Samstag, 30. April 2016

Wie viele Museen braucht die Bundeswehr?

von Jan Rehschuh (Eigenes Werk) [GFDL oder
CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

unserem Staat fällt es schwer, Einrichtungen zu schließen, die nicht mehr benötigt werden. Werden Schließungspläne bekannt, formieren sich im politischen Raum sogleich Kräfte, die sich gegen solche Überlegungen stemmen. Und damit haben sie meistens Erfolg.

Eine solche Einrichtung, über deren Schließung seit Jahren diskutiert wird, ist die Wehrtechnische Studiensammlung der Bundeswehr. Die kennen Sie nicht? Nun, das geht fast jedem so, die muss man nicht kennen. Bei der Studiensammlung, die sich in einer alten Kaserne in Koblenz befindet, handelt es sich um eine Art Museum, dessen Schwerpunkt auf der Wehrtechnik liegt. Die Studiensammlung verfügt über 22.000 Sammlungsgegenstände zur Entwicklung von Wehrtechnik, Waffen und Ausrüstung. Ein kleiner Teil davon wird in einer Ausstellung präsentiert, die auch öffentlich zugänglich ist.

Mittwoch, 27. April 2016

Akademie der Freiheit: Schnell anmelden!

Terminhinweis
Die Idee.
- Philosophie, Politik, Ökonomie.
- Debatten, Vorträge, Planspiel.
- Debattentraining, Interviewtraining, Schreibtraining.
- Unternehmer, Journalisten, Politiker.
- Lehnin, Potsdam, Berlin.
- 12 Denker der Freiheit
- 20 Stipendien der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung.

In unserem Alltag spielen wirtschaftliche Zusammenhänge eine sehr große Rolle – doch wieviel verstehen wir wirklich davon?

Veranstaltungshinweis: Bessere Bildung für alle ohne Staat

Hinweis der Libertären Liste Erlangen-Nürnberg
Tomasz M. Froelich, u.a. Chefredakteur von Freitum, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Austrian Institute of Economics and Social Philosophy und Autor bei eigentümlich frei, wird am Freitag, den 29. April 2016, sein Buch „Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt: Bessere Bildung für alle ohne Staat“ an der WiSo, Raum 0.143, an der Universität Erlangen-Nürnberg vorstellen.

In seinem Vortrag wird er sich damit beschäftigen, wie Bildungssysteme ohne den Staat funktionieren können, höhere Bildungschancen bieten und erschwinglich für alle wären.

Im Anschluss gibt es eine Diskussionsrunde über die Vor- und Nachteile eines entstaatlichten Bildungswesens.

Der Eintritt ist frei, über eine Spende für unsere Hochschulgruppe würden wir uns freuen.

Das Buch kann hier erworben werden.

Auch Facebook findet man Informationen zur Veranstaltung, welche hier zu finden sind.

Dienstag, 26. April 2016

Frauke Petry (AfD): "Zwischen Freiheit und Vaterland"

Die Sons of Libertas stellten Frauke Petry (AfD) im Rahmen einer Veranstaltung der ''Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz'' einige kritische Fragen. Frauke Petry ist eine deutsche Politikerin, promovierte Chemikerin und Unternehmerin. 2013 wurde sie eine von drei Parteisprechern der Alternative für Deutschland und Vorsitzende der AfD Sachsen; seit 2014 ist sie Mitglied des Sächsischen Landtags.

Rezension: Eine kurze Geschichte der Menschheit, ohne Blatt vor dem Mund

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Hans-Hermann Hoppe: Eine kurze Geschichte der Menschheit: Fortschritt und Niedergang, 132 Seiten, 16,90 Euro, Lichtschlag.
Hans-Hermann Hoppe bietet dem Leser mit diesem Buch einen atemberaubenden 'Parforceritt' durch die Menschheitsgeschichte. In einem konsequent dichten Text fasst Hoppe die Erkenntnisse der anthropologischen Forschung zur Menschheitsgeschichte zusammen. Aus dieser Entwicklungsgeschichte zieht Hoppe Schlussfolgerungen über und für das Gemeinwesen; Schlussfolgerungen, mit denen er gegen etliche Ansichten des heutigen Hauptstroms der Meinungsmacher bürstet.

