Samstag, 27. Februar 2010

Ludwig von Mises - Liberalismus und Kapitalismus

Der Fortschritt der Zivilisation in ihren ökonomischen Aspekten wird von Demagogen im Großen und Ganzen negiert. Demagogen behaupten, ,,daß alle Fortschritte der Produktionstechnik ausschließlich einer schmalen Schichte zugute kommen, wohingegen die Massen immer mehr und mehr verelenden.'' (Mises 1927: 9) Dies sind natürlich antiliberale Hirngespinste, was dem kritischen Beobachter klar wird, wenn er unschwer erkennt, dass sich all der Fortschritt auf die Optimierung der Bedürfnisbefriedigung der Massen auswirkt.
Es ist der Konzeption der kapitalistischen Gesellschaftsordnung systemimmanent, ,,daß für den Unternehmer und Kapitalisten der Weg zum Reichtum ausschließlich über die bessere Versorgung seiner Mitmenschen mit dem, was sie selbst benötigen glauben, führt.'' (ibid.: 10) Der Kapitalist muss im Sinne seines Eigeninteresses auch die Interessen der Gesellschaft und seiner Arbeitnehmer respektieren und sich an ihnen orientieren, sonst gelangt er auf den Weg des Scheiterns.
Gelegentlich deckt sich das Sonderinteresse einiger Kapitalisten mit dem Programm des Liberalismus, ,,aber immer stehen die Sonderinteressen anderer Unternehmer oder Kapitalisten dagegen.'' (ibid.: 11) Neutralisierung erfolgt!
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L I T E R A T U R :
Mises, Ludwig von (1927): Liberalismus. Stuttgart; Jena: Gustav Fischer Verlag.

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