Donnerstag, 13. Dezember 2012

Denunziantenplattform Wikipedia: Libertäre im Visier

von Tomasz M. Froelich
Jedem heutzutage angehenden Akademiker wird in seinen ersten Tagen an der Universität eingetrichtert, dass man die Wikipedia als wissenschaftlich irrelevante und nicht ernstzunehmende Quelle für seine Forschungsarbeiten ignorieren sollte. Jeder Vollidiot könne dort Artikel modifizieren; die Konsequenz: ein Sammelsurium manipulierter und manipulierender Beiträge, häufig geschrieben von politisch motivierten rotsozialistischen Ideologen, die ja ohnehin dafür ausreichend Zeit haben, leben sie doch häufig von den staatlichen Zwangsabgaben, die etwa von Libertären gezahlt werden (müssen). Gedankt wird mit Rufmord!

Wiki als Waffe
Trotz der Vorbehalte, die man gegen Wikipedia hat: viele schlagen trotzdem in ihr nach. Die rotsozialistischen Ideologen wissen darüber bescheid und erkennen hierin ein großes Potential, durch Modifizierung der Beiträge die Leserschaft nach eigenem Gusto zu manipulieren. Es geht auch darum, politische Gegner zu denunzieren. Dabei haben sich die Wiki-Okkupanten in letzter Zeit auf die Libertären eingeschossen: Das libertäre, individualistische, kapitalistische, leicht konservativ anmutende und gegen das Diktat der ,,political correctness'' ankämpfende Magazin ,,eigentümlich frei'' wird von linken Agitatoren auf der Wikipedia in der neurechten Ecke verordnet. Das ist gerade in der BRD eine ungünstige Positionierung, die in Bezug auf ,,eigentümlich frei'', das etwa in der Tradition von Ludwig von Mises steht, der einer der größten Freiheitsdenker und Gegner aller möglichen Sozialismen, sowohl der braunen, als auch der roten, war, völlig absurd ist. Doch das ist dem gewöhnlichen Linken egal. So schreibt Rayson auf B.L.O.G.
,,Das einfach gestrickte Hirn eines wackeren Linken braucht klare Verhältnisse: Er ist auf der Seite des Guten, Wahren und Schönen, und alle, die ihm widersprechen, müssen demzufolge auf Seiten des Bösen stehen. Und das politisch einzig allseits als das Böse Anerkannte ist nun einmal auf der äußersten Rechten zu finden, sprich: bei den Nazis.''
Da ,,eigentümlich frei'' nicht links ist, wird der unkritische Wikipedia-Leser das Magazin fortan in der radikalen Rechten verorten. Das ist nichts anderes als Rufmord - von Linken betrieben und von Linken gewollt. Denn trotz ihres einfach gestrickten Gehirns wissen die Linken allzu gut, dass man in der BRD politisch nichts zu melden hat, sobald man als rechts wahrgenommen wird. 
Im Wikipedia-Artikel über den libertären Philosophen Rolf W. Puster haben die Linken diese Strategie übrigens auch schon angewendet, indem sie im Diskussionsbereich die Leser vor seiner ,,rechtsradikalen Gesinnung'' warnten. Erfreulicherweise wurden diese sinn- und haltlosen Beiträge von der Wikipedia gelöscht.

Rot-braune Zwillingsbrüder
Die Wikipediaschmiere könnte aus den Kreisen des vermeintlichen ,,Netzes gegen Nazis'' stammen. Im September diesen Jahres erschien dort der Artikel ,,Nach den Portal-Sperren im Internet: Hier geht der Hass weiter'', in dem ,,eigentümlich frei'' als neurechtes Medium gelistet wird, das einer ,,Bearbeitung bedarf''. Kurze Zeit später wurde ,,eigentümlich frei'' auch auf Wikipedia als neurechtes Medium beschrieben. Dem Aufruf zur ,,Bearbeitung'' ist man also schnell gefolgt. Im ,,Netz gegen Nazis'' steht über die Internetpräsenz von ,,eigentümlich frei'' folgendes:
,,Blog zur gleichnamigen neurechten Zeitschrift "Eigentümlich frei" (ef) aus dem Düsseldorfer "Lichtschlag Medien"-Verlag. Verstehen sich als rechtsaußen (sic!), aber noch demokratisch (sic!). In der Machart angelehnt an die "Junge Freiheit", in der denn auch "ef"-Chefredakteur André Lichtschlag schreibt, während "Junge Freiheit"-Chef Dieter Stein auch in "ef" zu Wort kommt: Demokratischen Anschein erwecken, aber darunter Rechtsaußen-Positionen verbreiten (sic!) - eine klassische Querfront-Strategie. In der Machart aber "intellektueller": Rassismus, Sexismus, politische Korrektheit oder alles "Linke" werden unter dem Label des Kampfes für "Freiheit" des Einzelnen verpackt ("ef" nennt das "auf der Seite der libertären Gegenwehr"). Allerdings geht die Freiheit nicht soweit, ein Forum oder eine Kommentarfunktion anzubieten. Auch auf Facebook.''

