Montag, 18. September 2017

Der Euro - eine Gefahr für den langfristigen Wohlstand in Deutschland

Bild: Pixabay / stux / CC0 Public Domain
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Das Entsetzen über die selbstherrlichen Rechtsbrüche der Merkel-Regierung beim Thema Euro-"Rettung" gehört zur Gründungs-DNA der Alternative für Deutschland.

Nur zu gut werden sich viele von Ihnen, liebe Leser, an frühere Wahlwerbung der Unionsparteien erinnern, in der den Bürgern versprochen wurde, sie würden nie und nimmer für andere Euro-Länder haften müssen - und im Übrigen sei die Pleite eines Euro-Staates durch die Kriterien des Maastricht-Vertrages sowieso ausgeschlossen.

Alle damaligen Zweifler wurden von der eurobesoffenen Einheitsmeinung des politisch-medialen Komplexes mundtot gemacht.

Heute wissen wir: Alle damaligen Zweifler hatten recht. Es ist genauso gekommen, wie kluge Köpfe dies damals befürchtet haben! Willkürliche "Rettungsaktionen" zugunsten von Staaten und auch von Banken, finanziert mit deutschem Steuergeld - das war und ist die völlig unverantwortliche Politik von Frau Merkel.

Montag, 11. September 2017

Bundestagswahlkampf der AfD: Die Parallelen zu 1989 sind unverkennbar

Volles Haus in Pforzheim. Foto: Tomasz M. Froelich
von Michael Klonovsky
Letzte Woche gab es den AfD-„Wahlkampfhöhepunkt“ im lauschigen Pforzheim, mit Alice Weidel, Alexander Gauland und der dem Merkel-Wahlverein spätentsprungenen Erika Steinbach als Hauptrednern. Ich muss den regelmäßigen Besuchern meines kleinen Eckladens nicht umständlich erklären, wie sehr mich Partei- und überhaupt Massenveranstaltungen betrüben; erwachsene Menschen, die „Martin! Martin! Martin!“ oder „Höcke! Höcke! Höcke!“ oder „De-De-Err! Un-ser-Va-ter-land!“ skandieren, sind mir zutiefst fremd (sogar die Dortmunder Südtribüne mag ich nur aus der Ferne). Gleichwohl wurde ich Zeuge einer berichtenswürdigen, ja buchenswerten Veranstaltung, es war kein abgezirkelter Konformistenauflauf wie bei den Etablierten, sondern echtes Oppositionskino, samt der üblichen Gegendemonstranten (ich werde diesen Menschenschlag nie verstehen, haben die wirklich nichts Besseres zu tun?), wobei deren gemeldete Zahl wahrscheinlich unter Einbeziehung der Raucher von drinnen zustandekam. Der Andrang dort wiederum war so enorm, dass die – zuvor von einer Trennwand verdeckte – Empore den Besuchern geöffnet werden musste. Die Redner brachten den Saal, wie man sagt, zum Kochen – hätte ein Wahrheits- und Qualitätsjournalist die Formulierung nicht schon für einen Sarrazin-Auftritt verschlissen, „ein Hauch von Sportpalast“ wäre diesmal fällig gewesen, wenngleich genau das Orchestrierte und Inszenierte fehlte und die Jubler von ihrer Teilnahme an der Veranstaltung draußen eher Nachteile als Vorteile zu gewärtigen haben –; es gab Begeisterungsbekundungen ohne Ende, Zwischenrufe, immer wieder Standing Ovations, ich sah Männer mit Tränen in den Augen, und obwohl sich die Veranstaltung über drei Stunden zog, verließ keiner den Saal. Ich habe den Eindruck, viele Westdeutsche erleben gerade ihr 1989. Die Parallelen sind ja unverkennbar (wobei immer noch die Ostdeutschen am verlässlichsten sind).

Samstag, 9. September 2017

Selbsternannte Nazijäger: Besser mal die eigenen Reihen durchsuchen!

