Freitag, 29. Juni 2012

Vorschau: eigentümlich frei, Heft 124

Unseren Lesern möchten wir den Kauf des morgen erscheinenden 124. Hefts von eigentümlich frei empfehlen. Das Schwerpunktthema: ,,Zeitenwende ohne Orientierung. Wenn Fortschritt alternativlos und Tradition bedeutungslos wird''. Einer der Hauptbeiträge, auf den auch auf der Titelseite aufmerksam gemacht wird, ist ,,Bewegung im Internet: Hilfe, die Libertären kommen!'' von Henning Lindhoff, der auch schon für uns geschrieben hat. In dem Beitrag geht es um die aufkeimende deutschsprachige libertäre Bewegung im Internet. Es werden unter anderem Motivation, Methodik und Zukunftsaussichten libertärer Blogger erörtert. Hierzu wurde auch Tomasz M. Froelich befragt.
Kauf und Lektüre der 124. eigentümlich frei dürften sich also lohnen!

Samstag, 23. Juni 2012

Tagungsbericht: Die Mark Banco Anlegertagung in Hamburg


Lesenswert in eigentümlich frei: Mario Fleischmanns Bericht über die 3. Hamburger Mark Banco Anlegertagung. Darin heißt es unter anderem: 
In memoriam Roland Baader 
Anschließend folgte die erstmalige Verleihung des Roland-Baader-Preises, der für Studenten und Unternehmer gedacht ist, die dazu beitragen, die Ideen der Österreichischen Schule zu verbreiten. Der vor kurzem verstorbene Roland Baader war im deutschsprachigen Raum der wohl größte Popularisierer der Misesschen Ideen. Auch er war überzeugt, dass die Ideen der Österreichischen Schule die „einzige Hoffnung“ für die Welt seien, wie es der Ökonomieprofessor Edgar Salin formulierte. Für deren Verbreitung sah er das Internet als große Chance. „Wenn sich die Wahrheit unsubventioniert verbreiten kann, schlägt sie die subventionierte Lüge“, lautet ein „Freiheitsfunke“ Roland Baaders. Deshalb ging der Preis an drei freiheitlich gesinnte Blogs und eine Studentenorganisation: Freitum.de, Misesinfo.org, Mises-Media.de und die European Students for Liberty.

Freitag, 22. Juni 2012

Der dunkle Fleck unserer hellen Augen

Kopernikus widersprach mit seinem
heliozentrisches Weltbild dem von der
Kirche vertretenem geozentrischen
Weltbild des Ptolemäus
von Tommy Casagrande
Die Welt, in der wir heute leben, erinnert mich an das, was manche als die dunkle Zeit des Mittelalters bezeichnet haben. Laut Angaben von diversen Überlieferungen wurde in einem bestimmten Abschnitt des Mittelalters auf das Denkverbot gesetzt. Wer zu denken wagte, was er nicht denken durfte, dem drohten Strafen. 
Nach einer bestimmten Zeit dürfte die Selbstregulierung des freien Denkens zur Tradition geworden sein, dem nur Sturköpfe nichts abgewinnen konnten. Mit Sturköpfen meine ich jene Aufklärer, die vom Glauben abgefallen sind, weil sie wissen wollten. Diese Menschen haben sich die Welt nicht mittels den Behauptungen des Mysthizismus erklären wollen, sie suchten nach rationalen Ursachen, weshalb Dinge geschahen und entmysthifizierten somit die Welt und die Geschehnisse der Natur. 
Natürlich wurde es nicht wohlwollend aufgenommen, denn es gab damals die Kirche, die eine Machtposition besaß und Politik betrieben hat. Wenn ich von Politik schreibe, dann meine ich damit, dass die Gesetze, die von einer Organisation beschlossen werden - möge diese nun Staat oder Kirche heißen -, diese für allgemeinverbindlich erklärt und nicht auf freiwillige Übereinkunft mittels individuell abgeschlossener Verträge setzt, sprich, Vertragsfreiheit verweigert und Annahmezwang der von dieser Organisation ausgearbeiteten Verträge voraussetzt. 

Montag, 18. Juni 2012

Haltet den Ausbeuter!

Katja Kipping kann froh sein, dass sie im
Bundestag nicht mit solch fähigen
Abgeordneten wie Eugen Richter zu tun hat
Gastbeitrag von der Freisinnigen Zeitung/Eugen-Richter-Institut
Man kann die Sozialisten ja wirklich beneiden. Während wir uns in einer Welt herumplagen, in der Dinge kompliziert sind, leben diese Herrschaften in einer, in der alles ganz einfach ist. Und in der sich nichts ändert.

