Montag, 27. August 2012

Warum der Sozialismus scheitern muss (als Comic)

von Tomasz M. Froelich. 
Inspiriert durch den Beitrag ,,Warum der Sozialismus scheitern muss'' von Oliver Janich
Studenten:
,,Wir träumen vom Sozialismus! Es gäbe dann keine
Reichen und Armen, sondern eine totale Gleichschaltung!''

Professor:
,,Alles klar, dann lasst uns im Bezug auf den Sozia-
lismus ein Experiment machen: Alle Noten werden von
nun an als Durchschnittswert vergeben. Jeder Student
erhält dieselbe Note, so dass niemand durchfällt und
niemand einen Einser erhält.''
Überzeugt vom Sozialismus willigen die Studenten ein:
,,Yes, we accept!''
Nach dem ersten Examen sind die Gefühle gemischt:
Die Durchschnittsnote nach dem ersten Examen: 2.
Diejenigen, die unter normalen Umständen einen Einser
geschrieben hätten, waren verärgert. Diejenigen,
die eigentlich schlechter abgeschnitten hätten,
waren zufrieden.
Nach dem zweiten Examen verschlechtert sich die Stimmung
zunehmend: Diejenigen, die im ersten Examen wenig gelernt hatten,
lernten nun noch weniger. Diejenigen, die viel gelernt hatten, bereiteten
sich nun nicht mehr so ausführlich auf das Examen vor, da sie ohnehin
keinen Einser mehr erhalten würden.
Die Durchschnittsnote des zweiten Examens war eine 4.
Nach dieser Entwicklung ahnt der Professor vor
dem dritten Examen Böses.
Die Befürchtung des Professors bewahrheitet sich:
Alle Studenten erhalten einen Sechser und fallen durch.
Es beginnt eine Lawine an gegenseitigen Schuldzuwei-
sungen. Niemand ist mehr bereit, sich auf ein Examen
vorzubereiten, nur damit ein anderer, der sich nicht vor-
bereitet, von seinen Anstrengungen profitiert. 
Der Professor hat genug gesehen. Das Experiment ist
offensichtlich gescheitert. Die Leistungen wurden schlechter, 

die Studenten aggressiver. Alle Studenten müssen das Jahr
wiederholen. Bevor der Professor seine Studenten wegschickt,
erklärt er ihnen den Grund für das Scheitern des Sozialismus:

Kommentare:

  1. Das ist mir aber ein bisschen zu plumpes Sozialismus-Bashing.
    Das Problem des Sozialismus ist, dass er nur durch eine strenge staatliche Regulierung möglich war, bisher. Verbunden mit einer kleinen Kritik der Sprechblase vom Schluss:

    Ich persönlich arbeite nicht primär um irgendeinen materiellen Lohn dafür zu erhalten, sondern ich begreife Geld (die häufigste Entlohnung) als Werkzeug um die Dinge umsetzen zu können, die ich gerne umsetzen würde, also um arbeiten zu können.
    Sprich: Ich arbeite, um arbeiten zu können.

    Schön wäre, wenn man endlich das Einkommen von der Arbeit trennen würde. Zeitgemäß ist die Verbindung nämlich nicht mehr. Dort ist auch der Punkt wo ich derzeitig eine Einschränkung der Freiheit durch staatliche Instanzen sehe.
    Viele Menschen werden unglücklich durch eine Arbeit die sie machen müssen, um leben zu können. Sie besitzen nicht das Talent sich selbst zu vermarkten oder ihnen fehlt einfach der Mut sich selbst in die Freiheit zu entlassen. Was mit Familie im Hintergrund auch mehr als verständlich ist.

    Desweiteren ist es auch sehr kurzsichtig, wenn man der Meinung ist, jede Arbeit würde (gerecht) entlohnt werden. Gerade die freie Marktwirtschaft hat hier, staatlich gefördert, den Niedriglohnsektor erzeugt der letzlich die Einkommensschere immer weiter auseinanderdriften lässt.
    Von Arbeit die komischerweise nicht als solche definiert ist und von Bereichen in denen die Urheber der Arbeit über den Tisch gezogen oder bestohlen werden (Kreativwirtschaft) will ich da garnicht erst anfangen.

    Für mich bedeutet Libertarismus in erster Linie für die Freiheit eines JEDEN Menschen einzutreten und nicht nur für die eigene, oder die einer kleinen Minderheit die die Skrupellosigkeit perfektioniert haben.
    Dann haben wir dasselbe wie den Sozialismus nur anders verpackt.

    Es muss möglich sein, dass jeder von seiner Arbeit leben kann und das jeder sich frei in der Arbeitswelt entfalten kann. Ich glaube, man ahnt garnicht wieviel Potential freigesetzt werden würde, wenn man den Menschen die Angst um die eigene Existenz nehmen würde.