Das "Netz gegen Nazis" ist eine Initiative der Amadeu Antonio Stiftung. Diese Stiftung wiederum wird von Anetta Kahane geleitet. Nun wird es interessant: Kahane arbeitete von 1974 bis 1982 unter dem Decknamen 'Victoria' als inoffizielle Mitarbeiterin der Stasi in der DDR. Ihr Führungsoffizier Mölneck notierte zu Beginn ihrer Stasi-Tätigkeit, dass sie bereits beim zweiten Treffen „ehrlich und zuverlässig“ berichtet und auch „Personen belastet“ habe. 
Ob die ehemalige Stasi-Denunziantin Anetta Kahane gegenwärtig ähnlich vorgeht, wie einst, um ideologische Gegner wie ,,eigentümlich frei'', seinen Chefredakteur André F. Lichtschlag, Prof. Rolf W. Puster und andere durch den Dreck zu ziehen, ist ungewiss. Es gilt die Unschuldsvermutung. Beängstigend ist auf jeden Fall die Art und Weise, wie rote Sozialisten Andersdenkende anonym und feige an den Pranger zu stellen versuchen. Sie sind damit um keinen Deut besser als ihre so verhassten, aber nahezu identischen braun gefärbten Zwillingsbrüder.

Kommentare:

  1. Übrigens wird auch der Artikel über "Eugen Richter" systematisch verzerrt von einem User Whoiswohme, der selbst gut belegte Korrekturen so lange zurückändert, bis ein Edit War da ist. Zu verfolgen auf der Diskussionsseite.

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  2. Eugen Richter ist Otto von Bismarck.
    Libertarismus ist Nationalsozialismus.
    Wahrheit ist Lüge.

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  3. Nicht nur das. Auch wenn man Richard Evelyn Byrd im Wikipedia sucht und über die Operation Highjump liest, so stellt man fest (wenn man es verfolgt hätte), dass von "Unsere Flugzeuge sind abgeschossen worden, von unbekannten Objekten" zu "Die Operation wurde wegen Wetterbedingungen abgebrochen". Wikipedia kann lediglich zur in Kenntnisnahme eines Vorfalls dienen, nicht um dieses Geschehens zu erklären.

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  4. Wir sollten uns damit beschäftigen, wie wir die Deutungshochheit zurückgewinnen können. Das geht nur über eine kollektive Mitarbeit bei Wikipedia.
    Jemand mit Erfahrung sollte einen Leitfaden ausarbeiten, wie man bei Wikipedia erfolgreich aktiv werden kann.

    Die Sozialisten sind zwar zahlreich aber grundsätzlich faul. Die ganzen Hetzblogs z.B. stammen von ganz wenigen aktiven Berufsschreiblingen und Fanatikern. Wir können also das Ruder umreißen.
    Und das sollten wir auch tun um nicht bald in einen Gulag zu landen!

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  5. Wow, ihr merkt wirklich nicht warum man euch ständig mit Nazis in eine Ecke stellt, oder?

    "ein Sammelsurium manipulierter und manipulierender Beiträge, häufig geschrieben von politisch motivierten rotsozialistischen Ideologen, die ja ohnehin dafür ausreichend Zeit haben, leben sie doch häufig von den staatlichen Zwangsabgaben, die etwa von Libertären gezahlt werden (müssen). Gedankt wird mit Rufmord!"

