Freitag, 22. Mai 2015

Es tut sich etwas Wichtiges bei Gold in Dollar

Kurzfristiges Kaufsignal mit sehr großen Potential
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,

am Mittwoch letzter Woche hat der Goldpreis in US-Dollar gerechnet ein kurzfristiges charttechnisches Kaufsignal gegeben, indem er in einer sehr dynamischen Bewegung aus einem leicht nach unten geneigten Trendkanal nach oben ausgebrochen ist. Diese Bewegung können Sie auf dem folgenden Chart nachvollziehen.

Eine zusätzliche Bestätigung erhält dieses Signal durch den im unteren Teil des Charts zu sehenden Preis-Momentum-Oszillator. Dieser hat im neutralen Bereich nach oben gedreht und seinerseits ein Kaufsignal gegeben. Damit ist der Weg für eine Rally frei. Deshalb rechne ich in den kommenden Wochen mit steigenden Goldpreisen.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Finanzielle Förderung der Theater: Eine radikale Reform tut not!

Theater: häufig schön und teuer. Bild: Heise Online.
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leser,
im Rahmen der Kulturförderung verteilt die öffentliche Hand ihre Wohltaten ganz unterschiedlich, auch wenn es um vergleichbare Tätigkeiten geht. Einige Institutionen bekommen richtig viel Geld, während andere mit Kleinbeträgen abgespeist werden. Sachliche Gründe für diese unterschiedliche Behandlung gibt es vielfach nicht. Da fragt man sich als nachdenklicher Zeitgenosse schon, ob das auf Dauer so bleiben soll oder wie gerechtere Lösungen aussehen könnten.

Die Bundesrepublik Deutschland versteht sich als Kulturstaat und lässt sich dies einiges kosten. Mehr als neun Milliarden Euro stellen Bund, Länder und Gemeinden für Theater, Orchester, Museen, Bibliotheken usw. jedes Jahr zur Verfügung. Der größte Einzelposten ist die Förderung der Theater. Mehr als zwei Milliarden Euro an Steuergeldern fließen Jahr für Jahr in diesen Bereich.

Dienstag, 19. Mai 2015

Wenn der Rhythmus aussetzt – Kommunisten im Kino

Toxic Ska? Prost!
Bild: spe.fotolog.com 
von Dominik Ešegović
Ska ist eine mir sehr sympathische, aus der Karibik stammende Musikrichtung. Der fetzige Achtelnotensound bringt so manche steife Hüfte in Bewegung und macht Stimmung. Ska ist vielseitig und wird heute auch besonders in seinen musikalischen Variationen Ska-Punk und auch im Reggae weltweit abgefeiert. Wer flotte Musik mag, der wird Ska lieben. 

Doch nicht alles, was mit dieser kurzen Vorsilbe versehen ist, hat auch das Zeug dazu gute Laune zu verbreiten. Franziska Maria Keller, die unter dem feschen Namen „Ska“ Keller durch die Lande zieht, ist so ein Negativbeispiel. Die studierte Islamwissenschaftlerin sitzt seit 2014 für die deutschen Grünen im EU-Parlament. 

Grüne? Das waren die Meinungs-, Gender-, und Klimaterroristen mit der dekorativen Sonnenblume im Logo. Ska Keller? Die setzt ihren Schwerpunkt besonders auf „Handels- und Einwanderungspolitik“. Ihr Ziel: Alle, die nach Europa flüchten, sollen hier auch eine Heimat finden. Über Finanzen macht sich die Kulturwissenschaftlerin wenig Sorgen – besonders nicht um die eigenen. Ein EU-Abgeordneter verdient monatlich mindestens 8000 Euro im Monat plus Spesen. Dabei sollten wohl auch 19 Mitarbeiter die anstrengende Arbeit in der belgischen Hauptstadt doch einigermaßen erträglich machen.

Sonntag, 17. Mai 2015

Bayern München in der Kritik: Wirklich Wettbewerbsverzerrung?

