Montag, 26. September 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 38/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über einen internationalen Ländervergleich:
Amerika: Zuckerberg will alle Krankheiten besiegen.
Russland: Reaktor der auch "Müll" verarbeiten kann geht in den Regelbetrieb.
China: Fusion zweier Unternehmen zum zweitgrößten Stahlhersteller der Welt.
Deutschland: Einzelhandel verpflichtet sich "freiwillig" zum Verzicht auf Plastiktüten.
So inspirierend!

Über den Sozialstaat:
Sozialstaat ist, wenn Du von sechs bis zwölf Uhr arbeiten musst, um jene durchzufüttern, die Mittags aufstehen und dann bis zum Abendbrot nachdenken, wie sie Dir den Teil bis achtzehn Uhr ebenfalls abnehmen können. Kommunismus ist, wenn ihnen was eingefallen ist und sie über Dir auf dem Wachturm patrouillieren. Aber die Arbeit bis zwanzig Uhr gehört dann wirklich dir.

Sonntag, 25. September 2016

Allen Durchhalteparolen zum Trotz: Europa bleibt Europa und scheitert erneut

Bild: flickr.com / freestocks.com / CC0 Public Domain
von Jorge Arprin, ohne Rücksicht
Nach dem Brexit herrschte in den EU-Ländern die Ansicht, dass Europa jetzt zusammenwachsen müsse. Es gäbe kein Zurück mehr, wir bräuchen eine stärkere Gemeinschaft und weniger Engstirnigkeit. Drei Monate später ist davon kaum noch etwas übrig. Luxemburgs Außenminister Asselborn forderte jüngst, dass Ungarn aufgrund seiner Weigerung, Flüchtlinge aufzunehmen, vorübergehend aus der EU ausgeschlossen oder gar ganz rausgeworfen werden müsse. Die osteuropäischen Länder zeigten sich davon unbeeindruckt und sind nach wie vor gegen den Plan, Flüchtlinge nach Quoten in Europa zu verteilen. Polen kündigte nach dem Anschlag in Brüssel an, keine Flüchtlinge aufzunehmen, Ungarn plant am 2. Oktober diesbezüglich ein Referendum, und auch Tschechien und die Slowakei sind gegen die Verteilung.

Von diesen klaren Absagen zeigten sich wiederum die westeuropäischen Länder unbeeindruckt und treiben ihren Plan zur Verteilung der Flüchtlinge nach Quoten weiter voran. Merkel meint, es könne nicht angehen, dass manche Länder in der EU sagen würden, dass sie keine Muslime aufnehmen würden. Der schwedische Außenminister Johansson fordert, dass die EU als der reichste Staatenverbund der Welt, mit 500 Millionen Einwohnern, jedes Jahr eine Millionen Flüchtlinge aufnehmen sollte. Dafür notwendig seien ein Quotensystem und eine Angleichung der Asylregeln in der EU. Es gibt also zwei Vorstellungen, die so verschieden sind, wie sie es nur sein könnten, und beide ignorieren das einfach und treiben ihre Pläne weiter voran, als sei nichts geschehen. Oder anders gesagt: „Europa“ bleibt „Europa“.

Samstag, 24. September 2016

Erpressung gegen die Briten: Perverse EU-Ideologie grenzenloser Migration!

Bild: Pixabay / succo / CC0 Public Domain
von Alice Weidel
Frau Merkel versucht die EU dazu zu zwingen, bei den BREXIT-Verhandlungen mit Großbritannien den Freihandel bedingungslos an die Zuwanderungs-Freizügigkeit zu knüpfen. Um das ideologische Zwangsgebilde der EU, das bereits an allen Ecken und Enden kracht, nach dem BREXIT künstlich am Leben zu erhalten, soll Großbritannien nun erpresst werden. Man droht dem Land, es von seinen gewachsenen Handelsbeziehungen abzuschneiden, wenn es sich nicht der perversen EU-Ideologie grenzenloser Migration unterwirft.

Frau Merkels perfide Verhandlungstaktik scheint nun zu lauten: Der freie Warenverkehr, der im Interesse aller europäischen Völker liegt, soll nur erhalten bleiben, wenn Großbritannien auch die schädlichen Freizügigkeitsregeln für Zuwanderer beibehält. Hier werden zum Zweck politischer Erpressung zwei Dinge künstlich miteinander verknüpft, die nicht das Geringste miteinander zu tun haben.

