Donnerstag, 20. Januar 2011

Kroatien – ein Beispiel gelungener Sezession

Ein Beispiel gelungener Sezession ist Kroatien. Dem heute verhältnismäßig stark prosperierenden Land wurden nach dem 2. Weltkrieg über einen Zeitraum von gut 50 Jahren sozialistische Fesseln durch den jugoslawischen Zentralstaat angelegt. 1995 erlangte Kroatien nach langem Kampf seine Unabhängigkeit.

I. Kroatischer Frühling
Erste stärkere Symptome des Strebens nach der Unabhängigkeit zeigten sich bei den Kroaten in den späten 1960er und den frühen 1970er Jahren. Die als ,,Kroatischer Frühling‘‘ (Hrvatsko proljeće) bekannte Bewegung forderte eine stärkere Autonomie der kroatischen Teilrepublik. Die politische Abhängigkeit vom jugoslawischen Zentralstaat wurde zunehmend als zu bedrückend wahrgenommen.

Dienstag, 18. Januar 2011

,,Liberal'', ,,Pro-EU'', ,,Partei'' - Ein Festival an Widersprüchen

Vor gut einem Jahr bekam ich eine Graphik zu sehen, die von einem verwirrten Politologen angefertigt wurde. In dieser Graphik wurde gezeigt, wie das Verhältnis der jeweiligen Parteientypen der EU-Mitgliedsstaaten zur EU ist. Daraus ging hervor, dass Parteien aus dem ,,rechten'' Spektrum grundsätzlich eine EU-skeptische Haltung einnehmen und sich für ein Europa der Nationen einsetzen. Bei Parteien aus dem ,,linken'' Spektrum ergibt sich ein recht heterogenes Verhältnis zur EU, welche teils aufgrund ihres zentralistischen Systems euphorisch empfunden, teils aber auch abgelehnt wird. Die Sozial- und die Christdemokraten differenzieren sich in dieser Graphik nur marginal voneinander, auch wenn die Zuneigung zur EU bei den Sozialdemokraten etwas stärker ist. Die GrünInnen erweisen sich als EU-freundliche Partei und werden in dieser Kategorie nur von den ,,liberalen'' Parteien geschlagen. Vor allem die EU-Zuneigung der ,,Liberalen'' ist interessant:

Donnerstag, 13. Januar 2011

Misesianische Prophezeihungen über den Kolonialismus

von Tomasz M. Froelich
Der britische Historiker und Afrikanist BASIL DAVIDSON schrieb in seiner ,,Conclusion'' seines Buches ,,The Black Man’s Burden. Africa and the Curse of the Nation-State’’ folgendes:

,,[T]he vision of a different future embodied in their ideas and practice of participation in self-government and self-liberation was not therefore proved false. On the contrary, wherever it was able to evolve and spread its influence, this vision was shown neither to be wishful thinking nor impractival romanticism. For this there was the evidence of what had been attempted and achieved in colonial regions from which the colonial power had been sufficiently evicted – in ‘‘liberated zones‘‘, as they were usually called. Here it was sometimes possible, even while the wars continued, to watch the revival and practical operation of forms of local self-administration.'' (Davidson 1992/2000: 307)

Montag, 10. Januar 2011

The illusion of democracy

Lebst Du in einem undemokratischen Land? Bist Du etwa nicht gewillt, die Demokratie in Deinem Land einzuführen? Oder willst Du es schon, nur kannst Du es nicht? Ja, das klingt wahrscheinlicher und es stört Dich bestimmt! Keine Sorge, die Demokratie ist bereits auf'm Weg zu Dir!

Ist sie schon angekommen? Wenn ja: Stehen Wahlen an? Zerbrichst Du Dir den Kopf darüber, wen Du als Deinen Vertreter, als den Vertreter Deines ganzen Volkes wählen sollst? Fragst Du Dich, ob Du lieber rechts, oder doch etwa links wählen sollst? Mach Dir keinen Kopf!


Democracy is the freedom to elect our own dictators or murderers!
Cheers!

Dienstag, 4. Januar 2011

Ein homophober Freiheitsfreund – kein Widerspruch!

von Tomasz M. Froelich
Angeregt durch TOMMY CASAGRANDE las ich gestern ,,Die Irrtümer des Hans-Hermann Hoppe‘‘ von BIJAN NOWROUSIAN und OLIVER MARC HARTWICH, welche auf der Website der Achse des Guten publiziert wurden. HANS-HERMANN HOPPE (siehe Photo!) als radikaler Anarchokapitalist mit einer Vorliebe für konservativen Lebensstil und Werte gilt in der libertären Szene als nicht ganz unumstritten. Verantwortlich hierfür sind z.B. Hoppes kontroverse Aussagen über Homosexuelle. Inwieweit Hoppes Aussagen reine Provokation sind, oder nicht, bleibt dahingestellt. Fakt ist, dass es Menschen gibt, die sich den durch die Apologeten der politischen Korrektheit sehr eng gesetzten Grenzen des Diskurses widersetzen möchten und dabei oft Sachen sagen, die sie gar nicht vertreten und dabei einfach nur Intention haben, die engen Grenzen des durch die politische Korrektheit dominierten Diskurses auszuweiten oder gar ganz zu sprengen. Manche Menschen verspüren den Drang zu polarisieren und zu provozieren. Auch ich gehöre dazu. Und Hoppe womöglich auch, doch das bleibt Spekulation.
Nowrousian und Hartwich wagen die Spekulation und attestieren Hoppe, durch das Abdrucken libertärer Aufsätze in Magazinen von Holocaust-Leugnern, eine zumindest strategische Nähe zu und Kooperation mit rechtsextremen, neonazistischen, homophoben und intoleranten Kreisen, woraus sie unter anderem schliessen ,,dass Hoppes Libertarismus genau das Gegenteil des Liberalismus ist und eine Gefahr für die Freiheit darstellt‘‘ (Nowrousian; Hartwich 2005).
Eine schlichte, aber gleichsam geniale Widerlegung der Vorwürfe, wonach Hoppe eine Gefahr für die Freiheit darstellt, findet sich bei THORSTEN BOIGER in seinem Text ,,Von scheinbaren Irrtümern und sogenannten "Liberalen"‘‘: