Sonntag, 2. September 2012

Blink, die Dritte!

Das von uns wärmstens empfohlene Magazin ,,Blink'' geht in die dritte Runde, ist dabei zum ersten Mal kostenpflichtig. Doch dem sparenden Zweifler sei gesagt: die Investition lohnt sich!
Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe: Israel, Iran, die Deutschen und ihr schwieriges Verhältnis zueinander. Mit Henryk Broder konnte für die aktuelle Ausgabe ein äußerst prominenter Autor gewonnen werden.
Auch ,,Freitümler'' haben einen kleinen Beitrag zur dritten ,,Blink'' geliefert. Tomasz M. Froelich schreibt, abseits vom Schwerpunktthema, über die unter Libertären gängige Vorliebe für Fliegen als modisches Accessoire. Peter Mokwa und Hansjörg Walther - beide Freitum-Gastautoren - beleuchten freiheitliche Aspekte der deutschen Geschichte: Mokwa schreibt über die Geschichte des deutschen Liberalismus, wohingegen der Eugen Richter-Experte Walther über die Reichstagswahlen aus dem Jahre 1881 berichtet.
Die aktuelle ,,Blink'' gibt es hier zu kaufen!
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Nachtrag vom 26.09.2012:
Davon ausgehend, dass die ,,Blink'' auch in ihrer dritten Ausgabe ähnlich freiheitliches Gedankengut publizieren würde wie in ihren ersten beiden Ausgaben und bedingt durch Beiträge von Freitum-Herausgeber Tomasz M. Froelich und den beiden Freitum-Gastautoren Peter Mokwa und Hansjörg Walther empfahlen wir den Kauf dieses Magazins. Offenbar sind in der hier beschriebenen Ausgabe kriegsverherrlichende Beiträge abgedruckt worden, die sich gegen den Iran richten. 

Wir als konsequent Libertäre lehnen grundsätzlich außenpolitische Interventionen und Krieg ab und distanzieren uns von kriegsverherrlichenden Aussagen, auch von denen, die in der ,,Blink'' gefallen sind. Sie sind mit libertärem Gedankengut unvereinbar!

Kommentare:

  1. Ich lese jetzt schon länger euer Blog, weil eine Menge wichtiger und richtiger Dinge drinstehen. Jetzt bin ich über diesen Eintrag gestolpert und habe mir das Magazin und die Personen dahinter mal genauer angeschaut und ich muss sagen, dass ich ziemlich überrascht darüber bin. Mit Broder ist ein Autor dabei, der Ken Jebsen auf übelste Art und Weise öffentlich diskreditiert und bei Radio Fritz rausgemobbt hat. Und mit dem Chefredakteur ist sogar einer dabei, der sich offen für einen Krieg als „präventive Notwehrmaßnahme“ gegen den Iran ausspricht. Einen krasseren Widerspruch zur Freiheit gibt es wirklich nicht. Etwas etatistischer als den Krieg gibt es nicht. Und Krieg als „präventive Notwehrmaßnahme“ ist die allerunterste Schublade, die es gibt. Ich verstehe nicht, wie gleich mehrere Autoren für ein Magazin mit so einem Chefredakteur schreiben können – der neben dieser Aussage noch viele weitere ganz klar Anti-Freiheitliche Aktionen gemacht hat. Ich bin total schockiert und enttäuscht von euch. Ich verstehe nicht, was ihr mit so etwas bezweckt. Ist das ein Versuch, diejenigen, die wirklich für Freiheit eintreten, z.B. Hoppe, Baader, Mises usw., durch die Assoziation mit so einem widerlichen Personenkreis gezielt zu beschmutzen? Wie kann ein Blog, das die Roland Baader Auszeichnung bekommen hat, so etwas befürworten??? Oder seid ihr einfach nur so naiv? Das kann doch nicht sein! Ich bin echt verwirrt, ist das eine verdeckte Operation von euch, um Bewegungen, die nach wirklicher Freiheit streben, kaputtzumachen? Vielleicht muss ich alle meine Bekannten davor warnen, euer Blog noch weiter zu lesen. Ich finde, eine Erklärung ist mehr als angebracht.