Hoppe schildert, dass der Ursprung des modernen Menschen als 'Jäger und Sammler' in den üppigen Regionen Afrikas zu verorten ist, wo die Natur den Tisch reichlich für die 'Jäger und Sammler' gedeckt hatte.

Seine Schilderungen stellen klar, dass jene ursprünglichen 'Jäger und Sammler' der Steinzeit mit dem verklärenden Bild des 'edlen Wilden' à la Jean-Jacques Rousseau keine Berührungspunkte haben. Vielmehr wird es ständigen Zwist, Streit und Kampf zwischen den verschiedenen Horden der 'Jäger und Sammler' um die besten Jagd- und Sammelreviere gegeben haben; denn auch das beste Revier kann nur eine kleine Horde ernährt haben.

Montag, 25. April 2016

Augstein spricht die Wahrheit!

Augstein. Bild: Thomas Rodenbücher(CC BY 2.0)/flickr.com
von Kurt Kowalsky
Das Herrschaftssystem des Demokratismus verträgt Plebiszite nur insoweit sie von den Machthabern manipulierbar sind. Das ist spätestens dann nicht mehr der Fall, stehen alle Regierungsentscheidungen, außer die des Plebiszits, stets zur Disposition.

Die Menschenbefragung, liebe Volksgenossinnen und Männer, hat nur dann Relevanz, befragt der Friseur den Kunden nach dem eigenen (sic!) Haarschnitt. Lässt er die Wartenden im Salon darüber abstimmen, bekommt das Barbier-Paradoxon von Russell eine völlig andere Wendung.

Man kann einen Barbier als einen definieren, der all jene und nur jene rasiert, die sich nicht selbst rasieren. Die Frage wäre dann: Gibt es noch jemand, der sich nicht selbst rasierte? Natürlich nicht.

Sonntag, 24. April 2016

Aus den Akten Pinker vs. Anarchie 2: Widerstand

Steven Pinker. Foto: Steven Pinker
(Rebecca Goldstein) [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Stefan Blankertz (Murray-Rothbard-Institut)
»Für das größte Blutbad aller Zeiten war vorwiegend ein einziger Mann verantwortlich [nämlich Adolf Hitler]. […] Aber Hitler war nicht der einzige Tyrann, dessen Besessenheit Zigmillionen Menschen das Leben kostete [Hinweis auf Stalin und Mao].«[1]

Diese Behauptung steht im Kontext von Pinkers These, Zeitpunkt und Größenordnung von Kriegen seien weitgehend zufällig.[2] Das Blutbad des 20. Jahrhunderts »könnte […] demnach eine Art Laune des Schicksals gewesen sein«.[3] Die Kennzeichnung eines Ereignisses als »zufällig« oder »Laune des Schicksals« macht dessen Analyse unmöglich. Wer ein zufälliges Ereignis auf einen Verursachungszusammenhang zurückführt, unterliegt dem magischen Weltbild. Ein Ereignis andererseits voreilig als unerklärlich und zufällig zu stigmatisieren, bedeutet, die Analyse seiner Entstehung und damit der Möglichkeit einer Prävention einen Riegel vorzuschieben, wenn es sich um ein unerfreuliches Ereignis handelt. Im Fall von Stalin, Hitler und Mao ist leicht zu durchschauen, warum Pinker die mit ihren jeweiligen Namen verbundenen Grausamkeiten, Massenmorde und Kriege gern dem Zufall vereinzelter kranker Psychen zuschreiben will: Sie dürfen nicht aus dem Prinzip oder der Struktur des Staats folgen, will man an der grundsätzlich befriedenden Wirkung des Leviathans festhalten. Krieg und Massenmord dürfen also keine Gründung in ökonomischen Interessen von staatlichen Eliten haben, sie dürfen nicht der Logik von Kollektivschuld und »Prügelknaben« haben. Pinker geht davon aus, dass eine durch alle Bürger uneingeschränkt als gültig anerkannte Staatlichkeit die Entwicklung hin zu weniger Gewalt antreibe. Die Gewaltorgien der Staatlichkeit im 20. Jahrhundert auf ihre Gründe hin zu analysieren, würde ihn damit konfrontieren, dass es Mechanismen im Leviathan gibt, die zu einem »Rückfall in die Barbarei«[4] führen. Dennoch sind die zitierten wenigen Worte von Pinker ein Eigentor, sogar dann, wenn man ihre Aussage an sich nicht in Zweifel zieht:[5]

Samstag, 23. April 2016

Erst Goldhausse, dann Silberhausse, jetzt Platinhausse

Marktkommentar von Claus Vogt
Die Edelmetallhausse geht in die Breite 
In den ersten Wochen des Jahres 2016 habe ich an dieser Stelle vor allem über die neue Goldhausse geschrieben, deren Beginn ich kurz vor Weihnachten 2015 in einer Themenschwerpunkt-Ausgabe prognostiziert und mit nicht weniger als 26 Argumenten ausführlich begründet habe. 

