Sicherheit ist für jede Nation ein wertvolles Gut. Jedes Volk sehnt sich nach Sicherheit. Nehmen wir mal an, dass unser Volk eine Hunderttausend-Mann-Armee brauchen würde, um national gesichert zu sein. Eine solche Equipe würde freilich nicht für umsonst arbeiten. Die Bürger müssten im Sinne ihrer nationalen Sicherheit ein Opfer bringen und die Equipe durch Steuern subventionieren. Nehmen wir diesbezüglich mal an, dass der Erhalt dieser hunderttausend Mann hundert Millionen kosten würde, also pro Kopf eintausend.Das Volk ist bereit, dieses Opfer für die nationale Sicherheit zu bringen.
Nun fordert ein Parlamentarier: ,,Lasset’ uns die hunderttausend Mann entlassen, so sparen wir dem Steuerzahler hundert Millionen per anno!’’
Sofort protestiert ein anderer Abgeordneter:
,,Hunderttausend Mann entlassen! Wo denken Sie hin? Was wird aus ihnen werden? Wovon werden sie leben? Etwa von Arbeit? Aber wissen Sie nicht, dass an Arbeit überall Mangel ist? Dass alle Berufe überfüllt sind? Wollen Sie die Männer auf den Markt werfen, um die Konkurrenz zu vermehren und auf die Löhne drücken? […] [I]st es […] nicht ein glücklicher Umstand, wenn der Staat hunderttausend Personen Brot gibt? Ziehen Sie außerdem in Betracht, dass die Armee Wein, Kleider, Waffen konsumiert, dass sie so die Aktivität in den Fabriken, in den Garnisonsstädten verbreitet und dass sie zu guter Letzt die Vorsehung für ihre unzählbaren Lieferanten darstellt. Zittern Sie nicht bei der Idee, diese mächtige industrielle Bewegung aufzulösen?’’ (Bastiat 1850)



