
Ludwig von Mises (siehe Photo) wies in seinem Vortrag ,,Die Ursachen der Wirtschaftskrise'' aus dem Jahre 1931 darauf hin, dass staatlicher Interventionismus die große Depression der 1930er Jahre verursacht hat. Zum Zeitpunkt seines Vortrags war die große Depression schon im vollen Gange, dennoch erkannte Mises auch schon in seinen Werken zuvor, etwa 1928 in ,,Geldwertstabilisierung und Konjunkturpolitik'' (Mises 1928) die potentiellen Krisenerscheinungen. Die große Depression wurde von vielen Ökonomen der Zügellosigkeit der freien Marktwirtschaft zugeschrieben. Mises hielt dieser These dagegen: Von einer freien Marktwirtschaft konnte Mises und den Austrian Economics zufolge keine Rede sein
Mises war zu Beginn seines Studiums noch Etatist, das heißt, dass er sich für staatliche Lösungen für wirtschaftliche Problemkonstellationen aussprach. Dies ist kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, dass zu Mises' Studienzeit ,,Gustav von Schmoller (1838-1917) [...] als der große Meister der ,wirtschaftlichen Staatswissenschaften' [galt]. Seine Schule, die Kathedersozialisten, dominierte die Universitäten, insbesondere im Deutschen Reich.'' (Hoppe 2006: 9).
