Donnerstag, 18. April 2013

Im Namen Gottes, im Namen des Staates und im Namen der Gesellschaft

,,Gott'' Staat hält sich ungern an die zehn Gebote.
von Tommy Casagrande
Das Geld, das ein Mensch im freiwilligen Tausch von Arbeit gegen Lohn verdient, gehört nie einer Gesellschaft, sondern immer nur dem Individuum, das seine Arbeit gegeben hat. Eine Gesellschaft ist kein eigenes Wesen und das Individuum folglich nicht dessen Sklave. Denn eine Gesellschaft wird im natürlichen Fall gebildet, durch die sie freiwillig konstituierenden Individuen mit dem jederzeitigem Recht, aus ihr auszutreten. 
Die heutigen gesellschaftlichen Formen werden von den Staaten mit Zwang zusammengehalten und verlässt man die eine Zwangsgesellschaft, so landet man in der nächsten. Darum erhält man im Gegenzug für die Auswanderung lediglich eine quantitative, graduelle Verbesserung hinsichtlich der Suche nach einem freieren Ort zum leben, jedoch keine qualitative, wesentliche Verbesserung. Schon die Auswanderung ist ein Zwang, der durch den territorialen Anspruch des Staates entsteht, indem autonome Modelle kleiner Gemeinden, Dörfer, Ortschaften, Städte mit Experimentiercharakter dem Zentralstaat unterworfen wurden.

Geld kann man keinem Volk rauben, sondern nur einem Individuum. Ein Individuum arbeitet und erhält Geld. Das Prinzip lautet: geben und nehmen, nicht: (weg-)nehmen und (weiter-)geben. Wenn einer der Räuber ist, dann ist es der Staat, im Namen des Volkes. Der Mensch, der Schwarzgeldkonten oder Steuerhinterziehungskonten besitzt, verteidigt sein Eigentum vor dem Räuber namens Staat. 

Allerdings ist es nachvollziehbar, dass eine verstaatlichte Gesellschaft alias verstaatlichte Menschen, mitsamt ihren verstaatlichten Lebensbedingungen nicht mehr begreifen, was ein Individuum, was ein Eigentum und was ein Räuber ist, denn die durch den Staat geschaffene Abhängigkeit vom Staat führt dazu, dass die Opfer des Staates den Staat mental unterstützen bei der Ausbeutung weiterer Opfer. Das ist die Welt, in der wir leben. 

Zudem ist es auffällig, dass diejenigen, die in vergangenen Epochen noch die Allmacht Gottes beschworen haben, heute den Begriff Gott, mit beibehaltenen Fähigkeiten indes, den Instanzen Staat und Gesellschaft zuschreiben. 

Noch nicht erkannt haben sie, dass sie in der Tradition der Mitläufer und Massen stehen, die sich blenden lassen vom Wahn an eine Einrichtung, der man allmächtige Fähigkeiten zuschreibt und der das Individuum zu dienen hat. Das Individuum wird gerne den Allmachtsfantasien kollektivistischer Zwangssysteme geopfert. Ob diese durch Begriffe wie Gott, Staat oder Gesellschaft behauptet werden, ist einerlei.

Der Mensch gehört nicht Gott, der Mensch gehört nicht dem Staat und der Mensch gehört nicht der Gesellschaft. Der Mensch entscheidet selbst, wohin er gehört und gehören will. Nur freiwillig kann Gemeinschaft entstehen. Wird sie erzwungen folgt Unfreiheit, Rebellion und Umsturz. Und leider folgt meist nur der Umsturz eines kollektivistischen Begriffes gegenüber eines anderen kollektivistischen Begriffes, abermals beruhend auf Zwang. Solcherart haben sich bis zum heutigen Tage auch nirgendwo qualitative, wesentliche Verbesserungen durchgesetzt, wenngleich die Geschichte der Menschheit ein paar wenige optimistische und gelungene anarchistische Experimente erleben durfte, die im Zuge ihres Erfolges jedoch denen, die Macht als einziges Mittel der weltlichen Umgestaltung akzeptieren, ein Dorn im Auge waren.

Wenn also ein Mensch weder Gott, dem Staat oder der Gesellschaft gehört, dann gehört auch sein Geld, das er im Tausch für seine freiwillige Arbeit, die er jemandem gibt, freiwillig erhält, ihm selbst und nicht einem anderen Menschen aufgrund der Behauptung, dies gehöre sich im Namen Gottes, im Namen des Staates oder im Namen der Gesellschaft.

Kommentare:

  1. Sehr guter Artikel, ein "Wir" kann nur aus autonomen "Ich"s entstehen!

    Grüße

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  2. Es ist sinnvoll, Schwundgelder zu fördern, um die ungerechte Vermögensverteilung zu beseitigen. Mehr dazu auf meinem Blog (bitte auf meinen Nick klicken).

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  3. Diebstahl als Lösung für Diebstahl?

    Meine Güte wie "intelligent"...

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  4. Einerseits

    "Die heutigen gesellschaftlichen Formen werden von den Staaten mit Zwang zusammengehalten und verlässt man die eine Zwangsgesellschaft, so landet man in der nächsten. "

    andererseits

    "das ein Mensch im freiwilligen Tausch von Arbeit gegen Lohn verdient"

    Einmal ist es Zwang. Ein anderes mal ist es freiwilliger Tausch, obwohl man in beiden Fällen in einer Zwangsgesellschaft landet. Der einzige Unterschied ist, dass es im Falle der Arbeit im Allgemeinen leichter ist zu wechseln.

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  5. @Eso-Policier
    Schwundgeld unterstützen? Welches denn genau? Den Euro? Wie kann man nur auf den Gedanken kommen, Geld mit eingebauter Inflation könnte eine Lösung sein???

    Manchmal frage ich mich, ob Leute wie Sie einfach nur ungebildet sind, oder wissentlich versuchen, die Menschen in die falsche Richtung zu locken.

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  6. @ Anonym
    Siehe dazu
    www.humane-wirtschaft.de

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  7. "Geld mit eingebauter Inflation könnte eine Lösung sein???"
    Dann kommen die Befürworter der Golddeckung und meinen, dass sie enteignet werden.

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