Mia san Wettbewerbsverzerrer? Man
kann es auch anders sehen.
Bild: fcbayern.de
von Tommy Casagrande
Der Vorwurf, den ich dieser Tage an den FC Bayern München gerichtet lese, besagt, weil der FC Bayern nicht mit dem besten Personal seine Spiele bestreitet, würde eine unprofessionelle Wettbewerbsverzerrung stattfinden. Diesem Vorwurf, den ich als planwirtschaftliche Denkweise verunglimpfe, muss entschieden entgegen getreten werden.
Der Kampfbegriff "Wettbewerbsverzerrung" ist Ausdruck einer Denkweise, die auf planwirtschaftliche Art und Weise die Leistungsfähigkeit anderer beansprucht. Dieses Anspruchsdenken hat nichts mit irgendwelchen Rechtmäßigkeiten zu tun, sondern ist eine Fremdeinmischung in die Eigentumsrechte anderer. Jeder Verein ist für sich selber und für sein Schicksal verantwortlich. Dass es im Laufe einer Saison daraus auch zu situativen Abhängigkeitskonstellationen kommen kann, darf nicht von der Eigenverantwortung ablenken, dass jeder, wenn er nur auf sich schaut, die faire Möglichkeit hatte, besser zu stehen, falls er mit seinem Platz unzufrieden ist. Anderen die Schuld oder auch nur eine Teilschuld zu geben ist ein unanständiges Benehmen, dass von eigenen Unzulänglichkeiten ablenken soll. Es ist somit eine Ausrede, jedoch zugleich eine Unsitte, die sich eingebürgert hat.

Samstag, 16. Mai 2015

Kontroversenseminar der European Students For Liberty

von den European Students for Liberty

Jetzt bewerben!
Ein Seminar. Drei Tage. Neun Kontroversen.

Haben wir Menschen Willensfreiheit? Gibt es zwischen Demokratie und Freiheit ein Spannungsverhältnis? Welches ist das beste Geldsystem? Existiert Gott, und was bedeutet das für die Freiheit des Menschen? Sollte der Staat von den Reichen nehmen und den Armen geben?

Wissenschaft lebt von Kontroversen. Vom Clash verschiedenster Denkschulen. Das Kontroversenseminar führt in neun spannende Kontroversen der Philosophie und der Ökonomie ein. Die Teilnehmer lernen die verschiedensten Denkschulen kennen, erproben wissenschaftliches Argumentieren: Argument, Gegenargument, Gegengegenargument. These, Antithese, Synthese.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Gemeinnutz und Eigennutz - Ideologiekritik

von Tommy Casagrande
Häufig wird von Libertären behauptet, ''Gemeinnutz" sei tödlich. Dem ist zu widersprechen. Wer freiwillig gemeinnützig handelt, handelt sowohl im Sinne seiner selbst als auch im Sinne anderer. In diesem Sinne, unter der Bedingung von Freiwilligkeit, wären Gemeinnutz und Eigennutz miteinander kompatibel. 

Wenn man Menschen jedoch zwingt, "gemeinnützig" oder "eigennützig" agieren zu müssen, dann kann es durchaus tödlich werden, weil nicht die real-existenten Bedürfnisse der Menschen, sondern eine Ideologie, wie Menschen zu handeln haben, im Mittelpunkt steht. Eine solche Ideologie, die nicht individueller Standpunkt, nicht bloß Ausdruck einer subjektiven Meinung, sondern gewaltmonopolistisches Streben darstellt, kann dadurch letzten Endes tödlich werden, wie es Libertäre behaupten. Es ist dann aber die systemische Struktur, die durch das Gewaltmonopol entsteht, die es tödlich werden lässt, und nicht die Frage, ob Gemeinnutz oder Eigennutz. Wer übersieht, die systemischen Strukturen zu kritisieren, sitzt der Ideologie auf, die durch das System entsteht. Wenn eine durch das System verzerrte Verhaltensweise gesellschaftliche Übel schafft, dann ist oft der erste Kurzschluss, dass die Verhaltensweise an sich schlecht wäre. Das aber ist eine Haltung, die nicht ideologiekritisch ist, sondern Ideologie betreibt. Verhaltensweisen, Konsequenzen, Dynamiken nehmen je nachdem, unter welchen Bedingungen sie stattfinden, eine andere Hautfarbe an. Sie verändern sich durch die sie begleitenden Umstände. Und in unserer gegenwärtigen Welt werden die Umstände stets durch staatliche Eingriffe geschaffen.

Mittwoch, 13. Mai 2015

GDL-Bashing: Warum uns dieser Zug ins Verderben führt

Die (Reichs-)bahn war schon immer ein treues
Staatsunternehmen. Bild: flickr. 
Dominik Ešegović
Um eines vorweg zu nehmen: Nein, ich bin kein Befürworter eines staatlich garantierten Streikrechts. Ich befürworte nicht einmal die Existenz von Staaten. Wenn ich die Möglichkeit hätte, den berüchtigten rothbardschen "No-State-Button" zu betätigen, würde ich mir im Eifer des Gefechts wohl mindestens einen Fingernagel abbrechen. Doch Spaß bei Seite. Dies ist der Versuch einer anarchokapitalistischen Auseinandersetzung mit dem Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, kurz: GDL.