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  2. Natürlich ist es etwas plump, aber es handelt sich ja auch nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung, sondern um ein Comic.

    Zur Motivation der Arbeit: Die ist bei vielen Menschen unterschiedlich, aber dennoch wird sie bei vielen das Geld sein.

    Und ja, es stimmt: Der Staat schränkt die Freiheit ein. Das betrifft auch den Arbeitsmärkt, den er durch seine Interventionen und Regulierungen verzerrt und verseucht, was letztlich dazu führt, dass viele Menschen sich und ihre Talente nicht entfalten können, wie es beispielsweise auf dem freien Markt der Fall wäre.

    Die Arbeit wird eben oft nicht gerecht entlohnt, am wenigsten im Sozialismus (was ja auch im Comic suggeriert wird). Das ist jedoch nicht wegen der freien Marktwirtschaft so, sondern wegen ihres Fehlens. Denn wir leben, was allzu häufig verkannt wird, eben nicht in einer freien Marktwirtschaft, sondern im Semi- oder 3/4-Sozialismus. Eine freie Marktwirtschaft wird jedenfalls nicht ,,staatlich gefördert''. Was den Preis für Arbeit angeht, so entwickelt sich dieser im Idealfall so: Arbeitnehmer konkurrieren um Arbeitsplätze, was den Preis für Arbeit drückt. Arbeitgeber konkurrieren um gute Arbeitnehmer, was den Preis für Arbeit hebt. So entwickeln sich Preise für Arbeit. Niemand ist gezwungen, zu den Konditionen, die sich auf diese Weise ermitteln, zu arbeiten. Jeder kann für sich entscheiden. Sowohl der potentielle Arbeitnehmer, als auch der potentielle Arbeitgeber.

    Zur Definition des Libertarismus: Ein sicherlich sehr weites Feld. Grundsätzlich: Wenn jemand für seine Freiheit eintritt, so ist es in seinem Interesse, auch für die Freiheit des anderen einzutreten, oder besser: die Freiheit des anderen nicht zu tangieren. Das reicht schon im Grunde genommen aus.

    Und zum letzten Absatz: Totale Übereinstimmung, nur müsste man hierfür, wie gesagt, die Rolle des Staates, der sich ja auch noch erdreistet die Rolle des Retters zu spielen, zurückfahren.

    Liebe Grüße

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  3. Deine Idealvorstellung des Produktionsprozesses basiert auf der festgefahrenen Ansicht, es müsse eine Gleichsetzung von Wirtschafts- und Privateigentum geben. Tatsächlich kann es auch kollektivistische Systeme geben, die die effektiven Mechanismen der Marktwirtschaft eben nicht ausschalten oder blockieren. Ich befürworte für meinen Teil - auch als konsequenter Befürworter von Selbstverantwortung - die Kollektivierung aller Wirtschaftszweige in Kammern, oder Gilden. Wirkliche Wirtschaftler zeichnen sich nicht durch den Geldbeutel, sondern durch die Zünftigkeit im eigentlichen Sinne aus. Wenn ich große Konzerne sehe, die von anti-arbeitenden Schlipsträgern betrieben werden, dann frage ich mich, wo diese Idioten noch was mit Arbeit zu tun haben. Genau wie die Politiker. Ich finde, wer keine Ausbildung absolviert hat sollte kein Politiker werden dürfen. Ich befürworte darüber hinaus auch ein Grundeinkommen (erkundige Dich dahingehend vll. darüber, wer wieviel des Gesamtvermögens in Cash besitzt, und inwiefern Umverteilung möglich wäre) und ein Verbot von Krämerei und Werbung. Ich fordere aber auch gerechte Löhne, großzügige Boni für Überstunden. Ich fordere daß Produzenten ihre Waren in Deutschland produzieren und absetzen, direkt, ohne Krämer, um die Kosten für den arbeitenden Konsumenten gering zu halten. Ich fordere die Zusammenfassung aller Banken zu einer Bank. ich fordere daß jeder Deutsche eine Wohnung BESITZEN soll. Ich fordere ein Verbot des Eigentums an Grund, Boden und Ressourcen (Ausnahme Landwirtschaft). Das sind nur Fragmente. Ich fordere das alles, ohne Sozialist bzw. Marxist zu sein. Kann es also sein, daß ich all das möchte, OHNE gleichzumachen, und Nichtsnutze, Faulpelze und Schmarotzer nach oben zu spülen?

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  4. Hallo Anonym,

    Der Kollektivismus ist im Grunde schon das Problem an sich. Es rechtfertigt nichts die Kollektivierung menschlicher Ziele und daraus resultierender Gewinne.

