Donnerstag, 24. Januar 2013

Religion, eine freiwillig akzeptierte Idee

Politisierte den Islam im Iran:
Khomeini
von Tommy Casagrande
Der Islam ist eine Religion. Das Christentum ist eine Religion. Religionen gibt es auf der Welt einige. Sie setzen sich aus Menschen zusammen, die freiwillig an etwas glauben. Religion entspringt dem spirituellen Wunsch eines Menschen, seinem Leben einen Sinn zu geben. Nun darf man anderen Menschen anbieten, jene Idee für wahr zu halten, die man selber glaubt oder gerade erfunden hat. Insofern zeichnet sich das Wesen der Religion grundsätzlich durch einen Akt der Freiwilligkeit aus.

Vermischt sich Religion mit Politik, wird also politisiert, wozu es keine bestehende staatliche Instanz bedarf, sondern ausschließlich das Mittel, Gewalt gegen jene anzuwenden, die anders glauben oder gar nicht glauben, so hat das nichts mit Religion zu tun, sondern mit der Politisierung der Religion. Der Moment, an dem der erste sagt ,,Gewalt gegen Andersdenkende gehört zu unserer Religion" ist der Moment, an dem die Religion, das freiwillige Annehmen einer sinnstiftenden Überzeugung, zur Politik wird. Denn Politik impliziert das öffentliche Leben, es beinhaltet Handlungen, die sich auf andere Menschen beziehen. Politik braucht keinen Staat. Wer als Fussballverein, als religiöser Verein, als Zusammenkunft mehrerer Menschen der Ansicht ist, dass Gewalt das Mittel ist, um andere Menschen zu etwas zu zwingen, der verhält sich politisch und somit gewalttätig.

Die Entstehung der Religion beruhte auf einer Idee, die jemand auf freiwilliger Basis anderen angeboten hat. Die Entstehung des Staates beruhte auf dem politischen Prinzip, Gewalt anzuwenden. Es gingen nicht die Vertreter der Staatsidee unter die Menschen und warben für ihre Idee einer Instanz, die alle künftig lebenden Menschen und alle gegenwärtig lebenden Menschen miteinbezog, über diese zu herrschen. Der Staat schwang sich zum Rechtsmonopolisten auf, mit dem Anspruch auf Gewalt.

Wenn Religion zur Legitimation von Gewalt herangezogen wird, so wird Religion lediglich politisiert. Religion muss daher kein Staat sein, ein Staat keine Religion. Doch der Entstehungsgeschichte nach beruht der Staat auf der Anwendung von Gewalt. Die Entstehungsgeschichte einer Religion indes nicht, lediglich ihre Verbreitung, die wiederum mit der Politisierung derselben zu tun hat.

Zudem stigmatisiert man alle Menschen, die an der Religion des Islam festhalten, zu Feinden der Freiheit, wenn man nicht unterscheidet, zwischen der Religion und seiner Politisierung. Jene Menschen, die bereit sind Gewalt zu initiieren, sind stets schlechte Menschen, egal woher sie kommen oder welche Funktionen sie erfüllen. Diese schlechten Menschen gibt es auch unter Atheisten, Christen und Juden. Somit ist es letztlich falsch zu behaupten, eine Religion, definiert als sinnstiftende freiwillige Akzeptanz einer Idee über die Existenz des Menschen, sei dasselbe wie der Versuch gewalttätiger Menschen, diese Definition mit Gewaltinitiierung zu unterwandern, weil man der Meinung sei, Religion sei keine freiwillige individuelle Angelegenheit, sondern ein obrigkeitlicher Akt, um das Leben der Menschen zu regeln. Es sind nicht alle Menschen, die an den Islam glauben, der Meinung, dass die Initiierung von Gewalt eine gute Sache ist. Diese Menschen sind somit der Beweis, dass es auch friedliche Moslems gibt, die gleich wie die friedlichen Menschen im Rest der Welt verstanden haben, dass Gewaltinitiierung, benutzt als politische Methode, keine moralische Angelegenheit darstellt.

Die Aussage, der Islam ist gefährlich, versteht somit nicht zu differenzieren zwischen dem Wesen und der Entstehungsgeschichte einer Religion, entsprungen aus einem Gefühl der Spiritualität, akzeptiert durch freiwillige Akzeptanz einer Idee, die sich mit dem Dasein des Menschen befasst und dem politischen Mittel, welches das Wesen des Staates und seine Entstehungsgeschichte beschreibt, entsprungen aus der Vorstellung, über andere zu herrschen, akzeptiert durch das Recht des Stärkeren, aufgezwungen durch die Etablierung eines Systems aus Gewalt.

