Mittwoch, 23. September 2009

,,Si vis pacem para bellum'': Über die Vorzüge einer Legalisierung von Waffen.

Vor wenigen Monaten berichtete die internationale Medienlandschaft in beeindruckender Dramaturgie und Hysterie über das Massaker in Winnenden, bei dem der erst 17-jährige Protagonist Tim K. 15 Menschen, zum Großteil in seiner eigenen Schulklasse, erschoss.
Sofort wurden Rufe laut, die ein strikteres und strengeres Waffengesetz forderten. Der Mainstream war überzeugt: Das bislang zu liberale Waffengesetz sei schuld am Massaker gewesen. Und hierin zeigt sich mal wieder die Unlogik des menschlichen Denkens.

,,Si vis pacem para bellum'' lautet ein lateinisches Sprichwort, was in etwa bedeutet: ,,Wenn du Frieden willst, so rüste zum Krieg“. Die Logik und den Sinn dieses durchaus klugen Sprichworts vermag ich im Folgenden zu erläutern:

Ein Verbrecher plant einen bewaffneten Überfall. Die dafür obligatorische Waffe wird er sich in einem Staat, in dem der Waffenbesitz illegal ist auf dem Schwarzmarkt, in einem Staat, in dem Waffenbesitz legal ist, auf legale Art besorgen. Doch der Umstand, ob der Waffenbesitz in einem Staat legal oder illegal ist, ist für das verbrecherische Vorhaben des potentiellen Verbrechers von entscheidender Bedeutung:


In einem Staat, in dem der Waffenbesitz illegal ist, wird der potentielle Verbrecher sein verbrecherisches Vorhaben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in die Tat umsetzen, da er als Waffenbesitzer gegenüber anderen, waffenlosen Akteuren definitiv im Vorteil ist, da er bekanntlich bewaffnet ist. Dieser Vorteil steigert in jedem Falle die Attraktivität der Realisierung des Verbrechens um einen hohen Faktor.

In einem Staate, in dem Waffenbesitz legal ist, muss der potentielle Verbrecher hingegen davon ausgehen, dass die anderen Akteure ebenfalls bewaffnet sind. Er hätte mit Gegenwehr zu rechnen. Durch diese Gegenwehr wäre die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreich ausgeführten Verbrechens wesentlich geringer. Durch diese Faktoren würde der potentielle Verbrecher auf sein Vorhaben wahrscheinlich verzichten.

Dass legaler Waffenbesitz die Sicherheit und Freiheit der Menschen stärkt ist übrigens empirisch bewiesen. So sind z.B. die Kriminalitätsraten in den US-Bundesstaaten, in denen Waffenbesitz verboten ist, z.B. New York oder Washington D.C., wesentlich höher als in den US-Bundesstaaten, in denen Waffenbesitz legal ist, wie z.B. Arizona, wo durchschnittlich auf einen Einwohner 2,5 Waffen kommen.
Dieser statistische Zusammenhang sollte die Bürger dieser Welt dazu animieren, sich im Sinne der Verbrechensprävention zu bewaffnen.

Ansichten, wonach dem Staat das alleinige Waffenmonopol zustehen sollte, sind kriminalitätsfördernd und haben nebenbei einen faschistischen Beigeschmack.

Und hätte nur einer der Schüler oder Lehrer an der Schule in Winnenden, in der es zum Massaker gekommen ist, eine Waffe, so wären vielleicht nicht alle, aber zumindest mehrere der erschossenen Schüler jetzt noch am Leben.

