Libertäres Internet-TV

Mittwoch, 29. Juni 2011

Mises' Gedanken über die Ursachen der Großen Depression

Ludwig von Mises (siehe Photo) wies in seinem Vortrag ,,Die Ursachen der Wirtschaftskrise'' aus dem Jahre 1931 darauf hin, dass staatlicher Interventionismus die große Depression der 1930er Jahre verursacht hat. Zum Zeitpunkt seines Vortrags war die große Depression schon im vollen Gange, dennoch erkannte Mises auch schon in seinen Werken zuvor, etwa 1928 in ,,Geldwertstabilisierung und Konjunkturpolitik'' (Mises 1928) die potentiellen Krisenerscheinungen. Die große Depression wurde von vielen Ökonomen der Zügellosigkeit der freien Marktwirtschaft zugeschrieben. Mises hielt dieser These dagegen: Von einer freien Marktwirtschaft konnte Mises und den Austrian Economics zufolge keine Rede sein
Mises war zu Beginn seines Studiums noch Etatist, das heißt, dass er sich für staatliche Lösungen für wirtschaftliche Problemkonstellationen aussprach. Dies ist kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, dass zu Mises' Studienzeit ,,Gustav von Schmoller (1838-1917) [...] als der große Meister der ,wirtschaftlichen Staatswissenschaften' [galt]. Seine Schule, die Kathedersozialisten, dominierte die Universitäten, insbesondere im Deutschen Reich.'' (Hoppe 2006: 9).

Samstag, 11. Juni 2011

Eine libertäre Kritik des Selbstverständlichen: Staat und Demokratie im Visier

von Tomasz M. Froelich
Die folgende Arbeit wagt eine libertäre und durchaus kontroverse und unkonventionelle Kritik an Hobbes' Gesellschaftsvertragstheorie. Auch die Demokratie als Herrschaftsform, welche im Alltag ja unkritisch hingenommen und als Ideal stilisiert wird, wird einer kritischen Analyse unterzogen. Ist Demokratie wirklich das Allheilmittel, oder ist sie nicht viel eher dem Untergang geweiht? Zudem soll gezeigt werden, dass Staaten im internationalen System vielmehr die Rolle der Aggressoren, als die der Stabilisatoren einnehmen. Dies zeigt sich schon in ihrer Entstehung: Staaten basieren nicht auf Gesellschaftsverträgen, sondern auf überlegener Schlauheit und wilden Manieren einer vorherrschenden und expandierenden Räubergruppierung. Dass Staaten im internationalen System die Rolle der Aggressoren einnehmen, soll anhand protektionistischer Wirtschaftspolitik - welche dezidiert der Freihandelstheorie widerspricht - gezeigt werden: Nicht selten führte und führt von Staaten ausgehender Protektionismus zu internationalen Konflikten. Außerdem neigen Staaten zu Korruption und zu manischem Machtstreben. Als Alternativen werden neben dem Freihandel u.a. das individuelle Sezessions- und Selbstbestimmungsrecht präsentiert. Als anarchistischster Staat wird die wohlhabende Schweiz kurz vorgestellt. Liefert sie ein Modell zum Nachahmen?