Bild: Pixabay / Clker-Free-Vector-Images /
CC0 Public Domain
Simon Kromer
Jetzt ist es also schon Usus, AfD-Anhänger als „Nazis“ zu betiteln. Natürlich würden sich Böhmermann und Co. einfach darauf berufen, dass das Satire sei, wenn man genauer nachhakt. Bevor man angreifbar wird, war „alles nur Spaß“! Denn jeder weiß ja, dass es Blödsinn wäre, die Deutsche Arbeiterpartei, die bereits vor Hitler in der Völkischen Bewegung organisiert war, mit der jetzigen AfD gleichzusetzen. Jedem müsste genauso klar sein, dass Hitler, noch bevor die DAP zu irgendeiner Bedeutung gelangte, bereits sehr konkrete aggressiv-rassistische und antisemitische politische Forderungen stellte. Und jedem müsste auch klar sein, dass die zweideutigen Äußerungen mancher AfD-Politiker, von denen keiner auch nur annähernd Hitlers beherrschende Stellung in seiner Partei vorweisen kann, damit nicht vergleichbar sind.

Besser wäre es, die selbsternannten Nazijäger schauen einmal die eigenen Reihen durch. Hier gibt es akkreditierte, für große Tageszeitungen arbeitende Journalisten, die vermeintlich „feindliche“ Journalisten während brutaler Krawalle durch Hamburg jagen lassen, Spitzenpolitiker, die sich per Unterschrift Aufrufen vom Verfassungsschutz beobachteter Organisationen anschließen, eine Journalistenklasse, die so gut wie gar nicht öffentlich Stellung zu systematisch stattfindenden politischen Gewalttaten gegenüber Mitgliedern einer bestimmten Partei bezieht, Kommunen, die linksextreme Organisationen finanzieren, weil diese so wertvolle Jugendarbeit leisten (!) und Städte, die kurz vor der Wahl Auftritte eines Spitzenkandidaten einer Partei verhindern.

Montag, 4. September 2017

Kenneth Rogoff und Thorsten Schulte: Wenn zwei heute dasselbe sagen

Rogoff. Bild: the International Monetary Fund
[Public domain], via Wikimedia Commons
von Frank Jordan
Zwei Männer, zwei Spezialisten der Kapitalmärkte, zwei erfolgreiche Publizisten. Auf der einen Seite der US-Ökonom und ehemalige IWF-Chef Kenneth Rogoff, auf der anderen Seite Thorsten Schulte, Betreiber des Blogs silberjunge.de und Autor des Amazon-Bestsellers „Kontrollverlust“. Der eine weltweit gefeiert für seine Out-of-the-box-Denke, der andere vor allem im deutschsprachigen Raum bekannt, behördlich schikaniert (drei Betriebsprüfungen in drei Jahren) und medial regelmäßig zerrissen, im besten Fall ignoriert.

Das Verrückte an der Sache: Sie sagen beide dasselbe. Das globale Geldsystem ist am Ende. Die Opportunismus-Politik von Regierungen und Zentralbanken ist gescheitert, das Erscheinungsbild der Stabilität des globalen Geldsystems ist nur äußerlich. Pulver verschossen, Hose auf Knöchelhöhe, Zukunft ungewiss. Der Unterschied: Während Schulte seit Jahren dafür plädiert, das Übel an der Wurzel zu packen, Zentralbanken und Politik, die uns an diesen Punkt geführt haben, an die Kandare zu nehmen und zu entmachten und den Bürgern mehr individuelle Freiheit und Verantwortung zurückzugeben, steht Rogoff für ein resolutes Mehr desselben. Mehr Macht und Spielraum für Politik und Zentralbanken, weniger Freiheit und mehr Zwang für die Bürger.

Freitag, 1. September 2017

Hinweis in eigener Sache: Freitum ist ab dem 4. September wieder zurück

Liebe Leser,

in den letzten Tagen hat man wenig von uns gehört. Das bleibt kurze Zeit noch so: Freitum gönnt sich eine kurze Pause. Ab dem kommenden Montag, den 4. September, melden wir uns wieder zurück mit neuen Artikel, die in der gewohnten Regelmäßigkeit erscheinen werden.

Bis dann,

Ihr Tomasz M. Froelich
- Chefredakteur -

Mittwoch, 23. August 2017

Schäuble plant bisher geheime Steuertransfers nach Südeuropa

Wolfgang Schäuble. Bild: European People's Party (4th EPP
 St Géry Dialogue; Jan. 2014) [CC BY 2.0], Wiki Commons
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Ist dieser Mann noch ganz Herr seiner Sinne? Wolfgang Schäuble plant, nach der Bundestagswahl deutsches Steuergeld nach Südeuropa für alle möglichen Zwecke zu verschenken.

