Samstag, 27. Mai 2017

Terror in Manchester und anderswo: Die Brutalität staatlicher Barmherzigkeit

Bild: Pixabay/ Merio / CC0 Public Domain
von Frank Jordan
Als ich das Wort „sozial“ zum ersten Mal hörte, war ich sieben oder acht Jahre alt. Mein Vater sagte es. Es war mitten in der Nacht, und er sagte „Sozialplan“. Wie oft damals war ich erwacht und hatte mich oben an der Treppe davon überzeugt, dass ein Stock tiefer im Büro meines Vaters Licht brannte. Das musste so sein. Und wie immer ging ich hinunter, setzte mich auf seinen Schoß und fragte, was er tue. Doch anstatt mir wie sonst auch die vertraute Auskunft zu geben, dass er lerne (er paukte sich nebst Familie und Firma noch durch einen Executive MBA), sagte er, dass er Sorgen habe. Dass er Leute entlassen müsse. Eine Firma, die vor der Insolvenz stand, war übernommen worden. Der größere Teil des Personals ebenso.

Freitag, 26. Mai 2017

Das Crash-Jahr 1929 lässt grüßen

Bild: Dorothea Lange, Farm Security Administration / Office of War
Information / Office of Emergency Management / Resettlement
Administration [Public domain], via Wikimedia Commons
Marktkommentar von Claus Vogt
Ähnliche Signale wie vor Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929 

Vorige Woche habe ich Sie bereits darauf aufmerksam gemacht, wie sehr sich die Lage an den Aktienmärkten zugespitzt hat. Nun hat sich eine besonders strenge Version eines Indikators der quantitativen Analyse zu Wort gemeldet, der seit dem Jahr 1900 zuvor nur ein einziges Verkaufssignal gegeben hatte. Das war im August 1929.

Am 3. September jenes schicksalhaften Jahres erreichte der Dow Jones Industrial Average mit 386 Punkten das Hoch seiner damaligen Hausse. Es folgte der berühmte Oktober-Crash, in dessen Verlauf der Index um 50% abstürzte. Doch das war nur der Anfang. Nach einer mehrmonatigen Zwischenerholung ging es bis Mitte 1932 noch viel weiter nach unten. Am Ende dieser verheerenden Baisse war der Dow um 89% gefallen und die Weltwirtschaftskrise nahm ihren Lauf.

Dienstag, 23. Mai 2017

Recht auf Waffenbesitz: Scheiß auf Frauenquote – Ich will ne Knarre!

Bild: Pixabay / Gallila-Photo / CC0 Public Domain
von Franziska Schreiber
Ja, es stimmt: Ich hätte gerne eine Schusswaffe. Mehr noch: Ich hätte gerne das Recht, diese Schusswaffe ständig bei mir zu tragen – auch in der Öffentlichkeit. Natürlich möchte ich dieses Recht nicht nur für mich, sondern auch für jeden anderen volljährigen Bürger. Wer solche Forderungen äußert, der gilt hierzulande als Exot. Wir Deutschen haben eben einfach keine Kultur des Bewaffnetseins entwickelt. Wie auch? Schließlich war uns dieses Recht in der Geschichte niemals ausdrücklich gegeben.

Montag, 22. Mai 2017

Kohortenphänomen: Merkel und die Unmöglichkeit individueller Korrektur

Merkel. Bild: Pixabay / OpenClipart-Vectors /
CC0 Public Domain
von Kurt Kowalsky
Heute mal einen Auszug aus meinem Schriftverkehr. Ich wollte eigentlich eine scharfe Frau anmachen, doch die private Nachricht ging aus Versehen an den Gatten der Hübschen. Also versuchte ich mich da rauszureden und erklärte ihm gesellschaftliche Phänomene.

Obwohl ich mich kurz fasste, also nur 40 Seiten schrieb, artete die Angelegenheit in ein sinnloses Missverständnis aus. Trotzdem gibt es ein paar Kernpunkte, welche ich einer breiten Öffentlichkeit (zehn bis 14 Facebook-Freunde) nicht vorenthalten will.

