Dienstag, 21. Februar 2012

Der perfide Schulzwang

von Tomasz M. Froelich
Der österreichische Staatssekretär für Integration im Innenministerium, Sebastian Kurz (ÖVP), sorgte mit einem gewagten Vorstoß für so manchen Aufreger. Nicht zu Unrecht!
Kurz kritisierte die bisherige Strafgesetzgebung im Bezug auf das Verletzen des Schulzwangs: Derzeit "kostet" das Schulschwänzen in Österreich 220 €. Kurz fordert rigidere Geldstrafen von bis zu 1500 € und nimmt dabei den großen Bruder Deutschland als Vorbild.

Der Soziologe Johann Bacher von der Johannes Kepler Universität Linz hält den Vorstoß von Kurz aus pädagogischer Sicht für wenig sinnvoll. Aus seiner neuesten Studie geht hervor, dass Schulabbruch und Schulschwänzen aus zu geringen Leistungsmotivationen hervorgehen, weshalb positive Anreize sinnvoller als hohe Strafen wären.
Das eigentlich Schlimme jedoch ist, dass es überhaupt so etwas wie staatlichen Schulzwang gibt.
Dem Staat - von Natur aus kriminell - war von Anfang an bewusst, dass die Menschen seine perfiden Machenschaften (Freiheitsentzug, Verletzung des Selbsteigentums, obrigkeitsstaatliche Unterdrückung und Willkür etc. pp.) bei klarem Verstand nie akzeptieren würden, weshalb sich der Staat genötigt sah, den an sich freien und klaren Verstand der Menschen ein wenig zu vernebeln. Hierfür errichtete der Staat Gehirnwaschanlagen, wie etwa Kindergärten, Schulen und Universitäten, die fortan das Denken und Handeln der Menschen nach Gusto des Staates formen, lenken und manipulieren sollten. Die erbeuteten Mittel (Stichwort Steuerraub) des Staates reichten aus, um ihm auf dem Erziehungs- und Bildungssektor ein Monopol zu schaffen und so verwundert es wenig, dass es kaum noch kritisch denkende Menschen gibt, die seine perfiden Machenschaften und seine Existenz per se hinterfragen, sodass er Schalten und Walten kann, wie er will.

Strafen gegen die Verletzung des Schulzwangs sollen im Grunde genommen zwei Sachen bewirken:

1. Die Zahl derjenigen, die sich der staatlichen Bildungspropaganda widersetzen wollen und dadurch für den Staat zu "unbequemen" Bürgern werden könnten, soll reduziert werden.

2. Die finanziellen Mittel des kriminellen Staates sollen durch höhere Strafen (=noch größerer Diebstahl) am Bürger noch weiter vergrößert werden. 

Da die Strafe für das Verletzen des Schulzwangs laut Kurz in Österreich beinahe versiebentfacht werden soll, würde es reichen, dass von sechs bisherigen Schwänzern lediglich einer weiterhin schwänzen würde, um beide Punkte zu erreichen. 
Über Alternativen zum bisherigen Bildungssystem, wie etwa eine komplette Privatisierung der Bildung oder Unschooling wird hingegen gerne und leider geschwiegen.
Viele sehen in Sebastian Kurz (Jahrgang 1986) die politische Zukunft Österreichs. Diese Zukunft könnte düster sein!

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Das ist leider die Realität. Durch den Schulzwang und das quasi staatliche Bildungsmonopol kann der Staat dann die Lehrpläne festlegen und so z. B. freiheitliches Gedankengut aus dem Unterricht verbannen...

    Habe dazu ein Artikel auf meinem Blog gepostet, der sich mit dem deutschen Bildungssystem beschäftigt:

    http://orwellschewelt.blogspot.com/2012/03/bildung-dummes-deutschland-goethe-und.html#more

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