    ",,Das einfach gestrickte Hirn eines wackeren Linken braucht klare Verhältnisse:"

    Mal unabhängig davon daß Linke natürlich alles so zwanghaft neben sich als Rechts interpretieren wir ihr alle ausser euch als Kommunisten seht...

    So was wie hier liest man vom Stil normalerweise nur in extrem rechten Foren. Ihr solltet mal merken, daß ihr euch mit eurem hundsmiserablen Stil keinen Gefallen tut... ihr selbst seid der Grund dafür daß ihr so wahrgenommen werdet wie ihr wahrgenommen werdet. Das hat erstmal nichts mit euren Inhalten zu tun, sondern primär mit dem Stil:
    eurer Übermenschen Rhetorik bei gleichzeitigem ständigen Opfer spielen (siehe dieser Artikel), dem zwanghaften Antikommunismus, dem ständigen Degradieren Andersdenkender zu Idioten, Parasiten und Untermenschen, der unumstösslichen Überzeugung daß eure Ideologie die einzig wahre Ideologie ist...

    Guckt zur Abwechslung mal in den Spiegel ... tut ihr wahrscheinlich nie aus Angst daß ein Kommunist zurückgucken könnte, die ja hinter jedem Busch stecken!

    "Es gilt die Unschuldsvermutung. Beängstigend ist auf jeden Fall die Art und Weise, wie rote Sozialisten Andersdenkende anonym und feige an den Pranger zu stellen versuchen. "

    Wie gesagt... Spiegel (nicht der aus papier). So viel an den Pranger stellen wie auf liberären Seiten stattfindet macht Sätze wie diese da oben wirklich nur noch lustig.

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  6. Marxen: Was wäre deine Lösung für dieses kleine Wahrnehmungsproblem?
    Die Relativierung der Meinung des Autors um nicht "rechts" zu wirken?
    Das zuwortkommenlassen von irgendwelchen linken in einem Libertärem Blog? (außer in den Comments)
    Disclaimer immer und überall die sagen dass man ja niemanden auf die Füße treten will?
    Das herauslassen der Persönlichen Meinung des Autors, in SEINEM Blog?
    Und wieso tust du das nicht bei deinem Beitrag um mich davon abzuhalten, zu denken, dass du ein kleiner Schreihals bist? (ich habe die nettere von beiden Beschreibungen genommen die mir einfielen...)
    Und was ist schlimm an Antikommunismus?

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  7. "Guckt zur Abwechslung mal in den Spiegel"

    Guckt ihr Kommi-Boys doch mal in den Spiegel, dann werdet ihr vielleicht sehen, dass ihr auch nur Faschisten seid. Links wie Rechts, die gleiche Struktur, die gleichen Methoden.

    Im Gegensatz zu Rot- oder Braun-Faschisten wollen Libertäre aber niemandem das Wort verbieten oder Lügen über einen verbreiten. Sie wollen nicht mal etwas verbieten, nicht mal Kommunismus. Aber ZWANG gibt es mit Libertären ganz bestimmt nicht, und das ist es was euch so ankotzt. Ohne Zwang seid ihr Links- und Rechts-Faschos nämlich GAR NICHTS!

    Deshalb auch eure Verleumdungskampagnen, und wenn ihr könnt noch ein bisschen (oder auch ein bisschen mehr) Gewalt obendrauf.

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  8. ,,Wow, ihr merkt wirklich nicht warum man euch ständig mit Nazis in eine Ecke stellt, oder?''

    Nee, merken ,,wir'' in der Tat nicht.

    ,,So was wie hier liest man vom Stil normalerweise nur in extrem rechten Foren. Ihr solltet mal merken, daß ihr euch mit eurem hundsmiserablen Stil keinen Gefallen tut... ihr selbst seid der Grund dafür daß ihr so wahrgenommen werdet wie ihr wahrgenommen werdet. Das hat erstmal nichts mit euren Inhalten zu tun, sondern primär mit dem Stil:
    eurer Übermenschen Rhetorik bei gleichzeitigem ständigen Opfer spielen (siehe dieser Artikel), dem zwanghaften Antikommunismus, dem ständigen Degradieren Andersdenkender zu Idioten, Parasiten und Untermenschen, der unumstösslichen Überzeugung daß eure Ideologie die einzig wahre Ideologie ist...''