    Wirtschafts- und Privateigentum sind das selbe, denn zu wirtschaften bedeutet, jemandem einen Dienst zu leisten. Wer einen Dienst leistet, der tut dies als Individuum, nicht als Kollektiv. Insofern ist sein Lohn sein Privateigentum und nicht der Lohn aller anderen.

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  5. Noch etwas an Anonym,

    Doch, du bist Sozialist. Zwar kannst du es bis zum Ende deines Lebens bestreiten, es ändert sich jedoch nicht die Tatsache, die du zu leugnen suchst. Sobald du den Menschen ihr freiwilliges kooperieren und handeln verbieten willst, brauchst du die Gewalt eines Staates der fähig ist, die Menschen zu Sklaven zu machen. Ohne diese Macht, lassen sich deine sozialistischen Verirrungen nicht umsetzen.

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  6. Was ist denn aber nun mit Menschen ohne Arbeitskraft? Kann denn wirklich freie Marktwirtschaft funktionieren, ohne dass Menschen, die nicht arbeiten (können), elendig zugrunde gehen?

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  7. Ja, das funktioniert!
    Die Geschichte bestätigt das übrigens auch. Begriffe wie Nächstenliebe werden heute nur noch belächelt. Kaum jemand glaubt heutzutage noch so richtig an Nächstenliebe. Das liegt daran, dass der Staat sich auch das Monopol bezüglich der Karitas angeeignet hat. Früher war die Karitas privat organisiert und beruhte auf Freiwilligkeit. Sie wurde im großen Maße vollzogen. Menschen halfen einander. Das soziale Bewusstsein war enorm. Dies ist heutzutage durch die monopolisierte staatliche Karitas - wenn man das überhaupt so nennen darf - kaum der Fall. Die Menschen werden ohnehin schon genug vom Staat belastet, da bleibt keine Zeit für privat organisierte, freiwillige Karitas. Man denkt sich: ,,Der Staat kümmert sich eh drum!''
    Dass der Staat dies auf bürokratischem, ineffizientem Wege macht, kommt da leider hinzu. So landet ein großer Teil des Geldes, das man privat in die Karitas investieren würde, bei der Gehaltsabrechnung irgendwelcher Bürokraten, die woanders in der Wirtschaft besser aufgehoben wären.

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  8. Denkst Du/Denken Sie denn dann auch, dass die libertäre Idee mit den Menschen, die heute leben, nicht umsetzbar wäre? Ist dafür ein allgemeiner Sinneswandel nötig?

    Ich denke spontan hieran:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/ohne-gebuehr-keine-feuerwehr-nur-wer-zahlt-wird-geloescht-11051739.html

    In einem libertären System wären ja auch regelmäßige Beiträge z.B. an die Feuerwehr nötig. Hinterher bezahlen macht wenig Sinn, da dann ja das Interesse der Feuerwehr an vermehrtem Aufkommen von Bränden steigen würde.

    Wer sich also nicht gegen alle Eventualitäten wappnet, ist dann ja potentiell (Verzeihung;) am Arsch! Bzw. auf die Hilfe anderer angewiesen.


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  9. Wenn die Menschen die Dienste der Feuerwehr als sinnvoll erachten würden, würden sie diese aus freiwilligen Beiträgen finanzieren. Es ist ja nicht so, dass etwas wegfällt, nur weil es nicht mehr per Zwang finanziert wird.

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  10. In einem libertären System wären ja auch regelmäßige Beiträge z.B. an die Feuerwehr nötig. Hinterher bezahlen macht wenig Sinn, da dann ja das Interesse der Feuerwehr an vermehrtem Aufkommen von Bränden steigen würde.

    Allein die Wortwahl "die Feuerwehr" zeigt eine staatsmonopolistische Denkweise. In einer wirklich freien Marktwirtschaft könnten in jeder Stadt genauso viele konkurrierende Feuerwehren existieren wie Autowerkstätten. Und wenn eine davon sich weigert, zu löschen, sofern man kein Jahresabo abgeschlossen hat, ruft man halt eine andere an! Sicher kann es passieren, daß eine Feuerwehr sich eine ähnlich marktbeherrschende Stellung erarbeitet wie der ADAC bei den Pannendiensten. Aber dennoch weißt der ADAC keinen potentiellen Kunden ab, und wenn er es täte, gäbe es immer noch genügend andere Automobilclubs.

    Solange die Feuerwehr aber nur "draußen auf dem Lande" gebührenfinanziert ist, in der (unter Marktbedingungen deutlich lukrativeren) Stadt aber dank Steuerfinanzierung jeglicher Konkurrenz das Wasser abgraben kann, solange wird es auch keinen Wettbewerb geben.

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