Libertäres Internet-TV

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Der Energiesparlampenirrsinn

von Tomasz M. Froelich
Die Glühlampe war zweifelsfrei eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheit. Sie löste die Öllampe ab, welche über Jahrtausende hinweg eine wichtige Lichtquelle war. THOMAS ALVA EDISON (siehe Photo) verbesserte in den späten 1870er Jahren die Glühlampe und machte sie praktisch nutzbar, sodass sie schon bald den Markt erobern sollte.
Bis vor kurzem waren Glühlampen nicht mehr wegzudenken. Sie waren praktisch und lieferten angenehmes Licht. Dennoch hatte die EUdSSR etwas dagegen: auf Basis der Ökodesign-Richtlinie gab sie Ende 2008 bekannt, stufenweise Herstellungs- und Vertriebsverbote für eine Vielzahl von Glühlampenarten festzulegen, da sie nicht umweltfreundlich genug zu sein schienen.
Als Alternative blieb also nur die Energiesparlampe, in der die Umweltsmoralapostel ein großes Heil sahen, auch wenn das durch sie ausgestrahlte Licht doch recht unangenehm ist. Nun hat sich jedoch folgendes herausgestellt:

,,Das Umweltbundesamt (sic!) hat einen neuen Beleg für Gesundheitsgefahren durch entweichendes Quecksilber bei zerbrochenen Energiesparlampen veröffentlicht. Geht eine Lampe zu Bruch, kann das giftige Schwermetall in die Raumluft gelangen - und die Belastung um das 20-fache über dem Richtwert (sic!) liegen.'' (AFP/dpa 2010)

Energiesparlampen bestehen also aus giftigen Substanzen. Wer annimmt, dass sie ausschließlich im Sondermüll und nicht etwa im Hausmüll entsorgt werden, ist naiv. Energiesparlampen haben sich nicht als sinnvolle, sondern als giftige Alternative zur klassischen Glühlampe erwiesen.
Das nun vorherrschende Problem beweist wieder einmal, wie fatal und sinnlos staatliche Interventionen in die Wirtschaft sind. Weitere Optimierungen in der Glühlampenentwicklung werden durch die EUdSSR unterbunden, all ihre Möglichkeiten bleiben ungenutzt.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Gewerkschaften im Visier - eine kritische Analyse des Gewerkschaftswesens

von Tomasz M. Froelich
I. Einleitung
1848, am Vorabend der bürgerlichen Revolution in Deutschland, forderten KARL MARX und sein Glaubensgenosse FRIEDRICH ENGELS (siehe Bild) in ihrem ,,Manifest der Kommunistischen Partei'' großbuchstäblich:
,,PROLETARIER ALLER LÄNDER VEREINIGT EUCH!'' (Marx; Engels 1848/2009: 56)
Diese Forderung resultierte seinerzeit aus den miserablen Arbeits- und Lebensverhältnissen der Proletarier aus den Hochburgen der Industrie, wie etwa der englischen Stadt Manchester. Das ,,Manifest der Kommunistischen Partei'' fand im Proletariat große Beachtung, sodass auch der oben genannte Aufruf von Marx und Engels nicht unberücksichtigt blieb. Schon bald bildeten sich proletarische Interessensverbände, wie etwa Parteien oder auch Gewerkschaften, die bis in die Gegenwart fortbestehen. Das ,,Manifest der Kommunistischen Partei'' wurde zur ,,Bibel'' der Arbeiterbewegung. Klassische Forderungen der Gewerkschaften waren schon damals – scheinbar im Interesse der Arbeiter - höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Mitbestimmungsrechte am Arbeitsplatz und Arbeitszeitverkürzungen, also Forderungen, die den Interessen der Arbeitgeber diametral widersprachen. Auch zuvor erkannte ein weiterer prominenter Denker, der freilich aus einem anderen Milieu als Marx und Engels stammt, einen Interessenskonflikt auf dem Arbeitsmarkt. Im 18. Jahrhundert schrieb ADAM SMITH:
,,Die Arbeiter wollen soviel als möglich erhalten, die Meister sowenig als möglich geben‘‘ (Smith 1776/2006: 88).