Dienstag, 30. April 2013

Syrien und die Folgen einer militärischen Intervention von außen

Anonymer Autor
Obwohl in den letzten Wochen und Monaten der Syrien-Konflikt nicht mehr so stark in den Massenmedien thematisiert wurde und stattdessen über Themen wie dem Waffenverbot in den USA oder Uli Hoeneß‘ Steueraffäre berichtet wurde, findet es dieser Tage wieder Eingang in die Medien. Demnach fordern immer mehr Politiker wie der US-Senator aus Arizona John McCain und Journalisten, wie Hubert Wetzel (Süddeutsche Zeitung, „Es muss eine Grenze geben“ vom 26. April 2013) eine militärische Intervention in Syrien. Beim Zuhören und Lesen solcher Forderungen bekommt einem gar das Gefühl, sich im Jahr 2003 zu befinden, kurz vor Beginn des Irak-Krieges. Wie bereits im Falle Saddam Husseins, wird auch Bashar Al-Assad vorgeworfen, chemische Waffen gegen das eigene Volk eingesetzt zu haben. Ob es hierfür Beweise gibt oder nicht, wird mit keinem Wort gewürdigt. Kein Wunder also, dass die Augen wieder einmal auf die USA gerichtet sind, die immerhin die größte Militärmacht sind und genügend Erfahrung vorzuweisen haben im Umgang mit Militäreinsätzen im Ausland. Barack Obama, der sich bislang zurückgehalten hatte, und den Einsatz chemischer Waffen als so genannte „rote Linie“ bezeichnet hatte, wurde von vielen Seiten für seine passive Haltung kritisiert und dazu aufgefordert, dem Abschlachten in Syrien ein Ende zu bereiten. 

Mittwoch, 24. April 2013

Wollt ihr die totale Überwachung?

von Tomasz M. Froelich
Wollt ihr die totale Überwachung? Wollt ihr sie, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir sie uns heute überhaupt noch vorstellen können?
Dies sind Fragen, die uns heute die Agenten der unheilvollen Allianz zwischen Regierungen und Banken stellen könnten, auch wenn sie dabei eventuell auf eine andere Rhetorik zurückgreifen würden. Ihr Ziel ist eine bargeldlose Gesellschaft, ihre Alternative das Chipkarten-System. 
Die Kampagne gegen das Bargeld nimmt jedenfalls immer konkretere Formen an: Schwedische Banken stellen sich vehement gegen den physischen Zahlungsverkehr, Spanien begrenzt Bargeldeinkäufe mittlerweile auf 2500 Euro, Griechenland und Italien auf gerademal 1000 Euro und weitere EU-Staaten liebäugeln mit ähnlichen Maßnahmen.

Was steckt dahinter?
Physisches Geld ist für Banken ein lästiger Kostenfaktor, der durch das Chipkarten-System schnell beseitigt wäre. Bankgeschäfte wären so leichter abzuwickeln und die Banken würden profitieren, wenn ihre Kunden ihr gesamtes Geld auf Bankkonten lagern und nicht im Garten vergraben oder unter dem Kopfkissen versteckt halten würden.

Montag, 22. April 2013

Uli Hoeneß, der Neid und der eigentliche Skandal

von Tomasz M. Froelich
An Uli Hoeneß scheiden sich die Geister. Für Sympathisanten des FC Bayern München ist er aufgrund seiner Verdienste für den Verein eine wahre Ikone. Für seine Gegner hingegen ein Hassobjekt. Bis vor kurzem fehlten seinen Gegnern plausible Argumente für ihren Hass und so darf angenommen werden, dass sich ihr Hass aus ihrem Neid speiste. 
Für den großen Denker Ludwig von Mises ist Neid eine schwere Erkrankung des Nervensystems, eine Neurose. Neid gilt allgemeinhin als ein niederes Empfinden, welches man nur ungern zugibt. Da kommt die aktuelle Affäre rund um Hoeneß' Steuerhinterziehung seinen Gegnern nur recht. Nun können sie sich, scheinbar nicht ohne Grund, auf ihn einschießen. Dabei geht es ihnen weniger um die paar Millionen Euro, die Hoeneß hinterzogen haben soll, sondern vielmehr darum, dass es jemandem wie Uli Hoeneß, der klüger und erfolgreicher ist als sie, dreckig geht. Und so fordern einige den Rücktritt von oder sogar eine Haftstrafe für Uli Hoeneß.

