Libertäres Internet-TV

Freitag, 29. August 2014

Österreich: ein schrulliger Charakterstaat

Bananenrepublik Austria.
von Luke Lametta
Ich mag Österreich. 
Ein schrulliger Charakterstaat. 
Heimat so unterschiedlicher Individuen wie Adolf Hitler und Gottfried Helnwein (Maler), Helmut Frodl und Ulrich Seidl (Filmemacher), Udo Proksch und Sepp Schellhorn (Wirte), Hansi Hinterseer und Karl Ratzer (Austropop), Werner Faymann und Georg Friedrich (Taxifahrer) oder Wolfgang Priklopil und Helmut Werner (Außenseiter).

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch mit dem bösartigen und von mir sicher -nicht- gestreuten Gerücht aufräumen, Letztere wären ein und dieselbe Person mit unterschiedlicher Frisur, was man ja wohl auf den ersten Blick und auch anhand der Vorlieben sähe.

Mittwoch, 27. August 2014

Warum Subventionen schlecht sind

Teuer: Agrarsubventionen. Bild: LZ Rheinland.
von Felix Schnoor
Am vergangenen Wochenende berichtete die Wirtschaftswoche, dass der Online-Händler Zalando in den vergangenen Jahren über 35 Mio. Euro an Subventionen durch Bund und Länder erhalten haben soll. Damit sei Zalando der größte Subventionsempfänger der Branche gewesen. Das Geld kam vom Bund und von den Ländern Berlin, Brandenburg und Thüringen.

Derartiges ist natürlich nur die Spitze des Eisbergs: Allein die Subventionen des Bundes (Steuervergünstigungen und Finanzhilfen) beliefen sich 2013 auf 21,8 Mrd. Euro. Auch die Subventionen, die deutsche Agrarbetriebe im Jahr 2013 von der EU erhielten, können sich sehen lassen. Sie beliefen sich auf über 5,8 Mrd. Euro. Interessant dabei ist, dass 2% jener Betriebe über 30% der Subventionen einstreichen konnten.

Dienstag, 26. August 2014

,,Laissez faire within rules'': Mises, Hayek, Röpke und Eucken im Vergleich

Kolev:,,Neoliberale Staatsverständnisse im Vergleich'' 
Tomasz M. Froelich im Gespräch mit Prof. Dr. Stefan Kolev
Prof. Dr. Stefan Kolev ist Professor für Volkswirtschaftslehre (Schwerpunkt: Wirtschaftspolitik) an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau. In seinem Buch ,,Neoliberale Staatsverständnisse im Vergleich'' analysiert er die Staatsverständnisse vierer bedeutender Denker des Liberalismus des 20. Jahrhunderts. Tomasz M. Froelich fragte bei ihm nach.

Froelich: Herr Prof. Kolev, in Ihrem Buch ,,Neoliberale Staatsverständnisse im Vergleich'' vergleichen Sie die unterschiedlichen und sich scheinbar stark widersprechenden Staatsvorstellungen vierer bedeutender ,,neoliberaler'' Autoren: Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek, Wilhelm Röpke und Walter Eucken. Viele werden vor allem der Zuordnung Mises', aber auch der Hayeks' zum Neoliberalismus widersprechen. Sie nicht?

Montag, 25. August 2014

Rezension: Spannend, aber auch nervend

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Wilfried Huismann: Schwarzbuch WWF: Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda, 256 Seiten, 29,99 Euro, Gütersloher Verlagshaus 2012.

Für Wilfried Huismann sind - so suggeriert es mir zumindest sein anti-marktwirtschaftlicher Duktus - alle Umweltübel durch die Marktwirtschaft verursacht.
Eine Sichtweise, die m. E. falsch ist; denn alle diese Übel, die Huismann beispielhaft an den Auswirkungen der Tätigkeiten des World Wildlife Funds (WWF) auflistet, sind durch einen von Machtpolitikern kreierten staatlich-privaten Machtpool zu erklären - also durch eine von der Politik organisierte Symbiose aus Big Government und Big Business.
Dies vorab schon angemerkt; denn trotz dessen verdient das Buch gelesen zu werden, eben weil Huismann eine Dokumentation des WWFs vorlegt, die auch als Report zu einem Aspekt der unfeinen Symbiose von Big Government und Big Business gelesen werden kann.

Sonntag, 24. August 2014

Gold: Ihre Geduld wird sich mannigfaltig auszahlen

Alle fundamentalen Argumente sprechen für Gold
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
der Verlauf des Goldpreises hat es den wenigen Goldbullen, die es derzeit gibt, in den vergangenen Wochen und Monaten nicht gerade leicht gemacht. Denn jedem positiven technischen Signal folgte die Enttäuschung auf dem Fuß. Diese ist aber niemals groß genug ausgefallen, um das insgesamt bullishe Bild einer mächtigen Bodenbildung zu zerstören. Und das macht Mut.

