Samstag, 31. Dezember 2011

Die Austrians verstehen - mit Mises-Media!

Liebe Leser,

Mit Mises-Media ist vor kurzem eine neue, in der Tradition der Austrian Ecomomics stehende Internetplattform online gegangen, die wir Ihnen wärmstens empfehlen. Betreiber Mario Fleischmann erklärt dem Leser, in verständlicher deutscher Sprache, die Österreichische Schule der Ökonomie. Über die Austrian Economics und seine Motivation, diese den Menschen näher zu bringen, sagt Fleischmann:

,,Ich begann mehr und mehr über diese Schule zu lesen, denn die Dinge begannen endlich Sinn zu machen. Bald fing ich an, zu verstehen, wie die Welt wirklich funktionierte und ich lernte, dass alle anderen ökonomischen Denkrichtungen leicht widerlegt werden konnten. Ich stellte fest, dass die Wirtschaftspolitik unseres Landes uns in Wahrheit schadet und lernte, dass all die wirtschaftlichen Konzepte, von denen jeder immer dachte sie wären so offensichtlich, falsch sind. Als damals politisch eher links eingestellte Person dachte ich, dass Preiskontrollen, Umverteilung von Reichtum und staatliche Regulierungen den Menschen helfen würden. Ich hatte keine Ahnung, dass eine solche Politik gerade den armen Menschen am meisten schadet.

Als ich anfing die wirklichen wirtschaftlichen Ursachen und Wirkungen zu lernen, begriff ich, dass beinahe alles, was unsere Regierung tut, sich gegen und nicht für uns richtet und dass die Menschen aus Unwissenheit für politische Maßnahmen stimmen, die ihre Situation verschlechtern und nicht verbessern.

Auch realisierte ich, dass die neuen Informationen, die ich kennenlernte zwar gut dokumentiert sind – aber nur in kleinen akademischen frei-marktwirtschaftlichen Kreisen. Das meiste war und ist dem Normalbürger jedoch nach wie vor völlig unbekannt. Die Aufgabe dieser Seite soll sein, einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, den Menschen zu erklären, dass die Wirtschaftspolitischen Maßnahmen, von denen sie denken, dass sie gut für ihr Leben sind, es für gewöhnlich nicht sind.''

Montag, 26. Dezember 2011

Occupy Wall Street vs. Wirtschaftswissenschaft


von Eric Phillips
übersetzt aus dem Englischen von Henning Lindhoff
Das Original wurde auf mises.org unter der Creative Commons-Lizenz veröffentlicht.

In ihrem 1995 erschienenen Buch „Myth and Measurement: The New Economics of the Minimum Wage“ argumentieren David Card und Alan Krueger, dass Erhöhungen der Mindestlöhne in Pennsylvania und New Jersey in den frühen 1990er Jahren nicht nur nicht zu Arbeitslosigkeit führten, wie die klassische ökonomische Theorie es vorhersagte, sondern dass sogar auch die Zahl der Beschäftigten anstieg.
Wie sich herausstellte, gab es viele Probleme mit der Studie von Card und Krueger. Doch noch bevor diese Probleme ans Licht kam, ließen Ökonomen, die die Gesetze von Angebot und Nachfrage als genau das verstehen, was sie sind, nämlich Gesetze, diese Studie außer Acht. Nobelpreisträger James Buchanan schrieb im „Wall Street Journal“:

Montag, 12. Dezember 2011

Der Staat: Vater und Gott (?)

von Niklas Fröhlich
Dass der Staat bedeutender Teil unserer heutigen Welt ist, steht außer Frage. Wieso er jedoch entstand, wie er ausgestaltet sein soll, wie er gerecht und legitim ist und warum wir ihn überhaupt brauchen ist die vielleicht bedeutendste Frage des Menschengeschlechts und eine der am hitzigsten diskutierten Thematiken der Philosophie.
Und immer wieder hört man dabei dieselbe Antwort: Der Staat ist da um zu regeln, was der Mensch allein nicht schafft. Wirtschaftlich entspricht das einem: Der Staat muss eingreifen, wo der Markt versagt.

