Libertäres Internet-TV

Donnerstag, 29. März 2012

Anarchokapitalismus und Utopie

Murray Rothbard
von Jonathan Danubio
1. Einleitung
Der Mensch braucht Utopien. Viele werden diesem Satz zustimmen, viele werden ihn ablehnen. Den meisten Befürwortern bzw. Kritikern liegt oftmals jedoch eine sehr vage Vorstellung zugrunde, was unter einer Utopie denn zu verstehen sei. Die Beantwortung der Frage, ob Utopien für den Menschen notwendig sind, ist kein Anliegen dieser Hausarbeit. Vielmehr soll in Zeiten der inflationären und folglich auch widersprüchlichen Benutzung des Wortes, eine definitorische und in der Folge auch analytische Trennschärfe vorgestellt werden (anhand derer jeder Mensch selbst entscheiden kann, ob er Utopien benötigt oder nicht).
Die auf diesem Wege gewonnene analytische Definition soll später auf den Anarchokapitalismus angewandt werden. Der Anarchokapitalismus ist eine „politische“ Theorie, die philosophisch vom individualistischen Anarchismus und wirtschaftlich von der Österreichischen Schule inspiriert ist. Sie wurde Mitte des 20. Jahrhunderts vom Ökonomen Murray N. Rothbard begründet. Im Zentrum steht die Freiheit jedes Menschen, die nur durch die Freiheit anderer begrenzt ist. Der Staat wird als institutionalisierte Aggression gegen die individuelle Freiheit abgelehnt. Anstelle des Staates soll aus moralischen und wirtschaftlichen Gründen der freie Markt treten, d.h. das Prinzip freiwilliger Übereinkünfte. Der Anarchokapitalismus geht davon aus, dass alle sogenannten öffentlichen Güter (Recht, Schulen, Straßen etc.) durch den freien Markt effizienter, kostengünstiger und in besserer Qualität angeboten werden können.

Sonntag, 25. März 2012

Buchempfehlung:"Freiheitskeime 2012"

Freitum-Autor Henning Lindhoff hat mit den "Freiheitskeimen 2012" vor kurzem ein Buch herausgegeben, das sich zu lesen lohnt:

Mit "Freiheitskeime 2012" soll ein Initialfunke gezündet werden. In dem Lesenuch versammeln sich Aufsätze verschiedener Autoren, die allesamt im vergangenen Jahr 2011 entstanden sind. Diese Aufsätze können als freiheitlich gesinnte Bestandsaufnahme betrachtet werden, als libertäres Salz in den Wunden der Planwirtschaft und des Zentralismus. Sinn und Zweck dieses Projektes ist es in jedem Falle, den Wert der Freiheit kenntlich zu machen und ihre Fahne hochzuhalten.

Bestellt werden können die "Freiheitskeime 2012" im Buchhandel, bei Amazon, in vielen Online-Shops und vor allem bei der Buchausgabe, dem großen deutschsprachigen Online-Portal für libertäre Literatur. Eine eBook-Variante existiert ebenso für den Amazon Kindle.

Die Freiheitskeime sollen in Zukunft am Anfang eines jeden Jahres erscheinen.
Für die kommende Ausgabe für 2013 werden noch dringend Autoren gesucht!

Donnerstag, 22. März 2012

Aufbruch in ein libertäres NRW: Der Wahlparteitag der Partei der Vernunft

pdv-Spitzenkandidat in
NRW: Dieter Audehm.
von Henning Lindhoff
Ludi incipant!
Am 13. Mai 2012 dürfen NRWs Bürger erneut ihre Stimmen in die Urnen legen.
Rote und grüne Totalitaristen freuen sich darauf schon sehr, denn nach aktuellen Umfragen würde gut die Hälfte der ca. 14 Mio. stimmberechtigten Bürger eine der Farben auf ihrem Wahlzettel
ankreuzen.
Die CDU versinkt im Streit um ihren Goldschatz Röttgen, der noch nicht weiß, ob er die Einkünfte als Bundesminister gegen die harte Oppositionsbank im Landtag am Rhein eintauschen soll. Am Geld wird es jedoch sicherlich nicht scheitern.
Die 2,5 Volksparteien der Republik scheinen also mit sich selbst beschäftigt zu sein und kungeln im Hintergrund schon aus, wer später im Landtag welchen Stuhl erwärmen darf.
Das wäre doch eine wunderbare Möglichkeit für die FDP, den Windschatten zu nutzen und die Fahne der Freiheit in den Wahlkampf zu tragen.
FDP? Wenn man mal etwas aus dem Wolfgang-Döring-Haus in Düsseldorf hört, dann dreht es sich meist um den gefühlten Alterspräsidenten der Partei, Christian Lindner. Doch ob er und seine Freunde stark und mutig genug sind, die Fahne der Freiheit konsequent vorneweg zu tragen, darf ernsthaft bezweifelt werden. Libertäre Kernaussagen im Programm der FDP? Fehlanzeige...

