Samstag, 6. März 2010

Ludwig von Mises - Das Sondereigentum und die Ethik

Von gesellschaftlicher Notwendigkeit ist das Sondereigentum. Der Berechtigung zum Sondereigentum obliegt eine moralische Rücksichtnahme auf die Gesellschaft. Der Sondereigentümer darf bei all seinem Tun und Handeln nicht nur auf seinen unmittelbaren Nutzen Rücksicht nehmen, sondern muss auch ,,in jeder Handlung die Gesellschaft als solche bejahen. Denn das Leben des einzelnen in der Gesellschaft ist nur durch die Gesellschaft möglich, und jeder einzelne würde auf das schwerste geschädigt werden, wenn die gesellschaftliche Organisation des Lebens und der Produktion in die Brüche gehen würde.'' (Mises 1927: 30) Langfristig kann jeder Mensch also nur dann profitieren, wenn sein Handeln für die Gesellschaft unschädlich ist, da ein Nutzen für jeden einzelnen langfristig nur in einer stabilen, wohl strukturierten Gesellschaft möglich ist. ,,Der Fortbestand der Gesellschaft als Vereinigung der Menschen zur gemeinsamen Arbeit und Lebensführung liegt im Interesse jedes einzelnen; wer einen augeblicklichen Vorteil aufopfert, um den Fortbestand der Gesellschaft nicht zu gefährden, der opfert einen kleineren Vorteil einem größeren.'' (ibid.)
Als eine Handlungsmaxime definiert der Liberalismus somit die Befolgung des Sittengesetzes: Handele sittlich, indem du durch dein Handeln der Aufrechterhaltung der Gesellschaftsordnung dienst.
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L I T E R A T U R :
Mises, Ludwig von (1927): Liberalismus. Stuttgart; Jena: Gustav Fischer Verlag.

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