Dies scheint den meisten bis heute eine absolut einleuchtende Erklärung zu sein. „Der Staat“, sagt man, „bringt Ordnung unter die Menschen, die ansonsten in Chaos und Anarchie versinken.“ Eine der berühmtesten Ausführungen dieses Gedankens stammt vom englischen Staatsphilosophen Thomas Hobbes: „Der Mensch ist des Menschen Wolf.“¹ stellte er reichlich zitiert fest, daher benötige es den Staat, der diese Bestie namens Mensch bändige. Schon in der Schule führt man diese Weltsicht an: Jeder Schüler hat irgendwann schon einmal den Kupferstich gesehen, der Hobbes „Leviathan“ schmückt. Es wirkt aber auch zu verlockend: Ein Herrscher als Vertreter aller Menschen, der in ihrem Namen für Frieden und Recht sorgt, wohingegen sie ohne ihn im Chaos versänken.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

IV. Freiheit, Fortschritt, Optimismus. Appell zwischen Ratio und Romantik

von Niklas Fröhlich
Dies ist Teil einer wöchentlichen - mittwöchlichen - Reihe über und mit Gedichten und Auszügen von John Henry Mackay.

Es ist nicht immer – und das ist bereits euphemistisch – leicht in heutigen Tagen überzeugter Freund der Freiheit zu sein und in ihrem Sinne den Blick optimistisch in die Zukunft zu richten. Mehr noch: Gerade dies, die Hoffnung, die Zuversicht, ist es, was wir kultivieren und pflegen sollten. Der drohende Untergang von Nation, Welt, Klima, all das ist stets die (mitunter gewaltsam) drohende Phrase der schwarzsehenden Freiheitsfeinde gewesen und wird es stets sein. Der Etatist muss sich gerade deshalb stets um Kontrolle bemühen, weil er froh- und freimütige Zuversicht nicht kennt, sondern allenfalls furchtsam-kriecherische Obrigkeitsgläubigkeit. Dies hat mit Freimut, dem Freitum, der freiheitlichen Zuversicht die wir zunehmend zu verlieren drohen, nichts zu tun. So sehr sich die Zustände auch gegen das Ideal zu wenden scheinen, darf der Freie doch hinterm Horizont der Tage den freien Wandel zu erhoffen, nein: zu erwarten! Mackay richtet in seinem „sozialen Gedicht“ „Arma parata fero“¹ den Finger auf diesen Horizont.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Kölner Schneesteuer: ein Puzzlestück der exekutiven Ineffizienz

von Henning Lindhoff
Der unbedarfte Bürger nimmt landläufig an, dass die Straßenreinigung und der Winterdienst zu den ureigenen Aufgaben einer jeden Kommune gehört. Jede Kommune erhebt u.a. zu diesem Zweck die Grundsteuer. In den alten Bundesländern beträgt diese 3,5 Promille auf den Immobilienwert, multipliziert mit einem Hebesatz, der in Köln zur Zeit bei 500 % liegt. Die Stadt Köln darf dabei jährlich mit Einnahmen allein aus der Grundsteuer B von ca. 165 Mio. € rechnen [1]. Hinzu kommen noch Grundsteuern für landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Im letzten Haushaltsjahr überwies die Stadt Köln 4 Mio. € an die Abfallwirtschaftsbetriebe, um den Winterdienst zu bewältigen [2]. Dies sind gerade 2,4 % ihrer Einnahmen aus der Grundsteuer B. Die Beseitigung von Schnee und Eis hätte jeden Kölner Bürger somit gerade einmal 4 € gekostet.
Die 165 Mio. € aus der Grundsteuer B haben dennoch nicht ausgereicht.
Wie jede andere Gemeinde betreibt die Stadt Köln natürlich auch eine Mischkalkulation und verteilt die restlichen 160 Mio. € auf andere Geschäftsbereiche. Die Grundsteuer B wird also auch für öffentliche Bibliotheken, soziale Hilfen, den ÖPNV usw. usf. verwendet. Eine verständliche Aufschlüsselung der Ausgaben und Einnahmen aller Geschäftsbereiche der Stadt Köln ist für den Laien allerdings nicht zu finden.