In den vergangenen Wochen rückte dann zusätzlich Silber in den Fokus meiner Analysen. Vorige Woche hieß es dazu dann in meinem Marktkommentar: „Der Ausbruch aus einer Schulter-Kopf-Schulter-Bodenformation ist erfolgt, ein klares bullishes Signal. (…) Damit ist jetzt auch bei Silber der Weg nach oben frei.“

Freitag, 22. April 2016

Hohe Leerstände von staatlichen Gebäuden

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

viele dem Staat gehörende Gebäude werden für kürzere oder längere Zeit nicht genutzt und stehen leer. Das scheint aber niemanden sonderlich zu stören. Es ist an der Zeit, dass die verantwortlichen staatlichen Stellen sich stärker als in der Vergangenheit darum bemühen, solche Leerstände möglichst zu vermeiden. 

Der deutsche Staat besitzt eine Vielzahl von Immobilien, welche er zur Unterbringung seiner vielen Behörden benötigt. Vor einigen Jahren kam es zu einer Strukturreform in diesem Bereich. Die bisher für die Verwaltung der Liegenschaften zuständigen Behörden wurden im Bund und in fast allen Ländern in Staatsbetriebe umgewandelt. Mehr kaufmännisches Denken, mehr Wirtschaftlichkeit sollten dadurch bei den staatlichen Immobilien Einzug halten.

Aus den Akten Pinker vs. Anarchie 1: Das Parfüm der Gewalt

Steven Pinker. Foto: Steven Pinker
(Rebecca Goldstein) [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Stefan Blankertz (Murray-Rothbard-Institut)
Stellen wir uns vor: Im Jahr 101945[1] stößt ein Ethnohistoriker auf den Roman »Das Parfüm« von Patrick Süskind.[2] Da Romane seiner Auffassung nach »irgendwie« die soziale Wirklichkeit in ihrer Zeit widerspiegeln, schließt er aus diesem, dass es in der grauen Vorzeit üblich gewesen sein müsse, Jungfrauen zu töten, um aus ihnen Parfüm zu gewinnen. Dadurch sensibilisiert gräbt ein Kollege den Krimi »Leichenschmaus« von Brigitte Glaser aus.[3] In ihm spornt ein Meisterkoch seine von Depression bedrohte Kreativität an, indem er aus dem Fleisch von zuvor durch ihn getöteten Mitmenschen Hochgenüsse für seine Restaurantgäste zaubert. Noch ist die Fachwelt skeptisch, inwieweit diese zugegebenermaßen fiktiven Texte Rückschlüsse auf die Realität des zwanzigsten Jahrhunderts zulassen. Da taucht die Prozessakte eines »Kannibalen von Rotenburg«[4] auf und alle Zweifel sind wie weggeblasen.

In analoger Art geht Steven Pinker vor in seinem Buch »Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit«,[5] um zu beweisen, dass das Gewaltniveau[6] in prähistorischer Zeit und in staatenlosen (anarchischen) Gesellschaften höher sei als unter den schlimmsten Terrorherrschaften.[7] Auf der einen Seite präsentiert er splatterhaft und pornografisch anmutende Anekdoten, ohne einen einzigen Gedanken an ihre Fähigkeit preiszugeben, verallgemeinerbare Aussagen über frühere Zeiten zu machen. Wie achtlos er dabei vorgeht, zeigt sich etwa auch darin, dass er die »Eiserne Jungfrau« als frühneuzeitliches Folterinstrument beschreibt, obgleich es sich dabei sehr wahrscheinlich um einen Mythos handelt.[8] Auf der anderen Seite stehen Statistiken und Grafiken mit Zahlen, über deren Zustandekommen er meist auch kein Wort verliert. Die Leser sollen sie wohl, eingestimmt durch die Anekdoten, hinnehmen und glauben.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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