Samstag, 4. Juli 2015

China-Crash und Absturz von Micron Technology: Das sind die Vorboten der Baisse

Rote Zahlen in Shanghai. Foto: eclinic.files.
Marktkommentar von Claus Vogt
Alles reden von Griechenland...
Liebe Leser,

es ist schon unglaublich wie das unsägliche Affentheater um den Staatsbankrott Griechenlands die volle Aufmerksamkeit europäischer Politiker, Bürokraten, Zentralbanker und Journalisten absorbiert. Dabei ist Griechenland für die Weltwirtschaft völlig unbedeutend. Sogar für den europäischen Bankensektor spielt der Bankrott Griechenlands keine Rolle mehr. Denn nahezu alle an Griechenland vergebenen Kredite, die am Beginn der Krise im Jahr 2010 vor allem französische und italienische Großbanken mit in den Bankrott gerissen hätten, wurden seither auf verschlungenen Wegen auf den europäischen Steuerzahler abgewälzt. Die Konkursverschleppung Griechenlands, die den Völkern Europas als „Griechenlandrettung“ oder „Eurorettung“ verkauft wurde, war in Wahrheit nämlich nichts anderes als eine verkappte Bankenrettung. Davon redet leider niemand.

Freitag, 3. Juli 2015

U-Bahn-Bau und Steuergelder: Mit fremder Leute Geld lässt sich entspannt bauen

Foto: Wikipedia.
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was mache eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
große Verkehrsprojekte der öffentlichen Hand dauern in Deutschland lange, sehr lange. Da können schon mal Jahrzehnte ins Land gehen, ehe beispielsweise ein neues U-Bahn-Teilstück fertig gestellt ist und in Betrieb genommen werden kann. Die langen Zeiträume, die bis zur Realisierung derartiger Großvorhaben vergehen, beruhen nicht so sehr auf bautechnischen Schwierigkeiten, die es natürlich auch gibt. Vielmehr gehen sie in erster Linie auf komplizierte und langwierige Abstimmungsprozesse der beteiligten öffentlichen Stellen bei der Planung und Finanzierung derartiger Maßnahmen zurück.

Zunächst einmal muss in der betreffenden Großstadt eine Willensbildung der kommunalen Entscheidungsgremien herbeigeführt werden, dass überhaupt und was genau gebaut werden soll, was schon schwierig genug ist. Danach muss bei solchen Bauvorhaben eine Vielzahl von Behörden beteiligt werden, welche ihre fachlichen Anforderungen in die Planung einbringen.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Attac: Für 1,67 Euro pro Stunde gegen die kapitalistische Ausbeutung

Ungefährer Stundenlohn bei Attac.
Foto: Wikipedia.
von Tomasz M. Froelich
Großzügig sind sie ja, unsere antikapitalistischen Freunde von Attac. Zumindest in der Theorie: ,,Soziale Sicherheit'', ,,Ernährungssouveränität'', ,,Solidarität'' und ,,ein gutes Leben für alle'' stehen ganz oben auf ihrer Agenda. Attac versteht sich als ,,eine internationale Bewegung, die sich für eine demokratische und sozial gerechte Gestaltung der globalen Wirtschaft einsetzt.'' Hehre Ziele, könnte man meinen!

Schimpfen tun die dauerempörten Moralapostel von Attac gerne auf den ach so bösen ,,Raubtierkapitalismus'', auf seine ,,privatwirtschaftliche Profitlogik'', der zufolge die kaltblütigen Unternehmer ihre Arbeitnehmer zu Hungerlöhnen ausbeuten würden. Unwissenheit und Neidinstinkte der Bürger werden von Attac gekonnt ausgenutzt, um effektive Sozialdemagogie betreiben zu können. Da sind Forderungen nach einem Maximallohn für die Reicheren und einem Mindestlohn von 1000 Euro im Monat für die Ärmeren nur die logische Konsequenz. Dass der ohnehin schon stark verfälschte Preismechanismus, der - im Idealfall - auch auf Arbeitsmärkten die Nützlichkeit einer Tätigkeit und damit die Höhe ihrer Entlohnung festlegt, dadurch noch weiter verzerrt werden würde und es deshalb zwangsläufig zu noch größeren Fehlallokationen kommen müsste - wen interessiert das schon?