Eine Kostprobe davon lieferte gerade eben wieder Katja Kipping ab, die neue Vorsitzende der SED. Nach ihrer Vorstellung sollten Einkommen oberhalb von 480.000 Euro komplett weggesteuert werden. Nun ist das aus Sicht eines Sozialisten auch ganz einsichtig:

Die Werte, die diesen Einkommen zugrundeliegen, produzieren sich ja von selbst. Und was einer hat, der so viel verdient, das hat er nur aus List, Tücke oder Betrug, weil das System eben einmal so funktioniert. Oder anders: Er hat sein Verdienst nicht verdient, sondern es der Masse der Proletarier geraubt, und kann von daher ohne Gewissenbisse enteignet werden. Und noch mehr: Den Proletariern geht es genau deshalb so dreckig, weil sie auf diese Weise ausgebeutet werden. Würde man ihnen zurückgeben, was ihnen sowieso zusteht, so ginge es allen prächtig.

Es gibt einen Haken: Nichts davon stimmt.

Zum einen ist das die Logik eines Räubers, der sein Gewissen damit beruhigt, daß er ja nur noch größere Räuber bestiehlt und es für die Armen tut. Doch hat dieser Räuber wirklich den Beweis geführt, daß alles, was er raubt, auch wirklich selbst unrechtmäßig erlangt wurde?

Sonntag, 17. Juni 2012

Klassen = Kasten? Über die Unzulänglichkeiten des Marxschen Klassenbegriffs

Die ''großen'' Männer des Sozialismus: Marx, Engels, Lenin,
Stalin, Mao Tsetung
von Tomasz M. Froelich
Wer schon mal das ''Manifest der Kommunistischen Partei'' gelesen oder im ''Kapital'' geschnuppert hat, wird schnell feststellen, dass Karl Marx vom sogenannten ''Klassenkampf'' besessen war. Dieser äußere sich, so Marx, in einem unversöhnlichen Konflikt zwischen den ökonomischen Klassen, in die die kapitalistische Gesellschaft geteilt sei. Konträre Interessen der jeweiligen Klassen und deren Verschärfung durch das kapitalistische System seien für den Klassenkampf verantwortlich, welcher eines Tages nur durch den Sieg des Sozialismus verschwinden könnte.
Was aber ist eine Klasse? Marx liefert, trotz seines übermäßig häufigen Gebrauchs dieses Wortes, keine Definition. Bezeichnenderweise bricht das Manuskript des 3. Bandes seines Hauptwerks - ''Das Kapital'' - an der Stelle ab, an der er über den sein Gesamtwerk prägenden Begriff Aufklärung geben wollte. Ludwig von Mises merkte in seiner Schrift ''Die Bürokratie'' richtig an:

Samstag, 16. Juni 2012

Die liberale Studentenbewegung in Europa wächst weiter

Einladung von Michael Landl
In Anbetracht der aktuellen Systemkrise wird heute deutlicher denn je, wie stark die Staatsgläubigkeit an den meisten europäischen Universitäten verwurzelt ist. Wir stehen vor dem Zusammenbruch „unserer“ Wohlfahrtssysteme und trotzdem hören Studenten ausschließlich von Lösungen, welche nur der Staat bereitstellen könne. Er wird als unser aller Heilsbringer dargestellt und gleichzeitig werden „die freien Märkte“ verteufelt. Staatlich verursachte Probleme sollen durch noch mehr Staat gelöst werden. Besonders deutlich ist dies am Beispiel der „Generationengerechtigkeit“ erkennbar. Die Jugend müsse das System aus Gerechtigkeitsgründen akzeptieren und darauf hoffen, in Zukunft selber von diesem zu profitieren. Doch wie am raschen Wachstum der „European Students For Liberty“ zu erkennen ist, verlieren mehr und mehr Studenten das Vertrauen in den Staat als Löser all unserer Probleme. 
Das Netzwerk der „European Students For Liberty“ wuchs innerhalb des Vergangenen Jahres auf über 105 liberale Studentengruppen aus 20 verschiedenen Ländern an. Zudem besuchten mehr als 220 Studenten im vergangenen Jahr unsere erste europäische Konferenz in Leuven (und dies ohne jegliche Subventionen!).

Freitag, 15. Juni 2012

Staatsgeld = Staatsmonopol = Krise

von Tommy Casagrande
Der Staat besitzt das Monopol auf das Gut "Geld". Und jeder weiss, dass Monopole aus Sicht des Kunden immer schlecht sind. Ebenso verhält es sich beim staatlichen Papiergeldsystem. Die Zentralbanken legen den Leitzins fest. Die Zentralbanken sind nicht der Markt, sondern eine Behörde mit politischen Befugnissen. Sie besitzen Macht. In einem freien Geldmarkt würde niemand die Macht besitzen, das Geld aller Menschen zu manipulieren und für politische Zwecke gefügig zu machen. In einem freien Geldwesen gäbe es einen freien Markt aus Anbietern und Nachfragern. Es gäbe einen freien Preis für das Geld und eine freie Wahl darüber, welches Gut als Geld benutzt würde. Indem das Geld unter staatlichen Einfluss steht, dient es der herrschenden Klasse, politische Versprechungen einzulösen, die Abhängigen des Wohlfahrtsstaates zu finanzieren (die zuvor durch staatliche Eingriffe erst in die Arbeitslosigkeit oder Chancenlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt fündig zu werden, gedrängt wurden). 
Durch die Manipulation (oder Moneypulation) des Leitzinses durch die Zentralbanken werden Private angeregt, Schulden aufzunehmen, um mehr zu konsumieren.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Rettet Ursula von der Leyen!