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  2. Sehr geehrter anonymer User,

    ich kann Ihre Bestürzung nachvollziehen. Wir haben Blink auch deshalb empfohlen, weil neben mir zwei weitere Autoren, die bereits für uns schrieben, Beiträge zu der aktuellen Blink-Ausgabe beigesteuert haben. Und diese Beiträge sind durchweg freiheitlich. In meinem Beitrag geht es um die libertäre Vorliebe zum Tragen von Fliegen - zugegeben bisschen Off Topic. In den anderen zwei Beiträgen unserer Gastautoren ging es um Eugen Richters Wahlkampf im Jahre 1881 und um die Geschichte des Liberalismus. Meiner Meinung nach alles lesenswert.
    Dass die dritte Ausgabe von Blink für Kontroversen sorgen könnte, war mir klar. Aber von Kontroversen lebt der Diskurs. Man kann ja durchaus für Schriften werben, deren Inhalte man nicht teilt, einfach um auch das Denken und seine Muster der anderen verstehen und durchschauen zu können. Auch ich teile im Übrigen ihre Ansicht, dass man sich außenpolitisch enthalten und auf keinen Fall kriegerisch handeln sollte zu 100%.
    Und zu den vorherigen Blink-Ausgaben sei gesagt, dass es in der ersten Ausgabe um den Euro ging, der kritisch bewertet wurde und in der zweiten Ausgabe um Ron Paul, der in ein positives Licht gestellt wurde, auch wenn er so manchen Anarchokapitalisten, zu denen ich mich auch zähle, ein Dorn im Auge sein könnte, da er nur minarchistisch ist. Grundsätzlich bietet Blink aber Libertären einen Raum, denn man meiner Meinung nach nutzen sollte.
    Ich kann sie jedenfalls beruhigen: Es handelt sich um keine verdeckte Operation von uns. Wir bleiben konsequent libertär. Keine Sorge! Unser Blog kann gerne weiterempfohlen werden.

    Liebe Grüße,

    Tomasz M. Froelich

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  3. Sehr geehrter Tomasz M. Froelich,

    danke erst mal für die Antwort. Die Antwort hat für mich eine gute und eine schlechte Seite: Zuerst die gute: Die Sachlage ist nun klar. Die schlechte: Ich weiß jetzt, wo Freitum steht und bin ziemlich entsetzt darüber. Ich hätte es ja verstanden, wenn es sich um ein Versehen oder mangelnde Erfahrung im Umgang mit Medien oder einfach um Naivität gehandelt hätte und einfach nicht zuvor ausgiebig genug über die Redakteure, Autoren und Geldgeber von Blink recherchiert wurde. Dass Sie sich als einer der Verantwortlichen für dieses Blog mit Ihrer Antwort auch noch dafür rechtfertigen, sich das Medium solcher Leute zunutze machen zu wollen und es zu bewerben hat mit wirklicher Freiheitsliebe und konsequentem Libertarismus überhaupt nichts zu tun. Im Gegenteil, es beschmutzt beides und es ist eine regelrechte Schande. Entschuldigen Sie die harte Ausdrucksweise, aber ich bin wirklich zutiefst verärgert und hätte niemals mit so etwas gerechnet! Wer es wirklich ernst mit Frieden und Freiheit meint, der stellt niemals seine Arbeit und seinen Namen einem Medium zur Verfügung, das u.a. von Personen betrieben wird, die offene Kriegshetze der übelsten Form betreiben. Der Rubikon ist da nicht nur überschritten, sondern wurde regelrecht überrannt. Da hilft es auch nichts, wenn Sie schreiben, dass Sie kriegerische Handlungen zu 100% ablehnen. Menschen, die wirklich ernsthaft und konsequent für Freiheit eintreten, distanzieren sich normalerweise von solchen, die z.B. Kriegshetzerei betreiben und stellen sich weder mit ihnen in eine Reihe noch nutzen sie deren Infrastruktur geschweige denn lassen sie sich vor deren Karren spannen. Freiheit beginnt damit, zu erkennen, was sich gegen die Freiheit richtet und wenn man sich schon nicht dagegenstellt, es zumindest in keinster Weise zu unterstützen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Macher der Postille lauthals aufgelacht und sich gegenseitig auf die Schulter geklopft haben, als die Freitum-Autoren signalisiert haben, sich für sie herzugeben. Ihre Hinweise auf die vorangegangenen Ausgaben der Postille fallen in diesem Zusammenhang nicht ins Gewicht. Das wäre vergleichbar mit der Situation wie wenn ein Blatt von offenkundig rechtsextremen Redakteuren in den ersten Ausgaben Artikel von Autoren, die für Völkerverständigung, kulturelle Offenheit und Einwanderung eintreten bringt, um in einer späteren Ausgabe offen dagegen zu hetzen. Es ist sogar möglich, dass diese zu dem Zweck erstellt wurden, um Freiheitsaktivisten unter Vorspiegelung von Freiheitsorientierung einzuvernehmen und dann für das genaue Gegenteil von Freiheit zu missbrauchen. Durch die hinterhältige Form, wie ein Henryk Broder gegen Ken Jebsen vorgegangen ist, liegt diese Vermutung durchaus nahe und auch die Geschichte zeigt, dass solche Methoden immer wieder angewendet wurden, um aussichtsreiche freiheitliche Gegenbewegungen zu beschmutzen und zu diskreditieren. Ich höre jetzt lieber auf, sonst schreibe ich vor lauter Verärgerung noch etwas, was ich später bereue. Ich bin nach wie vor ziemlich entsetzt, kehre diesem Blog erst einmal den Rücken zu und werde allen anderen mir bekannten Personen, die dieses Blog lesen einen Link zu diesem Artikel schicken und auf die Kommentare hinweisen.

