Montag, 2. Juli 2012

Auszug aus ''Hilfe, die Libertären kommen''

Wie bereits angekündigt, erschien im aktuellen 124. Heft von eigentümlich frei ein Text von Henning Lindhoff, der die aufkeimende libertäre Bewegung im Internet behandelt. In diesem Text fanden auch wir Erwähnung. Hier ein Auszug:
Den „Kampf gegen den Etatismus“, also gegen den Staatsglauben, hat sich der Blog Freitum seit den frühen Anfängen im Juni 2009 auf die Fahnen geschrieben. Einige junge Studenten bekunden hier mit viel Engagement und Energie ihre Liebe zur Freiheit des Einzelnen. Projektleiter Tomasz M. Froelich über seine Motivation: „Bei mir spielen da die Erfahrungen meiner familiären Vorgängergenerationen eine Rolle. Diese kamen ursprünglich aus Polen und gehörten dort stets zur antisozialistischen Opposition – verständlich bei den enormen Freiheitseinschränkungen und Enteignungen, denen die Polen zu Zeiten des Realsozialismus zum Opfer fielen. Daher lernte ich früh: Mehr Staat führt zu mehr Freiheitsentzug. In Deutschland zur Schule gehend wurde ich dann mit Staatspropaganda und Manipulation bombardiert. Versuche, sich dem zu widersetzen, machten mich bei den Lehrkräften unbeliebt. Das wurde dann notentechnisch sanktioniert oder gar unterbunden. So gewann ich zunehmend das Gefühl, dass Nonkonformität und ein eigener, klarer und kritischer Verstand nicht so ganz in die Agenda des staatlichen Bildungsmonopols passen.“
Später hinterließ auch das österreichische Bildungssystem tiefe Eindrücke: „Als ich nach dem Abitur von Hamburg nach Wien zog, rechnete ich damit, dass mich dort ein freiheitliches Mekka erwarten würde. Ich war schon in Berührung mit den Ideen der Österreichischen Schule der Nationalökonomie gekommen und hoffte, dass Austrian Economics im Ursprungsland auch gelehrt werde. Doch bereits nach der ersten Woche an der Uni war ich enttäuscht.“ Und so entschloss sich Froelich, fortan seine Gedanken in einem Internet-Blog zu publizieren: „Das Projekt kam jedoch erst richtig ins Rollen, als ich mich mit anderen Freiheitsfreunden über Facebook vernetzte und wir irgendwann auf die Idee kamen, meinen Blog zu vergemeinschaften. Wir veröffentlichen seitdem libertäre Texte jeglicher Art. Manchmal steht ein wissenschaftlicher Anspruch dahinter, manchmal eher ein journalistischer und zugänglicherer. Wir vertreten dabei stets eine konsequent libertäre Linie und versuchen uns über Facebook ein wenig zu vermarkten. Wir werden auch zunehmend auf anderen Websites verlinkt, sodass die Anzahl unserer Klicks stark ansteigt. Wir versuchen mit unserem Blog einen kleinen Beitrag zur freiheitlichen Aufklärung zu leisten, die Leser zum Nachdenken anzuregen und von ihrem Staatsglauben abkehren zu lassen. Wir sind überzeugt davon, dass viele Menschen in ihrem Inneren durchaus mit unseren Ansichten sympathisieren, sich dessen aber mangels Aufklärung und Auseinandersetzung nicht bewusst sind.“

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