Samstag, 20. Januar 2018

Martin Sellner und der Vollzug der Prognose von Alexis de Tocqueville: In 200 Jahren wurde die Methode von der sadistischen Journaille perfektioniert – helfen kann nur der freie Markt

Martin Sellner. Photo: Compact.
von Michael Klonovsky
Ein berühmtes Zitat aus Tocquevilles Großessay „Über die Demokratie in Amerika“ beschreibt mit Falkenblick in die Zukunft die Art und Weise, wie die totalitär gewordene Demokratie ihre Opponenten dermaleinst liquidieren werde, ohne ihnen dabei ein Haar zu krümmen, nämlich durch den bügerlichen Tod: „Der Machthaber sagt hier nicht mehr: ‚Du denkst wie ich, oder du stirbst‘, er sagt: ‚Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich; Leben, Vermögen und alles bleibt dir erhalten: aber von dem Tage an bist du ein Fremder unter uns. Du wirst dein Bürgerrecht behalten, aber es wird dir nicht mehr nützen; denn wenn du von deinen Mitbürgern gewählt werden willst, werden sie dir ihre Stimme verweigern, ja, wenn du nur ihre Achtung begehrst, werden sie so tun, als versagten sie sie dir. Du wirst weiter bei den Menschen wohnen, aber deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren. Wenn du dich einem unter deinesgleichen nähern wirst, so wird er dich fliehen wie einen Aussätzigen; und selbst wer an deine Unschuld glaubt, wird dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Gehe hin in Frieden, ich lasse dir das Leben, aber es ist schlimmer als der Tod.‘“

Freitag, 5. Januar 2018

Netzwerkdurchsetzungsgesetz: Der therapeutische Gesinnungsstaat

Bild: Pixabay / OpenClipart-Vectors /
CC0 Public Domain
von Tomasz M. Froelich
Wenn es etwas gibt, auf das ich allergisch reagiere, dann auf den Versuch anderen Menschen aufgrund von Meinungsverschiedenheiten - wie auch immer diese geartet sein mögen - den Mund zu verbieten. Ich war immer ein rigoroser Verfechter der Meinungsfreiheit, deren Prinzip Ayn Rand so treffend beschrieben hat: ,,Das Prinzip der Meinungsfreiheit beschäftigt sich nicht mit dem Inhalt der Rede eines Menschen und schützt nicht nur die Äußerung guter Ideen, sondern aller Ideen. Wenn es anders wäre, wer würde dann bestimmen, welche Ideen gut wären und welche verboten sind? Die Regierung?"

Die Willkür der Regierung bei der Definition des Korridors des Sagbaren hat Ayn Rand als große Gefahr für die Meinungsfreiheit erkannt. Diese Gefahr ist in der Bundesrepublik gegenwärtig virulent wie schon lange nicht mehr. Wir leben in einem Gesinnungsstaat, der sich auch als therapeutischer Staat (Paul E. Gottfried, Thomas S. Szasz et al.) bezeichnen lässt.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Satirischer Jahresausblick 2018

Bild: Pixabay / Gellinger / CC0 Public Domain
von Thorben Schwarz
Januar 2018: Das neu geschaffene Berliner Feminismusministerium führt in seinen Fluren 64 verschiedene Toiletten für jedes Geschlecht ein. Renate Künast freut sich für die Entscheidung, da auch „Menschen ohne klar ersichtliches Geschlecht“ keine Probleme im Gesellschaftlichen Umgang haben.

Februar 2018: Frauke Petry wittert Regierungsverantwortung. Nachdem sich das vierzigste Mitglied ihrer selbsternannten Bürgerbewegung angeschlossen hat, sei die Blaue Wende „endgültig eine Volkspartei“.

Martin Schulz kündigt in einem Gespräch mit der Funke-Mediengruppe eine „Flummikoalition“ an, die regelmäßig die Richtungen und Inhalte wechseln könne, um sich an den Wählerwillen anzupassen. Angela Merkel schickt daraufhin ihren Assistenten los, um zu googeln, was mit „Inhalten“ und „Wählerwillen“ gemeint sei.

