Mittwoch, 14. Juli 2010

Mythos Che Guevara - Massenmörder, Unterdrücker, Rassist, Terrorist und Modeikone


von Tomasz Froelich
Gisele Bündchen im Bikini - für fast jeden Mann, aber auch für so manche Frau, ein wahrer Augenschmaus. Doch für reichlich Verwirrung sorgte einer ihrer Auftritte, bei dem sie höchst dubiose Bademode trug, die von diversen Che Guevara-Konterfeien beschmutzt war. Dabei bildet Gisele Bündchens' Bikiniauswahl keine Ausnahme: Che Guevara ist in den letzten Jahren im Westen zu einem Modesymbol avanciert, das seines gleichen sucht. Wenn er das nur zu Lebzeiten mitbekommen hätte - er wäre sicherlich ein stolzer Mann. Che Guevara - die Modeikone ihm nachahmender (zumeist immer noch pubertierender) Revolutionäre.

Hollywood - und nicht Kuba - hat maßgeblich zu der derzeit stattfindenden Renaissance des Ernesto Che Guevara beigetragen. So wird der gute Che in so manchem Hollywood-Streifen als fürsorglicher Revolutionär präsentiert, der die Vision hatte, die Kubaner mit Bildung und Nahrung en masse zu versorgen. Diese Vision wurde zum Versprechen. Realisieren sollte sie Fidel Castro. Man könnte also denken: Commandante Ernesto Che Guevara - ein Name, der für Friede und Freude und für Glanz und Gloria stand. In Wirklichkeit klafften jedoch Anspruch und Realität weit auseinander.
Das interessanteste am Che Guevara-Kult ist, dass sich dieser aufgrund mangelnder Geschichtskenntnis fortentwickelt. Man nehme eine Friedensdemonstration: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man dort Fahnen mit dem Konterfei des Che Guevara erblicken, ebenso wie etwa bei Fussballspielen des FC St. Pauli, dessen Fans sich überwiegend als Pazifisten bezeichnen. Offensichtlich wird Che Guevara als der Meisterpazifist des 20. Jahrhunderts glorifiziert. War er das wirklich? Weit gefehlt!