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Montag, 21. Februar 2011

Gutes zu erzwingen ist nicht gut

von Tommy Casagrande
I
m Zuge einer Diskussion, in der es um Regulierungen in der Lebensmittelindustrie ging, machte eine Diskussionsteilnehmerin darauf aufmerksam, wie schlimm Nahrung aus der Massenzucht sei und dass man eben jene, unter anderem auch aus gesundheitlichen Gründen, verbieten sollte. Diesen Humbuk entkräftete TOMMY CASAGRANDE in vier excellent dargebotenen Punkten:

1. Jeder darf für sich selbst entscheiden, wie gesund er leben will. Dabei ist wichtig, dass niemand für die Kosten von jemand anderen aufkommt. Daher gehört das Gesundheitssystem privatisiert. Es nicht zu privatisieren bedeutet insofern Unrecht, als dass Menschen für jene Kosten aufkommen, die andere verursachen.

Sonntag, 20. Februar 2011

Ein paar Anmerkungen zur Hamburg-Wahl, oder auch: Demokratie - die Diktatur der Minderheit über die Mehrheit

Normalerweise berichte ich höchst ungern und sehr selten über tagespolitische Angelegenheiten, doch diesmal erscheint es mir angebracht:
Die Hamburger haben heute ihre Bürgerschaft neu gewählt. Das Statistikamt Nord gab auf seiner Website folgendes Wahlergebnis bekannt:
CDU: 21,9%
SPD: 48,3%
GRÜNE/GAL: 11,2%
DIE LINKE: 6,4%
FDP: 6,6%
PIRATEN: 2,1%
NPD: 0,9%
Die PARTEI: 0,7%
FREIE WÄHLER: 0,7%
ödp: 0,3%
RENTNER: 0,5%
BIG Hamburg: 0,1%
Bü-Mi: 0,2%
bei einer Wahlbeteiligung von 57% (vgl. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein 2011).
Mit diesem Ergebnis können die Sozialdemokraten für die nächsten vier Jahre die Geschicke der Stadt leiten.
Doch wie stark ist der Rückhalt der Sozialdemokraten, die von parteinahen Propagandablättern, wie etwa der Hamburger Morgenpost, als ,,Überflieger'' gefeiert werden, wirklich?

Donnerstag, 17. Februar 2011

Über Demokratie und Demokratisierung

Die folgende Arbeit behandelt das Themenfeld der Demokratisierung, welches im Diskurs der internationalen Entwicklungsstrategien eine führende Rolle einnimmt. Viele Entwicklungstheoretiker sehen in der Demokratie das Rezept, welches arme Staaten aus ihrer Misere führen soll.
Zunächst einmal wird dem Leser ein kurzer Einblick in die Theorie des ,,Demokratischen Friedens‘‘ gewährt. Hierbei soll aufgezeigt werden, dass sich als Kantianer ausgebende Apologeten einer externen Demokratisierung ihrem großen Idol IMMANUEL KANT widersprechen, da der ,,ewige Frieden‘‘, wie ihn Kant beschrieben hat, auf außenpolitischer Enthaltsamkeit basiert. Kants Theorie wird also im Grunde genommen – ob bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt – realpolitisch missbraucht.
Anschließend folgt eine Erklärung des Demokratiebegriffs. Die Demokratie wird dabei äußerst kritisch aus einem libertären Blickwinkel betrachtet. Vor allem die mit dem Mehrheitsprinzip in Relation stehenden Probleme sollen aufgezeigt werden.