Libertäres Internet-TV

Mittwoch, 25. Januar 2012

Über die Sonderrechte

von Tommy Casagrande
Der schützenswerteste Teil, der schwächste Teil einer Gesellschaft ist stets das Individuum. Das “Ich”, egal ob männlich, weiblich, schwul, lesbisch, behindert, Kind, Erwachsener etc. ist als Mensch nur dann mit einem Menschenrecht gesegnet, wenn dieses Recht für alle Menschen gilt. 
Ein solches Recht kann es im heutigen Rechtspositivismus nicht geben. Was heute sich als Recht gebiert ist nichts anderes als politische Macht, die in Gesetze gegossen wird. Mit RECHT hat es nichts zu tun! Recht steht über der Willkür von Herrschaft, es steht über dem Prinzip, Mehrheiten entscheiden zu lassen, was Rechtens ist. Recht ist ein universell gültiges Phänomen, das daher nicht nach Belieben festgesetzt, sondern nur gefunden werden kann. 

Dienstag, 24. Januar 2012

Gedanken zur Legalisierung von Drogen

von Jonathan Danubio
Legalisierung von Drogen? Drogen sind böse. Drogen sind schlecht. Drogen können Menschen töten und sollten daher verboten werden. All dies mag stimmen, doch auch Autos oder Alkohol können Menschen töten. Halten wir beides daher für böse und schlecht bzw. sollte beides verboten werden? Der Anarchokapitalist Murray N. Rothbard hat oft genug auf die Differenzierung von Recht und Moral hingewiesen. Ob ein Mensch ein Recht auf etwas hat, ist von der Frage, ob die Anwendung dieses Rechts moralisch oder unmoralisch ist, strikt zu trennen. Wir möchten uns im Folgenden mit der Frage beschäftigen, ob der Mensch ein Recht auf Drogen (sprich Drogenkonsum) hat, ganz unabhängig davon, ob wir diesen Konsum nun wünschens- oder verachtenswert finden. 
Konversationen zwischen drogenabhängigen Jugendlichen und ihren besorgten Eltern in Filmen kulminieren meist darin, dass der Drogenabhängige „Es ist doch aber mein Körper und mein Leben“ schreit und die Eltern resigniert zu Boden schauen und „Du bist doch aber unser Kind“ antworten. Natürlich sind Sorge der Eltern und die guten Ratschläge verständlich, doch der jugendliche Junkie hat Recht: es ist sein Körper.

Montag, 23. Januar 2012

Pervertierung vorbeugen! Veranstaltungshinweis: Liberale Denker - Philosophische Richtungen des Liberalismus im Vergleich

Friedrich A. von Hayek und Ludwig von Mises
von Tomasz M. Froelich
Kaum ein Begriff wurde durch staatliche Gehirnwaschanlagen (Schulen, Universitäten, Medien etc. pp.) und Parteien dergestalt pervertiert wie der des "Liberalismus". 
Ludwig von Mises erkannte bereits 1927 die Pervertierung des Begriffes "Liberalismus" in seinem gleichnamigen Wert, als er schrieb,

,,daß heute unter Liberalismus, besonders in Deutschland, etwas verstanden wird, was mit dem, was die Ideengeschichte als Liberalismus bezeichnen muß, weil es den wesentlichen Inhalt des liberalen Programms des 18. und 19. Jahrhunderts ausgemacht hat, in Widerspruch steht. Nahezu alle, die sich heute liberal nennen, lehnen es ab, sich zum Sondereigentum an den Produktionsmitteln zu bekennen und befürworten teils sozialistische, teils interventionistische Maßnahmen." (Ludwig von Mises, Liberalismus, S. 172f., Stuttgart; Jena 1927)

Die FDP ist hierfür das beste Beispiel und einer der Gründe dafür, weshalb man sich als wahrhaft Liberaler in Deutschland kaum noch traut, sich das Attribut "liberal" auf die eigenen Fahnen zu malen und deshalb verständlicherweise den Terminus "libertär" präferiert.

Samstag, 21. Januar 2012

Über das sich "beleidigt fühlen" und die Forderung nach strafrechtlichen Konsequenzen

von Tommy Casagrande
Einige meiner Mitmenschen sind der Ansicht, dass es nicht nur moralisch falsch sei, jemanden anzupöbeln oder gar zu beleidigen, sondern dass man solche Verhaltensweisen unter Strafe stellen muss, wie dies heute auch der Fall ist. Ich bin gegen diese Ansicht, weil sie geradewegs in den Totalitarismus führt. 
Die Grundlage eines Strafrechtes, dass sich auf Beleidigungen bezieht, bezieht sich auf das subjektive Wahrnehmen des sich "Beleidigtfühlens". Dieses "Beleidigtfühlen" ist nicht gezwungenermaßen im Einklang mit der Absicht jemanden zu beleidigen. Es kommt häufig vor, dass man abzielt, jemanden zu beleidigen, dieser Mensch jedoch genug Selbstbewusstsein besitzt, um sich davon nicht stören zu lassen. Mit seiner gesamten Coolness beherrscht er die Kunst, verbal zurück zu schlagen. Im gleichen Maße kommt es vor, dass Menschen nicht die Absicht haben, jemand anderen zu beleidigen, jedoch der Adressat sich beleidigt fühlt. Es ist also nicht klar zu sagen, wann etwas eine Beleidigung darstellt. Manchmal will man beleidigen, aber es wird nicht als schmerzhaft empfunden und man steht vielleicht über den Dingen. Andernfalls ist man nicht beleidigend und jemand empfindet es dennoch so. 

Montag, 16. Januar 2012

Über den Widerspruch zwischen Alltagssprache und politischer Forderung

von Tommy Casagrande
Das größte Übel auf dieser Welt ist zweifelsohne die politische Verseuchung jedweder Lebensbereiche. Was ist eigentlich ein Lebensbereich? Es gibt zig Lebensbereiche, die für sich genommen Aspekte des Lebens eines einzelnen Menschen ausmachen. Summa summarum gesehen ergeben die Aspekte des Lebens letztlich das Leben eines Menschen. Im Umkehrschluss besteht das Leben eines Menschen aus einem Bündel manigfaltiger Aspekte. 
Jeder Mensch hat sein ihm eigenes Leben, dennoch ist es ihm nicht gestattet, es zu leben. Ist das kein wahnwitziger Widerspruch im Auftreten zwischen der Überzeugung im Alltag und den politischen Forderungen vieler Mitmenschen? Oft schon ist mir zu hören gekommen, dass Menschen vorrangig betonen, dass es sich "um ihr Leben handele", es sei etwas, wie sie sagen, "ihre Entscheidung". Hier beginnt der Widerspruch, den ich in der Kollision zwischen Alltagssprache und politischen Forderungen der Menschen, immer wieder entdecke: 

Freitag, 13. Januar 2012

Informationen zur Beerdigung von Roland Baader


Für alle, die daran interessiert sind, Roland Baaders letzten Gang zu begleiten, haben wir folgende Informationen parat: Die Beerdigung von Roland Baader findet auf dem Friedhof Waghäusel-Kirrlach am 19. Januar 2012 um 14 Uhr statt. Waghäusel-Kirrlach befindet sich zwischen Karlsruhe und Heidelberg:

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"Streiflichter des Lebens" - Radiointerview mit Roland Baader



Gemeinsam mit den Freiheitsfreunden haben wir ein besonderes Schmankerl für Euch vorbereitet: Es ist uns gelungen, ein sechsteiliges Interview aus der Reihe "Streiflichter des Lebens" mit dem kürzlich leider verstorbenen Roland Baader aufzufinden und online zu stellen. Viel Spaß beim Zuhören dieser weisen Worte dieses großen freiheitlichen Denkers. Zum Zuhören einfach auf die jeweilige Folge klicken!