Termine: Juli 2015


Auch für den Juli haben wir alle uns bekannten, aus freiheitlicher Sicht interessanten Termine zusammengestellt.

Besonders empfehlenswert ist die Teilnahme am 2. Sommerhöck des Hayek Clubs Zürich, der außerordentlich gute und engagierte Arbeit leistet und ein Vorbild für ähnliche Initiativen sein sollte. Von den eidgenössischen Hayekianern kann man eine ganze Menge lernen!

Weitere Termine sind dem Kalender zu entnehmen.

Sollten wir wichtige und interessante Termine in unserem Kalender vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies per Mail (tomek.froelich@yahoo.de), auf unserer Facebook-Seite oder im Kommentarbereich mitzuteilen.

Weltweit, 2. Juli, 18:45 Uhr: Warum sollten Sie jetzt unbedingt Gold und Silber kaufen? Webinar von Insignitus Gold mit Michael Karl Gasser. Hier geht es zum Webinar; Sitzungsnummer: 712168600. Kostenlose Teilnahme.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Warum Griechenland sein Gold nie verkaufen wird

Die Griechen werden ihr Gold nie verkaufen. Foto: ahametals.
Marktkommentar von Claus Vogt
Worüber nicht gesprochen wird, ist oft bedeutender als das Gesagte 

Jeder von Ihnen weiß es: Wichtige Informationen erhält man nicht nur durch das, was gesagt wird, sondern auch durch das, was nicht gesagt wird. Wobei Letzteres häufig sogar die bedeutenderen Botschaften enthält. 


Der Goldschatz Griechenlands ist unantastbar 

In diesem Sinne ist das Schweigen von IWF, EU und EZB über die Goldbestände Griechenlands überaus erhellend. Das völlig marode Land besitzt offiziellen Statistiken zufolge immerhin 112,5 Tonnen Gold. Das entspricht im Moment einem Marktwert von fast vier Mrd. Euro. Ein nicht zu verachtender Wert für einen Staat der eigentlich längst Pleite ist.

Richter und Staatsanwälte verfügen über Geldauflagen

Iustitia kostet. Foto: Wikipedia.
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
in Deutschland entscheiden Parlamente und Selbstverwaltungsgremien darüber, wie die Einnahmen aus Steuern und sonstigen Zahlungsverpflichtungen im Einzelnen zu verteilen und zu verwenden sind. Aber von dieser Systematik gibt es Ausnahmen, zum Beispiel im Bereich der Justiz, wo in größerem Umfang Gelder verteilt werden, ohne dass Parlamente oder sonstige Gremien dabei mitwirken. Es lohnt sich, diese Ausnahmen einmal näher anzuschauen.

In Strafverfahren können Gerichte und Staatsanwaltschaften unter gesetzlich geregelten Voraussetzungen eine Geldauflage festsetzen. Häufigster Fall ist die Einstellung eines Strafverfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage. Die Verfahrenseinstellung mit Auflagen tritt dabei an die Stelle der Anklage oder Verurteilung. Es handelt sich nicht um eine Strafe, sondern um eine einvernehmliche Sanktionierung. Eine Geldauflage kann auch als Bewährungsauflage oder bei einer Verwarnung mit Strafvorbehalt festgesetzt werden. Als Empfänger der Geldauflage kann die Staatskasse oder eine gemeinnützige Einrichtung bestimmt werden.

Sonntag, 28. Juni 2015

Homo-Ehe in den USA: Libertäre Vorarbeit

von Simon Scherrer
"Libertär"? Ein Wort bestens geeignet, quer durchs politische Spektrum allenthalben allergischen Ausschlag, mindestens aber verächtlich zuckende Mundwinkel hervorzubringen. Die Sozialdemokraten aller Parteifarben denken beim Wort "libertär" gleich an waffennärrische, truckfahrende, überbeleibte, filzlausbärtige und baseballcaptragende Südstaaten-"Amis", die zu dumm und zurückgeblieben sind für Modernes wie Sozialstaat und Waffengesetze. Reaktionäre Rednecks! Ungebildete Ultrakonservative! Staatsfeindliche Sklavenhalternachfahren! (Im Hintergrund summt der Tea-Party-Groove.)