Freitag, 23. September 2016

Investieren Sie richtig - der heiße Herbst an den Aktienmärkten hat begonnen

Marktkommentar von Claus Vogt
Die Edelmetallhausse, die im Dezember begonnen hat, ist noch ganz jung 

Vor zwei Wochen habe ich Sie an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass in Haussen andere Regeln gelten als in Baissen. Diese Aussage habe ich anhand eines Sentimentindikators für den Goldmarkt veranschaulicht. Denn hier hat der Wandel von Baisse zu Hausse erst vor kurzem, das heißt im Dezember 2015 stattgefunden. Aufgrund der völlig unseriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik der vergangenen und – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – auch der kommenden Jahre gehe ich davon aus, dass diese Hausse viele Jahre anhalten und für außergewöhnliche Kursgewinne sorgen wird, die bei Gold- und Silberminenaktien wie üblich noch deutlich stärker ausfallen werden als bei den Edelmetallen selbst.

Donnerstag, 22. September 2016

Kosten- und Leistungsrechnung in der staatlichen Verwaltung

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

Bund und Länder sind seit Jahren bestrebt, ihr Finanzmanagement zu modernisieren. Aber viele staatliche Verwaltungen tun sich schwer mit der Einführung von betriebswirtschaftlichen Instrumenten. Mancherorts wird der Einsatz derartiger Instrument sogar nach einiger Zeit beendet, weil sie angeblich für die betreffende Behörde nicht geeignet seien.

Als ersten Schritt zur Reform ihres Finanzwesens haben staatliche Stellen überall in Deutschland damit begonnen, eine Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen aufzubauen. Die KLR ist ein Informations- und Steuerungssystem, das aufzeigt, zu welchen Kosten die Leistungen einer Organisation erbracht worden sind. Die KLR ermöglicht es, die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Einrichtung sowohl im Zeitverlauf als auch im Vergleich mit anderen Organisationen zu beurteilen. Mit Hilfe der KLR kann die Kostendeckung von Produkten und Dienstleistungen ermittelt oder deren Preis kalkuliert werden.

Auf der Suche nach einem Che-Zitat

Bild: Jgaray [Public domain or Public domain],
via Wikimedia Commons
von Stefan Blankertz, Murray-Rothbard-Institut
Die kursierenden Internet-Zitate zu allem und jedem führen entweder zu Leichtgläubigkeit, sobald es einem in den Kram passt, oder zu erhöhter Wachsamkeit. Besonders nach meiner Recherche zu Mr. Barnett und seiner angeblichen Migrationswaffe[1] bin ich noch vorsichtiger geworden als zuvor. Im „Maodeking“ habe ich 2014 Teile aus dem folgenden, Che Guevara zugeschriebenen Statement verwendet:

»To send men to the firing squad, judicial proof is unnecessary. These procedures are an archaic bourgeois detail. This is a revolution! And a revolutionary must become a cold killing machine motivated by pure hate. We must create the pedagogy of the paredon (The Wall)!«

In den englische Wikiquotes wurde das Statement inzwischen aus den Che-Guevara-Zitaten gelöscht. Es war als Quelle ein Text angegeben, der wiederum einen Text zitiert, der keine Quelle angibt. Grund genug für mich, eigene Nachforschungen anzustellen.

Das Statement wird im Internet vielfach zitiert. Meist ohne Quellenangabe. Oder aber es erfolgt ein Verweis auf den Text, auf den auch in Wikiquotes hingewiesen wurde. Der Autor des Textes ist Humberto Fontova,[2] ein exilkubanischer Aktivist. Ich habe sogar eine spanische Version (eines Fragmentes) des Statements gefunden, war aber nicht sicher, ob es eine Rückübersetzung aus dem Englischen ist oder auf eine spanische Originalfassung zurückgeht:

Mittwoch, 21. September 2016

Bargeldverbot und Negativzinsen: Scheinargumente von ''Starökonomen''

Bild: International Monetary Fund
[Public domain], via Wiki Commons
von Dr. Alice Weidel
IWF-Starökonom Kenneth Rogoff schlägt vor, das Bargeld abzuschaffen und gleichzeitig Negativzinsen von bis zu 6% zu erheben. Der Bürger entkäme den Negativzinsen also nicht mehr und müsste dafür zahlen, wenn das Bankkonto ein Guthaben aufweist:

Die Vorschläge von Kenneth Rogoff zeigen, wie weit dieser sogenannte ‚Star-Ökonom‘ sich von der Realität entfernt hat. Was er vorschlägt – Bargeldverbot in Verbindung mit hohen Negativzinsen – ist nichts anderes als eine Zwangsenteignung der Bürger.

Die Begründung, die Abschaffung des Bargelds, vor allem der größeren Scheine, diene der Kriminalitätsbekämpfung ist ein vorgeschobenes Pseudoargument. Schwarzarbeitende Handwerker werden selten mit 500-Euro-Scheinen bezahlt und Steuerhinterziehung im großen Stil läuft ohnehin weitgehend bargeldlos, siehe Panama Papers oder die Steueraffäre um Uli Hoeneß.