Kommentare:

  1. Ich bin ja einiges von dir gewohnt, aber diesmal liegst du wirklich sehr falsch. Und nun auch noch so unwiderruflich!
    Du vergisst, dass es eine deutlich höhere Hürde für einen Räuber ist, eine Waffe auf dem Schwarzmarkt zu erwerben (es sei denn man ist in den USA, denn der ist dort riesig. Man bekommt dort überall illegal Waffen). Desweiteren läuft ein Überfall gegen unbewaffnetes Personal deutlich unblutiger von statten, als ein Feuergefecht. Dies beides - höhere Hürde und höhere Sicherheit für die Beteiligten - sind Umstände, die uns in Deutschland vor viel Ärger bewahren. Gerade die Behauptung, dass der "potentielle Verbrecher" (lies: JEDER, der eines Verbrechens fähig ist -> JEDER) sein Vorhaben besonders häufig in die Tat umsetzt, wenn er keine Waffe parat hat ist offensichtlich ein wenig seltsam. Dadurch, dass die meisten Menschen keine gefährlichen Waffen besitzen, sind alle Impulshandlungen ausgeschlossen. Es kommt bei uns sehr selten vor, dass ein Ehepartner erschossen wird, nachdem er fremd ging. In den USA ist das eine andere Geschichte. Wir verringern also die Zahl der Überfälle dadurch. Ob drastisch oder kaum sei dahingestellt.
    Ich möchte mich kurz fassen, aber ein wenig muss ich dennoch richtig stellen:
    Der angeführte "empirische Beweis" ist ebenfalls ein wenig fraglich. Ist doch Arizona nicht gerade ein Problemgebiet in den USA. Anders die Ballungszentren, wo sehr viel mehr Arme wohnen. Außerdem löst das ja auch nich das Problem, dass Waffen leicht zu haben sind in den USA. Es gibt zwischen den Staaten keine lückenlosen Grenzkontrollen. Es dürfte deshalb kaum ein großen Unterfangen sein, Waffen illegal in diese Staaten zu schaffen.
    Den polemischen Einwurf des "faschistischen Beigeschmack[s]" übergehe ich einmal. Das solltest du besser können.

    Das Beste zum Schluss!
    Winnenden. Richtig. Das Problem war, dass die Schüler keine Waffen trugen. Das Problem hat man in den USA erkannt und deshalb Waffen in Schulen verboten. Huch?! Wie passt das jetzt zusammen? Garnicht. So wie der Rest in diesem Blog Eintrag. Da bitte doch lieber auf Polnisch schreiben. Da kann ich wenigstens nichts einwenden.
    Gruß
    T

    AntwortenLöschen
  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  3. 1)
    Ich weiss aus meinem ehemaligen näheren Umfeld, dass es wirklich kein Problem ist, sich auf dem Schwarzmarkt in der BRD eine Waffe zuzulegen.

    2)
    Dass ein Überfall gegen bewaffnetes Personal deutlich blutiger abläuft als gegen unbewaffnetes Personal ist fraglich. Gehen wir mal davon aus, dass ein Schüler oder Lehrer in Winnenden eine Waffe gehabt hätte. Dann hätte Tim K. vielleicht ein, zwei Schüler erschiessen können, aber spätestens dann hätte die Person, die außer Tim K. eine Waffe hatte, intervenieren können. Folge: es wären weniger als 15 Menschen erschossen worden.

    3)
    Ich habe bewusst den Begriff ,,potentielle Verbrecher'' verwendet, da ich nicht jedem, ja gar den wenigsten Menschen die Fähigkeit eines bewaffneten Überfalls oder anderer solcher Verbrechen zutraue. Physisch zwar schon, aber nicht psychisch, von daher würde ich nicht jeden Menschen als ,,potentiellen Verbrecher'' definieren.

    4)
    Ich verstehe nicht ganz, worauf Du mit ,,[g]erade die Behauptung, dass der "potentielle Verbrecher" [...] sein Vorhaben besonders häufig in die Tat umsetzt, wenn er keine Waffe parat hat ist offensichtlich ein wenig seltsam'' meinst. Ich gehe davon aus, dass der ,,potentielle Verbrecher'', unabhängig davon, ob jetzt der Waffenbesitz legal oder illegal ist, sich seine Waffe besorgen wird. Haben die anderen Menschen jedoch keine Waffen zur Selbstverteidigung oder zur Verteidigung anderer, so wird der Verbrecher mit seinem Verbrechen eher Erfolg haben. Diese Erfolgsaussicht motiviert ihn umso mehr zur Ausführung des Verbrechens.

