von Stefan Parting SánchezSieben Tage vor den Kommunalwahlen gehen in Spanien tausende Menschen auf die Straße, um zu demonstrieren. Die Gruppe der Demonstrierenden ist erstaunlich heterogen: Man findet Junge wie Alte, Akademiker wie Arbeiter, Linke wie Rechte, und doch demonstrieren sie alle gemeinsam, vereint durch das Versagen ihres Staates.
Der Unmut richtet sich gegen die regierende sozialistische Partei PSOE, die mit ihrer Politik maßgeblich daran beteiligt ist, dass die Arbeitsmarktsituation mittlerweile so prekär ist wie in keinem anderen europäischen Land. Offiziell beläuft sich der Anteil der Arbeitslosen auf 20%, bei den Jugendlichen ist der Anteil mehr als doppelt so hoch. Rechnerisch bedeutet das, dass 4,9 Millionen der etwa 22 Millionen Erwerbsfähigen arbeitslos sind. Man erläge einem Trugschluss, dächte man, dass die verbleibenden 17,1 Millionen Erwerbsfähigen mit ihren Steuern den Rest des Staates finanzierten. Zu den 4,9 Millionen Arbeitslosen kommen noch 4,8 Millionen Beamte, die ebenfalls vom Staat finanziert werden. Es sind also insgesamt nur ca. 12 Millionen Spanier, die vom Staat ausgenommen werden müssen, um die Ausgaben der Sozialisten zu finanzieren.






