Donnerstag, 28. März 2013

Eine Skizze der historischen Staatsausweitung

Kriege - ein Phänomen zunehmender Staatsausdehnung.
von Jonathan Danubio
Jeder Staat strebt nach Machterhalt und Machtausdehnung, was bis zur Französischen Revolution auf enormen Widerstand der Bevölkerung stieß. Mit der Französischen Revolution ging ein Wandel des Gesellschaftsbildes einher: davor wurde die Gesellschaft als Aggregat von Individuen betrachtet, danach als reale Personfikation der Nation, deren Ziele übergeordnet waren.

Die Geschichte des Westens ist seit Etablierung der Staaten (11. und 12. Jh.) eine Geschichte der Staatsausdehnung (quantifizierbar durch Armeestärke, Steuerquoten, Beamtenzahl, Anzahl der Verordnungen etc.). Beispiel französische Geschichte:

Philipp II. (1180 – 1223): kein stehendes Heer, sondern eine kleine, selbstfinanzierte Wache; keine Beamten; der Untertan hatte kaum mit dem Herrscher zu tun = keine Steuern (der König musste um Unterstützung bitten), keine Wehrpflicht, keine Gesetze des Königs.

Montag, 25. März 2013

Ein Zwischenruf von Apo über die belogene Generation

Roland Baader
von Apo Phil
Wem die Freiheit aller Menschen ein Bedürfnis ist, welche ausschließlich auf der Basis von Zwangslosigkeit sowie privater und freiwilliger Verträge erreicht werden kann, muss damit rechnen, in der „Bedeutungslosigkeit“ zu verweilen, allein gelassen oder gar angefeindet zu werden. Das liegt zum einen daran, dass sich Menschen vor Unbekanntem scheuen (getreu dem Motto „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht!“), zum anderen daran, dass sie ihre Knechtschaft aufgrund geschickt verwendeter Lügen gar nicht als solche wahrnehmen oder diese sogar gegen die Freiheit verteidigen.
So mutet es regelrecht bizarr an, die Gerichte namens Freiheit sowie Freiwilligkeit schmackhaft machen zu müssen, da fälschlicherweise ein verdorbener Brei aus lebenslanger Indoktrination, die von Seiten der Herrschenden mittels fortwährender Propaganda in allen Lebensbereichen und -abschnitten initiiert wird (Schule, Universität, Medien etc.), dafür gehalten wird. Nicht nur, dass wir von Kindesbeinen nichts von freiheitlichen Positionen im Sinne des Libertarismus und damit verbundenen Denkern wie z.B. Friedirch August v. Hayek (der immerhin Nobelpreisträger war), Ludwig Mises, Israel Meir Kirzner, Murray N. Rothbard, Hans-Hermann Hoppe, Roland Baader erfahren (um nur einige zu nennen), nein, wir bekommen sogar die exakt gegenteiligen, verlogenen oder durch Ignoranz gekennzeichneten Positionen eingetrichtert! Mit der Gehirnwäsche verbinden sich Gewöhnung und Bequemlichkeit, eine wahrhaftig unüberwindlich anmutende Dreifaltigkeit, welche unschuldige Menschen in die Arme des Etatismus jedweder Couleur treibt und nicht mehr loslässt. Nicht ohne Grund stellte Roland Baader bereits richtigerweise fest, dass der gemeinsame Nenner der Feinde der Freiheit von links, von rechts und von der Mitte die Staatsgläubigkeit sei.

Freitag, 22. März 2013

Wie der Etatismus Italien in den Abgrund reißt

von Johann Kaltenleithner
Die Berichterstattung der allermeisten Leitartikler und Politikexperten in europäischen und internationalen Medien über den Wahlkrimi in Italien folgte im Grundtenor weitestgehend dem kolportierten Kontrast  zwischen den schillernden Populisten Berlusconi und Grillo sowie den nüchtern-seriösen Apparatschiks Bersani und Monti. Oftmals wurde die Abstimmung auch zu einer Art richtungsweisenden Plebiszits über den wirtschaftspolitischen Kurs des an seinen maroden politischen und wirtschaftlichen Strukturen laborierenden Südlandes umgedeutet, wobei die Fronten, so die Mainstream-Ansicht, klar zwischen dem reformorientierten Sanierungslager Bersanis und Montis und den reformresistenten Demagogen Berlusconi und Grillo, welche mit markigen Parolen gegen das angebliche Spardiktat Angela Merkels und der EU wetterten, zu ziehen waren.

Donnerstag, 21. März 2013

Rost statt Gold!

von Tommy Casagrande
Unternehmer und Reiche haben soziologisch gesehen wenig Interesse an einem freien Markt. Die geschichtliche Erfahrung zeigte, dass unternehmerische Schichten stets beteiligt waren, wenn es darum ging, sich eigene Pfründe zu sichern und als Nebenwirkung das staatliche Wachstum voran trieben. Am Wettbewerb unter Unternehmern hat eher der Kunde als der Unternehmer ein Interesse. Für den Unternehmer bedeutet ein freier Markt Dienerschaft gegenüber dem Kunden, wohingegen er mit staatlich bedingten Privilegien, Vorteilen oder dem Genuss des behinderten Wettbewerbs aufgrund nicht entstehender Konkurrenten, mehr Einnahmen generieren kann und sich dabei nicht all zu sehr von den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden als Getriebener zu fühlen braucht. Was gäbe es schöneres für einen Unternehmer als den Rang eines Monopolisten einzunehmen? Wenngleich es stets Unternehmer geben wird, die aus idealistischen Gründen sich einer Unternehmung stellen, so gibt es durchaus ein geschichtlich nachweisbares und soziologisch nachvollziehbares Bildnis, in dem Unternehmer den Staat benutzen wie ein Arzt das Skalpell benutzt, um ihre Ziele zu erreichen. Schlicht, weil die Möglichkeit in unserem etatistischen System existiert.

