
    Christian

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