Donnerstag, 12. Januar 2012

Das Kapital am Pranger: Ein Kompaß durch den politischen Begriffsnebel



In einem Interview spricht der kürzlich verstorbene, große libertäre Denker Roland Baader über sein Werk "Das Kapital am Pranger: Ein Kompaß durch den politischen Begriffsnebel". Einfach drauf klicken! Großer Dank an Max Wessenberg.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Staatliche Regulierung führt zu Privilegienwirtschaft und geplantem Chaos

von Martin Ledermann
Zu den meistgenannten Lösungsvorschlägen für die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise gehört die Allzweckwaffe der Regulierung. Egal, ob der Laie auf der Straße, der Abgeordnete im Bundestag oder der Experte auf dem Lehrstuhl gefragt wird: In kaum einem Politikfeld besteht ein derartiger Meinungskonsens wie bei der Frage, wie ein vermeintlich dereguliertes und chaotisches Finanzsystem in den Griff zu bekommen ist. Dass Linke und Sozialdemokraten eine stärkere Regulierung der Banken fordern, überrascht nicht weiter, doch auch Konservative und (Ordo-)liberale berufen sich auf die allgemein akzeptierte Ansicht, dass der Staat der Wirtschaft einen strengen Rahmen zu setzen hätte – und dass dieser Rahmen heute viel zu locker wäre. 

Marktversagen und politische Wünsche 
Doch was bedeutet Regulierung eigentlich konkret? Die Wikipedia versteht darunter „direkte staatliche Eingriffe in die Wirtschaftsprozesse, um politische Ziele durchzusetzen oder um Marktversagen zu beheben.“ 

Montag, 9. Januar 2012

In Memoriam Roland Baader (1940-2012)

„Wer die Sicherheit der Freiheit vorzieht, wird immer in der Unfreiheit landen – und damit in der schlimmsten Unsicherheit, die dem Menschen widerfahren kann.“ Diese weisen Worte schrieb - wohl in Anlehnung an Benjamin Franklin („Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.“) - Roland Baader, einer der größten freiheitlichen Denker des 21. Jahrhunderts. Mit großer Trauer vernahmen wir die gestrige Kunde von seinem Tod. Baader starb nach langer Krankheit im Alter von 71 Jahren. Wortgewandt und steng logisch argumentierend warb der Hayek-Schüler wie kaum ein zweiter für die Idee der Freiheit und der ihr inhärenten Marktwirtschaft. 

 Ein persönlicher Nachruf von Peter Boehringer findet sich auf dem GOLDSEITENBLOG

Auch Michael von Prollius trauert um Baader im Forum Ordnungspolitik.

André F. Lichtschlag und die "eigentümlich frei" verlieren mit Roland Baader nicht nur einen großen Förderer, sondern auch einen Freund, wie hier zu lesen ist.

Wer sich seine lesenwerten Werke bestellen möchte, kann dies über die Buchausgabe tun.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Ron Paul und die deutschen Medien


von Tomasz M. Froelich
Nur ungern wird im deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk über Ron Paul berichtet. Die Tatsache, dass gerade in letzter Zeit über ihn berichtet wird, ist zwar erfreulich, resultiert aber wohl in erster Linie aus juristischen Zwängen. So steht in § 11 (1) im II. Abschnitt des Rundfunkstaatsvertrags über die Vorschriften für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk unter anderem folgendes:

,,[...] Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. [...]'' (§ 11 (1) RStV)

Da die Vorwahlen zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten, der womöglich bald die Supermacht U.S.A. regieren könnte, durchaus ein wichtiges und eventuell international bedeutendes Ereignis sind, bleibt dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk also nichts anderes übrig, als darüber zu berichten.

Als Libertärer fiebert man einer solchen Berichterstattung natürlich mit großer Spannung entgegen, zumal viele Libertäre mit Ron Paul sympathisieren. Dieser vertritt, wenn auch nicht zu 100%, viele libertäre Ansichten und dürfte vor allem unter libertären Minarchisten auf hohe Resonanz stoßen. Umso trauriger ist man dann über die Qualität der Berichterstattung über ihn.