Massenstreiks: Von den Königsgräbern von Theben ...
Streiks, d.h. organisierte massenhafte Arbeitsniederlegungen, sind wohl so alt wie die organisierte Massenarbeit selbst. Der älteste bekannte Streik ging von Arbeitern aus, die gegen Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. am Bau der Königsgräber von Theben beteiligt waren. Die ägyptischen Fachkräfte wurden fast drei Wochen lang nicht entlohnt. Die Legitimierung ihres Streiks bekräftigten die Grabbauer mit den Worten: „Wir sind hungrig!“ Auch in der Neuzeit finden sich viele Beispiele solcher „Hungeraufstände“. Bekannt sind vor allem schlesische Weberaufstände aus dem 19. Jahrhundert, welche im berühmten Werk Gerhart Hauptmanns Eingang in die Literaturgeschichte gefunden haben.

Dienstag, 12. Mai 2015

Wird Bargeld bald verboten?

EU-Planwirtschaftler bedrohen die Freiheit
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,

steuern die EU beziehungsweise Deutschland auf ein Bargeldverbot zu? Diese interessante Frage stellen mir meine Leser im Rahmen meiner Krisensicher Investieren-Rubrik „Fragen Sie Claus Vogt“ immer wieder, und das völlig zu recht. Denn wenn Sie wie ich die Presse aufmerksam verfolgen, können Sie sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Bargeldumlauf gerade auf Ebene der EU-Bürokratie als bestenfalls überflüssige, teure und überholte Variante des Zahlungsverkehrs angesehen wird, und schlimmstenfalls als Hort des Bösen, Kriminellen und Staatsfeindlichen.

Samstag, 9. Mai 2015

Warum die Polizei gegen Einbruchskriminalität nicht viel unternimmt

Musizieren statt Verbrechen verhindern?!
Das Polizeiorchester. Foto: Polizeiorchester
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leser,
alle beklagen sich über die zunehmende Einbruchskriminalität und darüber, dass unsere Polizei nicht genug dagegen tut. Aber ist die Polizei überhaupt imstande, angemessen auf diese Entwicklung zu reagieren, welche die Bevölkerung stark beunruhigt? Oder ist sie so sehr mit anderen Dingen beschäftigt, dass sie keine Zeit hat, die Einbrüche aufzuklären oder - besser noch - zu verhindern?

In der öffentlichen Diskussion melden sich gerne Gewerkschaftsvertreter zu Wort, welche die Überlastung und die vielen Überstunden der Polizei herausstellen und fordern, dass mit den Stellenkürzungen bei der Polizei nun endlich Schluss sein müsse. Überlastung und Überstunden, das mag sein. Aber von Stellenkürzungen ist die Polizei, jedenfalls der Polizeivollzugsdienst, bisher im Großen und Ganzen verschont geblieben. Allerdings sind im Verwaltungsbereich der Polizei im Zuge von Organisationsreformen Stellen eingespart worden.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Free Market Road Show: Freie Märkte – freie Menschen! Kommt die freiheitliche Wende auf dem Balkan?

von Dominik Ešegović
Ein schlanker Staat, möglichst niedrige Steuern und offene Grenzen. Das sind die Ziele, die während der Free Market Road Show hochgehalten werden. Die Vortrags- und Diskussionsreihe mit führenden Vertretern der Austrian School, des freien Unternehmertums und der Freiheitsbewegung startete im April diesen Jahres in Ljubljana, Slowenien. 34 weitere Tagungsorte von Sevilla über Stockholm bis nach Jerusalem dienen ebenfalls als Anlaufstellen, auf denen die Idee der Freiheit einem interessierten Publikum vorgestellt wird. Seit 2008 organisiert das Austrian Economics Center unter Mitwirkung von ca. 60 weiteren Think-Tanks und Universitäten kleine intellektuelle Feuerwerke der Freiheit. Das diesjährige Motto der Veranstaltung lautet: „Wie entsteht Wachstum?“ Was bereits in München und Wien stattfand, traf sogar auf Zustimmung beim österreichischen Außenminister, Sebastian Kurz. Der 28-jährige Konservative wünschte der Free Market Road Show für ihren Start „sehr viel Erfolg“.