Oben beschriebene Sozialdemokraten, die auf "Libertäre" so wunderbar erwartbar reagieren, haben in den letzten Tagen auch so wunderbar antizipierbar ihre Profilbilder in Regenbogenfarben getränkt. Nur: Wem verdanken sie den Supreme-Court-Entscheid zur Ehe für alle?

Samstag, 27. Juni 2015

Mehrere EU-Staatsbürger in Kroatien unrechtmäßig verurteilt und inhaftiert

Foto: liberland.org
Mitteilung des Liberland Settlement Association
Am Sonntag, den 28. Juni 2015 findet eine Demonstration an der kroatischen Botschaft, Ahornstraße 4, 10787 Berlin von 15:00 bis 17:00 Uhr unter dem Motto „Free Liberland“ statt. 

Hintergrund: Es gab bisher mehrere Verhandlungen in Beli Manastir mit der Anklage „Illegale Einreise, bzw. Ausreise von und nach Kroatien“. Mehrere EU-Staatsbürger wurden verhaftet und erhielten Geldstrafen. Einige wurden unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert. Wir protestieren um die Gangart Kroatiens zukünftig zu unterbinden, da diese Aktionen nicht rechtmässig sind.

Freitag, 26. Juni 2015

Die Willkür politischer Grenzen

Mehr Flickenteppich! Foto: leelahloves.de
von Ralph Eisbär
Die Willkür politischer Grenzen: Drei Beispiele, der Bedeutung nach geordnet (von unwichtig bis wichtig):

1.) wenn ich ein Paket von der Post holen will, muss ich 1,4km (laut Google Maps 18 Gehminuten, inklusive dem Hügel rauf zum Apollo-Kino) auf mich nehmen. So weit ist es von mir daheim zum zuständigen Postamt. Wo die Paketabholung neuerdings übrigens maschinell, also ohne oftmals herrlich unfreundlichen Wiener Grantlerpostler vonstatten geht; was nachdenklich macht. Obwohl das nächstgelegene Postamt 150m entfernt liegt (2 Gehminuten). Nur befindet sich das eben in einem anderen Bezirk. Ich gehe auf die 30 zu, ich hab nicht so viel Zeit. Also entweder ihr verschickt Pakete irgendwann per Drohne in mein Wohnzimmer oder die Postämter richten sich nicht nach Bezirk, sondern nach faktischer Nähe. Aber wer weiß, vielleicht drucken wir unsere Bestellungen (in dem Fall Einlagen für meine hinnigen Füße – eh schon wissen, Sportverletzungen, ich hätte sonst Profi werden können, blablabla) bald ohnehin daheim mit unseren 3D-Druckern.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Kann Bitcoin die Griechen vor dem Euro retten?

Bitcoin für die Griechen? Foto: dpa.
von Aaron Koenig
Angesichts des näher kommenden Staatsbankrotts in Griechenland wird die Möglichkeit diskutiert, dass Griechenland aus dem Euro aussteigt und stattdessen den Bitcoin als offizielle Währung einführt. Selbst Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis hat zu diesem Thema Stellung bezogen. Obwohl Bitcoin dem Euro meiner Ansicht nach weit überlegen ist, halte ich dies dennoch für keine gute Idee. Bitcoin eignet sich nicht dafür, die Probleme des griechischen Staates zu lösen. Der Staatsapparat ist aufgebläht und ineffizient, er gibt weitaus mehr Geld aus, als er einnimmt. Ohne das staatliche Geldmonopol wäre es nie so weit gekommen. 

Seit der Aufhebung der Golddeckung des Dollars im Jahr 1971 können die staatlichen Zentralbanken aus dem Nichts neues Geld schaffen. Dadurch ist es für Politiker sehr viel einfacher geworden, Geld auszugeben, das sie nicht haben. Die versteckte Steuer der Inflation, die die Einkommen und Ersparnisse der Bürger schleichend entwertet, ist bei Politikern beliebt, da sie weniger auffällt als direkte Steuererhöhungen. Auch die Verschuldung ist im Zeitalter des beliebig vermehrbaren Geldes sehr viel einfacher geworden. Seit Ende der Golddeckung sind die Schuldenberge fast aller Staaten in bisher ungekannte Höhen gestiegen. Griechenland ist da keine Ausnahme.