    Über Stil lässt sich bekanntlich streiten. Wenn jemand jemanden wegen des Stils als Nazi wahrnimmt, so ist das nur eine Bestätigung der Aussage, dass gewisse Menschen nun mal ein einfacher gestricktes Gehirn haben.
    Von Über- und Untermenschendenken sind wir weit entfernt.
    Und zu unserer Überzeugung: natürlich sind wir von ihr überzeugt. Und immerhin basiert sie nicht auf Zwang, Herrschaft und Gewalt, sondern auf Freiheit, Recht und Eigentum.
    Ein latenter Antikommunismus ist ebenso legitim wie ein latenter Antinationalsozialismus.

    ,,Guckt zur Abwechslung mal in den Spiegel ... tut ihr wahrscheinlich nie aus Angst daß ein Kommunist zurückgucken könnte, die ja hinter jedem Busch stecken!''

    Ach, bei uns dominiert immer noch der Mut.

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  9. Anonym um 17:34:

    "ZWANG gibt es mit Libertären ganz bestimmt nicht, und das ist es was euch so ankotzt. Ohne Zwang seid ihr Links- und Rechts-Faschos nämlich GAR NICHTS!"

    Die nackte Wahrheit in zwei Sätzen. Fabelhaft!

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  10. Die Angriffe auf ef sind nur eine Baustelle, an der sich die Wikipedia-Ideologen austoben. Wir haben bereits im September einen offenen Brief an Jimmy Wales geschrieben und uns an die Wikimedia-Foundation in Deutschland gewendet, um darauf hinzuweisen, dass auf den Seiten von Wikipedia lebende Personen verunglimpft werden. Eine Reaktion haben wir nicht erhalten und nicht nur deshalb, aber auch deshalb zu einem Spenden-Boykott für Wikipedia aufgerufen. Denn bevor Wikimedia Spenden einsammeln kann, muss die Organisation erst einmal beweisen, dass sie das Geld auch verantwortlich einsetzt, jedenfalls wäre das normalerweise, wenn man Anstand voraussetzt, so. Wen es interessiert, hier der offene Brief:
    http://sciencefiles.org/2012/07/29/feindliche-ideologische-ubernahme-deutsche-wikipedia-droht-im-desaster-zu-enden/


    Hier der Aufruf zum Spendenboykott:
    http://sciencefiles.org/2012/09/03/aufruf-zum-spendenboykott-von-wikipedia-deutschland/

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  11. "dass eure Ideologie die einzig wahre ist"
    Wenn Liberalismus eine Ideologie sein soll, eine Ideologie frei von jeglichen ZWÄNGEN durch andere Menschen und Sozialismus aller coleur das Gegenteil davon dann wäre ich lieber ein Ideologe.
    Die Wahrheit ist aber dass ideologie und Freiheit ein Widerspruch in sich ist, ja sogar diametral gegenüber stehen.
    Es gibt nur die Alternativen Freiheit oder BEFEHL! Liberalismus oder Sozialismus!

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  12. @MLH

    Di verlierst dich in Klischees. Liberale und Libertäre brauchen kein kommunistisches Feindbild, denn ihnen reichen schon die Etatisten. Die Konservativen hingegen, die mit den Linken um die Fleischtöpfe staatlicher Zwangsmacht wetteifern, die können ein solches Schreckensbild gut gebrauchen.

    Es zeugt allerdings von einer gewissen Chuzpe, insofern meine Hochachtung, demjenigen, der sich gegen ungerechte Verleumdungen und ihre Verwendung im Kampf um knappe Ressourcen zur Wehr setzt, dabei einen nicht ganz feinen Stil vorzuwerfen. Und sich dazu auch noch die Rolle eines angeblich neutralen Beobachters anzumaßen, beweist in diesen Techniken eine anerkennenswerte Meisterschaft. Aber nimm ruhig meinen Respekt als Zeichen dafür, dass die Masche hier nicht zieht.

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  13. ich würde mal sagen libertäre: 7

    Marxens Little Helper: NUUUUULL

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