Donnerstag, 24. April 2014

Anarchokapitalistische Symbolik: Die schwarz-goldene Flagge

Die ,,black-and-gold flag''. Quelle: deviantART.com
von Tomasz M. Froelich
Symbole sind ein wichtiges Mittel der Kommunikation. Durch den Einsatz von Symbolen teilen Menschen etwas mit, beispielsweise ihre Verbundenheit zu einem Fußballverein, ihr Bekenntnis zu einer Religion, ihre Zugehörigkeit zu einem Land, oder ihre politische Auffassung. Symbole wirken identitätsstiftend.
Auch Libertäre verwenden Symbole. Eines der bekanntesten libertären Symbole ist die vor allem von Anarchokapitalisten verwendete schwarz-goldene Flagge. Diese wurde erstmals im Winter 1963/1964 an Robert LeFevres Freedom School gehisst.

Mittwoch, 23. April 2014

Marktkommentar: Institutionelle Anleger dominieren die Märkte und tanzen auf dem Vulkan

Janet Yellen komplettiert das geldpolitische Trio Infernale
von Claus Vogt
Liebe Leser,
in den vergangenen Wochen und Monaten habe ich in unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren und auch hier im Claus Vogt Marktkommentar ausführlich dargelegt, dass sich die Welt erneut im bedrohlichen Griff einer gewaltigen Spekulationsblase befindet – entgegen anderslautender Behauptungen, wie sie kürzlich erst wieder von Fed-Präsidentin Janet Yellen öffentlich vorgetragen wurden. Da die Zentralbankbürokraten jedoch die Hauptverantwortlichen für die Entstehung von Spekulationsblasen sind, sollten Sie deren Äußerungen zu diesem wichtigen Thema besser nicht ernst nehmen. Der eindeutigen Interessenlage der Akteure entsprechend handelt es sich dabei nämlich schlicht und einfach um Zentralbank-Propaganda ohne analytischen Wert.

Samstag, 19. April 2014

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen? Der Staat und die Datenverarbeitung: Ein Trauerspiel

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

der Staatsapparat in Deutschland hat ein gebrochenes Verhältnis zur Datenverarbeitung: Man braucht sie, man arbeitet mit ihr, aber man kommt nicht gut zurecht mit ihr. Projekte zur Entwicklung und Einführung neuer Software legen immer wieder die Entscheidungs- und Kooperationsschwächen der öffentlichen Verwaltung bloß. Bei IT-Projekten der Polizei, der Justiz und der Finanzverwaltung, in welchen eine bundesweite Einheitlichkeit angestrebt wurde, sind diese Schwächen in der Vergangenheit besonders deutlich geworden.

Nun treten Probleme mit der IT selbstverständlich auch in der Privatwirtschaft auf. Dort müssen auftretende Schwierigkeiten aber schnell gelöst werden, sonst drohen finanzielle Verluste oder sogar der wirtschaftliche Untergang. Im Staatssektor besteht dieser existenzielle Druck nicht, mit der Folge, dass Probleme mit der Datenverarbeitung sich unendlich lange dahinschleppen.

Mittwoch, 16. April 2014

Die Unvermeidlichkeit von Eigentum

Stefan Blankertz über das Eigentum.
Foto: fotografa/Marten 2012
von Stefan Blankertz
Vorbemerkung
,,Staatsinhalt [ist] die ökonomische Ausbeutung, das politische Mittel der Bedürfnisbefriedigung. Der Bauer gibt einen Teil seines Arbeitserzeugnisses hin, ohne äquivalente Gegenleistung. Im Anfang war die Grundrente.'' (Franz Oppenheimer, Der Staat [1907], Berlin 1990, S. 46.)
Das Folgende ist eine Skizze zur Diskussion um die sogenannte Bodenfrage im Rahmen der anarchokapitalistischen  Theorie.

Ausgangspunkt: (Selbst-) Eigentum

Eigentum, Funktion: Verfügung, ohne fragen zu müssen. Die beiden zentralen Aspekte: 
1. Ermöglichung von Kooperation, von erwünschter Nutzung. 
2. Abwehr von unerwünschter Nutzung. 

Montag, 14. April 2014

Marktversagen – The Market for Lemons

 Foto: mises.org 
von den Münchner Libertariern
1. Marktversagen allgemein

Als Marktversagen wird in der neoklassischen Theorie eine Situation bezeichnet, in der in einem freien Markt ein gemäß dem Interesse der Marktteilnehmer suboptimales Ergebnis erzielt wird. Das kann verursacht werden durch

1) Öffentliche Güter (Trittbrettfahrerproblem)
2) Externalitäten (Entstehende Kosten werden auf Dritte abgewälzt)
3) Natürliche Monopole (Markteintrittskosten für Konkurrenten zu hoch)
4) Informationsasymmetrien

Unter Informationsasymmetrien versteht man eine Situation, in der einige Marktteilnehmer einen mitunter deutlichen Informationsvorsprung gegenüber anderen Marktakteuren haben, der ihre Position z.T. erheblich stärkt und dessen Überwindung hohe Kosten verursachen würde. Diesen Vorsprung können die besser Informierten gegenüber den schlechter Informierten ausspielen.