Samstag, 23. August 2014

Teure Eiscreme und der wohltätige Staat

Wo sind sie nur, meine 
Steuergroschen?
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
alt ist man, so heißt es, wenn man sich noch daran erinnern kann, dass die Kugel Eiscreme 50 Pfennig kostete. Ich mit meinen über 60 Jahren muss dementsprechend besonders alt sein, denn ich kann mich noch genau an die Zeit erinnern, als eine Kugel 10 Pfennig kostete! Deshalb habe ich mit großem Interesse einen in der WELT erschienenen Artikel gelesen, der sich mit Preissteigerungen bei Eiscreme und dem Thema gefühlte Inflation beschäftigt. 30 Pfennig kostete die Kugel Eiscreme im Jahr 1985, steht in dem Artikel, heute sollen es in Großstädten schon mal 1,20 Euro sein. Von fast 700 Prozent Aufschlag ist die Rede, und dass empörte Verbraucher von Wucher sprechen. Schließlich sei das allgemeine Preisniveau seit Mitte der 1980er Jahre nur um rund 50 % gestiegen.

Dazu meine ich: 1,20 Euro? Warum nicht, wenn der Markt diesen Preis hergibt. Ich muss nicht unbedingt Eis beim Italiener in der Eisdiele essen. Ich kann wegbleiben, wenn mir der Preis zu hoch erscheint. Ich kann auf andere Produkte ausweichen oder mir industriell hergestellte Eiscreme daheim zu Gemüte führen. Ich habe die Wahl.

Donnerstag, 21. August 2014

Der politische Preis

von Tommy Casagrande
Gemeinhin wird geglaubt und angenommen, dass der Preis aus Angebot und Nachfrage sich bildet und dabei die relative Knappheit der angebotenen Güter widerspiegelt. Aber in einer solchen Welt leben wir nicht. Es wird uns eingeredet, dass Preise so entstehen - sie tun es aber nur in einer staatenlosen kapitalistischen Welt, die derart nie existiert hat.

Dienstag, 19. August 2014

Terminhinweis: IfAAM Investment Workshop 2014

Institut für Austrian Asset Management: Value Investing verbunden mit Austrian Economics.

Das von Steffen Krug geleitete Institut für Austrian Asset Management veranstaltet vom 26. bis zum 28. September im belgischen Antwerpen einen Investment Workshop. Den Besucher erwarten Investmentideen und Hintergrundberichte von bankenunabhängigen Kapitalmarktexperten und Kennern der Österreichischen Schule der Ökonomie. Außerdem im Programm enthalten: Eine Stadtführung, ein Besuch des Diamantenmuseums und ein Empfang im Nassim House. Die Reise lohnt sich!

Es sind nach jetzigem Stand nur noch fünf Karten zu haben.

Weitere Informationen zur Veranstaltung findet man hier.

Montag, 18. August 2014

Rand vs. Rothbard

von Dominik Ešegović
Ayn Rand gilt vielen Libertären als Schutzpatronin von Freiheit und Kapitalismus. Als Alissa Sinowjewna Rosenbaum wurde sie 1905 in St. Petersburg geboren, als die ersten Unruhen gegen den verhassten Zaren revolutionäre Züge annahmen. Der russische Herrscher galt damals vielen als blutrünstiger Autokrat, der Dissidenten einsperrte, die Arbeiterschaft unterdrückte und jedweden Fortschritt ausbremste. Schon als junges Mädchen interessierte sich Rand für Politik. Am Vorabend der Bolschewistischen Revolution begeisterte sie sich bewusst für republikanische statt für monarchistische Ideen.
Nach der kommunistischen Machtergreifung hatten es die Rosenbaums als wohlhabende Juden nicht leicht. Ayns Vater wurde enteignet und die Familie musste auf die Krim flüchten. Nach einem Studium der Philosophie und der Theaterwissenschaften, wurde Rand 1925 ein Visum bewilligt, um Verwandte in den USA zu besuchen. Sie nutzte die Gelegenheit, um ihrer alten Heimat für immer den Rücken zu kehren.

Freitag, 15. August 2014

Bearmarketrally und Goldhausse bieten große Chancen

Die Zeichen stehen auf Baisse
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
nach dem jüngsten Kursrutsch notiert der DAX jetzt auf demselben Niveau wie Ende vorigen Jahres. Trotz der extrem euphorischen Stimmung, die Anfang des Jahres herrschte und für Extremwerte bei den Sentimentindikatoren sorgte, stehen die DAX-Aktionäre jetzt mit leeren Händen da. Nun spricht alles dafür, dass die exzessive Hausse der vergangenen Jahre vorüber ist und die Blase platzt.