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| Kam aus Polen nach Deutschland: Tomasz M. Froelich |
Wie bereits angekündigt, erschien im aktuellen 124. Heft von eigentümlich frei ein Text von Henning Lindhoff, der die aufkeimende libertäre Bewegung im Internet behandelt. In diesem Text fanden auch wir Erwähnung. Hier ein Auszug:
Den „Kampf gegen den Etatismus“,
also gegen den Staatsglauben,
hat sich der Blog Freitum seit den frühen
Anfängen im Juni 2009 auf die
Fahnen geschrieben. Einige junge Studenten
bekunden hier mit viel Engagement
und Energie ihre Liebe zur
Freiheit des Einzelnen. Projektleiter
Tomasz M. Froelich über seine Motivation:
„Bei mir spielen da die Erfahrungen
meiner familiären Vorgängergenerationen
eine Rolle. Diese kamen
ursprünglich aus Polen und gehörten
dort stets zur antisozialistischen Opposition
– verständlich bei den enormen
Freiheitseinschränkungen und
Enteignungen, denen die Polen zu
Zeiten des Realsozialismus zum Opfer
fielen. Daher lernte ich früh: Mehr
Staat führt zu mehr Freiheitsentzug. In
Deutschland zur Schule gehend wurde
ich dann mit Staatspropaganda und
Manipulation bombardiert. Versuche,
sich dem zu widersetzen, machten
mich bei den Lehrkräften unbeliebt.
Das wurde dann notentechnisch sanktioniert
oder gar unterbunden. So gewann
ich zunehmend das Gefühl, dass
Nonkonformität und ein eigener, klarer
und kritischer Verstand nicht so
ganz in die Agenda des staatlichen Bildungsmonopols
passen.“
Später hinterließ auch das österreichische
Bildungssystem tiefe Eindrücke:
„Als ich nach dem Abitur von
Hamburg nach Wien zog, rechnete ich
damit, dass mich dort ein freiheitliches
Mekka erwarten würde. Ich war schon
in Berührung mit den Ideen der Österreichischen
Schule der Nationalökonomie
gekommen und hoffte, dass
Austrian Economics im Ursprungsland
auch gelehrt werde. Doch bereits
nach der ersten Woche an der Uni war
ich enttäuscht.“ Und so entschloss sich
Froelich, fortan seine Gedanken in einem
Internet-Blog zu publizieren:
„Das Projekt kam jedoch erst richtig
ins Rollen, als ich mich mit anderen
Freiheitsfreunden über Facebook vernetzte und wir irgendwann auf die
Idee kamen, meinen Blog zu vergemeinschaften.
Wir veröffentlichen seitdem
libertäre Texte jeglicher Art.
Manchmal steht ein wissenschaftlicher
Anspruch dahinter, manchmal eher ein
journalistischer und zugänglicherer. Wir
vertreten dabei stets eine konsequent
libertäre Linie und versuchen uns über
Facebook ein wenig zu vermarkten.
Wir werden auch zunehmend auf anderen
Websites verlinkt, sodass die Anzahl
unserer Klicks stark ansteigt. Wir
versuchen mit unserem Blog einen kleinen
Beitrag zur freiheitlichen Aufklärung
zu leisten, die Leser zum Nachdenken
anzuregen und von ihrem
Staatsglauben abkehren zu lassen. Wir
sind überzeugt davon, dass viele Menschen
in ihrem Inneren durchaus mit
unseren Ansichten sympathisieren, sich
dessen aber mangels Aufklärung und
Auseinandersetzung nicht bewusst
sind.“

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