Montag, 11. März 2013

Ayn Rand in Deutschland oder wer dicke Bücher nicht lesen möchte


von Peter Mokwa
Wer über die wirkliche Wirklichkeit in den vermeintlich marktwirtschaftlichen, demokratischen, westlichen Gesellschaften bescheid wissen möchte, aber 1250 Seiten Lektüre von Ayn Rands „Streik“ scheut, wem überlange philosophische Monologe nur Kopfschmerzen bereiten, und wem Rands Buch zu utopisch und phantastisch ist, dem sei ein kleines Buch über einen Ausschnitt der bundesdeutschen Realität empfohlen. Keine Utopie, keine Philosophie und nur 130 Seiten – 130 Seiten Realität, die Realität der deutschen „Energiewende“, meisterhaft dargestellt und auf den Punkt gebracht von Günter Keil. Philosophische und wissenschaftliche Voraussetzungen nicht nötig, auch für Laien verständlich. Die Energiewende, ein dreistes Gaunerstück der deutschen Politik, eine Verschwörung gegen den „kleinen“ Mann, eine massive Umverteilung von unten nach oben, ein Anschlag auf Lebensstandard und Zukunft. Ja –  ein Anschlag auf die Zukunft, denn der Zweck der Energiewende ist die Deindustrialisierung Deutschlands. Das „Projekt“ läuft, es läuft aus dem Ruder - wie jede Planwirtschaft -, und es läuft trotzdem als „geplantes Chaos“ (Ludwig von Mises) weiter. Denn die politisch korrekt vernebelte Masse hält die Energiewende für einen Segen, so wie sie früher den „Führer“ für einen Segen hielt. Also lesen, 130 Seiten Realität pur!

Der Autor schreibt z.B. über die „Methodik“ der „Energiewende“ Folgendes:
„Die ‚aktuelle‘ Energiepolitik besteht aus sechs grundsätzlichen Fehlern, vier Sekundärfehlern sowie einer immer länger werdenden Reihe von weiteren potentiellen Kollateralschäden, mit denen die Schadwirkungen der Grundsatzfehler repariert werden sollen. Wobei diese ‚Reparaturmaßnahmen‘ niemals den Grundübeln zu Leibe rücken, sondern im Gegenteil stets so eingerichtet werden, dass die gefährlich gewordenen primären Schadwirkungen durch neue kostspielige Investitionen, Subventionen und Kostenüberwälzungen auf die Verbraucher zugekleistert werden – womit sie selbst zu neuen Schädigungen von Bürgern und Wirtschaft führen.

Und er prognostiziert:
„Die im Energiesektor ausufernde, die Wirtschaft schwer schädigende Plan-Misswirtschaft wird nach einigen Jahren spektakulär scheitern, weil ihre wirtschaftlichen und sozialen Kosten untragbar geworden sind.“

Noch einmal: Dieses Buch ist keine Fiktion und keine Satire, es ist die „brutalstmögliche“ Realität. Die hätte sich auch Ayn Rand nicht besser als Romanstoff ausdenken können. Am besten wäre, zuerst Rands Buch zu lesen, also den „Streik“, und dann Keils Buch als empirische Studie und Beleg für Rands Theorien und vermeintliche Fiktionen. Wer von so viel Realität nicht besoffen wird …
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1 Kommentar:

  1. Bin gerade dabei, bestätigt leider meine sowieso schon begrabene Vorstellung von dem "ach so weisen" Staat und dessen Staatsdiener.

    Alleine der Wahnsinn mit den doppelten Kapazitäten weil man sich eben auf RE nicht "verlassen" kann (Ausnahme Biogas und Wasserkraftwerke).

    Man kann es auch "positiv" sehen und es als ein Prachtbeispiel für Fehlentwicklungen dank Subventionen sehen. Nur werden daraus nicht die richtigen Konsequenzen gezogen, sondern irgendwo, irgendwie ein neues Kostenfass aufgemacht.

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