Libertäres Internet-TV

Dienstag, 17. April 2012

Das Mehrheitsprinzip der Demokratie als Provokation des gesellschaftlichen Friedens

von Tommy Casagrande
Wie jeder konsequente Libertäre natürlich weiss, sind die Ergebnisse, die ein Staat zu Tage fördert, immer schlecht im Sinne, dass die Bedürfnisse des Individuums von niemandem besser aufgegriffen und befriedigt werden können, als vom betreffenden Individuum selbst. 
Insofern kann auch keine Demokratie mittels Mehrheitsentscheid die Befriedigung individueller Bedürfnisse besser allokieren, als das entsprechende Individuum, wenn es denn dank unterlassener Staatseingriffe auch die Möglichkeit dazu hat. Denn Mehrheitsentscheide sind Entscheide von Bedürfnissen einer Mehrheit gegenüber den Bedürfnissen einer Minderheit. Die Inkompatibilität alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen ist dem System immanent. Alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen ist nur dann am ehestmöglichen gewährleistet, wenn auch nur diejenigen, die Bedürfnisse haben, und das betrifft jedes Individuum, auch in der Lage sind selbst diese zu befriedigen, ohne dabei jemand anderen zwingen zu müssen, auf dessen Kosten die Erfüllung seiner Bedürfnisse zu erlangen. Zumal derjenige, der zur Befriedigung des Bedürfnisses eines anderen gezwungen wird, mittels Ressourcen dafür haftbar gemacht wird, die ihm für die Erfüllung eigener Bedürfnisse nicht mehr zur Verfügung stehen. 
Die Behauptung, dass Demokratie den gesellschaftlichen Frieden schützen könne, ist in Anbetracht der Tatsache, dass stets nur die Bedürfnisse der einen auf Kosten der Nicht-Befriedigung von Bedürfnissen der anderen befriedigt werden, ein Märchen, da auf diese Weise Konflikte innerhalb der Gesellschaft nicht vermieden, sondern provoziert werden.

Samstag, 14. April 2012

Blink 02 ist da! Das neue deutschssprachige, liberale Magazin geht in die zweite Runde


Die Titelgeschichte der zweiten Ausgabe von Blink: Ron Paul. 
Das Schwerpunktthema: Demokratie. 
Außerdem: Wirtschaft, Geschichte und Kunst. 
Autoren dieser Ausgabe sind u.a. Gerd Habermann, Jesús Huerta de Soto, Hamed Abdel-Samad, Michael von Prollius und Jennifer Nathalie Pyka. 
Auf der Webseite von blink kann das Magazin kostenlos oder gegen ein Spende heruntergeladen werden.

Freitag, 13. April 2012

Pecunia non olet, seine Fälschung hingegen schon!

Das Forum Romanum geriet nach dem Untergang des
Römischen Reiches lange in Vergessenheit.
von Tomasz M. Froelich
Der Untergang der antiken Hochkultur begann mit der systematischen Fälschung von Gold- und Silbermünzen durch kaiserliche Volkstribune im römischen Reich. Diese kaiserlichen Volkstribune mischten den Gold- und Silbermünzen weniger edle Metalle bei und wollten auf diese perfide Art und Weise ihr eigenes Vermögen auf Kosten anderer vermehren. Es handelte sich hierbei schlichtweg um Geldfälschung und Betrug. 
Das Warengeld war nun verschwunden. Was folgte war eine primitive Natural-Tauschwirtschaft in den ersten Jahrhunderten des Mittelalters, mit der ein nur sehr magerer Güterverkehr einherging. Durch durch Edelmetalle im Idealfall voll- oder zumindest teilgedecktes Geld folgten, zumindest für solche Währungssysteme betreibende Regionen, weitaus bessere Zeiten. Ein Beispiel hierfür ist etwa die Mark Banco in Hamburg: 

Donnerstag, 12. April 2012

Wir, die freiwilligen Sklaven, oder: Wie funktioniert Herrschaft?