Ursula von der Leyen
Gastbeitrag von der Freisinnigen Zeitung/Eugen-Richter-Institut
Mit großer Bestürzung haben wir heute von einem prekären Beschäftigungsverhältnis erfahren: dem der Bundesministerin für Paternalismus und Maternalismus Ursula von der Leyen. Was hat diese Dame nur zu leiden!

Immer wenn sie mit einem ihrer brillianten Vorschläge vorprescht, wie etwa dem, auch noch Selbständige in das Pyramidenspiel der BfA zu zwingen, kommt schon die Bundesministerin für Maternalismus und Paternalismus Ilse Aigner mit noch abgefahreneren Vorschlägen an die Presse gekrochen: Einmal mehr Müll in den Kühlschrank, dann wieder “Nulltoleranz” für den Müll, wenn er gentechnisch verändert ist, egal, ob das etwas Schlimmes ist.

Man kann wirklich nachfühlen, wie die gute Ursula von der Leyen unter der brutalen Konkurrenz der “Attention Sluts” leidet. Und so ist es kein Wunder, daß sie nun zum Gegenschlag ausholt. Mit einem “Handyverbot nach Feierabend” will sie der pfundigen Bayerin das Handwerk legen. Diese soll sich nämlich jetzt endlich einmal an die Dienstzeiten halten und nicht wie so viele Staatsbedienstete nach Feierabend weiterplacken.

Montag, 4. Juni 2012

Roland Baader Auszeichnung 2012 geht an Freitum!

Mit großem Stolz nahmen wir - vertreten durch Tomasz M. Froelich, Jonathan Danubio und Dominik Hennig - am vergangenen Freitag die Roland Baader Auszeichnung 2012 entgegen. Diese wurde in diesem Jahr vom Institut für Austrian Asset Management (IFAAM) im Rahmen der 3. Hamburger Mark Banco Anlegertagung unter dem programmatischen Motto "Euro-Misere ohne Ende" zum ersten Mal vergeben.

Neben uns wurden auch die Kollegen von MISESINFO, Mises-Media und die Students For Liberty geehrt. Eine zusätzliche Motivation, um weiter zu machen und unserer konsequent libertären Linie treu zu bleiben
Wir danken dem IFAAM, insbesondere Steffen Krug, für die Einladung und Auszeichnung. Es war eine tolle Veranstaltung, mit  interessanten Gesprächen und hochkarätigen Gästen, wie etwa Rahim Taghizadegan (Institut für Wertewirtschaft), Michael von Prollius (Forum Ordnungspolitik), Thorsten Schulte (Silberjunge), Norbert F. Tofall, Frank Schäffler (MdB, FDP), Ralf Flierl (Smart Investor) und Prof. Dr. Arnulf Baring.

Daniel Baader über die Roland Baader Auszeichnung 2012:

Die ROLAND BAADER Auszeichnung erhalten Studenten und Unternehmer, die in besonderer Weise dazu beitragen, die Ideen Roland Baaders und die Erkenntnisse der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, deren großer Popularisierer er war, zu verbreiten und tätig in die Praxis umzusetzen.

Freitag, 1. Juni 2012

Der Tag der Freiheit


Für eines der wichtigsten Güter in unserem Leben - die Freiheit - gibt es bisher noch keinen Feier- und Gedenktag.

Es ist Zeit, mit einem Tag der Freiheit diese Lücke zu schließen, um die Freiheit zu würdigen und bestehende Freiheitseinschränkungen ins Bewusstsein zu rufen!

Deswegen wollen wir jeweils am 17. Juni

❖die Freiheit feiern,

❖uns derer erinnern, deren unermüdlichem Einsatz wir die Freiheit verdanken, die wir bereits haben,

❖den Blick darauf lenken, wie auch heute Regierungen mit unterschiedlichster Begründung die Freiheit ihrer Bürger beschneiden,

❖all derer gedenken, die nicht in Freiheit leben und für diese Freiheit oft unter Einsatz ihres Lebens kämpfen,

❖jeden dazu aufrufen, seine Freiheit jeden Augenblick zu leben und zu verteidigen.

Weitere Informationen bietet die folgende Webseite: http://tag-der-freiheit.org/