Libertäres Internet-TV

Montag, 30. Juli 2012

Der Weg zur Knechtschaft als Cartoon

von Tomasz M. Froelich
Friedrich August von Hayeks' ,,Weg zur Knechtschaft'' ist ein Meilenstein der freiheitlichen Literatur. Kaum ein zweites Werk zeigt die Gefahren, die von einem starken und ausufernden Staat ausgehen, wie der besagte Klassiker. Umso wichtiger ist es, die Botschaft dieses Werkes zu verbreiten.
Große Bekanntheit erreichte die Cartoon-Version vom ,,Weg zur Knechtschaft'', welche erstmals im ,,Look magazine'' publiziert und vom Hayek-Institut in Wien ins deutsche übersetzt wurde. Das Originalcartoon sowie die dazu gehörigen Übersetzungen sind im folgenden zusammengefügt:

[1] Krieg zwingt zur ,,Nationalen Planung''
Um die totale Mobilmachung der Wirtschaft Ihres Landes zu
ermöglichen, verzichten Sie gerne auf Freiheiten. Sie wissen,
dass die Einschränkungen von Ihren Feinden erzwungen wurden.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Was passiert, wenn die Egoisten abhauen?

Ayn Rand
von Peter Mokwa
Ayn Rand war eine gnadenlose Rationalistin. Gnadenlos ist auch ihr Hauptwerk, der „Social-Fiction“ Roman „Atlas Shrugged“, der unlängst in deutscher Neuübersetzung unter dem Titel „Der Streik“ erschienen ist. In ihrem Roman erzählt die Autorin, wie in einem fiktiven Amerika die Gesellschaft sich selbst untergräbt und schließlich vernichtet. Gesellschaft? Nein, es sind die Menschen, aus denen sich diese Gesellschaft zusammensetzt. Rand porträtiert die verschiedenen Varianten des irrational gewordenen „Homo sapiens“, die in ihrem gemeinsamen Kampf gegen die immer kleiner werdende Gruppe von selbstbewussten Vernunftmenschen zunächst für sich parasitäre Vorteile durchsetzten, um dann in einem Kampf gegeneinander – in dem durch ihren Irrationalismus angerichteten Chaos – unterzugehen. Der Zusammenbruch der irrational gewordenen Gesellschaft wird durch das Verschwinden ihrer letzten rationalen Elemente ausgelöst: dem Streik. 

Eigentlich handelt der Roman nicht von Menschen. Das haben die Kritiker Rands überhaupt nicht verstanden, und insofern ist ihre Kritik an den vermeintlich „holzschnittartigen“ Gestalten des Romans irrelevant.

Montag, 23. Juli 2012

Der Unsinn des Klebens

von Tomasz M. Froelich
Die letzte Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl im Jahre 2010 führte dazu, dass die SPÖ ihre absolute Mandatsmehrheit verlor. Infolgedessen musste sich der korpulente Bonvivant Michael Häupl nach einem Koalitionspartner umschauen, um seinen Posten als Bürgermeister, den er seit 1994 inne hat, nicht zu verlieren. Er entschied sich für die Grünen, mit denen er nun die österreichische Hauptstadt regiert.

Ganz oben auf der Agenda der rot-grünen Regierung Wiens stand von Anfang an die Ausweitung des Parkpickerls: Die Kurzparkzonenregelung soll auf fünf weitere Bezirke (Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals), in denen das Parken bislang noch kostenfrei ist, ausgedehnt werden. Wer länger parkt, muss zahlen. Anrainer bekommen das "Recht" auf eine Dauerabstellgenehmigung, die allerdings exorbitant teuer ist und nicht mal einen Parkplatz garantiert, da es nur wenige Parkplätze gibt. Kein Wunder, dass diese neue Regelung, die bereits ab Oktober 2012 in Kraft tritt, keine Jubelorgien in der Bevölkerung auslöst.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Geflügeltes vom Reichsdach

aus den Berliner Wespen, 22. Juni 1881
Nach der Erklärung des Abg. Windthorst in der Sitzung vom 14. “nimmt auch
der Reichskanzler den Sperling in die Hand und jagt der Taube auf dem Dache
nach, wo er sie sieht”.
Ludwig Windthorst, Führer des Zentrums (mit Pfeife aus dem Fenster schauend dargestellt), bezieht sich in seiner Rede am vorletzten Tag der Legislaturperiode auf Bismarcks Koppelung eines Unfallversicherungsgesetzes mit einem Tabakmonopol zu dessen Finanzierung. 

Das Unfallversicherungsgesetz hat der Reichskanzler als Sperling schon im Kasten, aber er jagt trotzdem auch noch der Taube Tabakmonopol hinterher. Allerdings wird die Taube vertrieben von der Deutschen Fortschrittspartei, dargestellt als Eugen Richter, und der “Sezession” oder Liberalen Vereinigung, als die sich der linke Flügel der Nationalliberalen, 1880 abgespalten hat. 