Kommentare:

  1. In meinen Augen ist das zu kurz gesprungen. Ja, sicher, der Anlass für jede Religion ist die Beschäftigung mit den "letzten Dingen", ist das spirituelle Bedürfnis. Und das sichtbar Abschreckende zeigt sich, wenn Religionen mit staatlicher Gewalt ein Bündnis zur Durchsetzung ihrer Lehren eingehen.

    Aber dazwischen ist nicht nur ein historischer Weg, für diese Entwicklung gibt es auch mehr oder weniger Anreize.

    Es gibt Religionen, die eng mit einem bestimmten Volk oder eine Ethnie verknüpft sind, wie z.B. das Judentum. Und es gibt Religionen, in denen, zumindest nach herrschender Auslegung, Gewalt als legitimes Mittel zum Zweck der Verbreitung angesehen werden muss und die detaillierte Vorschriften für das Leben des Einzelnen vorsehen, die auch gegen dessen Willen durchzusetzen sind. Dazu gehört leider der Islam.

    Die Dogmen "Gott als Autor", "wortgetreue Überlieferung" und "Mohammed bzw. Medina als anzustrebendes Ideal" wirken sich auf die muslimische Gemeinschaft fatal aus. Denn zusammengenommen verhindern sie eine Historisierung, wie sie z.B. das Juden- und das Christentum mit dem (in christlichen Begriffen) "Alten Testament" vornehmen können. Während im einen Glaubenssystem unfeine Verhaltensweisen wie das Ausrotten andersgläubiger Bevölkerungen in ihre jeweilige Zeit verwiesen werden können, müssen sie im anderen als Gottes ewiger Wille und Taten des einzig maßgeblichen Vorbilds nicht nur akzeptiert, sondern auch als Richtschnur für das eigene Handeln herangezogen werden.

    Das besagt zum Glück noch lange nichts über die Einstellung einzelner Muslime. Der Drang, die Menschen in seiner Umgebung zu massakrieren, scheint dann doch nicht (mehr) zu den dominanten Motiven des Menschen zu gehören, so dass individuell selbst die theoretisch eindeutigen Vorgaben (die Auflösung von etwaigen Widersprüchen ergibt nach herrschender Regel immer "Vorteil" für das gewalttätige Medina) des heiligen Buches weitestgehend und moderner Textkritik vorgreifend relativiert werden. Sie, also die Vorgaben, sorgen aber dafür, dass stets eine nicht geringe Minderheit für beliebige Gewaltakte zur Verfügung steht. Und dass die problematische Einheit von Staat und Religion, die z.B. dem Christentum eigentlich fremd ist ("Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist"), auch von der nicht zu Gewalt neigenden muslimischen Mehrheit als grundsätzlich geboten angesehen wird.Selbst der Gemäßigteste aller Muslime wird letztlich darauf bestehen, auch wenn er unter "Scharia" weit weniger Schreckliches verstanden wissen will, als es in der Extremform von Talibans und Co. exerziert wird.

    Bleibt es bei den o.g. wichtigsten Dogmen, ist der Islam zwangsläufig inkompatibel zu jeder freiheitlichen Idee. Was allerdings noch lange nichts über den einzelnen Muslim sagt, der seine spezielle Variante dieser Religion lebt.

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  2. Das einzige Problem das ich sehe bei Religionen ist das indoktrinieren von Kindern, die noch nicht in der Lage sind Wahrheit und Lüge zu unterscheiden und nicht rational für sich entscheiden können ob sie sich für Religion entscheiden wollen. Solange Menschen wenn sie alt genug sind und sich der Religion zuwenden sollen sie es tun, ich bin zwar als Atheist nicht daran interessiert, ich sehe jedoch Religionen daher nicht als allzu großes Problem solange nicht Gewalt angewendet wird oder Kleinkindern der irrationale Bullshit über Hölle und Sünde beibringen. Das halte ich für nicht moralisch vertretbar, würde jedoch niemanden mit Gewalt daran hindern diese Methode anzuwenden.

