Freitag, 13. April 2012

Pecunia non olet, seine Fälschung hingegen schon!

von Tomasz M. Froelich
Der Untergang der antiken Hochkultur begann mit der systematischen Fälschung von Gold- und Silbermünzen durch kaiserliche Volkstribune im römischen Reich. Diese kaiserlichen Volkstribune mischten den Gold- und Silbermünzen weniger edle Metalle bei und wollten auf diese perfide Art und Weise ihr eigenes Vermögen auf Kosten anderer vermehren. Es handelte sich hierbei schlichtweg um Geldfälschung und Betrug. 
Das Warengeld war nun verschwunden. Was folgte war eine primitive Natural-Tauschwirtschaft in den ersten Jahrhunderten des Mittelalters, mit der ein nur sehr magerer Güterverkehr einherging. Durch durch Edelmetalle im Idealfall voll- oder zumindest teilgedecktes Geld folgten, zumindest für solche Währungssysteme betreibende Regionen, weitaus bessere Zeiten. Ein Beispiel hierfür ist etwa die Mark Banco in Hamburg: 
"Die Mark Banco war eine 100 Prozent silbergedeckte Währung, die die Hamburger Bank in der Zeit ihres Bestehens von 1619 bis 1875 emittierte. Dabei handelte es sich nicht um eine geprägte Münze, sondern um ein zu 100 Prozent mit Silber gedecktes Buchgeld. Mit dieser über lange Zeit stabilsten Währung in Europa hat Hamburg und seine Kaufmannschaft Krisen stets besser überstanden als andere Regionen." (Krug 2012: 3)
Unser heutiges Fiat-Money-System ist sehr rückständiger, ja archaischer Natur und gleicht im Grunde genommen der spätrömischen Geldfälschermentalität, welche letztlich zum Untergang einer ganzen Hochkultur führte: "Wenn Regierungen fiat money einführen, das beliebig vermehrt werden kann, um damit auf Stimmenfang zu gehen und den Staatsapparat auszudehnen, dann steigert das - wie beim Metallfälscher - den Reichtum der Fälscher und vermindert den Wert des Geldes aller anderen Bezieher und Eigentümer von Geld. Räuberische Gewinner hier - und schuldlose Verlierer dort." (Mr. N.N. 2011). Wir sehen auch hier wieder: Geldfälschung und Betrug. Auf die Dauer wird so etwas nie gut gehen. Die entscheidende Frage: Wann kommt der Untergang unseres Geldsystems oder gar unserer Kultur? Und was kommt danach? Ein Vorschlag: "Gerade im heutigen Internetzeitalter könnte eine 100 Prozent gedeckte Währung wie die Hamburger Mark Banco problemlos wieder eingeführt werden." (Krug 2012: 3).

Kommentare:

  1. Fakt ist leider. Es gibt kein Land ohne Fiat-Geld Währung. Das haben sich die Ausbeuter fein ausgedacht....

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  2. Hier empfehle ich besonders Stephen Zarlengas Der Mythos vom Geld - die Geschichte der Macht // 1999

    http://www.amazon.de/Der-Mythos-vom-Geld-Geschichte/dp/303509005X

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  3. Und ich empfehle dazu das schon 30 Jahre alte "Buch der Geldanlage" des grossen Ferdinand Lips.

    Leider nur noch antiquarisch erhältlich.

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