Das Wort “Reichsdach” persifiliert den inflationären Gebrauch von Wortbildungen mit “Reichs-” in der Zeit. Die “Berliner Wespen” nennen so beispielsweise Bismarcks Hund Tyras auch nur den “Reichshund”. Bismarck wird in Karikaturen (nicht nur der Berliner Wespen) regelmäßig mit genau drei Haaren auf Glatze dargestellt.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Berichterstattung zur Reichstagswahl 1881

Zur dritten Ausgabe Ausgabe von Blink wird die ,,Freisinnige Zeitung'' einen Beitrag über die Reichstagswahl 1881 und hier insbesondere über den Kampf der Deutschen Fortschrittspartei gegen die antisemitische “Berliner Bewegung” beisteuern. Nach Absprache mit der ,,Freisinnigen Zeitung'' haben wir uns dazu entschlossen, in den nächsten Tagen eben jene Beiträge auch zu veröffentlichen. Die Beiträge werden nicht alle auf einmal, sondern über schrittweise veröffentlicht. Man sollte also ein wenig Geduld mitbringen.

Fortan wird hier veranschaulicht, wie sich der Wahlkampf entwickelt hat. Am 15. Juni 1881 hat die letzte Sitzung der vierten Legislaturperiode des Deutschen Reichstags stattgefunden. Wie die “Berliner Wespen” es in einer Karikatur am 22. Juni darstellen, legt sich der Reichstag nun erst mal über den Sommer in die Hängematte, die zwischen den Bäumen “Reichstag 1878-81″ und “Reichstag 1881-” gespannt ist, und schläft bis zur neuen Legislaturperiode, für die sich schon die Arbeit aufgestapelt hat.

Des Reichstags Sommerschlaf. ,,Gute Nacht, und lasse Dir was Angenehmes - träumen!''

Dienstag, 3. Juli 2012

Aus der Geschichte lernen, heißt verlieren lernen

Wenn es an Substanz mangelt, muss Symbolik her!
Gastbeitrag von Henning Helmhusen
Wie kann man die Völker Europas am schnellsten aufeinanderhetzen? Das ist wohl die bange Frage, die sich alle Nationalisten des alten Kontinents aktuell stellen. Hat bereits die Rettung von Griechenland das gute Einvernehmen zwischen Deutschen und Griechen beseitigt, so bleibt immer noch viel zu tun. Ein wichtiger Baustein — darin sind sich die embeddeden Beobachter einig — muß es natürlich sein, bei den Deutschen ein Gefühl zu erzeugen: “In einem Meer von Feinden, allein gegen den Rest der Welt.” 

Wenig zielführend erscheint uns allerdings der Vorschlag, die Vereinigten Staaten von Europa zu bilden. Denn die Vereinigten Staaten von Amerika, die hier das Vorbild abgeben sollen, wurden ja als minimaler Zentralstaat begründet, der fast keine Kompetenzen hatte, die Bewohner der einzelnen Staaten gegeneinander in Wallung zu bringen. Geschlagene achtzig Jahre brauchte er, auch nur einen Bürgerkrieg ins Werk zu setzen. 

Montag, 2. Juli 2012

Auszug aus ''Hilfe, die Libertären kommen''

Kam aus Polen nach Deutschland:
Tomasz M. Froelich
Wie bereits angekündigt, erschien im aktuellen 124. Heft von eigentümlich frei ein Text von Henning Lindhoff, der die aufkeimende libertäre Bewegung im Internet behandelt. In diesem Text fanden auch wir Erwähnung. Hier ein Auszug:
Den „Kampf gegen den Etatismus“, also gegen den Staatsglauben, hat sich der Blog Freitum seit den frühen Anfängen im Juni 2009 auf die Fahnen geschrieben. Einige junge Studenten bekunden hier mit viel Engagement und Energie ihre Liebe zur Freiheit des Einzelnen. Projektleiter Tomasz M. Froelich über seine Motivation: „Bei mir spielen da die Erfahrungen meiner familiären Vorgängergenerationen eine Rolle. Diese kamen ursprünglich aus Polen und gehörten dort stets zur antisozialistischen Opposition – verständlich bei den enormen Freiheitseinschränkungen und Enteignungen, denen die Polen zu Zeiten des Realsozialismus zum Opfer fielen. Daher lernte ich früh: Mehr Staat führt zu mehr Freiheitsentzug. In Deutschland zur Schule gehend wurde ich dann mit Staatspropaganda und Manipulation bombardiert. Versuche, sich dem zu widersetzen, machten mich bei den Lehrkräften unbeliebt. Das wurde dann notentechnisch sanktioniert oder gar unterbunden. So gewann ich zunehmend das Gefühl, dass Nonkonformität und ein eigener, klarer und kritischer Verstand nicht so ganz in die Agenda des staatlichen Bildungsmonopols passen.“