Samstag, 4. November 2017

Widerstand gegen EU-Zentralismus: Mehr Sezession wagen

Bild: Pixabay / CC0 Public Domain /geralt
von Michael Klonovsky
Die Grundidee der Euro-Zone lässt sich gut beschreiben als die Übertragung des deutschen Länderfinanzausgleichs auf einen Kontinent. Bayern und Baden-Württemberg alimentieren Bremen, Berlin und Nordrhein-Westfalen; Deutschland als ganzes (also wieder Bayern und Baden-Württemberg) alimentiert Griechenland, Portugal, Polen, Ungarn und so weiter. Die Dankbarkeit der Nehmer hält sich in Grenzen, ähnlich wie Berlin den Bayern mit seiner Geldverschleuderung eine Nase dreht, pfeifen die Griechen auf die Stabilitätskriterien und die Osteuropäer auf den edlen Vorschlag, Merkels afrikanische Gäste bei sich einzuquartieren.

Die sogenannte europäische Idee bestand ursprünglich darin, den über Jahrhunderte in blutige Konflikte verstrickten Kontinent, dessen Nationen sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die geopolitische Bedeutungslosigkeit gegenseitig demoliert hatten, zu befrieden, zu versöhnen und die ehemaligen Feinde in Partner zu verwandeln. Nie hätten die Gründer der EU, hätte ein de Gaulle oder ein Adenauer gedacht, dass ihre Idee der Aussöhnung in den wüstesten Zentralismus in der Geschichte ihres Kontinents führen würde. Nie hätten sie sich alpträumen lassen, dass führende Funktionäre dieses Gebildes wie Frans Timmermans, der Vizepräsident der EU-Kommission, versuchen würden, die bunten europäischen Völker in eine graue multikulturelle Gesellschaft, die vielfältigen nationalen Kulturen in eine einheitliche Superkultur zu verwandeln. Nie hätten sie sich schwanen lassen, dass linke und neoliberale antirassistische Rassisten von der Umwandlung der europäischen Völker in eine homogene Mischethnie träumen und den Barbaren die Tore öffnen würden (gewiss, ein Richard Coudenhove-Kalergi hatte solche Visionen schon in der Zwischenkriegszeit, und Oswald Spengler umgekehrt auch, doch das waren Außenseiter).

Freitag, 3. November 2017

Linkes Geschwafel: Wo viele Chancen, da auch viele Niederlagen

Ernst Jünger hatte recht.
Photo: Jünger, Wiki Commons
von Jonathan Danubio
Bei Ernst Jünger lesen wir: „Indem der Mensch die Sonderung der Kasten zerstört, tauscht er das Glück gegen die Chance ein.“ Dieses verlorene Glück bestand – bei allen Fehlern, die jede historische Wirklichkeit zwangsläufig aufweist – in der Sicherheit und Sinnhaftigkeit der eigenen Existenz. Zerstört wurde es von zwei Seiten, die sich in ihrem Kampf gegen die Hierarchie wechselseitig befruchteten: Demokratie und Kapitalismus. 

Sieht man von diversen Klagen über die Omnipotenz des Staates ab, sind die Liberalen mit dem Ergebnis des Kampfes grundsätzlich recht zufrieden. Die Linken hingegen gleichen einem Kleinkind, das im infantilen Übermut sein Spielzeug zerbrochen hat und hinterher den Verlust betrauert (am peinlichsten wohl in Karl Polanyis geschichtsfälschendem Werk „The Great Transformation“ aus dem Jahre 1944, das die vorindustrielle Zeit in solch idyllischen Farben malt, daß selbst ausgemachte Reaktionäre ob der Übertreibungen etwas erröten würden).