von Jonathan Danubio
Warum lassen wir uns eigentlich von einem oder mehreren Tyrannen (Demokratie) beherrschen? Warum lassen wir, die wir in der Überzahl sind, uns von einer kleinen Gruppe berauben (Steuern)? Warum wehren wir uns nicht gegen unsere Knechtschaft bzw. warum sehen wir unsere Unfreiheit nicht? Diese Fragen wurden vermutlich zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit von dem französischen Juristen Étienne de La Boétie in seiner Schrift Discours de la servitude volontaire (Von der freiwilligen Knechtschaft) beantwortet. Der heute eher unbekannte La Boétie gilt (neben Machiavelli, der ideengeschichtlich als sein Gegenstück bezeichnet werden kann) als Begründer der politischen Philosophie der Neuzeit und als erster libertärer Denker des Westens. Er wurde 1530 im Frankreich der Religionskriege geboren und soll der Legende nach im Alter von 16 Jahren sein bahnbrechendes Pamphlet Von der freiwilligen Knechtschaft verfasst haben, welches zu seinen Lebzeiten nur in Manuskriptform existierte. 1554 (23 Jahre alt) wurde er zum Parlamentsmitglied in Bordeaux ernannt. Dort lernte er seinen späteren besten Freund Michel de Montaigne kennen, der sich nach La Boéties Tod um dessen Nachlass kümmern sollte. La Boétie starb 1563, im Alter von 33 Jahren, vermutlich an der Pest. Montaigne veröffentlichte posthum einzelne Schriften seines Freundes, doch weigerte sich anfänglich strikt Von der freiwilligen Knechtschaft zu publizieren (aufgrund der revolutionären Sprengkraft im Zuge der Religionskonflikte).

Dienstag, 10. April 2012

Oh Europa!

von Niklas Fröhlich

In bögenlangen Staatesschwüren
Die keiner Seele je bekamen
In wilden Propagandaküren
Skandieren sie deinen Namen

Die Forderungen täglich klangen
Nicht hässlichen Herrschermienen
-wer könnte das auch verlangen-
Nein! "Europa" sollen wir dienen

Montag, 9. April 2012

Gut gezielt, liebe Schweizer!


Gastbeitrag von Henning Helmhusen
Die Empörung in Deutschland war groß, als die Schweiz Haftbefehl gegen deutsche Finanzbeamte erhob:

Seit wann dürfen eigentlich die Schweizer ein Bankgeheimnis haben und dieses mit Strafen für seine Verletzung bewehren?

Und warum ist nicht alles, was der deutsche Staat tut, einfach, weil es der deutsche Staat ist und er es tut, schon die Emanation des Weltgeistes, Einsicht in die Notwendigkeit und die größte Gerechtigkeit an und für sich?


Und wo bleibt eigentlich Günter Grass, der diesen "Bergsemiten" (O-Ton Völkischer Beobachter) mal seine Knüttelverse gehörig um die Ohren haut. Er hat doch seinen Eid auf den Mann geleistet, der die Schweiz einen "Pickel im Gesicht Europas" nannte. Das muß schließlich auch mal gesagt werden.

Samstag, 7. April 2012

Der Ron Paul des Deutschen Kaiserreichs

Eugen Richter: kompromisslos gegen korrumpierte Etatisten
von Daniel J. Sanchez
übersetzt aus dem Englischen von Tomasz M. Froelich
In seinem jüngsten großartigen Werk "Classical Liberalism and the Austrian School" zollt Ralph Raico dem vernachlässigten Helden des deutschen Liberalismus, Eugen Richter (1830-1906), seinen fälligen Tribut. Als ich das Kapitel über Eugen Richter las, kam es mir so vor, als ob es sich um Ron Paul handeln würde.
Ebenso wie Ron Paul der "Dr. No" im Kongress gewesen ist, so war Eugen Richter der wahre "Herr Nein" (ein deutscher Historiker bezeichnete ihn als "notorischen Neinsager") im Reichstag.
Wie Paul führte Richter einen gegen den Etatismus gerichteten "Ein-Mann-Gegen-Zwei-Fronten"-Krieg: auf der einen Seite gegen die Rechten (Bismarck, seinesgleichen und ihr imperialistischer, paternalistisch-wohlfahrtsstaatlicher und vetternwirtschaftlicher Kapitalismus), auf der anderen Seite gegen die Linken (Sozialdemokraten und ihr unverblümter Marxismus). Und ähnlich wie Paul wurde er für seine kompromisslose Hingabe für die Sache der Freiheit von beiden Fronten verspottet.