Die Bargeldabschaffung dient letztlich nur den Staaten und Banken mit ihren Schuldenbergen, für die der Sparer jetzt noch die Zinsen zahlen soll. Auch öffnet die Bargeldabschaffung die Tür zur totalen Kontrolle des Bürgers und somit zum Entzug seiner Freiheit. Das wird es mit der AfD nicht geben.

War Hitler ein marktradikaler Kapitalist?


von Michael Werner
Ich freue mich immer, etwas dazuzulernen, denn ich lerne gerne und will jeden Tag ein bisschen klüger werden.

Heute habe ich dank Richard David Precht etwas sensationell Neues gelernt, das mein gesamtes Weltbild aus den Angeln gehoben hat:

Das Dritte Reich war Kapitalismus pur!

Hitler war in Wahrheit also ein echter Marktradikaler und Minimalstaatler. Dass er in seinem Bestseller "Mein Kampf" über so ziemlich alles herzieht, was er auch nur ansatzweise mit Kapitalismus in Verbindung bringen konnte, und Gleichlautendes in all seinen Reden in ermüdend epischer Breite wiederholt, war in Wahrheit offensichtlich nur seinem etwas schrägen Sinn für Ironie geschuldet. Ein echter Spaßvogel, dieser mitunter leicht cholerisch wirkende Österreicher mit dem lustigen Bärtchen.

Dienstag, 20. September 2016

Aus den Akten Pinker vs. Anarchie 5: Staatsentstehung

Thomas Hobbes. Bild: John Michael Wright
[Public domain], via Wikimedia Commons
von Stefan Blankertz
Thomas Hobbes, immerhin, hatte eine klare, wenn auch unhistorische Vorstellung von der Staatsentstehung: Freie, unverbundene Menschen, einander Feind, schließen einen Vertrag, in welchem sie Frieden geloben. Woher die Motivation und die Fähigkeit dieser in ständigem Kleinkrieg befindlichen Menschen stammt, Frieden zu wollen und auch zu halten, und durch welchen Mechanismus diejenigen, die diese Menschen aus ihrer Mitte zur bewaffneten Überwachung des Friedens mit unbegrenzter Souveränität ausstatten, dazu gebracht werden, ihre Macht tatsächlich zur Friedenssicherung einzusetzen und sie nicht zu missbrauchen, erklärt Hobbes nicht.

Wie wir sahen,[1] hat Steven Pinker keine Vorstellung von der Funktionsweise und dem Recht[2] in vor-staatlichen (segmentären, akephalen) Gesellschaften. Aber auch der Entstehung des Staats, der ihm zufolge die größte Reduktion an Gewalt unter Menschen zuzuschreiben ist,[3] widmet er keine ganze Seite der 1.000 Seiten seines Buchs. »Vor rund 5.000 Jahren […] schlossen sich sesshafte Bauern in Städten und Staaten zusammen, die ersten Regierungen entstanden.«[4] Städte – Staaten – Regierungen: Sind das gleiche oder wenigstens ähnliche Gebilde oder kennzeichnen diese Begriffe etwas jeweils zu Unterscheidendes? Die Formulierung, die Bauern »schlossen sich zusammen«, klingt nach Original-Hobbes, klingt nach Konsens und Einstimmigkeit.[5]

Camouflage-Systemtuben: Bloß nichts Falsches sagen!

Bild: SPC GERALD JAMES ([1][2])
[Public domain], via Wikimedia Commons
von Philipp A. Mende
Besonders bizarr sind in Täuschland diejenigen öffentlichen Schuppen, die sich im Brustton der Selbsttäuschung „Toleranz”, „Rebellentum” und „Nonkonformismus” bzw. „Unangepasstheit” auf die Fahne geschrieben haben, dann letztlich aber jedem tatsächlich kritisch oder anders Denkenden zu verstehen geben, doch (bitte) nur innerhalb des vorherrschenden, millionenfach nach- und wiedergekäuten, links-grünen Sozialpädagogen-Meinungsspektrums zu verkehren, sofern man keinen „Stress” haben möge.

Andernfalls hat der tatsächlich „Unbequeme” mit teils aggressiven, teils sabotierenden „Maßnahmen” oder Sanktionen zu rechnen, die er sich aber selbstverständlich „selbst zuzuschreiben habe” - stellt euch vor, jeder käme im Meinungsfreiheit-ja-aber-Land tatsächlich mit einer eigenen Meinung um die Ecke.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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