1. In einer beliebigen Kohorte, gibt es einen Typen, der am besten Fußball spielt. Es gibt auch einen, der hat den größten Fußschweiß und ein anderer, der hat die meisten Haare auf der Brust. Soweit sollte es da keinen Dissens geben.

Sonntag, 21. Mai 2017

Frontalangriff des Gesinnungswächters: Maas macht missliebige Meinungen mundtot

Maas. Bild: A.Savin (Wikimedia Commons ·
WikiPhotoSpace) (Own work) [FAL or CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Man kann es nicht oft und laut genug wiederholen: Was derzeit auf Veranlassung von Heiko Maas im Bundestag diskutiert wird - und man ist überrascht: es gibt seit Langem tatsächlich mal wieder so etwas Ähnliches wie eine Diskussion! - ist ein Frontalangriff auf eines der wesentlichsten Grundrechte einer jeden freiheitlichen Grundordnung, nämlich die Meinungsfreiheit.

Heiko Maas will bekanntlich soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter verpflichten, "offensichtlich rechtswidrige Inhalte" in sehr kurzer Frist zu löschen, im Zweifel innerhalb von 24 Stunden.

Wenn ein Unternehmen den Verpflichtungen zur Einrichtung eines solchen Zensursystems nicht nachkommt, soll ein vollkommen wahnwitziges Bußgeld in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro (!) verhängt werden; außerdem sollen die verantwortlichen Manager in die persönliche Haftung genommen werden.

Zivilgesellschaft oder staatliche Bevormundung

von Tommy Casagrande
Zivilgesellschaft und staatliche Bevormundung sind zwei Seiten einer Waage. In einer freien oder relativ freien Gesellschaft dominiert die Zivilgesellschaft und lässt sich von Möchtegerndespoten nichts sagen. Sie agiert selbstbewusst und kennt ihre Rechte. Die Zivilgesellschaft ist vielfältig, da sie aus der Vielzahl der Menschen besteht, die in Summe eine Gesellschaft bilden. Somit wirkt eine Zivilgesellschaft auch in Nischen hinein, die bei staatlichem Handeln zur besseren Kontrolle, in gleichmacherische Konformität umgewandelt werden. Die Zivilgesellschaft kennt nur eine Bedrohung und das sind die Allmachtsphantasien staatlicher Absolutisten, die jedes Recht durch ein Gesetz schröpfen wollen und der Meinung sind, Gesetze seien das gleiche wie Rechte.

Samstag, 20. Mai 2017

Sozi-Raffzahn: Martin Schulz, längst Millionär dank EU-Geld?

Bild: EuropeDirect (Own work) [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Martin Schulz, der Kämpfer für den kleinen Mann - so lässt er sich gerne darstellen. In Wahrheit hat dieser langjährige EU-Apparatschik vor allem für eines gekämpft: Seinen eigenen Geldbeutel.

Der wurde nämlich, dank üppigster EU-Zahlungen auf Kosten der Bürger, äußerst großzügig befüllt. Nun hat der Finanzanalyst Jürgen Fritz genauer nachgerechnet und kommt zum gleichen Ergebnis, das die Spatzen schon längst von Brüssels Dächern gepfiffen haben: Der gute "Ruft-doch-mal-Martin-Ihr-müsst-Martin-rufen" Schulz ist längst Millionär, manche vermuten sogar Multi-Millionär - und der reichste Kanzlerkandidat der Geschichte wohl allemal.

Schauen wir zusammen mit Jürgen Fritz mal genau hin, was da so alles an Geldern in Richtung Schulz geflossen ist. Die Basis von allem war sein normales Salär als EU-Abgeordneter von ca. 99.000 Euro. Dieses muss versteuert werden, zudem werden Sozialabgaben fällig - letztere sind allerdings mit ca. 12 % für EU-Beamte weitaus günstiger als für den deutschen Arbeitnehmer mit ca. 20 %.