    5)
    Man verringert eventuell die Zahl der tödlichen Impulshandlungen, ob man aber grundsätzlich die Zahl der Verbrechen durch Waffenillegalisierung reduziert, sei mal dahingestellt. In Kanada herrschen auch liberale Waffengesetze und dort ist die Kriminalitätsrate sehr gering. Sogar Michael Moore verweist bei der hohen Kriminalitätsrate in den USA auf kulturelle Faktoren. Denn sonst müsste die kanadische Kriminalitätsrate der amerikanischen gleichen, was sie offensichtlich nicht tut.

    6)
    Der Einwurf des ,,faschistischen Beigeschmack[s] ist in der Tat ein wenig polemisch, aber dennoch nicht ganz verkehrt. Zieht man die Merkmale der faschistischen Ideologie heran, so wird man schnell Schnittstellen finden. Denn wenn ein Staat für sich ein Waffenmonopol beansprucht, dann ist dies in gewisser Weise ein Totalitätsanspruch. Und der Totalitätsanspruch ist nunmal ein Kernelement der faschistischen Ideologie.

    7)
    In Winnenden war die Mitnahme von Waffen in der Schule auch verboten, geholfen hat es dennoch nichts. Und ansonsten: siehe 2)!


    Ich werde weiterhin auch auf deutsch schreiben. Es sind doch gerade die Einwände und die Kritik, über die ich mich freue. Erst so entsteht eine interessante Diskussion und das ist ja das Ziel, dass ich verfolge.

    Gruß,
    T.M.F.

    PS.: Dürfte ich fragen, wer Du bist? Habe einige Vermutungen, aber das ,,T'' ist mir nicht Hinweis genug. ;-)

    AntwortenLöschen
  4. 1) AK47? Shotgun? Es gibt sogar 11 Gatlings die in den USA legal zu haben sind. Es sind ganz andere Dimensionen. Bei uns werden die meisten verbrechen nicht mit Schusswaffen durchgeführt. In den USA wage ich das zu bezweifeln. Warum einen Totschläger nehmen, wenn du einen Colt hast?
    2)Es ist absolut unfraglich. Entweder es geht blutig aus oder die Waffe war nutzlos. Ich sehe ein, dass der Gedanke, der Kassierer sei eventuell bewaffnet, abschrecken kann, jedoch ist dies schwer mit all den Nachteilen von liberalen Waffengesetzen abzuwägen.
    Zu Winnenden vertrete ich immernoch die gleiche Meinung; Das Argument ist lächerlich. In keinem vernünftigen Land sind Waffen in Schulen erlaubt. Es ist minderjährigen nicht einmal gestattet Waffen zu besitzen in den USA, soweit ich weiß. Aber wir können ja einfach mal die Polizei in Deutschland betrachten. Sie besitzen - zumindest in NRW - die Walther P99. Eine kleinkalibrige Pistole. Es wird oft der Umgang trainiert und dennoch wird sehr selten geschossen. Man gefährdet Umstehende und möchte nicht, dass die Opfer sterben, sondern ungefährlich gemacht werden. Ich kenne nicht genau die Waffen, die in Winnenden eingesetzt wurden, jedoch waren sie sicherlich sehr viel großkalibriger. Ich meine eine Shotgun zu erinnern. Du erwartest jetzt also, dass ein Schüler mit einer Handfeuerwaffe (sonst könnte er sie kaum mit zur Schule bringen) gegen einen Verrückten mit Shotgun gewinnt? Äußerst unwahrscheinlich. Dieses Argument sollte man deshalb nicht heranziehen, wenn man ernsthaft über Waffenliberalisierung nachdenkt. Es erhöht ja lediglich die Impulshandlungen der Schüler.
    3) Es ist trotzdem ein sehr unschöner Begriff :)
    4)Du hast die Frage eigentlich schon beantwortet. Bzw den Unsinn wiederholt: Jemand der keine Waffe besitzt, weil Waffenbesitz illegal ist, wird eher zum verbrecher, weil die anderen, wie er, keine Waffe besitzen, als jemand, der eine Waffe besitzt (-ja ich bewerbe mich mit diesem Satz aufs Kanzleramt). Wenn ich dumm genug wäre eine Tankstelle zu überfallen und weiß, dass der Kassierer unbewaffnet ist, so gehe ich hinein und lasse mir das Geld geben. Gut ist. Alle sind unverletzt, nur ein wenig Geld ist weg. Wenn ich nun aber weiß, dass der Kassierer bewaffnet ist, erschieße ich ihn einfach. Oder ich lasse es bleiben - das ist der von dir angesprochene Effekt.
    Wir können uns deshalb vielleicht darauf einigen, dass eventuell weniger in genau der Situation das verbrechen begehen, wenn sie eine Waffe haben. Jedoch mehr Leute dadurch Schaden nehmen. Nun muss man natürlich um diesen Fall bewerten zu können die Prioritäten festlegen. Ich denke du wirst mir zustimmen, wenn ich sage, dass ein Menschenleben mehr wert ist, als was eine Tankstelle in der Kasse hat. Für mich bedeutet das, dass ich nicht sagen kann, ob ich für oder gegen Waffen wäre in diesem Fall. Das bedeutet für mich aber auch, dass ich ihn nicht zur Bewertung heranziehen kann. Was bleibt sind die Nachteile, wie z.B. mehr Impulsstraftaten, Verrohung, etc.
    5) interessanter Einwand. Werde ich nachlesen. Moore plötzlich als Argument zu verwenden finde ich jedoch ein wenig opportunistisch. Besonders da ich deine Meinung über ihn noch zu gut in Erinnerung habe.