Donnerstag, 18. April 2013

Im Namen Gottes, im Namen des Staates und im Namen der Gesellschaft

,,Gott'' Staat hält sich ungern an die zehn Gebote.
von Tommy Casagrande
Das Geld, das ein Mensch im freiwilligen Tausch von Arbeit gegen Lohn verdient, gehört nie einer Gesellschaft, sondern immer nur dem Individuum, das seine Arbeit gegeben hat. Eine Gesellschaft ist kein eigenes Wesen und das Individuum folglich nicht dessen Sklave. Denn eine Gesellschaft wird im natürlichen Fall gebildet, durch die sie freiwillig konstituierenden Individuen mit dem jederzeitigem Recht, aus ihr auszutreten. 
Die heutigen gesellschaftlichen Formen werden von den Staaten mit Zwang zusammengehalten und verlässt man die eine Zwangsgesellschaft, so landet man in der nächsten. Darum erhält man im Gegenzug für die Auswanderung lediglich eine quantitative, graduelle Verbesserung hinsichtlich der Suche nach einem freieren Ort zum leben, jedoch keine qualitative, wesentliche Verbesserung. Schon die Auswanderung ist ein Zwang, der durch den territorialen Anspruch des Staates entsteht, indem autonome Modelle kleiner Gemeinden, Dörfer, Ortschaften, Städte mit Experimentiercharakter dem Zentralstaat unterworfen wurden.

Mittwoch, 17. April 2013

Anschlag von Boston, die Sache der Freiheit, “Verschwörungstheorien”

Hobbes'sches Denken vernebelt
mitunter Herz und Hirn
von Marco Kanne
Auf einen Marathon-Lauf im US-amerikanischen Boston (Massachusetts) wurde am Montag ein Anschlag verübt. Mehrere Bomben explodierten. Es soll zu Toten und unzähligen Verletzten gekommen sein.

Die Tragödie ist noch nicht einmal richtig vorbei, schon beginnt das politische Hauen und Stechen. Der US-Präsident Barack Obama schlägt den “alten Bush-Sound” wieder an. Und selbstverständlich wollen die Demagogen von “links” und “rechts” schon wieder ganz genau wissen, wer hinter den Anschlägen steckt (nämlich entweder “Rechtsextremisten” oder “Islamisten”), auch wenn Beweise wie immer nicht geliefert werden.

Leider partizipieren auch vereinzelt Menschen an diesem unappetitlichen Spielchen, die sich wohl der Idee der Freiheit verbunden fühlen. Sie wittern ein abgekartetes Spiel des Staates selbst, einen inszenierten Anschlag, der als Vorwand für diverse freiheitsfeindliche Maßnahmen dienen soll, von der Ausweitung des Überwachungsstaates bis hin zu neuen Kriegseinsätzen. Doch auch sie können keine Beweise liefern.

Sonntag, 14. April 2013

Schutz von bedrohten Tierarten erfordert radikales Umdenken

von Dr. Sebastian Braun
Vom 3. bis 14. März fand in Bangkok die Konferenz der „Convention on International Trade in Endangered Species“ – kurz Cites – statt. Im deutschsprachigen Raum ist Cites als Washingtoner Artenschutzabkommen bekannt, da es vor 40 Jahren durch einen Vertragsschluss von 40 Regierungen in Washington aus der Taufe gehoben wurde. Anlass der Gründung von Cites war die Beendigung des unkontrollierten Handels von gefährdeten Pflanzen und Tieren auf der ganzen Welt.  Als erstes Land der EU schloss sich Deutschland 1976 dem Abkommen an. Seitdem haben die Cites Bürokraten viele ergebnislose Konferenzen abgehalten. So sind nach wie vor viele Arten vom Aussterben bedroht und der Handel mit diesen blüht wie nie zuvor.

Freitag, 12. April 2013

Der Goldstandard - Fluch oder Segen?

Anonymer Autor
Es passiert dieser Tage nicht oft, dass der Goldstandard Eingang in die Medien findet. Wenn dies jedoch mal der Fall ist, dann ist es des Öfteren in Zusammenhang mit der Großen Depression. Viele der so genannten Mainstream-Ökonomen nennen den Goldstandard als Ursache dafür, dass ab 1930 in vielen Ländern eine jahrelange Rezession stattfand, die schlussendlich durch den Krieg beendet wurde. Zu diesen Ökonomen gehören die so genannten Keynesianer und Monetaristen, deren Begründer John Maynard Keynes und Milton Friedman beide starke Kritiker eines Goldstandards waren und die Abschaffung des Goldstandards entsprechend begrüßten.
Noch heute wird der Goldstandard als etwas Unzivilisiertes präsentiert und sogar mit dem Euro-System verglichen¹. Dabei wissen die Wenigsten, was überhaupt der Goldstandard ist und warum er, anders als ihn die o. g Ökonomen darzustellen versuchen, aufgrund seiner stabilitätsfordernden Wirkung über Jahrhunderte von Ländern angewendet wurde.
Aus diesem Grund soll im Folgenden das Wesen des Goldstandards dargestellt werden, wie aus Gold Geld wurde und inwiefern das heutige System von einem Metallgeld in Form von Gold profitieren würde.

Donnerstag, 11. April 2013

Kritik am klassischen Liberalismus

von Tommy Casagrande
Was wäre, wenn du aufwachst und feststellst, dass der klassische Liberalismus in seinem besten Falle dir zwar mehr individuelle Freiheiten gewährt, du aber dennoch nur ein Teil jener Summe bleibst, deren Freiheiten vom Staat auch wieder genommen werden können?