    Hochachtungsvoll

    anonymer User

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  4. Lieber anonymer User,

    uns den Rücken zu kehren wegen des Hinweises auf die neueste Ausgabe von Blink ist Ihr gutes Recht, das ich Ihnen nicht nehmen möchte. Verstehen kann ich es nicht, da ansonsten alle geschriebenen Artikel konsequent libertär oder zumindest minarchistisch sind. Aber das ist Ihre Entscheidung, nicht meine Sache und deshalb mische ich mich auch nicht ein.
    Dass in der Blink Kriegshetze betrieben wird ist mir neu bzw. wusste ich es nicht. Vielleicht könnten Sie ein wenig konkreter werden, da ich bislang nicht alle Texte der 3. Ausgabe von Blink gelesen habe. Auch mit dem Konflikt zwischen Broder und Jebsen habe ich mich nicht beschäftigt, vielleicht könnten sie hier einen Unwissenden aufklären.

    Danke für Ihre Kritik und ich hoffe auf baldige Antwort.

    Liebe Grüße,

    T.M.F.

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  5. Lieber Herr Froelich,

    bevor ich eine Zeitschrift kaufe, sehe ich mir genau an, wer darin schreibt und wer im Hintergrund dieser Zeitschrift steht. Ich kenne den Inhalt des Machwerks nicht, weil der Blick ins Impressum und auf den Kreis der Autoren schon abschreckend genug waren und ich mein sauer verdientes und mehrfach versteuertes Geld nicht dazu verwenden will, solche Leute auch noch zu unterstützen.

    Der Chefredakteur Koenig ist u.a. durch solche Äußerungen aufgefallen:

    „Auch wenn ich normalerweise Krieg für kein geeignetes Mittel der Politik halte: dies ist einer der seltenen Fälle, in denen der gezielte Einsatz militärischer Mittel, nämlich die Zerstörung der iranischen Nuklearanlagen, einen weit größeren Schaden vermeiden könnte.“
    „Durch einen gezielten Präventivschlag gegen die iranischen Atomanlagen sollte der Westen den Machthabern in Teheran zeigen, dass wir uns von ihnen nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen.“
    „Hoffentlich besitzt Präsident Obama - der im Gegensatz zu seinem Vorgänger weder Kriegstreiber noch "Kreuzritter" ist - die Stärke, diese präventive Notwehrmaßnahme durchzusetzen, um einen drohenden Angriffskrieg des Iran zu verhindern.“
    http://www.politicool.de/2010/02/zum-jahrestag-der-iranischen-diktatur.html

    Die Befürwortung „präventiver“ Gewalt hat mit Freiheit nichts zu tun. Und auch angesichts des sonstigen bisherigen Verhaltens dieser Person kann nicht davon ausgegangen werden, dass es bei diesem Blatt um seriösen Journalismus geht, der die Menschen aufklären soll, sondern eher um politische Agitation. Angesichts Ihrer Richtigstellung gehe ich davon aus, dass meine auf Grundlage der Hintergrundrecherche zu den Autoren getroffene Vermutung, dass solche Inhalte in der aktuellen Ausgabe dieses Magazins enthalten sein würden, richtig war.

    Ich bin wirklich froh, dass Sie mit dem Zusatz noch einmal ganz klar Stellung bezogen und Integrität bewiesen haben. Ich betrachte Freiheit als eine sehr einfache, klare und kompromisslose Angelegenheit und bin sehr erleichtert, dass Sie das auch so sehen. Sie haben mich als Leser wieder zurückgewonnen.

    Ich möchte es auch nicht versäumen, mich hiermit in aller Form bei Ihnen zu entschuldigen, falls ich bei meiner Wortwahl zuvor über die Strenge geschlagen habe.

    Freiheitliche Grüße,

    anonymer User

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  6. "Wir als konsequent Libertäre lehnen grundsätzlich außenpolitische Interventionen und Krieg ab und distanzieren uns von kriegsverherrlichenden Aussagen, auch von denen, die in der ,,Blink'' gefallen sind. Sie sind mit libertärem Gedankengut unvereinbar!" RICHTIG SO :)

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