    AntwortenLöschen
  5. 6) Damit schneiden wir ein fast noch komplexeres Thema an. Ich möchte lediglich auf die USA verweisen. Dieses Land ist in großen Teilen wesentlich faschistischer als die BRD. Ob es an den Waffen liegt, sei dahingestellt. Generell ist aber eine bewaffnete Bevölkerung auch der Demokratie schädlich. Ein aufgebrachter Mob wie er dauernd bei den Schanzenfesten vorkommt tut kaum was. Knüppel drüber und gut is. Wenn die bewaffnet wären... Ich denke, dass kannst du dir selbst ausmalen. Wenn eine Wahl knapp entschieden werden würde, so könnte es, wie in anderen Ländern zu Aufruhen kommen. Demokratie bedeutet leider jedoch auch, dass man akzeptieren muss, wenn man seine 18% nur auf Schuhen hat.
    Waffenmonopol beim Staat ist vielleicht prinzipiell ein Problem - das kann ich so jetzt nicht beurteilen. Allerdings leben wir in einer Demokratie und die Polizei sind Volksdiener. Demnach hat das Volk lediglich Regeln festgesetzt wer eine Waffe tragen darf und wer nicht. Das hat meiner Ansicht nach nichts faschistisches.
    Gruß
    T.

    PS: Ich habe nach dem Post eine mail verfasst. Wenn du die nicht erhalten haben solltest, so sende ich sie gerne erneut.

    PPS: 4096 Zeichen ist ja eine Zumutung! Das waren jetzt über 4400...

    AntwortenLöschen
  6. 1)
    Eine AK47 oder eine Shotgun wird in der BRD auf dem Schwarzmarkt in der Tat schwierig zu besorgen sein. Eine Walther P99 hingegen keineswegs und die sollte reichen, um einen hilflosen Menschen zu überfallen oder umzubringen.