Sonntag, 13. April 2014

Marktkommentar: Aktienmärkte vor dem Absturz

Warum man Sturmwarnungen nicht in den Wind schlagen sollte
von Claus Vogt
Liebe Leser,
an den Aktienmärkten stehen erneut alle Zeichen auf Sturm: Drastische Überbewertung, überkaufte Markttechnik in allen relevanten Zeitfenstern, Sentimentindikatoren, die ein Höchstmaß an Euphorie und Sorglosigkeit widerspiegeln, steigende Zinsen an den Anleihemärkten und ein makroökonomisches Umfeld, das sich hart an der Grenze zur Rezession bewegt. Diese Konstellation, die wir in der aktuellen Themenschwerpunkt-Ausgabe unseres Börsenbriefs Krisensicher Investieren ausführlich besprechen, mündete in der Vergangenheit immer in eine große Aktienbaisse oder – wie in den Jahren 1929 und 1987 – in einen spektakulären Crash.

Samstag, 12. April 2014

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen? Von der Feigheit der Politik

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
dem deutschen Staat fällt es ungeheuer schwer, einmal gewährte Wohltaten wieder zurückzunehmen oder Strukturen abzubauen, über welche die Zeit hinweg gegangen ist. Es könnte ja Widerstand gegen derartige Reformen geben, im Ausland könnte man die Stirn runzeln, die Presse könnte negativ berichten. Solche Reaktionen will die Politik wenn irgend möglich vermeiden.

Eine Wohltat, über die ich mich schon lange nicht mehr aufrege, besteht darin, dass junge Menschen, egal aus welchem Land sie kommen, in Deutschland umsonst studieren können. Immerhin zehn Prozent aller Studienplätze sind für Studenten aus dem Ausland reserviert. Andere Länder verdienen gutes Geld an ausländischen Studenten, aber das scheint unser Staat nicht nötig zu haben!

Mittwoch, 9. April 2014

Habermanns Richtigstellung: ,,Gender Mainstreaming''

Prof. Gerd Habermann
von Prof. Gerd Habermann
Diesen Monat: ,,Gender Mainstreaming''
Systematische Egalisierungspolitik zugunsten der ,,Chancengleichheit der Frauen'', offiziell auf europäischer Ebene zuerst 1997 im Amsterdamer Vertrag verankert. Es ist dies eine Art ,,Politik mit der Brechstange'', die sich in Instrumenten wie Frauenkommissarinnen, Frauenquote, Frauenbonus usw. ausspricht. Zentrales Mittel sind dabei die Antidiskriminierungsgesetze und -richtlinien (siehe auch Feminismus). Praktisch läuft dies auf eine Privilegierung der Frauen hinaus, sie sind ,,gleicher'' als die konkurrierenden Männer. Eine Gleichschaltungspolitik dieser Art, die politischen Zwang einsetzt, ist mit den Idealen einer freien Gesellschaft nicht vereinbar.

Dienstag, 8. April 2014

Liberalala...

So mancher hat sich auf das Seminar ,,Denker der Freiheit: Praxis und Zukunft des Liberalismus - Wege in die Freiheit'', das Ende Mai in Gummersbach stattfinden sollte, gefreut. Stefan Blankertz, Norbert F. Tofall, Steffen Krug und viele andere waren als Sprecher angekündigt. Nun findet das Seminar doch nicht statt. Die FDP-nahe Theodor-Heuss-Stiftung der Friedrich-Naumann-Stiftung stellt sich quer. Ihre Devise scheint zu lauten: lieber liberalala als liberal oder libertär. Veranstalter Philipp Kalwies bezieht Stellung:
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von Philipp Kalwies

Liebe Leute,

leider muss ich Euch mitteilen, dass die Gerüchteküche Recht hat und die Theodor-Heuss-Akademie (THA) das Seminar definitiv abgesagt hat.

Ich habe bis zuletzt alles versucht, um es doch noch stattfinden zu lassen, aber der Direktor Herr Füßmann und der Programmchef Herr Hahn stellen sich quer. Es wird also definitiv nicht in Gummersbach stattfinden können.

Als Begründung haben die beiden angeführt, dass Ihnen das Programm "in seiner Gesamtheit" nicht zusage und viel zu libertär sei.

Montag, 7. April 2014

Kemalismus - Die Ideologie der Erdogan-Gegner

Die sechs Pfeile der CHP.
Bild: Wikipedia.
von Markus Prochaska
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat derzeit viele Gegner. „Mustafa Kemal´in Askerleriyiz! Wir sind Mustafa Kemals Soldaten!” heißt es oft auf Demonstrationen gegen die regierende AKP. Gemeint ist damit der Gründer der türkischen Republik und ihr erster Präsident, Mustafa Kemal Atatürk. Auf seine Leitvorstellungen berufen sich viele, wenn auch nicht alle Demonstranten: den Kemalismus.

Als die moderne Türkei 1923 gegründet wurde, dominierte Atatürk bereits die politischen Geschicke. Gewiss gab es noch immer außerparlamentarische Gegner aus dem Lager der Islamisten. Zudem musste Atatürk selbst bei einigen Gesetzen noch gewaltige Überzeugungsarbeit betreiben, um die Zustimmung der „Großen Nationalversammlung“ zu bekommen. Im selben Jahr wurde auch die „Republikanische Volkspartei“ (CHP) von Mustafa Kemal ins Leben gerufen, die bis heute die größte und einflussreichste Partei des Kemalismus ist.