Montag, 23. Januar 2012

Pervertierung vorbeugen! Veranstaltungshinweis: Liberale Denker - Philosophische Richtungen des Liberalismus im Vergleich

Friedrich A. von Hayek und Ludwig von Mises
von Tomasz M. Froelich
Kaum ein Begriff wurde durch staatliche Gehirnwaschanlagen (Schulen, Universitäten, Medien etc. pp.) und Parteien dergestalt pervertiert wie der des "Liberalismus". 
Ludwig von Mises erkannte bereits 1927 die Pervertierung des Begriffes "Liberalismus" in seinem gleichnamigen Wert, als er schrieb,

,,daß heute unter Liberalismus, besonders in Deutschland, etwas verstanden wird, was mit dem, was die Ideengeschichte als Liberalismus bezeichnen muß, weil es den wesentlichen Inhalt des liberalen Programms des 18. und 19. Jahrhunderts ausgemacht hat, in Widerspruch steht. Nahezu alle, die sich heute liberal nennen, lehnen es ab, sich zum Sondereigentum an den Produktionsmitteln zu bekennen und befürworten teils sozialistische, teils interventionistische Maßnahmen." (Ludwig von Mises, Liberalismus, S. 172f., Stuttgart; Jena 1927)

Die FDP ist hierfür das beste Beispiel und einer der Gründe dafür, weshalb man sich als wahrhaft Liberaler in Deutschland kaum noch traut, sich das Attribut "liberal" auf die eigenen Fahnen zu malen und deshalb verständlicherweise den Terminus "libertär" präferiert.

Die Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach ist bemüht, den Menschen ein richtiges Verständnis dieses so pervertierten, aber so immens wichtigen Begriffes näher zu bringen, weshalb sie vom 03.02.-05.02.2012 ein Seminar veranstaltet, welches einen Überblick über die wichtigsten liberalen Philosophen, Denker und Denkschulen der vergangenen 200 Jahre verschaffen und diese miteinander vergleichen soll. Weiters dient das Seminar zu einer Vernetzung der konsequent-liberalen Gemeinde.

Das Programm sieht unter anderem folgende Beiträge vor:  

Dr. Edith PUSTER, freie Autorin
Frédéric Bastiat – Apologet des freien Marktes

Prof. Dr. Rolf W. PUSTER, Universität Hamburg
Ludwig von Mises – der Anatom der Freiheit

Dr. Detmar DOERING, Leiter Liberales Institut
Murray Rothbard

Frederik Cyrus ROEDER, European Students for Liberty
Friedrich August von Hayek und seine Social Change Theory

Julian F. MÜLLER,  Universität München
Towards a Science of Liberty – Warum der Liberalismus eine Wissenschaft von der Freiheit braucht

Christoph WIDENHORN, FREIHEITSWERK
„Prinzipieller Liberalismus“ – ein Praxisansatz auf dem Weg zu einer freien Gesellschaft

Frank BRAUN, Jonathan Logan: 
Cryptoanarchie – Wer Computer hat, braucht keinen Staat!

Weitere Informationen bezüglich der Kosten, der Anfahrt und dem genauen Programm sowie ein Anmeldeformular sind hier zu entnehmen.

Kommentare:

  1. Freue mich schon darauf, viele ideenreiche junge Freiheitsfreunde kennenzulernen! :)

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  2. Das neue Buch "Ludwig von Mises als Sozialphilosoph" des Referenten Julian F. Müller ist übrigens auch sehr zu empfehlen!

    Wir wünschen viel Erkenntnisgewinn bei dieser hochkarätig besetzten Veranstaltung!

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  3. Leider kommen zu dieser Veranstaltung nur Menschen den der Unterschied bekannt ist, die Liberalen sollten daher besser die Elfenbeintürme verlassen und Werbung für liberale Ideen machen, eine Werbung die dem breiten Publikum auch zugänglich ist. Das ist übrigens das größte Problem der Liberalen, man bleibt unter sich und scheut die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner, wenn es so weiter geht, dann wird die Idee der Austrians nur was für verstaubte Bücher in einer Bibliothek.

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