Freitag, 19. Mai 2017

Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen: Wenn Wähler verzweifeln

Bild: 9EkieraM1 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Spoeken Kieker
Wie verzweifelt müssen Wähler sein, dass sie sich zu Hunderttausenden einem Armin Laschet, einer Art Schoßhündchen von Angela Merkel, zuwenden? Der Wahlausgang in Nordrhein-Westfalen hat eine dramatische Wucht und wird uns noch lange beschäftigen. Für den politisch-medialen Komplex ist das Ergebnis schnell kommentiert: Es hat ein Erdbeben gegeben, und mit jammervollem Unterton wird vermerkt, dass Rot-Grün abgewählt worden sei. Als Trost gilt, dass die AfD nicht über zehn Prozent gekommen ist. Dass das Wahlergebnis etwas mit der Migrationswelle zu tun haben könnte, die Teile der nordrhein-westfälischen Großstädte zu No-Go-Areas gemacht hat, kam keinem Qualitätsjournalisten in den Sinn.

Dass so viele Wähler von den Parteien links von der CDU geflüchtet sind, kann aber nichts oder nur ganz wenig mit der Schulpolitik der Inklusion der Grünen-Politikerin Sylvia Löhrmann zu tun haben. Es hat auch nur wenig mit der Wirtschaftspolitik von Garrelt Duin (SPD) zu tun und mit kaputten Brücken, Straßen und Eisenbahnlinien. Es war die Zuwanderung von Hunderttausenden jungen Männern, die in die Ballungsgebiete gezogen sind, also vor allem nach Nordrhein-Westfalen, und die seitdem zu Veränderungen in dem Land beitragen, die viele Leute ausdrücklich nicht wollen und vor denen Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) vom ersten Tag an die Augen fest verschlossen hat. Die Kölner Silvesternacht war nur eine Folge der Masseneinwanderung, wenn auch die sichtbarste.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Politische Korrektheit mit zweierlei Maß: Gut hassen

Bild: TwoWings [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Frank Jordan
Hass ist nach allgemeinem Verständnis eine der stärksten menschlichen Emotionen. Hass ist Abscheu. Hass will schaden. Vernichtung des Gehassten bedeutet Lustgewinn.

Die Kürzestbeschreibung macht klar: Hass ist abgründig, destruktiv, schädlich und potentiell tödlich. Für den Gehassten ebenso wie für den Hassenden. Wer kann, hütet sich davor. Caroline Emcke, Gewinnerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, liegt richtig, wenn sie dem Hassenden eine Verengung der Sicht unterstellt. Aber sie liegt in sichtverengtester Weise falsch, wenn sie das Potential des Hasses unter dem Mikroskop des eigenen – so ist anzunehmen von jemandem, der sich „über den Hass gebeugt“ hat, um ihn zu „analysieren“ – Nicht-Hassens als Strömung definiert, die sich exklusiv vom „rechten“ in jeder Beziehung minderbemittelten Rand der Gesellschaft bis in deren verrohte und verblödete Mitte zieht. Eine der „wichtigsten Intellektuellen der Gegenwart“ legt damit Zeugnis jenes „verengten und geschlossenen“ Weltbildes und der „Kollektivierung von Individuen“ ab, die sie ausschließlich anderen Kreisen als jenen, in denen sie selbst sich bewegt, zuschreibt.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Emmanuel Macron: Der EU-Zentralist

Emmanuel Macron, der neue Präsident Frankreichs, gilt als Hoffnungsträger der EU-Anhänger. Seine Agenda hingegen ist gruselig: Mehr EU-Zentralismus, der sich etwa in einem Eurozonen-Finanzminister, in einem gemeinsamen Eurozonen-Haushalt, in gemeinsamen Anleihen der Euroländer, sprich für noch mehr Schuldenumverteilung, für Eurobonds äußert.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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