Anders kann man die Exklusiv-Meldung der BILD-Zeitung, die letzte Nacht um 22:55 Uhr online ging, nicht interpretieren. Ich zitiere aus dem Artikel:

,,Für die Zeit nach der Bundestagswahl arbeitet Finanzminister Wolfgang Schäuble nach BILD-Informationen an einem neuen Milliarden-Topf – als ein deutsches Entgegenkommen an Frankreichs Präsident Macron.

Der Plan: Der Euro-Rettungsschirm ESM (80 Mrd. Euro/davon 22 Mrd. deutsches Steuergeld) soll zu einer Art zusätzlichem EU-Haushalt werden. Neu: Staaten sollen ihn nicht mehr nur anzapfen dürfen, wenn sie pleite sind. Sondern auch, um in schlechten Zeiten die Konjunktur anzukurbeln, und im Falle von Naturkatastrophen!

Montag, 21. August 2017

Das EU-hörige Kartell der Blockparteien kämpft gegen Windmühlenflügel: Stickoxide und Feinstaub gegen den Dieselmotor

Bild: Pixabay / Zauberin / CC0 Public Domain
von Thomas Rettig
Es ist wie in der DDR, wo selbst die Nomenklatura an das Lügengebäude glaubte, das sie in die Köpfe der Menschen hämmern ließ. So betrachten die durchweg staatsgläubigen etablierten Parteien den EU-Grenzwert für Stickstoffdioxide, den der Deutsche Bundestag 2016 gegen den Widerstand von Experten endgültig eingeführt hatte, als über alle Kritik erhaben. Motto: Alles Gute kommt von oben. Erlaubt sind jetzt 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft im Jahresdurchschnitt an den Messpunkten stark befahrener Straßen. Das kann kaum eine Stadt einhalten, wie die FAZ bereits am 11.05.2009 konstatierte. Für diesen Grenzwert, der auf eine Richtlinie der Europäischen Union von 1999 zurückgeht, gibt es allerdings keine stichhaltige Begründung, wie Focus-Redakteur Olaf Opitz im Juli 2017 festhielt. Er machte als einer der ersten darauf aufmerksam, dass "am deutschen Arbeitsplatz für Beschäftigte laut Bundesgesundheitsblatt 950 Mikrogramm pro Kubikmeter Innenraumluft als 'Maximale Arbeitsplatz-Konzentration' (MAK)" erlaubt ist, also mehr als das 23-Fache! Außerdem zitierte er eine groß angelegte US-Studie, bei der man Ratten die Abgabe von Euro-5-Dieselmotoren schnüffeln ließ: "Leichte Reizungen der Atemwege traten erst bei einer NO2-Konzentration von etwa 8000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft auf. Sogar Stickstoffdioxidkonzentrationen von 2000 µg, die den Emissionen eines EURO 5 Dieselmotors entsprechen, hätten keine nachteiligen Wirkungen in den Lungen der Versuchstiere ausgelöst" (Focus vom 20.07.2017: Absurde Dieselpanik! Im Büro ist 20 Mal mehr Stickstoffdioxid erlaubt als auf der Straße).

Samstag, 19. August 2017

Die Feuerung Steve Bannons: Charlottesville als Vorwand

Steve Bannon. Bild: Michael Vadon (Flickr)
[CC BY 2.0], via Wikimedia Commons
von Hannes Bierl
Es ist so unfassbar unehrlich, wie Bannons Absetzung mit den Unruhen von Charlottesville begründet wird. Bannon hat Rassisten immer verachtet, er hat sie kürzlich als demokratiefeindliche Loser und Clowns bezeichnet und packt sie damit in dieselbe Kategorie, in die Trump islamistische Attentäter eingeordnet hat. 

Was die Fraktion der Neo-"Konservativen'' und Obama-Seilschaften im Weißen Haus wirklich stört: Bannon will die Macht des US-Militärs auf eine starke Landesverteidigung und die Zerschlagung des IS in Syrien und Irak fokussieren und lehnt es ab, neue Baustellen aufzumachen und die USA in neue Konflikte und Kriege zu verwickeln. 

So präferiert Bannon eine diplomatische Lösung des Nordkorea-Konflikts und sieht alle Regime-Change-Versuche gegen die säkular-nationalistische Regierung Syriens kritisch.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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