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  3. Wie ist denn der Autor auf die Idee gekommen, dass Religion "an sich" immer schon apolitisch sei? Religion und Politik lassen sich nicht trennen. Historisch gewordenes Paradebeispiel im Negativen ist die Schrift von Prof. Erik Peterson, "Der Monotheismus als politisches Problem", 1935. Eine rein-unweltliche, nicht-kontaminierte, quasi jungfräuliche Religiosität ist eine Chimäre. Die gegenteilige Behauptung wird oft von Personen aufgestellt, die ein Interesse daran haben, im Namen irgendeiner Glaubensgemeinschaft das letzte Wort in politischen Entscheidungsfragen fällen zu dürfen (nach dem Motto "Wir, die Unparteiischen").

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  4. "Vermischt sich Religion mit Politik, wird also politisiert, wozu es keine bestehende staatliche Instanz bedarf, sondern ausschließlich das Mittel, Gewalt gegen jene anzuwenden, die anders glauben oder gar nicht glauben, so hat das nichts mit Religion zu tun, sondern mit der Politisierung der Religion."

    Falsch. Eine Religion ist ein in sich geschlossenes System, was einer Begründung (oder Widerlegung) von außen nicht zugänglich ist. Deswegen heißt es ja auch Glaube. Wenn die Legitimationsgrundlage für Gewalt also in diesem System selbst angelegt ist, hat das mit Politisierung nichts zu tun, denn es bedarf von außen gar keines Rückgriffes AUF die Religion, sondern es legitimiert sich DURCH die Religion selbst.

    "Der Moment, an dem der erste sagt ,,Gewalt gegen Andersdenkende gehört zu unserer Religion" ist der Moment, an dem die Religion, das freiwillige Annehmen einer sinnstiftenden Überzeugung, zur Politik wird."

    Das muß der erste gar nicht sagen, denn es steht ist ja schon drin! Siehe meine erste Anmerkung.

    "Die Entstehung der Religion beruhte auf einer Idee, die jemand auf freiwilliger Basis anderen angeboten hat."

    Das halte ich für eine sehr spekukative Behauptung.

    "Wenn Religion zur Legitimation von Gewalt herangezogen wird, so wird Religion lediglich politisiert."

    Falsch. In dem Moment, wo Gewalt der Religion inhärent ist, IST sie schon Politik. Dabei mag es nur noch eine Rolle spielen, ob die Gewalt implizit oder explizit ist. Bei impliziter Gewalt bedarf es der Auslegung, bei expliziter nicht, sondern nur noch der Praxis.

    "Somit ist es letztlich falsch zu behaupten, eine Religion, definiert als sinnstiftende freiwillige Akzeptanz einer Idee über die Existenz des Menschen, sei dasselbe wie der Versuch gewalttätiger Menschen, diese Definition mit Gewaltinitiierung zu unterwandern, weil man der Meinung sei, Religion sei keine freiwillige individuelle Angelegenheit, sondern ein obrigkeitlicher Akt, um das Leben der Menschen zu regeln."

    Ich wage es auch zu bezweifeln, ob sich tatsächlich alle Menschen FREIWILLIG in entsprechenden kulturellen Milieus dem Islam unterwerfen (sic!). Nach dem Koran wird jeder Mensch als Moslem geboren - dort, wo er praktiziert wird, kann man sich NICHT FREIWILLIG dafür entscheiden, sondern nur freiwillig dagegen - was meist eine Frage auf Leben oder Tod ist, denn auf den Abfall vom Islam / Apostasie steht expressis verbis die Todesstrafe. Das ist auch wieder ein EXPLIZITER Gewaltaufruf, der nicht erst politisiert werden muß, denn er ist es schon.

    Das ist genau der ideologische Kern des Islam, der gerne übersehen wird, vor allem bei Freiheitsdenkern. Aufgrund seiner semantischen Geschlossenheit ist der Islam im Kern mit der Idee der Freiheit INKOMPATIBEL. Religion und Ideologie, also der politische Islam und das Glaubenssystem, sind eins.

    Unterscheiden kann man lediglich die religiöse Praxis, ob und wie die Scharia angewendet wird, oder ob tatsächlich die Todesstrafe bei Apostasie (oder Homosexualität etc...) vollstreckt wird.

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  5. Der Islam war noch nie nur eine Religion, der Islam war von Anfang an Politik und Religion, die Trennung zwischen privaten und staatlichen ist im Islam nicht vorgesehen. Mohammed war ein religiöser und politischer Führer, er führte auch erfolgreiche Eroberungskriege.
    Ich empfehle dem Autor als Lektüre den Koran, die Haddithe und mindestens zwei Biographien von Mohammed. So gesehen hat für den Autor der Islam nichts mit dem Islam zu tun, er beschreibt den Islam des Gutmenschen.