Was wäre, wenn du aufwachst und feststellst, dass der klassische Liberalismus nicht die Befreiungsidee ist, für die du ihn hältst, sondern nur eine Doktrin, die aus Sicht der Herrschenden - trotz aller Kritik - deswegen geduldet wird, weil sie in jedem Fall den Apparat vor seinem Niedergang bewahrt, falls die Menschen sich wirklich auf die Suche nach Freiheit begeben?

Montag, 8. April 2013

Was lehrt die Österreichische Schule? (Teil 2)

Immer wieder hört man im Zusammenhang mit Bitcoin von der Österreichischen Schule der Volkswirtschaft. Doch was lehrt diese eigentlich?
Fortsetzung des Artikels vom 4. April 2013.
Das Papiergeldsystem führt unweigerlich zu Inflation - hier eine Banknote von 1923.
Was wäre die Alternative zum staatlichen Geldmonopol? Ganz einfach: Wie zu Beginn erklärt, wissen die einzelnen Bürger sehr genau, wie ihre finanziellen Möglichkeiten aussehen. Aus ihren kombinierten Handlungen ergibt sich der richtige Zins. Wenn das Monopol der Zentralbanken abgeschafft würde, könnte also nur so viel Geld verliehen werden, wie vorher erarbeitet wurde. Zusätzlich muss der gesetzliche Annahmezwang für ein bestimmtes Geld abgeschafft werden. Denn – so besagt das Gresham’sche Gesetz – wenn der Staat ein bestimmtes Geld vorschreibt, verdrängt das schlechte Geld das gute. So mischten früher die Herrscher den Goldmünzen minderwertige Metalle bei. Als die Händler sich weigerten, diese anzunehmen, erließen sie drastische Gesetze, die sie dazu zwangen. Daraufhin gaben die Kunden nur noch die minderwertigen Münzen aus – das schlechte Geld verdrängte das gute, das gehortet wurde, aus dem Umlauf. In ihrer Not verlangten die Händler mehr von den minderwertigen Münzen, was zur Inflation führte, alles wurde teurer. Als die gesetzliche Vorschrift wegfiel, kehrte sich der Prozess um: Die Händler bestanden auf gutem Geld, und das schlechte wurde verdrängt.

Donnerstag, 4. April 2013

Was lehrt die Österreichische Schule? (Teil 1)

von Oliver Janich
Immer wieder hört man im Zusammenhang mit Bitcoin von der Österreichischen Schule der Volkswirtschaft. Doch was lehrt diese eigentlich?


Stellen Sie sich vor, Sie gehen in den Supermarkt, um eine Flasche Mineralwasser zu kaufen und die Verkäuferin verlangt 20 Euro. Sie würden ihr den Vogel zeigen und einen anderen Laden aufsuchen. Nun stellen Sie sich vor, Sie sind seit Tagen in der Wüste unterwegs und kurz vorm Verdursten. Hinter der nächsten Düne steht ein Beduine und bietet Ihnen eine Flasche Wasser an. Wie viel würden Sie bezahlen? Vermutlich gäben Sie Ihr ganzes Vermögen hin, wenn Sie sicher wären, damit bis zur nächsten Oase zu kommen.

Montag, 1. April 2013

Habermanns Richtigstellung: Europäische Union

Prof. Habermann
von Prof. Dr. Gerd Habermann
Diesen Monat: Europäische Union
Derzeit in eine Identitätskrise geratenes Konglomerat europäischer Staaten, das in Gefahr steht, zu einem bürokratisierten Euro-Supernationalstaat mit imperialen Zügen zu werden. Soweit die Europäische Union über einen gemeinsamen Markt incl. Kapitalverkehrsfreiheit und gemeinsamer Außenhandelspolitik hinausgeht, also die Freiheitsspielräume erweitert, tendiert sie dazu, politische Macht über die Bürger nicht aufzuheben, sondern sie nur auf eine höhere Ebene zu verlagern. Dies ist kein Fortschritt, sondern eher eine Gefahr für den Wettbewerb der Nationen und für die Eigenheit und Freiheit der europäischen Völker. Unter ,,Harmonisierung'', verbindlichen ,,Mindestnormen'' usw. verbirgt sich regelmäßig der Wunsch, den Wettbewerb auszuschalten und Europa zu nivellieren, z. B. durch einheitliche Steuer-, Sozial-, Bildungs- oder Umweltstandards. Besonders bedenklich ist die Steuerharmonisierung: ein unentrinnbares Kartell der europäischen Finanzminister. Indessen ist der Wettbewerb der europäischen Staaten und Völker eine Voraussetzung des Aufstiegs und der Dynamik Europas gewesen. Gerade die Vielfalt und Nonzentralisation der Macht ist das Europäische an Europa. Es war ein Glücksfall, dass Europa bisher nicht zu einem ,,Imperium'' verschmolzen ist. Treibende Kraft bei der Planierung Europas ist die EU-Kommission mit ihrer einzigartigen Macht des Initiativmonopols, ja sogar des Tagesordnungsmonopols für den Ministerrat: Das Europa der Kommissare!

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