    2)
    Man kann diesbezüglich verschiedene Positionen vertreten, ich denke, es ist stark situationsbedingt. Ich denke jedoch, dass in den meisten Überfallsituation der Besitz einer Waffe im Sinne der Selbstverteidigung von Vorteil wäre, z.B. bei einem Hauseinbruch eines Verbrechers. Ein hoher Prozentsatz der Verbrecher würde bei einem solchen Überfall, sofern der Hausbesitzer anwesend sein sollte, auch den Hausbesitzer umlegen, ganz einfach um wichtigen Indizien, Zeugen etc. zu umgehen. Der Hausbesitzer sollte das Recht haben, intervenieren zu können, um sein natürliches Recht, in dem Fall u.a. das Recht auf Eigentum, zu schützen.
    Zu Winnenden: Ich denke, dass Tim K. gegenüber einem zufälligen Schüler oder Lehrer im Klassenraum trotz seiner besseren Waffe im Nachteil gewesen wäre, da er ja mehrere potentielle Opfer im Visier hatte, wohingegen sich die verteidigende Person voll und ganz auf Tim K. als Ziel hätte fixieren können.

    3)
    Das ist mir egal! ;-)

    4)
    Das kommt auf das Menschenleben und auf die Summe in der Kasse an. ;-)
    Da ich Befürworter der Todesstrafe bin (Du wirst mich immer mehr hassen, sobald ich mehr rede/schreibe ;-)), hätte ich nichts dagegen, wenn im Sinne der Freiheit der Menschen ein paar Menschen bei Ihren Verbrechen sterben. Dies würde den Anreiz zu weiteren Verbrechen weiterhin reduzieren. Vertritt man die Einstellung: ,,Ach, dann ist halt bisschen Geld weg und niemandem ist etwas passiert, dann hätte man im Laufe der Zeit das reinste Chaos, da die Attraktivität zum Verbrechen fortan massiv steigen würde. Die Rechte der Menschen würden im Laufe der Zeit völlig missachtet werden.

    5)
    Es ist nicht opportunistisch. Vielmehr stärkt es meine Argumentation, wenn ein Typ, der sich politisch zu 98,936% von mir unterscheidet zum selben Fazit in dieser Causa kommt.

    6)
    Zwei Wölfe und ein Schaf entscheiden darüber, was es zum Mittagessen geben wird - das ist Demokratie. Ich bin kein Demokrat. Überzeuge Dich davon in anderen Blogartikeln, oder - die komfortablere Variante - auf YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=15LfqicFIg0&feature=player_profilepage

    AntwortenLöschen
  7. 1) ja, für einen guten Schützen reicht das vollkommen. Ein Stock reicht auch. Allerdings hat die Polizei immernoch die besseren Waffen und ist somit meist überlegen. Das ist auf jeden Fall gut. Wir haben bisher nur über die von dir genannten Fälle diskutiert und ich dachte, dass es offensichtlich wäre...Ich werde trotzdem explizit erwähnen, dass es in den meisten Fällen besser ist, wenn Waffen nicht einfach so zu haben sind. Gang Wars sind deutlich unblutiger und leichter unter Kontrolle zu bringen, wenn Waffen selten sind. Ehestreits und andere Emotional geladene Situationen sind deutlich unblutiger. Die Polizei ist deutlich sicherer. Präsidenten sind deutlich sicherer. Die Demokratie - und ich bin auch nicht mehr so zweifelsfrei davon übezeugt - ist ebenfalls sicherer. Schulen sind sicherer. Ich schätze die ganzen Fälle sind einleuchtend und bedürfen keiner weiteren Erklärung.

    2)Ich verlange eine Statistik diesbezüglich. Ich bin mir verdammt sicher, dass fast kein Einbruch von den Besitzern durch Waffengewalt hätte verhindert werden können. Entweder die Besitzer schlafen oder sind abwesend. Erlass lieber ein Gesetz, dass gewisse Sicherheitsvorkehrungen vorschreibt oder so.
    Winnenden birgt damit wieder das große Risiko, dass einfach Waffen in der Schule vorhanden sind. Viele Leute werden sehr aggressiv in der Schule. Sei es wegen Mitschülern oder schlechten Noten. Schulen sind der letzte Ort an dem ich Wafffen haben möchte. Und womit hätte der Winnendenpsycho denn bitte Leute erschossen, wenn sein Vater keine Waffen besessen hätte? Mit einer P99 vom Schwarzmartk? Ein Kind soll eine Waffe vom Schwarzmarkt kaufen? Das ist lächerlich. Und selbst wenn er eine hätte, so ist sie doch viel zu unbrauchbar gegen eine Gruppe von Menschen. Man kann höchstens einen Verletzten bevor man einen Stuhl im gesicht hat. Es sei denn, man ist gut mit der Waffe und Schüler reagieren nicht. Dann würde auch eine Waffe den Schülern nichts bringen.

    4)Die meisten Kassierer haben nichts von dem Geld in der Kasse. Sie sollen also für ihren schlechten Lohn Geld verteidigen, was ihnen nicht gehört? Das ist auch schon wieder Unsinn. In Deutschland werden hauptsächlich Supermärkte wie Schlecker überfallen. Da ist eine Mitarbeiterin drin. Nicht mehr. Gib ihr ne Waffe und es kommt das gleiche bei raus. Höchstens blutiger. Ich verstehe auch garnicht, warum die Kameraüberwachung in Läden nicht ausreicht. Die meisten Überfälle werden anscheinend aufgeklärt, da es kaum welche gibt in Deutschland.

    5) Es ist opportunistisch, weil der Typ eine Knalltüte ist. Du würdest nichts auf seine Argumente geben, wenn sie gegen deine Sprechen. Und nun soll er plötzlich was von der Welt verstanden haben...?

    6)Ich würde mich freuen, wenn dir ein besseres System einfallen würde! Und wenn dir ein System einfällt, bei der die Elite regiert, dann ist es gut, wenn es keine Waffen gibt. Dann kann man die Elite nicht stürzen. Demokratie ist die Staatsform, die doch am wenigsten Schaden nimmt durch eine bewaffnete Bevölkerung.

    Gruß
    T.

    AntwortenLöschen
  8. 1)
    So sicher ist die Demokratie mit ihrem staatlichen Waffenmonopol gar nicht. Es gab schon mehrere Anschläge auf Präsidenten. Prominentestes Beispiel dürfte John F. Kennedy sein.
    Waffenliberalisierung vs. Waffenverbot ist in seinen Auswirkungen ein Summenspiel, womöglich ein Nullsummenspiel. Ich gehe davon aus, dass dieses Summenspiel zu Gunsten der Waffenliberalisierung ausgehen würde, Du bist anderer Überzeugung - es ist Dein Recht. Für mich kommt jedoch zusätzlich der Faktor des moralischen Anspruchs auf (Waffen-)Besitz und Selbstverteidigung dazu. Eine gut ausgerüstete Polizei halte ich als (womöglich einziges) staatliches Organ für unabdigbar.

    2)
    Ich geh einfach davon aus, dass dadurch, dass der Verbrecher davon ausgehen muss, dass sein Opfer bewaffnet ist, die Attraktion des Verbrechens schwindet. Es ist eine theoretische Annahme, die man empirisch wohl nie exakt belegen können wird. Da stimme ich Dir in gewisser Hinsicht auch zu: Die Tatsache, dass die Kriminalität in Arizona trotz Waffenlegalisierung und -verbreitung weitaus geringer ist, reicht als empirischer Beweis nicht aus. Habe das etwas (bewusst) überspitzt in meine Argumentation mit eingebaut.
    Ich bin mir sicher, dass Du bei einem Besuch in einem sozialen Brennpunkt einer Großstadt 13-14-jährige Kinder finden wirst, du illegal Waffen besitzen. Selbst in vielen Läden am Steindamm in St. Georg werden ,,unter den Tischen'' gefährliche Waffen wie etwa Wurfsterne verkauft.

    4)
    Ich habe noch nie im Schlecker nur eine Mitarbeiterin gesehen. Zur Kameraüberwachung: Sie reicht meiner Meinung nach definitiv nicht aus. Wenn die Angreifer Masken tragen, bringt eine Kamera nichts.
    Ob es sich für die Kassierer lohnt, den Laden zu überwachen, sei mal dahingestellt. Nach den Prinzipien der freien Marktwirtschaft würde der Lohn der Kassierer durch oben genannte Zusatzqualifikation zusätzlich steigen. Und außerdem ist für den Arbeitnehmer in dem Moment, in dem er seinen Arbeitsvertrag akzeptiert, seine Arbeit lohnend. Wäre dies nicht der Fall, so würde er auf das Arbeitsverhältnis verzichten. Er wird gewiss nicht zu dieser Art von Arbeit gezwungen.
    Es ist selbstverständlich, dass die Kassierer in den Läden Gegenwehr leisten, sonst hätten wir bald das reinste Chaos, in dem Jeder jeden Laden ausrauben würde.

    5)
    Natürlich ist der Typ eine Knalltüte, aber dass gerade er in gewisser Hinsicht meiner Ansicht ist, spricht nur für meine Argumentation.
    Dazu ein Beispiel:
    Wenn sich plötzlich die Brüder Gysi und Lafontaine gegen den Kommunismus und für den Kapitalismus aussprechen würden, dann wäre das doch nur eine Bestätigung dafür, dass auch die letzten kommunistischen Mohikaner eingesehen haben, dass ihr propagiertes System falsch ist.

    6)
    Interessanter Einwurf!
    Ich arbeite dran! ;-)

    Gruß,
    Tomasz M. F.

    AntwortenLöschen
  9. 1) Du hast jetzt nicht im ernst ein Beispiel aus den USA genannt? Natürlich gibt es in den USA Anschläge. Waffen liegen rum, Leute besaufen sich und versuchen es einfach mal. Bisher wurden allerdings die unorganisierten Versuche dadurch verhindert, dass die USA sehr harte vorsichtsmaßnahmen hat. Wenn du dir anschaust wie stark der Präsident geschützt werden muss...

    Und ja man muss viel mehr berücksichtigen, als wir könnten und es wird wohl ultimativ auf eine Frage des Gewissens werden. Da ich eins hab und du nich würde ich sagen, dass ich die Diskussion gewonnen habe ;)

    2) Die Erfahrung fehlt mir zum Glück. Ich bin mir jedoch sicher, dass man denen eher das Waffen bekommen erschweren müsste anstatt erleichtern. Bisher haben nur die Armen Waffen, um sich gegenseitig das Leben noch schwerer machen zu können. Wenn du dich durchsetzt muss jeder eine Waffe tragen.

    Mit Wurfsternen kannst du übrigens niemanden töten, es sei denn, du benutzt ihn als Messer.

    4) Informier dich bitte erst. Darüber gibt es Statistiken und die Polizei hat Schlecker angeraten, diese Umstände zu beheben. Es ist soweit ich weiß der mit Abstand am häufigsten überfallene Betrieb. Außerdem leisten die Angestellten nie Gegenwehr. Jeder vernünftige Unternehmer würde es seinen Angestellten verbieten.

    In den USA haben auch nur die Ladenbesitzer Waffen, soweit ich das weiß. Ein Supermarkt hat vielleicht einen bewaffneten Wächter aber die Kassiererinen haben wohl keine shotgun.

    Der Lohn würde nur kurzfristig steigen, da man davon ausgehen kann, dass, wenn es nötig ist, alle Leute diese Qualifikation erwerben würden. Damit sind wir beim Urzustand. Du solltest das Prinzip der Marktwirtschaft nochmal überdenken...
    Und dank Harz 4 darf man Leute zu arbeit zwingen :)

    5)Lass ich mal durchgehn. Hast du trotzdem nich nötig!

    6)Ich kanns kaum erwarten.

    Gruß
    T.

    AntwortenLöschen

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

Name

E-Mail *

Nachricht *