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  6. Religion ist per se politisch und immer ein Machtinstrument. Durch Religion verschafft man sich auf unfaire Weise Vorteile im Diesseits. Religion liefert Begründungen für willkürliche irrationale egoistische Handlungen, sie liefert einem noch gratis die Moral dazu. Religion ist fast nie freiwillig, sondern fast immer mit Zwang verbunden. Atheismus ist in der islamischen Welt Dein Todesurteil. Vor der Aufklärung war das im Westen ebenso der Fall. Auch heute noch übt die herrschende Religion überall Macht und Druck dort aus, wo man sie lässt. Die naturwissenschaftliche Forschung ist zum folgendem Ergebnis gekommen: Religion ist das Gegenteil(!) von Spiritualität. Buchtipps:
    Kilian: "Die Logik der Nichtlogik", Boyer: "Und Mensch schuf Gott", Voland: "Die Natur des Menschen"

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  7. Die vorgehenden Kommentare sind sehr gut geschrieben und erfassen das Problem viel besser als der Artikel selbst.

    Bei den Thugees war der Mord anderer Menschen ein integraler Bestandteil ihrer Religion. Die Briten taten also gut, diese zu vernichten.

    Beim Islam ist es leider nicht anders: Welteroberung, der Mord Andersgläubiger oder Abtrünniger, sowie Gewalt gegen Frauen, Kindschändung usw. sind untrennbar Teil dieser "Religion".

    Ich habe auch beim besten Willen nichts "sinnbildendes" oder "spirituelles" im Koran finden können.


    Der Islam ist 100% anti-liberal. Das beste, was man von Muslimen erhoffen kann, ist, dass sie den Koran und die Hadithen nicht lesen und von der Sunna nichts wissen wollen, also letztlich abgrundtief "schlechte" Muslime sind. Mit anderen Worten, dass sie eigentlich keine Muslime sind.

    Alle gläubigen Muslime, die dem Islam folgen wollen, sind automatisch Feinde der Freiheit.

    Wer würde schon auf die Behauptung reinfallen, ein Nazi oder Kommunist sei liberal? Also warum sollte das bei gläubigen Muslimen anders sein?

    Bleibt die Frage, wie man mit all den kulturellen, nicht gläubigen Muslimen umgehen soll, die sich eigentlich in derselben Falle finden, wie Deutsche unter Hitler, die keine Nazis waren oder Russen unter Stalin, die keine Kommunisten waren.

    Da habe ich keine gute Antwort, aber ich weiss, was man garantiert NICHT tun soll: den Islam als "gut" und "tolerant" beschreiben und in irgend einer Form zu akzeptieren.

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  8. Ich kann mich den vorangehenden Kommentaren anschliessen, welche die Inkompatibilität des Islam mit der Idee der Freiheit, seine explizite politische Dimension und seinen totalitären Gesellschaftsentwurf sauber herausarbeiten. Wer über den Islam schreibt sollte sich mit dem Dogma des Islam vorher auseinandersetzen. Das kann man z.B. hier tun:

    www.derprophet.info

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  9. Tommy Casagrande28. Januar 2013 um 10:57

    Franz Oppenheimer hat unwiderlegbar entdeckt, dass es nur 2 Methoden gibt um menschliche Ziele zu erreichen.

    1. die politische Methode = Gewalt zu initiieren um Ziele zu erreichen.
    2. die ökonomische Methode = Freiwilligkeit im Bezug auf Angebot und Nachfrage.

    Jede Idee, die ein Mensch über das Jenseits hat und für das er Mitstreiter findet, die sich davon überzeugen lassen, ist eine freiwillige Idee. So lange diese Idee auf Freiwilligkeit im Bezug auf die Kunden beruht, basiert jede Idee (Und Religionen sind nichts anderes als Ideen) auf der ökonomischen Methode.

    Wenn eine Idee (egal ob es sich um eine Theorie im Bezug auf das Jenseits oder sonst etwas handelt) darauf beruht, ihre Inhalte mit Gewalt anderen Menschen aufzuzwingen, dann nennt sich das, seit Oppenheimer, die politische Methode.

    Wir können also sagen, ein privater Räuber und Mörder benutzt die politische Methode genauso, wie es Staaten und politisierte Religionen tun.