Donnerstag, 28. September 2017

AfD-Wahlabendsplitter: Zwischen Uruks und Mahuts


von Michael Klonovsky
Wahlabendsplitter. Ankunft zur 18-Uhr-Runde im Wahlstudio der ARD. Jörg Meuthen ist als erster da und nimmt auf dem meterlangen Sofa im Akklimatisierungs- und Warmmachbereich vor dem Sendestudio Platz. Später treffen Kauder, Oppermann, Kubicki, Dietmar Bartsch und Anton Hofreiter ein. Man kennt sich, grüßt sich, plaudert miteinander, aus den Augenwinkeln den Uruk auf dem Sofa musternd und eine Distanz von exakt vierzehneinhalb Fuß haltend. Die erste Hochrechnung flimmert über den Bildschirm. Freude kommt auf, speziell bei denen auf dem Sofa. Ein Schmerzensanflug huscht über Hofreiters erzenes Antlitz und trübt, ungefähr fünf Flügelschläge eines längst ausgerotteten Schmetterlings lang, sein sieghaftes Auge. Oppermann, der den von Schulz exakt in dieser Sekunde geänderten Schlachtruf „Die Zukunft braucht eine neue Opposition!“ noch nicht kennen kann, bleibt daneben dennoch vergleichsweise unbeeindruckt, Kauder sowieso, denn der verfügt nur über eine Miene. Frau Miosga bittet vor die Kameras, Oppermann geht voran, bedeutet Meuthen mit einer durchaus charmanten Geste, sich einzureihen, und gibt ihm die Hand, Bartsch und Kubicki tun es ihm nach. Mit sichtlichem Widerwillen (er kann doch zwei Gesichter!) fügt sich auch Kauder ins Unvermeidliche, Hofreiter hat Glück oder lässt sich absichtlich so weit zurückfallen, dass er den Unreinen nicht nach hier einstweilen noch geltenden, jedoch bald täglich neu auszuhandelnden Konditionen begrüßen muss.

Mittwoch, 27. September 2017

Sicherheit dank Männern: Es gibt sie noch, die Frauenverehrer!

Bild: Pixabay / CC0 Public Domain / OpenClipart-Vectors
von Frank Jordan
Als direkte Folge der aktuellen und voraussichtlich künftigen Mehrheitsmeinung und politischen Marschrichtung haben die Worte „Gefahr“ und „Gefährdung“ ein neues erfahrbares Gewicht erhalten. Dies nicht nur in bezug auf die Kollision nicht kompatibler Kulturen, sondern auch im Zusammenhang mit in Kauf genommener Einschränkung der grundlegenden Freiheitsrechte des einzelnen zugunsten eines sogenannt sozialen Ganzen, der Gesellschaft. Als Konsequenz erhält das Thema Sicherheit ebenfalls ein neues Gewicht. Was die Politik zu bieten bereit und wozu sie in der Lage ist, ist bekannt: Worthülsen, Waffenverbote, Betonpoller, Überwachung. Sicherer wird dadurch nichts.

Der Begriff „Sicherheit“ geht zurück auf das lateinische „securus“ – „sed“: „ohne“ und „cura“: „Sorge“, „Fürsorge“. Stelle ich mir persönlich die Frage danach, wo, wann und wie ich mich in diesem Sinn sicher fühle, dann ist zweierlei rasch klar: Es ist erstens im Kreis meiner Familie und meiner Freunde. Und es ist zweitens nicht Gefühl, sondern eine Wirklichkeit, die mit den Männern steht und auch fallen würde.

Montag, 18. September 2017

Der Euro - eine Gefahr für den langfristigen Wohlstand in Deutschland

Bild: Pixabay / stux / CC0 Public Domain
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Das Entsetzen über die selbstherrlichen Rechtsbrüche der Merkel-Regierung beim Thema Euro-"Rettung" gehört zur Gründungs-DNA der Alternative für Deutschland.

Nur zu gut werden sich viele von Ihnen, liebe Leser, an frühere Wahlwerbung der Unionsparteien erinnern, in der den Bürgern versprochen wurde, sie würden nie und nimmer für andere Euro-Länder haften müssen - und im Übrigen sei die Pleite eines Euro-Staates durch die Kriterien des Maastricht-Vertrages sowieso ausgeschlossen.

Alle damaligen Zweifler wurden von der eurobesoffenen Einheitsmeinung des politisch-medialen Komplexes mundtot gemacht.

Heute wissen wir: Alle damaligen Zweifler hatten recht. Es ist genauso gekommen, wie kluge Köpfe dies damals befürchtet haben! Willkürliche "Rettungsaktionen" zugunsten von Staaten und auch von Banken, finanziert mit deutschem Steuergeld - das war und ist die völlig unverantwortliche Politik von Frau Merkel.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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