Dienstag, 20. März 2012

Freihandel vs. Protektionismus: Eine kurze statistische und logische Betrachtung

F. A. von Hayek und L. von Mises
von Tomasz M. Froelich
Die Verwendung von Statistiken zur Erklärung ökonomischer Phänomene ist grundsätzlich eher abzulehnen. Methodologisch betrachtet ist  mikrotheoretisches Vorgehen (,,methodologischer Individualismus'', vgl. Schumpeter 1908: 97) dem makrotheoretischen vorzuziehen, da ,,die Grobstruktur der Wirtschaft (makro, Anm.: T.M.F.) keine Regelmäßigkeiten zeigen kann, die nicht Ergebnisse der Feinstruktur (mikro, Anm.: T.M.F.) sind, und daß jene Aggregate oder Durchschnittswerte, die statistisch allein erfaßbar sind, uns über die Vorgänge in der Feinstruktur keine Informationen geben.'' (Hayek 1968: 121f.). Die Makrostruktur der Wirtschaft lässt sich folglich durch die Prozesse auf der wirtschaftlichen Mikroebene erklären, umgekehrt ist dies jedoch nicht möglich. Die Statistik als makrotheoretisches Instrument liefert uns daher lediglich ein undeutliches Abbild der Realität, das nur sehr allgemeine Aussagen zulässt, da die Komplexität und Diversität der zur Verfügung stehenden Daten meist sehr enorm ist. Dennoch liefert sie, wenn auch meist nur sehr grob, tendenziell eine Annäherung an die Wahrheit.

Montag, 19. März 2012

Reichtum in der Bibel

Das "Talentegleichnis" im Lukasevangelium ruft zur
(Geschäfts-)tüchtigkeit auf.
von Moritz Ballauff
Einleitung in die Hausarbeit „Reichtum in der Bibel“
Diese Hausarbeit soll die Bedeutung marktwirtschaftlichen Agierens innerhalb des neuen Testaments und des Christentums veranschaulichen, was den Beweis erbringen soll, dass das Christentum zwar in besonderer Weise für die Armen, Schwachen und Kranken eintritt, aber sein Heilsversprechen auch (erfolg)reichen Menschen gilt. Zu diesem Zweck soll die Rolle von Arbeit, Geld und Wohlstand, vor allem innerhalb des Lukasevangeliums untersucht, soziale Komponenten der Bibel aufgegriffen und das Spannungsfeld von Kapitalismus und sozialer Verantwortung in Einklang gebracht werden. So ist diese Hausarbeit auch ein Versuch christliche Ethik mit einem libertären Weltbild zu vereinen. Dem Lukasevangelium gilt in diesem Kontext das Hauptaugenmerk, da dieses Evangelium im Vergleich mit den anderen neutestamentlichen Evangelien, die Signalwörter Armut und Reichtum und die mit ihnen verwandten Vokabeln am häufigsten beinhaltet [1].

Donnerstag, 15. März 2012

Das Gewalt-Prinzip ist das Übel

von Tommy Casagrande
Etwas in Worte zu fassen und nieder zu schreiben erleichtert beizeiten den Geist. Das sich aufgestaute kann fallen gelassen werden und frei werden für den nächsten Strom derer Dinge, die herangespült werden. Zumeist, wenn man sich mit der Welt beschäftigt, wird man feststellen, dass es sich hierbei immer um die selben Dinge handelt, über die man sich den Kopf zermartert. Die ewig gleichen Fragen zirkulieren. Wieso ist diese Welt so wie sie ist? Warum ändert sie sich nicht ? Das problematische daran ist meist, dass vermutlich fast jeder so denkt und trotzdem ändert sich nichts. Es ist aber kein Wunder, dass sich die Welt nicht ändert, wenn man erst mal den Blick auf die Welt erlangt hat, wie ich ihn habe. Wohl gemerkt bin ich damit nicht der einzige, denn es gibt zu meinem Glück noch andere Menschen, die es genauso sehen und durch diese Sicht auch eine in sich konsistente Erklärung vorlegen können, mit allerhand Theorien die auch eine gewisse Vorhersagekraft der Ereignisse besitzen, weshalb sich auf der Welt nichts ändert. 
Mit einer Veränderung der Welt ist stets eine Verbesserung gemeint. Es geht hierbei um hehre Ideale wie Frieden, materieller Wohlstand, persönliches Glück, schonender Umgang mit der Natur. Diese Dinge sind nämlich keine Gegensätze, sondern bilden eine Einheit. Es gibt aber nur ein einziges (mir bekanntes) Weltbild, das diese Dinge in eine Einheit setzen kann. Dieses Weltbild ist jenes des Libertarismus. Manche bezeichnen es auch als Voluntarismus. An der Bezeichnung sollte man sich aber nicht aufhängen. 

Dienstag, 13. März 2012

Mehrere Werke von Eugen Richter wieder erhältlich

von Tomasz M. Froelich
Wie das Eugen-Richter-Institut vermeldet, sind wieder mehrere Werke seines Namenspatrons erhältlich. Eugen Richter war als konsequenter Manchesterliberaler einer der Hauptgegner Bismarcks und der Sozialdemokratie. Bei Freiheitsfreunden beliebt und bei Freiheitsgegnern verhasst war er nicht nur aufgrund seiner Ansichten, sondern auch aufgrund seiner ausgezeichneten Rhetorik, weshalb er von Zeitgenossen und Historikern zu den markantesten Parlamentariern der wilhelminischen Epoche gezählt wird.
Ein eigenes Bild dazu konnte man sich bisher in Richters "Sozialdemokratischen Zukunftsbildern" machen.
Das Eugen-Richter-Institut hat mehrere, zuvor schwer erhältliche Werke digitalisieren lassen, welche nun auch auf Amazon erhältlich sind. Dazu zählen:
Weitere Werke werden folgen.