    Wenn der Räuber das ökonomische Mittel benutzt, um seine Gelüste zu stillen, wird er zum Anbieter einer freiwillig nachzufragenden Sache.
    Wenn der Staat das ökonomische Mittel benutzt, hört er auf, ein Staat zu sein, und es könnte tatsächlicher Wettbewerb entstehen - auch jener zwischen Rechts- und Sicherheitsagenturen.
    Wenn die Religion das ökonomische Mittel benutzt, dann hört sie auf, eine Legitimation für Gewalt zu sein und stützt sich lediglich auf die freiwillige Nachfrage nach einer Idee über das Jenseits.

    Aus diesem Grunde ist es richtig, wenn ich sage, dass Religion an und für sich, auf dem ökonomischen Mittel beruht, nämlich zum Zeitpunkt seiner Geburt. Der Moment, wo eine Idee im Kopf eines Menschen auf einen zweiten übertragen worden ist. Religionen sind nicht per se schlecht, sie beruhen nicht per se auf Ausbeutung wie das beim Staat der Fall ist, dessen Existenz nur durch Zwang möglich ist. Eine Religion überlebt auch ohne Zwang, wenn es die Menschen, die an sie glauben, verstehen, sie im guten zu erhalten. Als Christ, wie auch als Moslem, lässt sich den Armen helfen. Auch in einer freien Gesellschaft, in welcher Wohlstand unvergleichbar höher sein wird als Heute, gäbe es relativ gesehen, immer einen der als bedürftig erscheinen mag. Die religiösen Menschen können sich betätigen. Wenn sie initiierende Gewalt einsetzen, dann benutzen sie das politische Mittel und werden damit zu nichts anderem als einem quasi-Staat.

    Es gibt keinen Grund, weshalb Moslems ihre islamische Religion nicht entpolitisiert leben könnten. Auf Gewaltinitiierung zu verzichten meint bereits, eine Sache zu entpolitisieren. Das jedoch sollten wir in unseren säkularen Breiten ebenfalls mit allen Lebensbereichen tun, in denen wir den Staat für einen Gott halten und ihn darum legitimieren, das politische Mittel bis zur Perfektion anwenden zu dürfen.

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  10. Tommy Casagrande28. Januar 2013 um 11:16

    Was man nicht übersehen sollte, die staatlichen Strukturen sind in den islamischen Ländern gegeben. Der Islam wird in manchen Ländern als Staatsreligion praktiziert bzw. durchgesetzt. Damit ist gewiss nicht jeder darunter lebende Moslem einverstanden. Aber die Frage ist, ob ohne staatliche Strukturen es möglich wäre, ein Gewaltmonopol mit religiösem Antlitz aufzubauen. Meine Antwort hierauf lautet nein. Es wäre ja auch nicht möglich, den Staat von Lobbygruppen einnehmen zu lassen, wenn es keinen Staat gäbe, den man lobbyieren kann.

    Das tödliche Gemetzel einander konkurrierender theokratischer Ideen oder Sekten, zielte in der Vergangenheit darauf ab, die vorhandenen Machtstrukturen des Staates nutzen zu können. Wo diese Strukturen fehlen, dort reißt sie sich auch niemand, im Namen von was auch immer, unter den Nagel.

    Wenngleich meine Antworten gewiss zu tiefgreifenderen Erklärungen fähig wären, begnüge ich mich damit, die Gedanken nur mal tendentiell in eine Richtung zu lenken, die Abstand nimmt, von jener des unkritischen Establishment. Es geht um die Auseinandersetzung und die Differenzierung von Gewalt und Freiwilligkeit. Und hierbei darf die Rolle des Staates nicht verschont bleiben.

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  11. http://www.igfm.de/Apostasie-Abfall-vom-Islam.476.0.html

    http://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam

    Steht wörtlich im von Gott diktierten, heiligen Buch. Hat natürlich nichts mit der Religion zu tun..

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  12. "Glaube oder Unglaube" bezieht sich immer nur auf das Geschwätz der Priester (berufsmäßige Lügner, auch wenn sie schon lange nicht mehr wissen, was sie tun), und darüber zu diskutieren, ist noch unter Kindergarten-Niveau. Die Kindergarten-Diskussion beginnt erst mit der Frage, ob es noch eine andere Möglichkeit für das zivilisierte Zusammenleben geben könnte als die Natürliche Wirtschaftsordnung:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2014/10/eigennutz-und-gemeinnutz.html

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