Libertäres Internet-TV

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Freitum, eine Einleitung

ein Gastbeitrag von Tommy Casagranda
M
ein werter Grazer Kollege TOMMY CASAGRANDE, Gründer der frisch eröffneten Facebook-Gruppe ,,Freitum'', schrieb für eben jene einen durchaus bemerkenswerten Einleitungstext, welchen ich auf diesem Blog vorzustellen vermag. Tommy Casagrande schreibt über die Freiheit folgendes:

Freiheit ist das, aus dem alles entsteht. Die Natur ist frei in ihrer Entwicklung, ihrem Werden und Vergehen. In ihrem kreativen und unendlich scheinendem Schöpfungsakt schafft sie voller Fantasie Elemente, Stoffe, Bausteine, Organismen, Existenz in allen möglichen Farben und Verhaltensweisen. Die einzige Begrenzung die ihr zugrunde liegt, sind die Gesetze, innerhalb derer sie wirkt. Freiheit ist das, was in Fabeln, Romanen, Geschichtsbüchern, Gedichten und gegenwärtigen Existenzen die Sehnsucht der Eingesperrten beflügelt.

Wir Menschen begrenzen unsere Freiheit in unnötigerweise. Einerseits sind auch wir den Gesetzen, welche die Natur uns vorgibt, unterworfen. Ebenso jedoch sind wir den Gesetzen der Ökonomie unterworfen, die uns, ob wir es akzeptieren oder nicht, dazu zwingt, unser menschliches Handeln subjektiv auf jene Art und Weise einzusetzen, wie es ein jeder, subjektiv, für sich als am gewinnbringendsten erachtet. Da unser Leben, sowie auch alle weltlichen Güter nach denen wir streben, letztlich endlich und sohin als knapp bezeichnet werden kann, sind wir dazu des Schicksals verhaftet, nicht alles haben zu können was wir haben wollen und müssen uns stets, in jeder Minute des Lebens entscheiden.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Johan Norberg - Ein Plädoyer für den Kapitalimus: Wie die Globalisierung weltweit Wohlstand schafft und Armut verringert

von Tomasz M. Froelich
JOHAN NORBERG, Mitglied der Mont Pelerin Society, sieht im Kapitalismus das einzige Mittel für eine erfolgreiche weltweite Armutsbekämpfung. In seiner Argumentation blickt er weit zurück:

,,Stellen Sie sich ein Land vor, das ärmer als der Kongo ist, in dem die Lebenserwartung 20 Jahre niedriger und die Kindersterblichkeit doppelt so hoch ist wie im Durchschnitt der Entwicklungsländer. Wo die Menschen ihr Brot aus Rinde, Flechten und Stroh backen, um zu überleben. Wo Gräten und Knochen zu Mehl gemahlen werden, aus dem ein Brei zubereitet wird.
Ich spreche weder über Sambia noch über Äthiopien. Ich spreche über mein eigenes Land, Schweden, vor nicht mehr als 130 Jahren. Ein nicht totzukriegendes Argument in der Globalisierungsdebatte ist die falsche Vorstellung, daß Armut ein neues Phänomen sei und daß sich die Dinge zusehends verschlechtern. Aber dies passiert nicht. Vor 100 Jahren war jedes Land ein Entwicklungsland. Wohlstand, nicht Armut, ist in der modernen Welt das Neue. Der Umstand, daß einige Länder die Armut hinter sich lassen konnten.'' (Norberg 2003: 1)
Die in der Globalisierungsdebatte populäre These, wonach Armut aus der Globalisierung und dem Kapitalismus resultiert, wird also vehement widersprochen. Staaten, die heute als entwickelt gelten, hatten im 19. Jahrhundert einen wesentlich geringeren Entwicklungsgrad, als die heute als unterentwickelt geltenden Staaten, die nichtsdestotrotz in den letzten Jahrzehnten nicht ärmer geworden sind. Früher, beispielsweise um 1850 herum, waren nach heutigen Maßstäben alle Länder unterentwickelt. Norberg erklärt anhand des schwedischen Beispiels, weshalb sie es heute nicht mehr sind: