Sonntag, 7. Juni 2009

Ein kurzer Gedanke, inspiriert durch Hans-Hermann Hoppe: Ist die Demokratie wirklich so heilig?


Mein werter St. Petersburger Kollege Karol Alexander Nosow verwies in einer Diskussion um die Ineffizienz der Demokratie und die eventuell effizientere Monarchie auf ein interessantes Zitat des anarchokapitalistischen Vertreters der Österreichischen Schule und konservativen Libertären Hans-Hermann Hoppe (schöne Alliteration), dessen Werk ,,Demokratie. Der Gott, der keiner ist'' sehr lesenswert ist. Eines seiner Mottos: ,,Freiheit statt Demokratie''.
,,Das Wesen der Demokratie ist die Umverteilung, die sich entsprechend der Verteilung der politischen Macht vollzieht. Das heißt, diejenigen, die an der Macht sind, verteilen zugunsten der eigenen Klientel und auf Kosten der Klientel der anderen Partei um. Mit Gerechtigkeit hat das nichts zu tun, und Grundrechte wie das auf Eigentum sind im Zweifelsfall schnell perdu. Verschärfend kommt hinzu, daß die Partei, die gerade herrscht, dazu nur vier Jahre Zeit hat - bis wieder gewählt wird. Um so schneller und verantwortungsloser vollzieht sich diese Umverteilung.
In der Monarchie dagegen, als deren "glückliche" Überwindung die Demokratie zu Unrecht gilt, war der Staat potentiell für immer in den Händen ein und derselben Dynastie. Dementsprechend schonend geht ein Monarch mit seinem "Besitz" um. In der Demokratie gehört der Staat dagegen keinem, dementsprechend hemmungslos saugt ihn die gerade herrschende Partei aus."



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L I T E R A T U R

Hans-Hermann Hoppe (2003): Demokratie. Der Gott, der keiner ist. Leipzig: Manuscriptum

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