Mittwoch, 13. März 2013

Der größte aller Mörder. Anarchie oder Auschwitz: Ungehorsam als zivilisatorische Leistung

Auschwitz - Sinnbild des Massenmordes.
von Niklas Fröhlich
Die Geschichte der Menschheit ist bis zum heutigen voll von Gewalt und millionenfachem Morden, das uns bis heute oft sprachlos macht. Immerzu wieder hört man schließlich gerne die Gegeneinanderrechnung jener Opfer und sucht - wie könnte es anders sein - nach der menschenfeindlichsten Ideologie, Religion und dem blutigsten Führer: Wer ist das größte aller Ungeheuer unter den menschlichen Wesen und Gedankenkonstrukten? Welche Ideologie, welche Geistesregung kann die meisten Opfer auf ihre wehenden Fahnen schreiben? Waren es Völkerhass und Kriegsvernarrtheit des Nationalsozialismus, die hetzerische Gnadenlosigkeit Hitlers? Oder doch eher die gnadenlose Gleichheitssense des Kommunismus, die Köpfe gleich Grashalmen fallen ließ, das paranoid-tyrannische Machtspiel Stalins? Vielleicht sogar die nicht weniger kriegerische und zunehmend totalitäre "moderne Demokratie", deren Absolutheitssanspruch sie daheim zugrunde richtet und zugleich bekehrungswütig ins Ausland drängt? Waren es doch eher die Religionen? Vielleicht das kreuzfahrende und hexenjagende Christentum? Der Islam, auf dessen Grundlage noch bis heute unwürdigste Verbrechen errichtet werden? Immer wieder sieht man die Vertreter und Gegner der einen oder anderen Geisteshaltung und Religion sich wilde Kämpfe um die Verderbenskraft ihres Opponenten liefern, sei sie politisch oder religiös: Antifaschisten, Antikommunisten, Islamgegner, Christenfeinde, sie alle richten sich gegen bestimmte Lehren und Glaubensinhalte - und jeder verkündet stolz, dass er sich einer mörderischen Ideologie entgegenstelle. 

Montag, 11. März 2013

Ayn Rand in Deutschland oder wer dicke Bücher nicht lesen möchte


von Peter Mokwa
Wer über die wirkliche Wirklichkeit in den vermeintlich marktwirtschaftlichen, demokratischen, westlichen Gesellschaften bescheid wissen möchte, aber 1250 Seiten Lektüre von Ayn Rands „Streik“ scheut, wem überlange philosophische Monologe nur Kopfschmerzen bereiten, und wem Rands Buch zu utopisch und phantastisch ist, dem sei ein kleines Buch über einen Ausschnitt der bundesdeutschen Realität empfohlen. Keine Utopie, keine Philosophie und nur 130 Seiten – 130 Seiten Realität, die Realität der deutschen „Energiewende“, meisterhaft dargestellt und auf den Punkt gebracht von Günter Keil. Philosophische und wissenschaftliche Voraussetzungen nicht nötig, auch für Laien verständlich. Die Energiewende, ein dreistes Gaunerstück der deutschen Politik, eine Verschwörung gegen den „kleinen“ Mann, eine massive Umverteilung von unten nach oben, ein Anschlag auf Lebensstandard und Zukunft. Ja –  ein Anschlag auf die Zukunft, denn der Zweck der Energiewende ist die Deindustrialisierung Deutschlands. Das „Projekt“ läuft, es läuft aus dem Ruder - wie jede Planwirtschaft -, und es läuft trotzdem als „geplantes Chaos“ (Ludwig von Mises) weiter. Denn die politisch korrekt vernebelte Masse hält die Energiewende für einen Segen, so wie sie früher den „Führer“ für einen Segen hielt. Also lesen, 130 Seiten Realität pur!

Freitag, 1. März 2013

Habermanns Richtigstellung: Feminismus

Prof. Habermann
Diesen Monat: Feminismus
Eine über die rechtliche Gleichstellung der Frau hinausgehende ideologische Bewegung, die zu einer Art Geschlechterkampf mit Einsatz von Zwangsmitteln zugunsten der als ,,benachteiligt'' angesehenen Frauen geführt hat (,,Frauenbeauftragte'' als Gleichstellungskommissarinnen, Frauenquoten, Antidiskriminierungspolitik etc.). Hinter dem ,,Feminismus'' steckt eine Spielart des Egalitarismus, der männliche Maßstäbe und Werte verabsolutiert. Von einigen Vertreterinnen (Mary Daly z. B.) wird aber auch  im Gegenteil die gesamte männliche Welt der ,,Sachlichkeit'', Wissenschaft, Industrie und Technik verworfen und zum einfachen Leben in anarchischen Frauengemeinschaften aufgerufen. In spezifischen ,,Frauenutopien'' wird eine Gesellschaft mit Frauenherrschaft geschildert (z. B. Ursula K. Le Guin, Sally Miller Gearhart). In der besonderen Spielart des ,,theologischen Feminismus'' wird auch religiös und metaphysisch die Dominanz der männlichen Götter und Werte angegriffen und eine Welt konzipiert, in der das mütterliche Prinzip und die Muttergottheiten das Überlegene und Ursprüngliche sind.

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