Freitag, 6. April 2012

Weitere Werke von Eugen Richter wieder erhältlich

Das Eugen-Richter-Institut hat mal wieder ganze Arbeit geleistet! Nachdem es bereits letztens vier seiner schwer erhältlichen Werke digitalisieren ließ (allesamt auf Amazon bestellbar; wir berichteten), folgten nun, wie angekündigt, vier weitere:
Hansjörg Walther vom Eugen-Richter-Institut dazu: "Die Bücher beschäftigen sich teilweise mit Zuständen, die es heute nicht mehr gibt, wie dem Verwaltungschaos in Preußen, aber im übertragenen Sinne zeitlos bleiben."

Donnerstag, 5. April 2012

Unterstütze den Antritt der pdv bei der NRW-Wahl!

Die Partei der Vernunft (pdv) ist die derzeit freiheitlichste Partei in Deutschland. Erstmals antreten möchte die pdv bei der bevorstehenden Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Hierfür benötigt sie bis zum 10. April 1000 Unterstützungsunterschriften, die Bedingung für den Antritt sind. Es kommt auf jede Unterschrift an!
Viele Libertäre stehen Parteien kritisch gegenüber und lehnen Wahlen ab, andere sehen dies hingegen lockerer. Wie dem auch sei: Wir bitten jeden freiheitlich gesinnten NRWler den Antritt der pdv durch eine Unterstützungsunterschrift zu ermöglichen. Das heißt selbstverständlich nicht, dass man sich dazu verpflichtet die pdv am Wahltag zu wählen. Es geht in erster Linie darum, die Idee der Freiheit den Menschen näher zu bringen. Und eine Möglichkeit dies zu bewerkstelligen bietet ein Wahlantritt der pdv im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands. 
Die pdv zum Prozedere: "Wenn Du in NRW wohnst, kannst Du das Formular ausdrucken, ausfüllen, bei der zuständigen Gemeinde bestätigen lassen und per Expresspost an unsere Landesgeschäftsstelle schicken." 
Die Formulare sind an folgende Adresse zu schicken: 

Partei der Vernunft 
c/o Birgit Ziegler 
Postfach 95 01 11 
51086 Köln 

Das Formular ist hier zu beziehen
Weitere Informationen gibt es hier.

Edit: pdv-Chef Oliver Janich teilt gerade mit: "Über die Feiertage müssen wir noch kräftigst sammeln. Diese Unterschriften können nur noch am Dienstag bestätigt werden. Wer jetzt noch sammelt muss die Unterschrift persönlich bei uns abgeben. Am besten dort in Köln und Düsseldorf wo wir über die Feiertage sammeln. Dazu werden wir noch etwas veröffentlichen, aber wer mitmachen will und kann sollte sich schon mal bei nrw@parteidervernunft.de melden. Es wird ein verdammt knappes Rennen und JEDE einzelne Unterschrift zählt."

Dienstag, 3. April 2012

Wahlkampfauftakt in NRW: Die Partei der Vernunft gewinnt Zustimmung in allen Bevölkerungsteilen

Infostand der pdv in Köln
von Henning Lindhoff 
Am vergangenen Samstag läutete der Landesverband NRW der Partei der Vernunft in Köln seinen Wahlkampf ein. Unter dem Motto „Warum demonstrieren, wenn Du auch Kuchen essen kannst?“ luden die Parteimitglieder interessierte Passanten nahe des Doms zu einem gemeinsamen Kaffeekränzchen ein. 
Ein solch politisch motiviertes und dennoch friedliches Happening war lange nicht mehr zu sehen in deutschen Großstädten. Fernab von den standardisierten Methoden der linken und rechten Totalitaristen zeigte die Partei der Vernunft an diesem Nachmittag viel Kreativität und Leichtigkeit, um mit den Wählern ins Gespräch zu kommen. Keine Märsche, kein Gröhlen, keine Megaphone, keine Pöbeleien... einfach nur Kuchen essen. Gemeinsam.